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Thema: Neutrinos: Was verschwindende Antineutrinos verraten

  1. #1

    Standard Neutrinos: Was verschwindende Antineutrinos verraten

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    Physiker des Double-Chooz-Experiments haben das Verschwinden von Antineutrinos über eine kurze Distanz nachgewiesen. Das Resultat wurde heute auf einer Fachkonferenz in Seoul vorgestellt. Es hilft, den bislang unbekannten dritten Neutrino-Mischungswinkel zu bestimmen, eine fundamentale Eigenschaft mit wichtigen Konsequenzen für die Teilchen- und Astroteilchenphysik. (9. November 2011)

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  2. #2
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    Ich kenne mich mit Neutrinos nicht wirklich aus. Im Artikel diskutierten Bereiche scheint sehr viel mit Kosmologie zu tun haben. Die Auswirkungen auf die derzeitige Kosmologie ist mir aber nicht ganz erschlossen worden.

    Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert ist, was mit den vielen Neutrinos geschieht.
    Seit dem Urknall gibt es sooooo viele Neutrinos und es werden immer mehr.
    Trotzdem kann man Neutrinos von einer SN detektieren.

    Werden Neutrinos irgendwann langsamer (vergleichbar mit der Rotverschiebung) oder werden die doch irgendwie auf dem Weg vom Rande des Universums zu uns absorbiert?


    S.P.

  3. #3
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    Standard

    Moin, SpiderPig,
    Zitat Zitat von SpiderPig Beitrag anzeigen
    Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert ist, was mit den vielen Neutrinos geschieht.
    Seit dem Urknall gibt es sooooo viele Neutrinos und es werden immer mehr.
    Trotzdem kann man Neutrinos von einer SN detektieren.
    Naja, das ist wie mit dem Licht. Seit dem Urknall gibt es soooo viele Photonen, und dennoch kann man einzelne Sterne sehen
    cs, Frank
    frank-specht.de

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Seit dem Urknall gibt es soooo viele Photonen
    und die werden auch nicht
    irgendwann langsamer (vergleichbar mit der Rotverschiebung)


    Grüsse galileo2609
    RelativKritisch | Pseudowissenschaft auf dem Sezierteller

  5. #5
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    Moin, galileo,
    ich hatte diese Frage auch gelesen (und wurde dadurch rotverschoben ), wollte aber keine erneute Debatte darüber lostreten.
    Aber du hast Recht, dieser Punkt muss diskutiert, nein, korrigiert werden, sonst stehen falsche Informationen undokumentiert im Netz.

    @SpiderPig:
    Ich verstehe prinzipiell nicht, wie manche Menschen auf Rotverschiebung = Verlangsamung kommen. Da gibt es doch absolut keinen Zusammenhang.
    Um einem physikalisch weniger Interessierten die Rotverschiebung zu erklären, wird oft als Hilfsmittel der Dopplereffekt in Form eines hupenden Autos oder eines Sirenenfahrzeugs genommen.
    Und wir reden jetzt nicht über die kosmologische Rotverschiebung, sonst würde es noch komplizierter. Aber: Wurde jemals in den Vergleichen erwähnt, die Fahrzeuge würden langsamer werden, nachdem sie an einem vorbeigerauscht sind? Nein!

    Wahrscheinlich verwirrt einfach dieser Lexikon-Eintrag:
    Physikalische Prozesse erscheinen daher bei rotverschobenen Objekten (aus unserer Sicht) zunehmend verlangsamt abzulaufen.
    Das Verb "erscheinen" hat ja so gut wie keine Bedeutung

    PS: Tja, so schnell kann eine astronews-Meldung OffTopic werden
    Geändert von FrankSpecht (11.11.2011 um 01:21 Uhr) Grund: PS eingefügt
    cs, Frank
    frank-specht.de

  6. #6
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    Standard

    Hallo FrankSpecht,

    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Ich verstehe prinzipiell nicht, wie manche Menschen auf Rotverschiebung = Verlangsamung kommen. Da gibt es doch absolut keinen Zusammenhang.
    ich bin mir nicht sicher, aber ich würde es mal auf folgender Weise zurückführen:

    Rotverschiebung => niedrigere Frequenz => eine volle Schwingung der Welle dauert länger => alles, was länger braucht, muss langsamer sein.

