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Thema: Phobos-Grunt: Die russische Mission zum Marsmond Phobos

  1. #21
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    Wäre zumindest günstiger, als nochmal von vorn zu beginnen
    Der Flug selbst wäre vielleicht günstiger. Aber ich weiss nicht, ob es wirklich empfehlenswert wäre, zwei Astronauten im niedrigen Erdorbit an einer defekten Sonden herumhantieren zu lassen, die mit fast 10 Tonnen Hydrazin beladen ist...

    Ausserdem ist der Orbit so niedrig, dass innerhalb eines Monats ohnehin der Absturz droht. Russische Ingenieurskunst in allen Ehren, aber das ist wohl nicht machbar.
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  2. #22
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    Byanus ich gebe dir recht, es ist ein rätzelhafter spannender kosmischer Zufall, dass unser Mond genau unsere Sonne verdeckt und wir in einem Zeitfenster existieren, in welchem wir die wohl schönste Sonnenfinsternis haben.

    Ich denke aber, dass wir aus unserem menschlichem Naturell heraus da zu viel hinein interpretieren. Die Dinge existieren so wie sie sind, völlig unabhängig unseres Daseins.

    Um auf dein Beispiel mit Phobos zu kommen, stell dir vor die menschliche Zivilisation würde in der heutigen Form erst in 10Mio Jahren existieren, dann würde ein Byanus 2.0 die Existenz zu genau dem Zeitpunkt des Ringsystems oder in 100Mio Jahren das Vorhandensein einer äquatorialen Bergkette als Besonderheit betrachten.

    Aufgrund der Kürze der menschlichen Existenz und der Länge kosmischer Veränderungen sind die Umstände für uns statisch, also sind 8 Mio Jahre genug Zeit den Mars zu kolonialisieren und zu terraformieren

    Des Weiteren haben wir durch die Vielzahl an Sonnensystemen und Galaxien und der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit die Möglichkeit nahezu jeden Zustand im All zu betrachten.

    Ich stelle mir daher eher die Frage ob wir das Glück, die göttliche Fügung oder wie man es auch immer bezeichnen will, haben in dem selben kurzen Zeitfenster zu existieren wie andere Zivilisationen und ob diese in erreichbarer Nähe sind.

    Zumindest ziehe ich das als Schlussfolgerung aus deinem Hinweis, das wir eventuell die enormen kosmischen Zeiten vergessen.

  3. #23
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    Noch etwas zum eigentlichen Thema.

    Dieser Fehlschlag wäre sehr schmerzlich. Die Goldenen Jahre der Raumfahrt sind ja nun leider seit längerem vorbei (1960-1980Jahre). Das ist schon beeindruckend wie schnell damals Startrampen, Raketen und "Raumschiffe" nach Fehlschlägen wieder auf dem Hof standen.

    Nun sind nicht mehr klar definierte Ziele (z.B. Mondlandung) der dominierende Faktor, sondern die recht festen aber knapper werdenden Budgets. Vor allem da sich die Russen nun nach längerer wirtschaftsbedingter Zurückhaltung wieder in expansive Unternehmungen einmischen und damit nicht unerheblich zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt beitragen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Russen ihren steigenden volkswirtschaftlichen Wohlstand verstärkt in diesem Bereich statt in Luxugüter investieren und schneller als geplant die nächste Mission beginnen.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Genau, das wäre eine Möglichkeit. Dann müsste man allerdings auch Anzeichen dafür sehen: Der Absturz eines Ringsystems sollte schon Spuren hinterlassen (wie etwa bei Iapetus).
    Bynaus,
    eine kurze Suche ergab folgendes:
    The floors and walls of many mid-latitude (∼30–60°) craters on Mars appear to be mantled by relatively young material(s) with distinct morphology and erosional properties.
    Außerdem:
    Wie sichtbar werden Spuren eines 20km großen Klumpens sein, der sich pulverisiert und über eine Strecke von 21.300 km verteilt?
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

  5. #25
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    Hallo Bynaus,
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    In nur gerade etwa 8 Millionen Jahren wird er zu einem Ringsystem zerrissen werden und danach auf den Mars abstürzen. Ist doch irgendwie seltsam: von den 4500 Millionen Jahren, da wir den Mars beobachten könnten, leben wir ausgerechnet 8 Millionen Jahre vor dem Absturz von Phobos...
    ich dachte immer in 30-50Mio Jahren? Wenn ich Zeit habe, muss ich das mal nachrechnen.
    Die Quelle, auf die sich die en.wikipedia beruft ist ein nicht peer-reviewtes, nicht sehr professionell ausschauendes arxiv.org-Dokument
    http://arxiv.org/abs/0805.1454

