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Thema: Pentagon "plant" Interstellares Jahrhundertraumschiff

  1. #1
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    Standard Pentagon "plant" Interstellares Jahrhundertraumschiff

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    Na endlich, die ersten 500k $ für Interstellares Reisen sind bewilligt. Fehlen nur noch ein paar Trilliarden.

    Die Forschungsabteilung des Pentagon startet das Projekt "100 Year Starship", bei dem es darum geht, dem Menschen in 100 Jahren das Interstellare Reisen zu ermöglichen. In der ersten Phase des Projekts findet eine Art Brainstorming statt, an dem sich auch private Organisationen und Personen beteiligen sollen. 150 mehr oder weniger realisierbare Ideen wurden bereits eingereicht. Hier der Link zu SPON.
    Geändert von Kosmo (21.06.2011 um 17:10 Uhr)

  2. #2
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    So So, das Pentagon mach nun auch schon mit.

    Ich darf dann mal auf das hier verweisen:
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    ........ Ein paar Internetseiten, die darüber berichten, was irgend ein bekannter Professor irgend eines Spezialgebietes (und sei es noch so interessant für diejenigen, die sich dafür interessieren) fordert, bauen keinerlei politischen Druck auf. NULL. Es wird sich auch nichts an den internen Abläufen innerhalb der NASA ändern.
    ..............
    Das haben wir am 11.06.2011 geschrieben
    Wer weiß was in den nächsten 5 Jahren (noch) geschehen wird?

  3. #3
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    Ich darf dann mal auf das hier verweisen
    Ähm, Tom: Das lief wohl eher anders herum: wenn schon, hat Marcy seine Idee von der DARPA (die nicht wirklich mit "dem Pentagon" identisch ist). Die "100 year starship"-Idee geistert schon längere Zeit durch das Internet, bloss scheint das der Spiegel erst jetzt gemerkt zu haben. Z.B. hier letzten November: http://www.centauri-dreams.org/?p=15147

    Wer weiß was in den nächsten 5 Jahren (noch) geschehen wird?
    Wie schon gesagt: nichts substanzielles. Ein paar nette Bücher vielleicht, die du kaufen darfst.
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  4. #4
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    Weiß ich DOCH! Mein Sarkasmus kam nicht stark genug rüber. ( Wie man(n) es macht macht mann es verkehrt.... nicht wahr Sissy)
    Und auf den Centauri-Dreams Artikel habe ich ja auch schon aufmerksam gemacht.
    Lese die Seite doch fast täglich.

    Und Bücher kaufe ich nicht mehr, wüsste nicht wo ich die noch hin stellen soll. Außerdem sind die morgen doch sowieso veraltet.

  5. #5
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    Okay.

    Nun, es ist auf jeden Fall eine insprierende Vision: Was müssen wir tun, wie müssen wir es anpacken, um innerhalb von 100 (oder 89, aber so exakt ist das wohl nicht gemeint) eine Welt zu schaffen, in der wir ein interstellares Raumschiff bauen und losschicken können? Ich würde vermuten, dass wir dafür eine weltraumbasierte Industriebasis benötigen, dh, Maschinen, die im grossen Stil automatisch Rohstoffe auf Asteroiden abbauen. Wir müssen die Energiefrage gelöst haben, die Erde als natürliche Umwelt muss uns lebenswert erhalten bleiben - und wir müssen eine gute Lösung für die Frage des interstellaren Antriebs gefunden haben. All diese Dinge hängen tatsächlich eng zusammen. Eine Hochtechnologiezivilisation Menschheit, die NICHT auf die Rohstoffe des Sonnensystems zurückgreift, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, wird es schlicht nicht geben. Entweder tun wir das, oder wir tun es nicht und geben die Hochtechnologie vorher auf: freiwillig oder zwangsweise, je nachdem was vorher kommt.

    Zurzeit sieht es nämlich gerade wieder etwas gar düster aus: die weltweiten CO2-Emissionen schrammen - nach ein paar Jahren des Einbruchs aufgrund der Wirtschaftskrise - wieder haarscharf am worst-case-Szenario vorbei, und wir sind auf Kurs für 4-5° Erwärmung bis 2100. Siehe: http://www.skepticalscience.com/iea-...date-2010.html Und was tun Deutschland und die Schweiz angesichts dieser Lage? Sie schliessen Atomkraftwerke, und bauen (D) oder planen (CH) Kraftwerke, die auf fossiler Energie basieren... Man muss sich ganz im klaren sein: wenn das Loch, das wir uns mit der Klimaerwärmung schaufeln, tief genug ist, werden wir niemals die Ressourcen haben, uns Gedanken über interstellare Raumschiffe zu machen: wir werden vollauf damit beschäftigt sein, mit den Folgen zurecht zu kommen (oder auch nicht). Die Entscheide, die wir - auf einer globalen Ebene - heute in dieser Frage treffen, werden langfristig darüber entscheiden, welche Art von Zivilisation die Menschheit im Jahr 2100 sein wird. Vielleicht ist diese ganze Entwicklung aber auch positiv, mögen gewisse sagen: Unter Druck kommen die spannendsten Entwicklungen zustande, gerade in der Technologie. Vielleicht werden die Anstrengungen, die nötig sind, um die Klimaerwärmung zu überwinden, genau jene sein, die den Grundstein legen für das interstellare Raumschiff. Möglich. Aber wir wissen es nicht: wir können uns nicht darauf verlassen, dass es so wird, und es könnte stattdessen auch sein, dass wir den ganzen Karren gegen die Wand fahren, weil wir völlig unterschätzen, worauf wir uns einlassen. Sicher ist nur: die nächsten 100 Jahre sind entscheidend. In diesem Jahrhundert, von allen Jahrhunderten, wird entschieden, wohin es mit der Menschheit gehen soll. Wenn uns der Blick ins All eine Warnung geben kann, dann diese: interstellare Zivilisationen sind so selten oder bleiben in ihrer Wirkung so begrenzt, dass wir bisher keine einzige sehen können. Wir sollten das Potenzial, das wir haben, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
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  6. #6
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    @ Bynaus:
    Ich finde dies seit langen einer deiner Besten Beiträge!!!
    Es sind genau die Punkte heraus geschält welche die Weichen stellen.

