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Thema: Enceladus: Ozean unter eisiger Kruste

  1. #1

    Standard Enceladus: Ozean unter eisiger Kruste

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    Dicht unter der eisigen Kruste des Saturnmondes Enceladus müssen sich flüssige Salzwasser-Reservoire befinden. Darauf deuten neue, jetzt in der Fachzeitschrift Nature vorgestellte Untersuchungen hin. Wissenschaftler hatten mit Hilfe der Raumsonde Cassini die Zusammensetzung der Eispartikel untersucht, die Enceladus ins All ausstößt. (23. Juni 2011)

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  2. #2
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    Enceladus mal wieder, das Männeken mit den Tigerstreifen. Hab den Kleinen gern.

  3. #3
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    Mich würde mal interessieren, wie ihr zum Thema "Erkundung von Enceladus (oder auch Europa) durch Sonden" steht.
    Damit sind keine Satelliten gemeint sondern Sonden, welche auf dem Mond landen und das Eis und gegebenenfalls den Ozean darunter direkt untersuchen.
    Ich denke da an Sonden, die sich durch das Eis schmelzen.
    Haltet ihr es für möglich?
    Grüße
    CAP

  4. #4
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    Technisch möglich, sicher. Finanziell zurzeit nicht. Solche Pläne wurden immer wieder mal durchgespielt, aber konkret geplant ist zur Zeit nichts. In den nächsten 10 Jahren kommt ohnehin erst Jupiter dran (mit der amerikanisch-europäischen Mission, die die galileischen Monde erforschen soll), aber für die Zeit danach hat man sich Enceladus (und Titan) vorgemerkt.
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  5. #5
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    Auf Europa sollen die Bedingungen ja ähnlich sein.
    Du sagst es sei technisch möglich. Ich habe noch nicht gehört, dass jemand ein 80km tiefes Loch gebohrt hat oder eine Sonde in solche Tiefen vorgestoßen ist, sei es jetzt Eis oder ein anderes Material.
    Ich weiß echt nicht, ob es wirklich so einfach geht wie ich es mir wünschen würde.
    Schade jedoch, dass für die geplanten Missionen zum Jupitersystem keine Lander vorgesehen sind.

  6. #6
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    Das liegt aber auch daran, dass die Druckunterschiede durch die höhere Schwerkraft auf der Erde weitaus stärker sind als auf dem kleinen Enceladus. Zusätzlich dazu ist Eis wesentlich einfach beizukommen als festem Gestein. Von der Technologie ist es durchaus Möglich eine Sonde zu entwickeln die sich den Weg schmilzt oder bohrt, und dabei in regelmässigen Abständen Sender hinterlässt oder schlicht ein "Kabel" hinter sich herzieht um trotz des wahrscheinlich über ihm wieder zufrierenden Tunnels eine Funkverbindung aufrecht zu erhalten. Problem ist wohl derzeit wirklich nur die finanzierung eines solchen Projekts.
    Wenn ein Freund geht, sollte man die Tür schliessen, denn sonst wird es kalt.
    Bertolt Brecht

    Ich bitte jegliche amateurhafte Fragen zu entschuldigen, da mein Wissen lediglich das eines interessierten, angehenden Studenten ist, und daher sehr begrenzt.

    Falls sich jemand bereit erklären würde, meine Fragen, die vermutlich oftmals reines Grundlagenwissen betreffen, zu beantworten, würde ich mich sehr über eine PN oder ähnliches freuen

  7. #7
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    Du sagst es sei technisch möglich. Ich habe noch nicht gehört, dass jemand ein 80km tiefes Loch gebohrt hat oder eine Sonde in solche Tiefen vorgestoßen ist, sei es jetzt Eis oder ein anderes Material.
    Ja, so war das aber natürlich auch nicht gemeint. Man hat mal einen Lander angedacht, der in der Südpolregion von Enceladus landen sollte, am besten in der unmittelbaren Nähe einer aktiven Spalte. Dann nämlich ist es gar nicht nötig, sich durchs Eis zu bohren, weil der Ozean quasi zu einem kommt in Form eines Wasser-Geysirs. Die Eisdecke von Enceladus ist auch sicher nicht 80 km dick (der Mond selbst ist ja kaum 500 km gross - eher sowas wie ein paar hundert bis ein paar wenige km), nicht einmal bei Europa geht man von dieser Dicke aus. Dort sind es eher entweder ~30, oder vielleicht auch nur ~3 km.

