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Thema: Zwerggalaxien: Rätselhafte Verteilung der Dunklen Materie

  1. #1

    Standard Zwerggalaxien: Rätselhafte Verteilung der Dunklen Materie

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    Dunkle Materie sorgt dafür, dass Galaxien überhaupt in der Form existieren können, in der wir sie heute beobachten. Ohne ihren Einfluss wären nämlich viele Sterne nicht mehr an ihre Galaxie gebunden. Trotzdem weiß man über die Natur der Dunklen Materie kaum etwas. Auch eine neue Untersuchung von zwei Zwerggalaxie hat daran nichts geändert. Sie gibt sogar neue Rätsel auf. (18. Oktober 2011)

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  2. #2
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    Öhm, ist es nicht eine der Grundannahme über die DM, daß sie bis in den Halo der Galaxien etwa gleichbleibend verteilt ist?

    Würde die DM ähnlich wie die sichtbare Materie zum Zentrum hin dichter werden, würde die Geschwindigkeitsverteilung der Einzelsterne ja wieder ein ziemliches Gefälle nach außen hin aufweisen - was ja gerade nicht der Fall ist, auch wenn sie so oder so insgesamt höher ausfällt.

    Gruß Alex

  3. #3
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    Standard

    Hallo Alex,

    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Öhm, ist es nicht eine der Grundannahme über die DM, daß sie bis in den Halo der Galaxien etwa gleichbleibend verteilt ist?
    nein.

    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Würde die DM ähnlich wie die sichtbare Materie zum Zentrum hin dichter werden, würde die Geschwindigkeitsverteilung der Einzelsterne ja wieder ein ziemliches Gefälle nach außen hin aufweisen - was ja gerade nicht der Fall ist, auch wenn sie so oder so insgesamt höher ausfällt.
    Wie das funktioniert, hatten wir schon öfter. Zuletzt (wenn ich mich richtig erinnere) hier:
    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Die dunkle Materie hat im inneren Bereich einer Galaxis nur einen relativ kleinen Anteil an der Gesamtmasse dieses inneren Bereichs. Weil ihre Konzentration (also ihre mittlere Dichte) nach außen hin aber weniger schnell abnimmt, als die der baryonischen Materie, wird sie zur bestimmenden Gravitationquelle je weiter man sich vom Zentrum der Galaxis entfernt.
    Wie das prinzipiell funktioniert, findest Du im selben Thread in Post 8. Mach Dir aus dieser Gleichung einen Graphen (z.B. mit EXCEL).

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (18.10.2011 um 16:21 Uhr)

  4. #4
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    Standard

    Guten Morgen,

    Hmm wenn CDM nicht mit den Beobachtungen von diesen Zwerggalaxien in Einklang gebracht werden kann, welche andere Theorie würde denn mit diesen Beobachtungen klar kommen, sie gar vorhersagen? MOG?

    mfg

  5. #5
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    Standard

    Hallo Kibo,

    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    Hmm wenn CDM nicht mit den Beobachtungen von diesen Zwerggalaxien in Einklang gebracht werden kann, welche andere Theorie würde denn mit diesen Beobachtungen klar kommen, sie gar vorhersagen? MOG?
    Einwände zu: ‚CDM kommt damit nicht klar‘ stehen schon im Artikel.

    Ob MOG oder MOND damit klar kommen?
    Mit 100 mal mehr Gravitation als erwartet?
    Mit diesem Verlauf?
    Weiß ich nicht!

    Nimmt man die Angaben zur Masse im Volumen aus der Arbeit http://de.arxiv.org/PS_cache/arxiv/p...108.2404v3.pdf Seite 3 Fig.1 zu 45E6 M0 innerhalb von 700 Parsec, dann ist das Gravitationspotential in diesem Abstand mit 1,3E-11 m/s^2 kleiner, als z.B. auf der Sonnenbahn um unsere Galaxis mit seinen 2E-10 m/s^2. Das wäre somit noch gut im Rahmen der Angaben die mir Marcel in http://www.scienceblogs.de/astrodict...-widerlegt.php gemacht hatte.

