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Thema: Red Colony (Mars Besiedlung)

  1. #21
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    Mich würde mal interessieren, wieviel man an Menschen und Material überhaupt auf den Mars schicken muß, damit die sich dort ohne weitere Hilfe von außen halten können. Wie groß ist die Mindeszahl an Menschen, die auf einem relativ toten Planeten mit einer Miniatmosphäre aus CO2 und noch halbwegs zivilisierten Temperaturen leben muß, um sich selbst versorgen zu können.

    Damit meine ich auch Behausungen, Selbstgegrabene Höhlen, Ernährung, Energie. Jedes Material, jedes Werkzeug, jede Maschine geht irgendwann kaputt und muß ersetzt werden. Auch Kinder müssen geboren werden. usw. usw.

    Ich tippe mal auf 10000 Menschen.

    Wäre auch wichtig für ein Generationenraumschiff.
    Vielleicht eine neue Chance für den Transport großer Massen ins Weltall?

    http://www.projekt-wolfrum.ja-nee.de

  2. #22
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    ich habe vor geraumer zeit irgendwo gelesen, dass durch den aufprall eines auf den mars abgelenkten (kilometer)großen asteroiden der atmospharendruck erhöht werden könnte



    theoretisch wäre dies ja bereits heute möglich und falls sinnvoll sollte es sicher auch bald, also vor ersten dauerhaft bemannten marsstationen durchgeführt werden.

    ist die idee eigentlich vom tisch?

  3. #23
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    Ich bezweifle, dass man dadurch den Atmosphärendruck deutlich erhöhen kann (viele tausend Kometen zusammen, vielleicht ja, aber ein einziger Asteroide?).
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  4. #24
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    Dazu möchte ich anmerken:
    Asteroiden können aus verschiedenen Materialien bestehen.

    Also die, von denen wir hier sprechen, aus gefrorenem Wasser, einem Teil eisen und Silizium sowie Ammoniak, methan. (NH4 + CH4 für Atmosphäre; Eisen und Silizium für mehr Boden, somit Oberfläche und Gravitation; Wasser als Treibstoff, nachfüllen von Seen etc.)

    Soweit ich das beurteilen kann, muss das Ammoniak fest sein, weil als Gas kan es sich nicht auf einem Asteroiden halten.
    Und Da hat es dann ein (zehn)tausendstel von seinem gasvolumen.

    Ein Asteroid mit 1km3 Durchmesser festen NH4's bringt dann bei moderaten Temparaturen (über -273°C und über dem Siedepunkt)
    1.000.000*1000(0)dm3 = 1(0).000.000.000 liter gas!!

    (Wasser zu Wasserdampf -> ca. 400 faches volumen) 1l flüssig H20 -> 400l H20- Dampf
    Im Festen zustand nimmt die Dichte noch weiter ab. (Ausser bei wasser. wegen der anomalie)
    Bei NH4 ist die Ausdehnung noch viel großer, da Wasserstoff eine sehr niedrige Dichte hat. Also ca. mal 1000 bzw. wenn es viel ist *10 000

  5. #25
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    Asteroiden können aus verschiedenen Materialien bestehen.
    Richtig, aber sie bestehen trotzdem mehrheitlich aus Gestein, Eisen und vielleicht etwas Wassereis. Der Rest ist nur in Spuren (<1% oder so) vorhanden. Asteroiden aus reinem NH4 gibt es zB nicht. Und selbst wenn, auch diese Mengen von Gas sind - gemessen am Volumen der Marsatmosphäre - vernachlässigbar gering. Deshalb braucht es, wie erwähnt, sehr viele Asteroiden / Kometen, um den Druck der Marsatmosphäre spürbar zu heben.
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  6. #26
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    Da NH4 ein starkes Treibhausgas ist eben nicht.

    Denn es kommt nicht nur auf den Druck an,
    denn wenn effektive Treibhausgase arbeiten, dann Schmelzen die Polarkappen und ein weiteres Treibhausgas, CO2, wird frei.
    Auch schmilzt das Wasser, welches ein guter Wärmespeiche rist. Und Wasserdampf, der dann vermehrt in der Atmosphäre auftritt, ist 4mal effektiver als CO2.

    Eine fette Kettenreaktion wäre die die folge. Die auf dem Mars für lebensfreundlichere Bedingungen sorgen würde.

  7. #27
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    Da NH4 ein starkes Treibhausgas ist eben nicht.
    Darüber konnte ich nichts finden - hast du dafür eine Quelle?