  7. #7
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    Standard 18 Trillionen Volt

    Reinhard Alkofer vom Institut für Physik der Universität Graz hat nun mit seinem Dissertanten Florian Hebenstreit sowie mit Holger Gies von der Universität Jena berechnet, wie aus dem Vakuum spontan Teilchen entstehen können.
    Erzeugt man ein elektrisches Feld mit der Stärke von zehn hoch 18 Volt pro Meter gerät das Quantenvakuum aus dem Gleichgewicht und es entsteht Materie quasi aus dem Nichts. Zum Vergleich - die stärksten Blitze bringen es in etwa auf 200 000 Volt pro Meter !!
    Der geplante Röntgenlaser XFEL in Hamburg und der Extreme Light Infrastructure in Tschechien sollen beide 2015 in Betrieb gehen und könnten in absehbarer Zeit Experimente ermöglichen, in welchen für kurze Zeit diese Feldstärke erreicht wird. Konkret erwartet man die Entstehung von Elektronen und Positronen.
    Hebenstreit hat nun in seiner Dissertation erstmals berechnet was da genau im Vakuum passiert. Er fand darüber hinaus ein völlig unerwartetes Verhalten der Materie und Antimaterie Teilchen welches es möglich macht diese viel leichter zu detektieren.
    Was ich dem Artikel nicht etnehmen kann ist, ob dabei auch Neutrinos emittiert werden

    Quelle:"Particle Self-Bunching in the Schwinger Effect in Spacetime-Dependent Electric Fields", Physical Review Letters (doi: 10.1103/PhysRevLett.107.180403).
    http://prl.aps.org/abstract/PRL/v107/i18/e180403
    http://www.zukunftwissen.apa.at/cms/...S1320929586313
    Gruß MT
    Geändert von Major Tom (11.11.2011 um 12:54 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Major Tom Beitrag anzeigen
    Erzeugt man ein elektrisches Feld mit der Stärke von zehn hoch 18 Volt pro Meter gerät das Quantenvakuum aus dem Gleichgewicht und es entsteht Materie quasi aus dem Nichts.
    naja "aus dem Nichts" würde ich das nicht gerade nennen
    meine Signatur

  9. #9
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    Standard

    Hallo SpiderPig,
    Zitat Zitat von SpiderPig Beitrag anzeigen
    Werden Neutrinos irgendwann langsamer (vergleichbar mit der Rotverschiebung)
    Ja.
    Im 'comoving' Koordinatensystem (in dem alle Objekte, die nur die kosmologische Expansion mitmachen, ruhen) gilt nachder ART für ein ansonsten kräftefreies Teilchen
    p(t)*R(t)=const
    Dabei ist p der Impuls und R eine Referenzgröße für das Weltall.
    Das bedeutet, dass der Impuls in diesem Koordinatensystem sich bei einer Verdopplung der Größe des Weltall halbiert.
    Die Gleichung gilt sowohl für ruhemasselose Teilchen wie für Teilchen mit Ruhemasse.
    Bei ruhemasselosen Teilchen wie Photonen führt die Impulsabnahme nur zu einer Rotverschiebung, doch die Geschwindigkeit bleibt gleich c.
    Für Teilchen mit positiver Ruhemasse nimmt mit dem Impuls auch die Geschwindigkeit ab.
    Ich gehe davon aus, dass dies (trotz kürzlicher Berichte über angebliche Überlichtgeschwindigkeit) auch für Neutrinos gilt. Allerdings ist die Geschwindigkeitsabname, trotz erheblicher Impulsabnahme, sehr gering, solange die Geschwindigkeit noch nahe an c ist.

    Grüße UMa

    PS:@Frank: Deine Aussage von gestern 19:40 ist richtig, der Beitrag von heute 01:04 eher nicht.
    Geändert von UMa (11.11.2011 um 14:15 Uhr)

  10. #10
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    Moin, UMa,

    ich wüsste nicht, wo ich einen Fehler gemacht hätte.
    Falls dich das stört
    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Das Verb "erscheinen" hat ja so gut wie keine Bedeutung
    Das war sarkastisch gemeint!
    cs, Frank
    frank-specht.de

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