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Thema: Vergrößern ohne Spiegel/Linsen?

  1. #11
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    Google mal den Begriff "Microlensing". Viel interessanter wäre m.E. der Versuch, für alle nähere Sterne den Ring zu finden, der das Licht genau Richtung Erde fokussiert. Insbesondere wenn man damit Bahnen von Planeten ausforschen könnte, die mit den herkömmlichen Methoden nicht in Erscheinung treten (wegen Bahnneigung und so.)

    Optisch interessant ist auch folgendes: http://www.pro-physik.de/details/opn..._Spiegeln.html, wer es nicht schon gelesen hat.
    Geändert von Luzifix (22.09.2011 um 19:13 Uhr)

  2. #12
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    Moin, Luzifix,
    Zitat Zitat von Luzifix Beitrag anzeigen
    Viel interessanter wäre m.E. der Versuch, für alle nähere Sterne den Ring zu finden, der das Licht genau Richtung Erde fokussiert.
    Hm?
    Da die näheren Sterne zufällig am gesamten Himmel verteilt sind, wird ein "Ring" wohl nicht ausreichend sein.
    Und was soll die "Linse" sein? Die Sonne kann es nicht sein, deren Brennpunkt ist j.w.d.
    cs, Frank
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  3. #13
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    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    ...wird ein "Ring" wohl nicht ausreichend sein. Und was soll die "Linse" sein? Die Sonne kann es nicht sein, deren Brennpunkt ist j.w.d.
    Hallo!

    Es geht hier um die Gravitationslinse, die sich als gekrümmte Raumzeit um die gemeinten nahen Sterne befindet. Deren relativistische Brechkraft nimmt mit dem Abstand zum Stern ab, die dazugehörige Brennweite zu. Es gibt also zu jeder denkbaren Entfernung auf der Betrachterseite einen Ring um den Stern, der für den Betrachter als Teil einer Gravitationslinse funktioniert. Die Frage ist, wenn ich mal aus Deinem oben angeführten Link zitiere "Die theoretische Auflösung eines solchen Teleskops wäre gewaltig, mühelos könnten selbst weit entfernte Sternensysteme genaustens..." die "optische" Güte. Genau die bezweifle ich. Denn Die Lichtbahnen durch die einzelnen Ringsegmente fallen ja nur dann genau auf einen richtigen Brennpunkt, wenn die Ringbreite infinitesimal klein wird, die Lichtausbeute also gegen Null geht. Deshalb habe ich auch weniger an ein scharfes Bild gedacht als an Fluktuationen vor einem durch fernere Objekte beleuchteten Hintergrund. Damit man durch eine Linse etwas wie durch eine Lupe betrachten kann, muß ja die Gegenstandsweite kleiner sein als die Brennweite. Die Entfernung Erde-Sirius würde somit bedeuten, daß Objekte in einer Zone von 8 Ly hinter dieser Sonne zwar beobachtbar würden, sich Planeten aber sehr viel näher daran befänden, so daß man sie nur bemerkt, wenn sie den Ring kreuzen.

    Interessant ist natürlich, wenn man sich vorstellt, daß es bei größeren Gegenstandsweiten auch reelle Bilder geben muß, die sozusagen in den leeren Raum projeziert werden. Auf den ersten Moment wird man meinen, davon wird man nie etwas sichtbar machen können. Dennoch wäre es möglich, daß ein Planet, der außerhalb von Systemen herumschwirrt, plötzlich von so einer fernen projezierten Sonne beleuchtet wird.

    Was den Jupiter betrifft, so hat der sicher dieselben Qualitäten als Linse für Beobachter auf der Erde. Die Frage ist dann, was befindet sich in einer Entfernung bis 6,5 AE hinter ihm, was man beobachten könnte, was man ohne Linse nicht sähe?

    Ansonsten bin ich gespannt, was MGZ nach seinem Post#2 hier noch ausführt.
    Geändert von Luzifix (23.09.2011 um 00:07 Uhr)

  4. #14
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    Also ich hätte das Prinzip der Gravitationslinse so verstanden, daß in einem Abstand von 550 AU zur Sonne, die Gravitation der Sonne das Licht jedes, zum Zeitpunkt der Beobachtung hinter der Sonne stehenden Objekts verstärken würde- egal wie weit es weg ist. Oder hab ich das mißverstanden?
    Siehe: http://www.final-frontier.ch/der_rin...immen#more-137

  5. #15
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    Zitat Zitat von Major Tom Beitrag anzeigen
    ...egal wie weit es weg ist. Oder hab ich das mißverstanden?
    Ich möchte das nicht als Mißverständnis bezeichnen. Es ist eine Frage des Unterschieds zwischen "mehr Licht" und "Abbildung". Du kannst eine Sonne sehr wohl fünfmal so hell abbilden, ohne daß ein einziges Detail mehr zum Vorschein kommt. Das wollte MGZ oben noch erklären. Halte doch mal eine Lupe mit ausgestrecktem Arm und schaue da durch auf ein weit entferntes Objekt.

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