    Schade jedoch, dass für die geplanten Missionen zum Jupitersystem keine Lander vorgesehen sind.
    Ja, aber gemessen an der Komplexität einer Landung und der damit verbundenen Masse (und den Kosten) ist deren wissenschaftlicher Wert nicht so gross. Sicher, es gäbe in paar tolle Bilder...

    Aber ganz allgemein stimme ich Loki zu: es wäre technisch nicht völlig unmöglich, eine Sonde zu bauen, die sich durch Europas Eis bohrt. Sie müsste vermutlich nuklear betrieben werden, und man müsste bereit sein, etwa 10 Mrd dafür aufzuwerfen, wenn man wirklich im Ozean tauchen gehen will. Dafür ist es noch zu früh, aber irgendwann wird das kommen. Hoffentlich noch vor 2050.
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  8. #8
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    Moin,

    vor nicht "All" zu langer Zeit habe ich dazu ein kleines Filmchen gesehen. Weiß weder wo noch wie er hieß.

    Es ging um einen Lander der ein 5km langes Kabel mit sich führt. Die Sonde welche eintaucht ist radioaktiv beheizt, sowie das hinter sich her tauchende Kabel durch eine Heißspirale. Die Sonde merkt wenn sie sich nicht mehr im Eis sondern im Wasser befindet und kann dieses dann auf Mikroben untersuchen. Die "Kabeltrommel" hatte eine Sendeeinheit und sollte Kontakt mit einem Sat aufbauen.

    So weit, so gut. Was ist, wenn das Eis 6 km dick ist? X Mrd $ für die Katz?
    Könnte man vorab durch Echolot die dicke des Eises bestimmen?

    Bei den Tigerstreifen müsste die Schicht doch viel dünner sein.... aber was ist mit der Zerklüftung????
    Fragen über Fragen
    Geändert von TomTom333 (24.06.2011 um 10:38 Uhr)

  9. #9
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    Könnte man vorab durch Echolot die dicke des Eises bestimmen?
    Genau das sollen die NASA/ESA Sonden im Jupitersystem machen. Und noch einiges mehr. Deshalb wie gesagt: eine Sonde, die sich durchs Eis bohrt, ist erst der übernächste Schritt.
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  10. #10
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    Die 80 km habe ich aus dem Astronewsartikel übernommen.
    Ich will auch garnicht behaupten, dass es technisch nicht möglich ist, eher im Gegenteil.
    Ich wollte eigentlich nur die Problematik bei solchen Sonden zusammenfassen.
    Im Augenblick klingt es nämlich so, als wären die Kosten das größte Problem.
    10Mrd ist auch ein viel glaube ich.Ich glaube Cassini hat bis zum heutigen Tag knapp 4 Mrd gekostet.
    Ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Ziel der Raumfahrt ist doch die Suche nach Leben im Universum.
    Dann investiere ich doch lieber mal 10 Mrd für eine Sonde die in das flüssige Medium vordringen und dieses in situ untersuchen kann, als in viele Satelliten, die dann evtl ein paar ausgespuckte Eispartikel im Vorbeiflug auffangen.
    Und wenn man schon einen Lander losschickt, ich denke da an Huygens, dann verstehe ich nicht warum man nicht mehr daraus macht.Dann packe ich doch lieber noch ein paar Millionen drauf um den Lander mit nem RTG und ein paar Rädern auszustatten..aber das ist ein anderes Thema, sorry.

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