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Thema: Wird es jemals interstellare Raumfahrt geben?

  1. #331
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    Steinkugel ~150Mio KM von gelben Zwergstern entfernt im Orionarm der Milchstraße
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    Natürlich kann man Menschen mit Aufgaben, die einige dieser Berufe erfüllen, beschäftigen. Aber vieles von dem was als Endprodukt zu erwarten wäre, ist mit dem von Dir vorgeschlagenen 3D-Drucker effektiver herzustellen. Ob es dann schön ist, sei mal dahingestellt. Aber wenn ein Schreiner einen Stuhl herstellen soll, dann braucht er dazu Holz, Leim und Werkzeuge. Da im Raumschiff keine Bäume wachsen werden (oder zumindest zur Verarbeitung übrig sind) wird es wohl auf ein künstlich produziertes Holz hinauslaufen. Das frißt wiederum unnötig Energie. Da ist der gedruckte Stuhl energetisch gesehen wohl günstiger herzustellen.
    Ich wollte letztendlich auch ganz bewußt eigentlich sinnvolle Berufsgruppen in der Liste haben. Ich hätte auch Kaufleute, Immobilien- und Versicherungsmakler, Banker und andere ähnliche Gruppen als Beispiel hernehmen können. Aber die sind zu offensichtlich unnötig.
    Aber wie dem auch sei, wir sind uns ja eigentlich alle einig, das auf Grund der Erfordernisse, für eine interstellare Reise ein Fahrzeug weit jenseits der Größen der in der SciFi dargestellten Geräte notwendig wäre. Somit bleibt es bis auf weiteres unrealistisch.

  2. #332
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    Hallo Bynaus,

    Bakterien, Pilze u. Viren müssen nur deshalb auf uns spezialisiert sein, weil sie ansonsten keine Chance haben unser Immunsystem zu übertölpeln. Wenn wir tot sind, werden wir von allen Organismen gefressen, die uns ,zerlegen‘ können.

    Deine Hoffnung auf geringe Gefahr durch eine andere Biologie steht und fällt mit der Fähigkeit unseres Immunsystems diese Eindringlinge überhaupt wahrzunehmen. Und wenn sie die Materie aus der wir bestehen zerlegen können, werden sie das auch tun, denn sie werden genau den gleichen Beschränkungen durch das erzwungene logistische Wachstum unterworfen sein, wie unsere Biosphäre.

    Zur Besiedelung von Planeten:
    Die steht und fällt damit ob wir Wasser, Stickstoff und Kohlenstoff in ausreichender Menge haben und eine Biosphäre etablieren können, die sich auch nach dem Etablierungsprozess noch mit uns verträgt. Schon die ersten drei, finden wir außer auf der Erde, auf keinem Planeten des Sonnensystems. Damit ist das Terraforming, in Konkurenz zu Habitaten im All oder in Himmelskörpern auf absehbare Zeit ohne jede Chance auf Realisierung.

    Interstellar:
    Ob die Reisezeit nun 400 Jahre oder 40 Jahre dauert, ist aus meiner Sicht ziemlich egal, bezogen auf das Gefühl, ob ein Planet oder ein Habitat als Heimat angesehen wird, denn bevor überhaupt ein Habitat auf eine solche Reise gehen wird, wird die übergroße Mehrheit der Menschheit in Habitaten leben und dann wird es immer wahrscheinlicher, daß es nicht mehr egal ist, ob die Habitate die eine solche Reise antreten ‚dürfen‘ hundert mal soviel Energie mitnehmen dürfen, nur um schneller dort zu sein.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (14.08.2018 um 22:51 Uhr)

  3. #333
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    Hallo Protuberanz,

    was alles an Fähigkeiten nötig ist, wie groß ein Habitat sein muß, wird man erst wissen, wenn man es baut, bewohnt, scheitert, es aufgeben muß. Mit den gemachten Erfahrungen neu baut, bewohnt, Kinder bekommt, vielleicht auch mehrmals scheitert und mit mehr Erfahrung neu beginnt.