    Grüße UMa

  6. #26
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    Zwei sehr informative Beiträge bei den SciLogs, auch mit Updates und weiterführenden Links: Michael Khan, Russische Mars-Sonde Phobos-Grunt sitzt im Erdorbit fest und Eugen Reichl, Mastbruch

    Grüsse galileo2609
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  7. #27
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    Dieser Fehlschlag wäre sehr schmerzlich. Die Goldenen Jahre der Raumfahrt sind ja nun leider seit längerem vorbei (1960-1980Jahre)
    Ist das wirklich so? Ich glaube, eine Situation wie gegenwärtig hatten wir noch nie: Merkur, Venus, der Mond, Mars und Saturn haben Sonden im Orbit, zum Teil sogar mehrere oder weitere sind geplant oder im Bau. Sonden sind auf dem Weg zu Jupiter, Pluto und einem Kometen. Dawn umkreist Vesta, und ist bald auf dem Weg nach Ceres. Mehrere grosse und kleine Sonden sind in der Pipeline. Unzählige Weltraumteleskope decken fast jeden Bereich des Spektrums ab. Ich glaube, wenn schon, dann ist heute das Goldene Zeitalter. Phobos-Grunt hätte da gut hineingepasst.
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  8. #28
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    Hallo Bynaus,
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich so?
    das ist wie mit der Ökonomie im Zeitalter der "Schuldenkrise". Die aktuelle Situation ist noch gut, aber bei den Auftragseingängen sieht es düster aus.
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Phobos-Grunt hätte da gut hineingepasst.
    Noch zwei Links auf die SciLogs, die mich skeptisch zurück liessen: NASA-ESA-Mars-Kooperation besteht Stresstest nicht und Zubrin zu Obamas angeblichen NASA-Plänen
    Zitat Zitat von Michael Khan
    Ein Dementi seitens der NASA folgte postwendend von Jim Green, dem Direktor der NASA-Abteilung für Planetenforschung. Das fiel allerdings reichlich schwach aus - ein bisschen mehr als "Gar nicht wahr! Selber doof!" hätte er schon bringen sollen. Natürlich hat die NASA immer noch ein interplanetares Forschungsprogramm, das weltweit seinesgleichen sucht. Allein auf dem oder um den Mars sind drei US-Sonden aktiv. Im vergangenen Jahrzehnt hatte die NASA insgesamt sechs Sonden dort. Niemand sonst hat etwas zu bieten, was MSL gleichkommt. Die NASA hat aktive Raumsonden am Merkur, am Saturn, im Asteroidengürtel und auf dem Weg zu Jupiter und Pluto. Aber es stimmt nun einmal auch, auch wenn Green das nicht sagt, dass auf diese Knaller wahrscheinlich eine scharfe Zäsur folgen wird, ohne dass klar ist, wie eine mögliche Neuausrichtung aussehen wird.
    Grüsse galileo2609
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  9. #29

    Standard Phobos-Grunt: Russland gibt Sonde nicht verloren

    Nach dem erfolgreichen Start eines Sojus-Raumschiffs zur ISS hat sich der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos auf einer Pressekonferenz auch zur Mission Phobos-Grunt geäußert. Die Sonde wird nach seinen Angaben bis mindestens Januar 2012 im Orbit bleiben, das Startfenster zum Mars sich allerdings schon Anfang Dezember schließen. Kontakt zu Phobos-Grunt gibt es noch immer nicht. (15. November 2011)

    Weiterlesen...

  10. #30
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    Die Raumfahrt wird schon nicht auf dem Zahnfleisch gehen die nächsten Jahrzehnte.

    Man muss sich nur drauf einlassen, das demnächst nicht Amerikaner, sondern Chinesen, Europäer und auch Russen wieder die Forschung im All vorantreiben werden. Ist ja auch logisch, ein Volk das seinen Reichen ein Steuergeschenk nach dem Nächsten in den Allerwertesten bläst, hat zwangsläufig mal ein Ressourcenproblem. Und bei der Aussicht auf einen möglichen republikanischen Präsidentendarsteller ab 2012 werden zur amerikanischen Raumfahrt wohl auch die letzten Messen gesungen sein.

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