Anzeige
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 35

Thema: Leben: Flechten könnten auf dem Mars überleben

  1. #1

    Standard Leben: Flechten könnten auf dem Mars überleben

    Anzeige
    Bestimmte Flechtenarten sind offenbar so robust, dass sie auch auf dem Mars überleben könnten - zumindest für 34 Tage. Dies ist das jetzt vorgestellte Ergebnis eines Experiments von Planetenforschern des DLR. Für die Wissenschaftler ist der Befund ein Indiz dafür, dass früher auf dem Mars entstandenes Leben in bestimmten Nischen bis heute überlebt haben könnte. (26. April 2012)

    Weiterlesen...

  2. #2
    Registriert seit
    23.09.2011
    Beiträge
    26

    Standard

    Das sind auf jeden Fall gute Erkenntnisse, dass irdisches Leben unter Marsbedingungen überlebt.
    Nur sind das Spezialisten, welche aus einem reichhaltigen Pool an Mutationen schöpfen konnten, ehe sie diese Eigenschaften hervorbrachten.
    Es stellt sich mir also die Frage, ob der Mars in seiner früheren Geschichte, so lange stabile Verhältnisse hatte, das sich genug Biomasse und Variabilität herausbilden konnten.
    Immerhin dreht er sich ja auch mal öfters und zeigt seinen Po(l) zur Sonne ;-).
    Auf der Erde hat es ja auch reichlich lange gedauert bis Einzeller eine WG gegründet haben.

    Auch wenn natürlich die Suche nach außerirdischen Leben sehr lohnenswert ist, so sehe ich doch den größeren Gewinn dieses Experiments in der Möglichkeit eventuell Pionierlebewesen für eine Terraformung auf den Mars bringen zu können.

    Abschließen möchte ich mit einem Zitat:

    "Why our duty to Life is to terraform Mars!"
    Robert Zubrin

  3. #3
    Registriert seit
    19.01.2010
    Beiträge
    10

    Standard

    Es wird allerhöchste Zeit, den Mars die geballte Kraft unserer Flechtenartillerie spüren zu lassen. Der Mars hat der über 4 Milliarden Jahre bewehrten irdischen Ingenieurskunst nichts entgegenzusetzen. Unsere kleinen pilzigen Invasoren werden nur ein Vorgeschmack unseres Einmarsches sein. Nichts wird uns aufhalten. Was darauf folgen wird, wird das Antliz des Mars auf Ewig verändern und keine Spuren früherer, eindeutig minderwertigeren Lebensformen zurücklassen. Die Erschütterungen dieses Blitzkrieges werden bis tief in ihrem Erdreich zu spüren sein. Wir werden den Marslandschaften beibringen, wie auf Erden gelebt wird. Wir werden diesem unkultivierten Haufen Barbarengeröll eine Zivilisation reichen, von der es nicht in seinen kühnsten Träume gewagt hat zu fantasieren.
    Wir werden dem Mars schon sehr bald zeigen, aus welchem Holz das Leben auf der Erde geschnitzt ist.
    Geändert von Entropie (28.04.2012 um 02:21 Uhr)

  4. #4
    Registriert seit
    23.09.2011
    Beiträge
    26

    Standard

    Sehr amüsant,
    nur bin ich mir nicht sicher wie genau sie nun zu diesem Thema stehen.

    Ich sehe dies weniger wie eine Invasion.
    Natürlich sollte mögliches Marsleben nicht mit der Keule niederknüppeln werden, aber der irdischen Schöpfung sollte die Weiterentwicklung und das Überleben ermöglicht werden.

  5. #5
    Registriert seit
    19.01.2010
    Beiträge
    10

    Standard

    Haha.
    Das war mehr als ein Scherz gemeint. Mir war etwas langweilig zu der Zeit.

  6. #6
    Registriert seit
    23.09.2011
    Beiträge
    26

    Standard

    Ja wie gesagt ich fand es auch sehr erheiternd und weckt natürlich auch das Bewusstsein die Chance außerirdisches Leben finden und studieren zu können nicht vorschnell zu verwerfen, auch wenn ich persönlich die Terraformung des Mars lieber gestern statt erst übermorgen begonnen hätte.

  7. #7
    Registriert seit
    08.06.2008
    Beiträge
    422

    Standard

    Ich denke, man sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass auf dem Mars lebende Organismen offenbar niemals die Photosynthese entwickelt haben bzw. dass sie sich nicht durchgesetzt hat.


    Flechten auf dem Mars auszusetzen wäre reichlich sinnlos, selbst aus Terraforming-Perspektive. Die bräuchten sehr lange, um die Atmosphäre mit Sauerstoff zu füllen und nebenbei würden sie CO2 abbauen, was letztlich den Treibhauseffekt auf dem Mars verringern und den Flechten den gar aus machen würde.
    Man müsste damit anfangen, die Temperatur hochzudrehen. Dann läuft die Photosynthese auch wesentlich schneller ab.

  8. #8
    Registriert seit
    21.02.2008
    Beiträge
    261

    Standard

    Terraforming auf dem Mars?
    Die Flechten können vielleicht CO2 in Sauerstoff umwandeln aber sie können nicht die Dichte der Atmosphäre erhöhen.Also bringt UNS das schonmal garnichts.