    Nun, da gibt es eben auch andere, besser geeignete Treibhausgase, dazu gabs glaube ich auch mal einen Astronews-Artikel... Mit Chlorkohlenwasserstoffen kannst du den Mars schneller und effizienter erwärmen als mit jedem anderen Treibhausgas. Aber das sorgt natürlich nicht einfach so für lebensfreundliche Bedingungen. Was dem Mars unter anderem in grossen Mengen fehlt, ist Stickstoff - und ohne Stickstoff wachsen keine irdischen Pflanzen (Stickstoffkreislauf). Und dann bist du wieder beim Import von gewaltigen Mengen von Stickstoff...
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  8. #28
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    Wasserstoff absorbiert Strahlung ziemlich Stark
    (Abschirmung vor kosmischen Strahlen durch Wassertanks an aussenhülle, oder Kunststoffe mit hohem Wasserstoffanteil; wasser speichert Wärme gut, und H2O und Methan -CH4- sind ein effektive Treibhausgase)

    Wo genau ich mal gelesen habe, das NH4 ein gutes Treibhausgas ist, weiß ich nicht mehr. Aber wie gesagt, da H vorkommt, ist's besser als nichts. Ausserdem ist Stickstoff drinnen.

    Stickstoff ist auch chemisch im Regolith gespeichert.
    Vielleicht auch in den Polarkappen (Welchen siedepunkt hatte N2 nochmal? der dürfte relativ hoch ,ca. -60°, gewesen sein, da man den in der apotheke erhalten kann)
    Das heißt, dass durchaus N2-Eis an den Kappen (bis unter -130°) seion könnte.
    Wieviel? Fraglich

    Für Pflanzen jedenfalls genug.
    Und Chlorkohlenwasserstoffe sind veraltet. Die zerstören eine sich aufbauende Ozonschicht.
    Daher sind neuerdings Fluorkohlenstoffe, die 10000 mal effektiver als CO2 sind - in einem Mix noch höher - und die eine Ozonschicht nicht nur nicht schädigen würden, sondern auch sogar unterstützen, im Gespräch (bnebenbei sind sie Inertgase, die als Ersatz für einen Teil des Stickstoffes dienen könnten).
    -> http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=16055

    Ausserdem: Apollokapseln hatten anfangs 0,3 Bar reine O2 Atmosphäre, also bräuchten menschen theoretisch keinen oder wenig Stickstoff
    Geändert von _Mars_ (29.11.2008 um 18:36 Uhr)

  9. #29
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    Apollokapseln hatten anfangs 0,3 Bar reine O2 Atmosphäre, also bräuchten menschen theoretisch keinen oder wenig Stickstoff
    Es geht aber bei Terraforming nicht nur darum, dass Menschen alleine (von Druck,Strahlung und Anderem abgesehen) auf dem Planet X leben können. Für ein Ökosystem, das der Erde im entferntesten gleichen soll, benötigt man nunmal eben jene Zusammensetzung der Luft.

    Daher sind neuerdings Fluorkohlenstoffe, die 10000 mal effektiver als CO2 sind - in einem Mix noch höher - und die eine Ozonschicht nicht nur nicht schädigen würden, sondern auch sogar unterstützen, im Gespräch (bnebenbei sind sie Inertgase, die als Ersatz für einen Teil des Stickstoffes dienen könnten).
    Wo kommt die Ozonschicht her?

  10. #30
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    Bitte, das liegt für einen Physiker auf der Hand!!

    Wenn die Luft sauerstoff enthält (also O2) dann wird dies von UV-Strahlen gespalten in 2 O atome und die Koppeln sich an O2 zu O3 (O3=Ozon).
    Dabei wird Energie inform von den schädlichen Strahlen verbraucht.

    Code:
    Es geht aber bei Terraforming nicht nur darum, dass Menschen alleine (von Druck,Strahlung und Anderem abgesehen) auf dem Planet X leben können. Für ein Ökosystem, das der Erde im entferntesten gleichen soll, benötigt man nunmal eben jene Zusammensetzung der Luft.
    Die Erde ist nicht das Maß aller Dinge.
    Wie kommt ihr leute immer darauf?!?
    Dass sich zufällig auf unserer Erde entwickelt hat, heißt nicht, dass es sich unter gewissen änderungen nicht gebildet häte.

    Das ist so, wie die vermutung:
    In Deutschland gibt es immer weniger Storche. Und die Geburtenrate ghet zurück - ergo bringt der Storch die Kinder!

    Z.B. Argon gibt es in der Atmosphäre weniger als 0,24%. Wenn es nun 50/50 mit Stickstoff vermischt wäre äbe es kein Leben. Das ist aber nicht wahr, da es genauso ein Inertgas ist.

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