    Erst wenn man sie über viele Generationen bewohnen, betreiben, warten und erneuern und reproduzieren und verbessern kann, unabhängig von der Erde, kann man eine solche Expedition mit Aussicht auf Erfolg starten. Denn wenn man am Ziel ist, muß man erst das Habitat sichern und reproduzieren bevor man an ein Terraforming gehen kann. Nur, wozu Zeit und Energie in einen Gravitationstrichter stecken, wenn es viel einfacher geht.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #334
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    Zitat Zitat von Protuberanz
    Aber wie dem auch sei, wir sind uns ja eigentlich alle einig, das auf Grund der Erfordernisse, für eine interstellare Reise ein Fahrzeug weit jenseits der Größen der in der SciFi dargestellten Geräte notwendig wäre. Somit bleibt es bis auf weiteres unrealistisch.
    Kommt halt drauf an, was man mit "bis auf weiteres" meint. Ein Raumschiff in der Grössenordnung von ein paar 100 m, mit einem Fusionspuls-Antrieb (ca. 10% c -> 1.5 Generationen nach Alpha Centauri, 3 Generationen nach Epsilon Eridani und Tau Ceti), und ein paar 100 Menschen Besatzung, scheint mir nicht grundsätzlich unrealistisch - das ist etwa das industrielle Kaliber eines Flugzeugträgers oder eines grossen Kreuzfahrtschiffes. Nun muss man das nur noch im All bauen können (aus lokalen Ressourcen), etwas, was ich der Menschheit aber durchaus auch noch vor dem Ende des 21. Jahrhunderts zutraue.

    Ich denke bloss, dass wir schon viel früher über Uploads verfügen werden, so dass es gar nie zum Bau der oben genannten Schiffe kommen wird - bis dahin wird dieses Konzept heillos anachronistisch sein.

    Zitat Zitat von Mac
    Bakterien, Pilze u. Viren müssen nur deshalb auf uns spezialisiert sein, weil sie ansonsten keine Chance haben unser Immunsystem zu übertölpeln.
    Da das auch für ausserirdische Bakterien, Pilze und Viren gilt, sehe ich kein Problem. Sie hatten nie eine Chance, sich evolutiv an das menschliche Immunsystem anzupassen.

    Deine Hoffnung auf geringe Gefahr durch eine andere Biologie steht und fällt mit der Fähigkeit unseres Immunsystems diese Eindringlinge überhaupt wahrzunehmen.
    Das Immunsystem kann auf praktisch alles reagieren (siehe Allergien). Ich glaube nicht, dass das ein Problem ist.

    Die steht und fällt damit ob wir Wasser, Stickstoff und Kohlenstoff in ausreichender Menge haben und eine Biosphäre etablieren können, die sich auch nach dem Etablierungsprozess noch mit uns verträgt. Schon die ersten drei, finden wir außer auf der Erde, auf keinem Planeten des Sonnensystems. Damit ist das Terraforming, in Konkurenz zu Habitaten im All oder in Himmelskörpern auf absehbare Zeit ohne jede Chance auf Realisierung.
    Wie du weisst, bin ich auch der Meinung, dass Habitate grundsätzlich Ressourcen-effizienter als Terraforming sind. Trotzdem denke ich, dass es noch sehr lange dauern könnte, bis wir Habitate bauen können, die Milliarden Menschen Platz bieten (z.B. ein Banks-Orbital: ein solches bräuchte Materialien von einer Zugfestigkeit, die weit jenseits dessen liegt, was heute überhaupt vorstellbar ist). Hohe Bevölkerungsdichten sind wirtschaftlich und technologisch interessanter (siehe Städte vs. Land), und deshalb wird man immer abwägen müssen, ob sich der Aufwand, einen bestimmten Planeten zu terraformen, nicht doch lohnt.

    (allerdings könnte man jetzt in Anlehnung an meine Vermutung, dass Uploads eine wichtig Rolle spielen könnten, auch reine "Upload-Habitate" andenken, die fast beliebig klein sein und trotzdem Milliarden Uploads fassen könnten)

    Die Frage ist natürlich, wie die Situation auf dem Planeten aussieht, der im fernen Sonnensystem - ungefähr - den Platz der Erde einnimmt. Der Aufwand, diesen Planeten zu besiedeln und/oder gar zu terraformen, dürfte wesentlich kleiner sein, als etwa beim Mars oder der Venus.
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  5. #335
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Trotzdem denke ich, dass es noch sehr lange dauern könnte, bis wir Habitate bauen können, die Milliarden Menschen Platz bieten (z.B. ein Banks-Orbital: ein solches bräuchte Materialien von einer Zugfestigkeit, die weit jenseits dessen liegt, was heute überhaupt vorstellbar ist).
    Diese "Banks-Orbitale" sind anscheinend riesige geschlossene Ringe, deren Rotation die künstl. Gravitation liefert. Mir scheint, diese Konstruktion wäre verbesserbar. Statt eines geschlossenen Ringes eine Art Saturnring um einen Zentralkörper (Sonne, Planeten), wobei der Ring aus zahllosen vergleichsweise kleinen unverbundenen Modulen nach Art der "guten alten" ringförmigen Raumstation besteht und die die eigentlichen Lebenseinheiten bilden. Die Gravitation wird durch die Rotation des einzelnen Moduls geliefert. Zwischen den Modulen findet Verkehr statt, so daß die Module nicht autark funktionieren müssen und individuell ausgestattet sein können. Wenn die Module trotzdem auf die Dauer für die menschliche Psyche etwas beengt wirken, kann man auch zusätzlich größere bauen, bei denen die Gravitation wesentlich verringert ist. Da kann man dann zum Wochenende hin oder Urlaub machen, das dürfte ohne Schaden möglich sein.