    Ob das aber auch für eine Verhundertfachung der Gravitation reicht, kann ich noch nicht nachrechnen. Aber auch wenn nicht – was heißt das schon? Wieviel von der dort tatsächlich vorhandenen baryonischen Materie können wir denn beobachten?

    Und was heißt da schon beobachtbar? In einem solchen ‚Mückenschwarm‘ sind keine Messungen einer Bahngeschwindigkeit möglich, so wie man das in einer Spiralgalaxie machen kann. Da helfen nur statistische Verfahren und die werden durch selektive Beobachtung beeinflußt.

    Das bedeutet natürlich nicht, daß ich den Forschern selektives Beobachten unterstelle – sie können aber nur das beobachten, was (mit heutigen Mitteln) schon beobachtbar ist und den ganzen Rest an Unsicherheiten müssen sie versuchen mit den heute geltenden Theorien zu minimieren. Das ist im Detail, gerade bei solchen, am Rande der technischen Möglichkeiten durchgeführten Beobachtungen, ein elend mühseliges ‚Geschäft‘.

    Daher würde ich diese Nachricht höchstens als ein weiteres Mosaiksteinchen in einem immer noch sehr unscharfen Bild werten. Unscharf genug, um immer noch zahlreiche Interpretationen zuzulassen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #6
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    Hallo MAC,

    ist das jetzt die Bestätigung meiner Idee, daß jede Masse sein Dunkle-Materie-Feld besitzt?

    Herzliche Grüße,

    SCHWAR_A

  7. #7
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    Hallo SCHWAR_A,

    Zitat Zitat von SCHWAR_A Beitrag anzeigen
    ist das jetzt die Bestätigung meiner Idee, daß jede Masse sein Dunkle-Materie-Feld besitzt?
    nein.

    Aber Du kannst ja mal versuchen, ob Du mit Deiner Idee diese 4 Beobachtungen

    1. Umlaufgeschwindigkeit der Sonne um das GZ bei 7,9 kPc Abstand und 90E9 Sonnenmassen innerhalb der Sonnenbahn.
    2. 100 mal Gravitation bei den Kleingalaxien, als durch die beobachtbare BM von 45E6 Sonnenmassen innerhalb von 700 Parsec.
    3. 'Nur' 5 mal mehr Gravitation in Spiralgalaxien im Abstand von 30 kPc als in diesem Volumen beobachtbare BM.
    4. Den völlig anderen Verlauf der Gravitation in den Kleingalaxien nicht mit einer anderen Verteilung der DM, sondern mit Deiner Idee.

    vorrrechnen kannst, ohne eine dieser Beobachtungen zu verletzen.

    Wenn Du das kannst, dann ist auch das noch immer keine Bestätigung Deiner Idee, sondern widerlegt sie nur nicht.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (19.10.2011 um 16:26 Uhr)

  8. #8
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    Passend zum Ausgangsthema habe ich heute das gefunden:

    Dark Matter Mystery Unraveled by Dwarf Galaxies?

    Researchers at Brown University in Providence, Rhode Island have narrowed down the size requirements for dark matter -- the elusive stuff that pervade the universe, lending mass but emitting no detectable radiation.........

    weiter hier .
    http://news.discovery.com/space/rhod...ss-111130.html

    Nachtrag: Hier noch mehr dazu:
    http://www.msnbc.msn.com/id/45493700.../#.TtZrB1b105s


    Dunkle Grüße. Ich glaub ja immer noch nicht an diesen Hokus Pokus!
    Geändert von TomTom333 (30.11.2011 um 18:43 Uhr)

  9. #9
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    Hallo TomTom333,


    die Wirkung der DM ist sehr gut untersucht.
    Was DM wirklich ist (ob Feld, Kraft, Teilchen, Raum-Zeit-Verzerungen...) weiß man nicht. Die DM ist schwierig zu erkennen und nicht zu beobachten.
    Es gibt viele Überlegungen was DM sein kann. Da wir zu wenig wissen, können wir nur vermuten.
    Möglich ist, DM besteht aus vielen unterschiedlichen Teilen, oder auch nicht.

    Warten wir, welche Beobachtungen gemacht werden. Dann wissen wir mehr und können auch Theorien wegwerfen oder stärker machen.

    Namaste

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