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Thema: Grenzen erreicht?

  1. #11
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    Standard

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    Zitat Zitat von SirToby Beitrag anzeigen
    Hallo,


    Gegenstand derzeitiger Forschung ist aber, und das ist echt spannend, eine Kursanomalie. Beide Sonden weichen von ihrer Bahn bzw. von ihrer vorausberechneten Entfernung ab und keiner weiß warum.


    Gruß SirToby

    Und gibt es schon Ideen warum das so ist?

    Denn, es wird ein Grund haben.

    Kann sowas mit der Zeit selbst zusammenhängen?

    Eine Atomuhr z.B. im Flugzeug geht ja anders wie eine auf dem Boden..

    Gibt es da Berechnungen wieviel das ausmachen würde?

    Denn angenommen die Zeit vergeht für die Sonde anders,müßte die zurückgelegte Strecke eine andere sein..oder?(von uns aus betrachtet)

    Oder wurde das schon alles vorher berechnet und es passt trotzdem nicht..?


    MfG

  2. #12
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    Standard

    Oder wurde das schon alles vorher berechnet und es passt trotzdem nicht..?
    Ja
    Das Thema wurde hier schon mal andiskutiert:
    http://www.astronews.com/forum/showt...hlight=Pioneer

    und hier findest Du Fakten.
    http://www.astronews.com/forum/showt...hlight=Pioneer

    Habe gerade heute Morgen wieder mal gegoogelt, ob es Neues gebe; aber bei The Planetary Society ist vor allem Geldmittelbeschaffung das beherrschende Thema.

    Orbit

  3. #13
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    Standard

    Ob die Kursanomalie auch die Voyager-Sonden betrifft, weiss man nicht: die beiden Sonden waren nicht "kreiselstabilisiert", wie Pioneer 10 und 11, sondern mit Triebwerken - da müsste man exakt vektoriell aufsummieren, um zu bestimmen, ob die Sonde von ihrem Kurs abweicht oder nicht. Pioneer 10 und 11 wurden mit Kreiseln stabilisiert (drehende Kreisel, will man die Sonde drehen, kippt man die Kreisel und die Sonde macht eine Gegenbewegung um das Drehmoment zu erhalten) - da kommen keine neuen Faktoren ins Spiel (kein Rückstoss).

    Warum nutzt man die große Entfernung der Sonde nicht zu Verbesserung der Entfernungsberechnungen anderer (naher) Fixsterne.
    Auf für ferne Fixsterne wäre das toll: das Problem ist nur, dass die Sonde kein Teleskop / keine Kamera an Bord hat, mit dem das zu machen wäre, bzw., mittlerweile viel zu wenig Strom zur Verfügung steht, als dass man noch aktiv Geräte auf der Sonde betreiben könnte (mal mit Ausnahme des Senders selbst).
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  4. #14
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    Standard Temperatur des Sonnenwindes im Termination Shock

    Hallo liebe Forummitglieder,

    in den letzten Wochen war immer wieder davon zu lesen, dass Voyager 2 nun den sog. Termination Shock und somit die Grenze zwischen dem Sonnensystems und dem interstellarem Raum erreicht habe.
    In diesem Zusammenhang ist immer wieder die Rede davon, dass sich der Sonnenwind, bedingt durch die Abbremsung in diesem Bereich aufheizt.

    Bei Spiegel.de heißt es z.B.:

    Eine Überraschung erlebten die Forscher, als sie die Temperaturwerte des Plasmas aus Protonen und Elektronen untersuchten, aus denen der Sonnenwind besteht. Sie hatten mit einer starken Aufheizung gerechnet - irgendwohin musste die beim Abbremsen des Sonnenwindes freiwerdende Energie schließlich gehen. Doch statt der erwarteten Million Kelvin zeigten die Instrumente nur rund 200.000 Kelvin an...
    Wohin die fehlende Energie verschwunden zu sein scheint, konnte ich diversen Artikeln bereits entnehmen. Mir stellt sich noch eine andere naive Frage: Wie kann die Sonde eine derartig hohe Temperatur überleben? Kommt das Plasma in so geringer Menge vor, dass sich die Sonde nicht nennenswert erhitzt?

    Freundlicher Gruß
    Matthias
    Geändert von FUNtastic (18.01.2008 um 00:33 Uhr)

  5. #15
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    Standard

    Kommt das Plasma in so geringer Menge vor, dass sich die Sonde nicht nennenswert erhitzt?
    Genau.

    (so ähnlich verhält es sich auch mit der Exosphäre der Erde: obwohl über 1000 Grad heiss, die Satelliten, die dort oben kreisen, merken davon nichts)
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  6. #16
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    Cool

    Am 15. August 2006 gab die NASA bekannt, dass Voyager 1 eine Entfernung von 100 AE (15 Mrd. km) erreicht hat. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Sonde von etwa 1,6 Millionen Kilometern pro Tag könnte der interstellare Raum innerhalb der nächsten zehn Jahre erreicht werden.