    Für interstellare Reisen würden dann quasi Flottenverbände aus solchen Modulen gebildet werden können.
    Geändert von zabki (15.08.2018 um 18:48 Uhr)

  6. #336
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    Ich möchte nochmal auf die Raumschiffgeschwindigkeit zurückkommen, die für die interstellare Raumfahrt
    notwendig ist. Die Maßstäbe setzen dazu andere hochentwickelte Spezies.

    Im Video sehe ich ein kugelförmiges Planetengroßes Mutterraumschiff das sich vor dem Jupiter vorbeibewegt.
    https://www.youtube.com/watch?v=jZnZyOqHNBc
    Der Jupiter hat einen Äquatordurchmesser von 142 984km und das Raumschiff fliegt vor dem Planeten in ca. in einer halben Sekunde vorbei.
    So komme ich auf eine Raumschiffgeschwindigkeit von ca. 90 bis 95% der Lichtgeschwindigkeit.

    Was seht ihr?
    Welche Geschwindigkeit seht ihr?

    Gruß,
    Jens
    Geändert von JensU (15.08.2018 um 19:40 Uhr)

  7. #337
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    Ich denke mal eine gute Antwort findest Du in Youtube selbst:

    American astronomy vor 3 Jahren

    I can appreciate the satire here. It's funny. But we're not talking about an autofocus camera here. A telescope is manually focused on an object millions of miles away that is 1500 times earths volume and if a bird or a satelite (which is only an arms length away in comparison) flies past the FOV it is not going to be in focus period. And in a scope an out of focus square looks round. Experiment your self. Don't take my word for it. Now if we're talking the moon and a satelite in orbit, maybe the. The focus would be more forgiving. But in my scope I have to make at least a full 6 turns to go from planet to a jumbo jet overhead to maintain focus. And I have an awesome scope. Anyways, experiment. This is just my opinion. But it looks cool. I had seen something pass the face of the moon a few months ago at an incredible rate and trying to find an answer I figured that looking at the moon through an F=1500 and D=127 with a 25 mm eye piece a bird would cross the surface on the moon from my perspective as if it traversed the moons face in slightly over 1 second. Keep in mind the moon is closer and it appears MUCH bigger than Jupiter. I do like these random chance videos tho. Pretty cool. 

  8. #338
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    Ich sehe eine ganz schlechte Antwort.
    Welche Form und Geschwindigkeit hat ein Vogel oder Satelit in Bezug zur Entfernung
    zum Beobachter?

    Gruß,
    Jens
    Geändert von JensU (15.08.2018 um 20:22 Uhr)

  9. #339
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    Kaum komme ich aus meinem wohlverdienten Urlaub zurück und muss sowas lesen
    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Ich sehe eine ganz schlechte Antwort.
    Weil du Englisch nicht verstehst?
    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Welche Form und Geschwindigkeit hat ein Vogel oder Satelit in Bezug zur Entfernung
    zum Beobachter?
    Die Antwort steht schwarz auf weiß im Post von shenry! Verstehst du Englisch oder nicht?
    Wenn nicht, ... (siehe die drei Punkte unten, bei denen es weitergeht)

    Wie pauli dich schon auf deine Aussage
    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Mir bedeuten Fakten und Naturwissenschaft sehr viel.
    fragte
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Und wieso hat man dann bis jetzt noch nix gesehen mit Naturwissenschaften von dir?
    ... dann lass dir helfen! Aber offensichtlich bist du nicht gewillt, die Naturwissenschaft über deine Fantasie zu stellen!

    PS: Auch ich habe schon runde schwarze Flecken auf Jupiter und Mars gefilmt, sie aber nie mit Ufos in Verbindung gebracht - eher mit naheliegenderen irdischen Ursachen.
    Geändert von FrankSpecht (16.08.2018 um 00:54 Uhr) Grund: PS hinzugefügt
    cs, Frank
    frank-specht.de

  10. #340
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    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Im Video sehe ich ein kugelförmiges Planetengroßes Mutterraumschiff
    Übrigens ist das wieder einmal eine ungewünschte Auskunft „gegen den Mainstream“!
    Was du siehst, ist völlig irrelevant. Kannst du die physikalischen Parameter im Video plausibel für deine Aussage herleiten?
    Als Naturwissenschaftler ist das sicher kein Problem für dich.
    Viel Spaß!
    cs, Frank
    frank-specht.de

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