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Thema: Erdrotation in nutzbare Energie verwandeln? wtf o.O

  1. #1
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    Standard Erdrotation in nutzbare Energie verwandeln? wtf o.O

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    Hallo,

    Mir kam gerade eine verrückte Idee. Könnte man die Flieh/Gezeitenkräfte, die sich aus dem System Sonne/Erde ergeben nicht direkt mechanisch nutzen? Also riesige gelagerte Räder mit Unwucht aufstellen, die sich in 24 Stunden genau 2 mal drehen, so das die schwerere Seite genau dann seinen Zenit erreicht, wenn die Gravitation am meisten durch Sonne kompensiert wird (wenn auch die Flut am höchsten steht). Wäre das System Erde/Mond besser oder schlechter geeignet?

    mfg

  2. #2
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    Hallo Kibo,

    Ingenieurtechnisch wäre das eine ziemliche Fehlkonstruktion. Rechne es Dir selber aus, wieviel Kraft ein 1000 t schweres Excenter auf die Waage bringen würde und überlege Dir wie Du das bauen würdest, damit es sich dreht. (Eine Balkenwaagen-Konstruktion geht jedenfalls nicht wirklich, jedenfalls nicht mit herstellbaren Armlängen.) Aber im richtigen Leben nennt man die bessere Lösung dieses Problems Gezeitenkraftwerk.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (23.08.2011 um 20:48 Uhr)

  3. #3
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    Ich habe jage sagt, es ist eine verrückte Idee. Ich stelle mir eine Art Riesenrad vor. Das größte Problem sehe ich das Rad so langsam drehen zu lassen, ohne das die ganze Energie durch Reibung aufgebraucht wird.

  4. #4
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    Hallo Kibo,

    nein Kibo, das größte Problem dabei ist nur, daß Du nicht selber nachdenkst. Ich hatte eigentlich keine Lust auch noch diesen Stuß zu zerlegen, aber es ist denkbar einfach.

    der Unterschied der Gravitation auf der Mond-zugewandten Seite der Erde und 6 Stunden später beträgt 1/3.000.000 am Äquator. Du brauchst also immer, egal wie groß Deine Anlage wird, einen Wirkungsgrad, der deutlich besser ist als 99,99997%, und wenn Du den hin kriegst (hab‘ ich noch nie gehört), mußt Du z.B. eine Anlage bauen, die die Masse von 6 voll beladenen Supertankern à500.000 t, z.B. 100 m hoch hebt um den gleichen Effekt zu erzielen, wie mit dem Sammeln von weniger als 1000 Liter Regenwasser, alle 12 Stunden in der selben Höhe. Jedes Bächlein schafft da um Größenordnungen mehr.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (24.08.2011 um 00:50 Uhr) Grund: 2 Neunen beim Wirkungsgrad geschlabbert. Und die 6 zu 12 Stunden korrigiert (Abstand der beiden Gravitationssenken

  5. #5
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    Aha ok. danke

    mfg

  6. #6
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    Ist im Prinzip schon eine coole Idee die Erdrotation anzuzapfen - sich sozusagen ins Räderwerk des Universums einzuklinken.
    Kreisel ist auch nicht schlecht, müsste aber ein anderes Prinzip sein:

    So ein Kreisel hat die Eigenschaft die Lage seiner Drehachse beizubehalten. Wenn man also so ein großes Ding auf einer drehbar gelagerten Gabel aufstellt müsste es seine Achsrichtung im Raum beibehalten d.h. wenn sich die Erde dreht, und die Laufrichtung des Rades bleibt dreht sich dieses scheinbar in 24 Stunden um sich selbst.

    Ist ein bisschen so wie dieses Faucaultsche Pendel das auch die Schwingrichtung beibehält

    Die Frage ist wieviel/bzw ob überhaupt ein Energieüberschuss aus diesem System zu holen wäre.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Major Tom Beitrag anzeigen
    Die Frage ist wieviel/bzw ob überhaupt ein Energieüberschuss aus diesem System zu holen wäre.
    Utopisch. Dazu müsste erstmal eine drehbar gelagerte Gabel ohne jeglichen Reibungswiderstand erfunden werden.
    cs, Frank
    frank-specht.de

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