    Man erwartet, dass der Kontakt mit der Sonde noch bis etwa ins Jahr 2020 aufrecht gehalten werden kann, danach kann der Radioisotopengenerator nicht mehr genug Energie liefern, um kritische Systeme zu versorgen.

    ---
    Kleiner Auszug aus Wiki. Alles andere wäre doch Witzlos da Thread vorhanden ...
    Bild wo ist Voyager ?

    Solar System Simulator da kann man rumspielen wo welche Körper/Sonden sind einfach ausprobieren link gehört der NASA an.
    "Am Abend gehen wir runter zum Fluß und in den Fluß wollen wir tauchen."

  7. #17
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    Standard

    Also doch so simpel.
    Vielen Dank, Bynaus!

  8. #18
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    Standard

    FUNtastic
    Frage: Wie kann die Sonde eine derartig hohe Temperatur überleben? Kommt das Plasma in so geringer Menge vor, dass sich die Sonde nicht nennenswert erhitzt?
    Bynaus
    Genau.

    (so ähnlich verhält es sich auch mit der Exosphäre der Erde: obwohl über 1000 Grad heiss, die Satelliten, die dort oben kreisen, merken davon nichts)
    FUNtastic
    Also doch so simpel.
    Vielen Dank, Bynaus!
    Ob das wirklich so simpel ist?

    Wir kennen die Temperatur der Hintergrundstrahlung: 2,725 K.
    Das ist doch die heutige 'Raumtemperatur' des Universums, oder? Und die ist umgekehrt proportional zu den mittleren Teilchenabständen.

    Man kann aber auch jedem Teilchen eine frequenzabhängige Eigentemperatur zuordnen. Die Nukleonen sind sehr heiss: um die 1E13 K!
    Und doch verbrennen sie uns nicht, obwohl unser Körper aus ihnen besteht. ;-). Es ist die 'Innentemperatur' der Teilchen, die nicht an die Umgebung abgegeben wird.

    Und bei der Plasmatemperatur - hier handelt es sich doch um die sog. Debye-Temperatur, oder? - scheint es sich m.E. um die 'Innentemperatur' von Molekülen zu handeln, die zwar viel niedriger als die Teilchentemperatur ist, aber immer noch weit über der Raumtemperatur. Aber auch die Moleküle geben ihre Eigentemperatur wie die Teilchen nicht an die Umgebung ab.

    So verstehe ich das zur Zeit, nachdem ich versucht habe, mich ein wenig schlau zu machen. Ist da was dran oder versteh ich das falsch?
    Orbit

  9. #19
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    Hallo Orbit,

    sehr interessant, ich hoffe dass sich einer der Experten dazu äußern kann.

    Anlässlich deines Beitrages habe ich ebenfalls versucht mich etwas einzulesen, um deine Antwort verstehen zu können.
    Es leuchtet mir ein, dass man z.B. den Teilchen aus denen die Atomkerne bestehen eine frequenzabhängige Eigentemperatur zuordnen kann. Dass diese nicht an die Umgebung abgegeben wird scheint mir ebenfalls plausibel.
    Nach meinem (derzeitigem, laienhaftem) Verständnis, ist diese Temperatur jedoch fix und somit nicht durch jedwede Art der Wechselwirkung beeinflussbar.
    Mir leuchtet nicht ein, weshalb sich diese "Innentemperatur" der Plasma-Moleküle bedingt durch die Abbremsung ändern sollte.
    Die Erhöhung der Plasmatemperatur resultiert nach meinem Verständnis aus der Wechselwirkung zwischen den Sonnenwind-Plasma-Molekülen und denen aus dem interstellarem Raum, was nichts mit der fixen "Innentemperatur" zu tun hat. Vermischt du hier evtl. Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, oder bin ich total auf dem Holzweg?
    Bin für jegliche Aufklärung zu diesem Thema dankbar!

    Herzliche Grüße
    Matthias
    Geändert von FUNtastic (19.01.2008 um 22:54 Uhr) Grund: Vorletzten Satz hinzugefügt

  10. #20
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    Hallo FUNtastic
    Da wo wir übereinstimmen, dass Teilchen temperaturmässig autark seien, liegen wir wohl einigermassen richtig.

    Bei der Frage, ob Moleküle autark seien, war ich auf dem Holzweg
    Aber auch die Moleküle geben ihre Eigentemperatur wie die Teilchen nicht an die Umgebung ab.
    Das kann ja nicht sein; denn dann gäbe es keine Chemie. Könnte man es so sagen: Wechselt ein chemisches System von einem Gleichgewichtszustand in einen andern, findet ein Wärmeaustausch mit der Umgebung statt. Aber solange ein System im Gleichgewicht ist, erfährt die Umgebung nichts von der 'Innentemperatur' des Systems.
    Und so ähnlich wird es beim Plasma sein.

    Auch ich wäre froh, wenn sich ein Profi zu Wort melden würde.

    Herzliche Grüsse
    Orbit

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