  9. #9
    Registriert seit
    01.02.2005
    Ort
    St. Gallen, CH, Erde
    Beiträge
    7.487

    Standard

    Flechten auf dem Mars auszusetzen wäre reichlich sinnlos, selbst aus Terraforming-Perspektive. Die bräuchten sehr lange, um die Atmosphäre mit Sauerstoff zu füllen und nebenbei würden sie CO2 abbauen, was letztlich den Treibhauseffekt auf dem Mars verringern und den Flechten den gar aus machen würde.
    Der Treibhauseffekt ist auf dem Mars sehr gering (ein paar Grad, höchstens), da die Dichte der Atmosphäre ohnehin sehr gering ist und sie zu einem grossen Teil aus CO2 besteht. Letzteres mag paradox wirken, aber Treibhauswirkung (aus physikalisch-geometrischen Gründen, die mit der freien Weglänge von Teilchen zu tun haben) ist proportional zum Logarithmus der Konzentration von Treibhausgasen (deshalb spricht man ja beim irdischen Treibhauseffekt auch immer von "3 Grad pro Verdoppelung des CO2-Gehalts"). Halbiert man also das CO2, ergibt sich immer die gleiche lineare Temperaturreduktion, (fast) unabhängig davon, wie viel CO2 vorhanden ist. Die grösste Wirkung käme von der absoluten Reduktion an CO2.

    Die Dichte der Marsatmosphäre schwankt um eine Faktor 2 über den Verlauf eines Marsjahres (weil im kälteren Südwinter (=Aphelwinter) das CO2 an der südlichen Polkappe anfriert), ohne dass dies grosse Auswirkungen auf die Oberflächentemperatur hätte. Das heisst, die Flechten könnten die Hälfte der Marsatmosphäre aufsaugen, doch die Auswirkungen auf den Temperaturhaushalt wären trotzdem äusserst gering. Aber ich stimme dir natürlich zu dass die Flechten hier nicht besonders viel helfen. Die Stossrichtung der Arbeit ist dann ja auch nicht, das Terraforming des Mars anzustossen, sondern zu zeigen, dass ausdauernde Lebewesen von der Erde mit den Bedingungen auf dem Mars zurecht kommen können, so dass es möglich ist, dass einheimische Leben auf dem Mars bis in die heutige Zeit überdauert hat.

    Eine wirklich dichte CO2-Atmosphäre (ein Bar oder so) würde terraformingmässig viel mehr bringen (auch wenn es heissen würde, dass man die Atmosphäre nie frei atmen könnte - aber wärmere Temperaturen und ein höherer Atmosphärendruck würden den Mars schon mal viel menschenfreundlicher machen, man könnte ohne Druckanzug / Temperaturregelung herumlaufen und wäre einzig auf ein Atemgerät angewiesen - mit einer nuklearen Batterie könnte man dieses vielleicht sogar so konstruieren, dass es selbständig Sauerstoff aus der Marsatmosphäre gewinnt, während Stickstoff und Wasserdampf aus der Atemluft recyclet wird).

    Ob es wirklich ethisch ist, einen Planeten zu "terraformen", vor allem wenn die Möglichkeit besteht, dass da einheimische Leben vorhanden ist, ist natürlich eine ganz andere Frage.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
    Final-Frontier.ch - Auf zu neuen Welten

  10. #10
    Registriert seit
    23.09.2011
    Beiträge
    26

    Standard

    Anzeige
    Hallo zusammen und danke für die vielen Beiträge.

    Ich wollte mit der Idee der Pionierpflanzen die Terraformung auch nicht gänzlich in die Hand von Flechten legen.

    Mir ist schon klar, dass die Marsatmosphäre erstmal mit reichlich CO2 angedickt werden muss um eine Temparaturerhöhung und einen Atmosphärendruck zu erreichen, welche dann flüssiges Wasser permanent erlauben und der Wasserdampf allmählich die Erwärmung übernimmt.

    Nur kann man ja nicht 100 Jahre warten und dann auf einmal Millionen Bäume pflanzen, ohne das vorher Pionierlebewesen anwesend waren, welche die Bedingungen schaffen für höheres Leben.

    Wenn diese bereits unter den jetztigen Bedingungen dort zumindest erstmal lebensfähig wären, dann verbessert das doch nur die Chancen für die komplexeste Aufgabe des Menschengeschlechts (für die nächsten knapp 500 Jahre?! ;-))

Ähnliche Themen

  1. Mars Express: Trichterketten als Refugium für Leben?
    Von astronews.com Redaktion im Forum Mission Mars
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.04.2012, 18:30
  2. doch Leben auf dem Mars?
    Von ispom im Forum Astronomie allgemein
    Antworten: 61
    Letzter Beitrag: 07.12.2009, 08:46
  3. leben auf den mars
    Von astrofreak13 im Forum Sonnensystem allgemein
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 25.08.2006, 20:13
  4. Leben auf Mars und Titan
    Von Robitobi im Forum Astrobiologie
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 22.04.2006, 13:54
  5. Leben auf dem Mars?
    Von ispom im Forum Astronomie allgemein
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.02.2005, 07:44

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C