    Aber (und es ist nur ein kleines aber) beim 2. mal lesen ist mir die Summe der negativen Dinge aufgefallen welche du ansprichst.
    Es ist schon Richtig diese zu nennen, aber und jetzt kommt endlich mein aber, deine Herangehensweise ist von der negativen Seite geprägt.
    Die Menschheit lebt seit x Tausend Jahren und trotzdem haben wir es geschafft. Wir, oder ein Teil von uns, werden auch die vor und liegenden Herausforderungen meistern.
    Ich würde mir wünschen von dir einen ähnlich langen Beitrag mal von der "positiven" Seite zu lesen.
    Wenn es dir nichts aus macht und du die Zeit hast würde ich super sehr FREUEN.
    Auch aus diesem Grund zähle ich hier jetzt mal keine auf.

    Danke vorab und Gruß an die WASA-Fraktion
    Tom

  7. #7
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    > Die Menschheit lebt seit x Tausend Jahren und trotzdem haben wir es geschafft.

    Der Unterschied zu früheren Jahrhunderten ist, dass noch niemals so viele Menschen zeitgleich auf der Erde lebten, was, wie man allerorten beobachten kann, zu erheblichen Problemen führt.

    > Wir, oder ein Teil von uns, werden auch die vor und liegenden Herausforderungen meistern.

    Das sehe ich auch so. Nur stellt sich die Frage, ob wir unseren Nachkommen die Vorraussetzungen schaffen, ein solches interstellares Raumschiff zu bauen, oder ob wir nicht gerade drauf und dran sind, die Grundlagen dafür nachhaltig zu zerstören.

  8. #8
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    Zitat Zitat von TomTom333 Beitrag anzeigen
    Die Menschheit lebt seit x Tausend Jahren und trotzdem haben wir es geschafft. Wir, oder ein Teil von uns, werden auch die vor und liegenden Herausforderungen meistern.
    Et hätt noch immer jot jejange, wie der Kölner so schön sagt.

    ^_^

    =^.^=
    "There must be some way out of here," said the joker to the thief.

  9. #9
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    Zitat Zitat von TomTom333
    Die Menschheit lebt seit x Tausend Jahren und trotzdem haben wir es geschafft. Wir, oder ein Teil von uns, werden auch die vor und liegenden Herausforderungen meistern.
    Das kann sich jede Zivilisation einreden, bis hin zum Tag, wo sie zusammenbricht. Du kannst auch aus dem Fenster springen und dir bei jedem Stock, an dem du vorbeifliegst, einreden: bis hierhin läuft ja alles gut (oder auch hier: Jusqu'ici tout va bien) (aus: La Haine, französischer Film von 1995). Dass es in der Vergangenheit "noch immer gut gegangen" ist, heisst überhaupt nicht, dass es in der Zukunft nicht katastrophal enden kann. Im Übrigen ist gerade die Geschichte der Menschheit nicht besonders vielversprechend: bisher ist jede Hochzivilisation wieder irgendwann untergegangen. Das war meistens mit Leid, Krieg und Umweltzerstörung verbunden. Wenn man sich ansieht, dass unsere eigene Zivilisation in all diesen Disziplinen Meister ist, ist es schwierig, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, dass unsere globale Zivilisation die erste (und vielleicht auch einzige) sein könnte, die in der Lage ist, die "menschliche Natur" selbst zu durchbrechen und irgendwann intelligente Lebensformen hervorzubringen, deren Denken nicht mehr irgendwo dunkel in der afrikanischen Savanne verankert ist. Möglicherweise ist das dann das Ende aller Zivilisation überhaupt - oder es könnte der Schlüssel für den Ausbruch aus dem ewigen Teufelskreis von Zivilisation und (Selbst)Zerstörung sein. Ich bin überzeugt, dass es Technologie gibt (schon heute), mit der eine nachhaltige Koexistenz der Menschheit mit der natürlichen Umwelt der Erde möglich wäre, bei hohem Lebensstandard für alle. Nicht die Technologie ist das Problem: die Menschen selbst sind es. Wir verharren auch im 21. Jahrhundert im kurzfristigen Denken, in der Befriedigung der unmittelbaren und mittelfristigen körperlichen Bedürfnisse und nur allzuviele romantisieren dieses Dasein auch noch (schicksalsergeben, vielleicht?). Klar, vielleicht ist das die "wahre menschliche Natur", aber diese Einstellung, genau diese menschliche Natur ist es, die die Zivilisation immer und immer wieder - nicht böswillig, aber dafür konsequent - in den Abgrund treibt.

    Aber wie gesagt: vielleicht ist es diesmal anders. Wenn wir die Lebensspanne von Menschen deutlich verlängern könnten, würde vielleicht über die Jahrzehnte und Jahrhunderte auch sowas wie langfristiges Denken entstehen. Wenn wir das menschliche Bewusstsein besser verstehen, ja vielleicht sogar auf einem Computer simulieren könnten, würden wir vielleicht lernen, über uns selbst hinauszuwachsen und das Savannenverhalten definitiv aus unserem Gehirn zu "streichen". Klar, das würde das Wesen des Menschen verändern - aber wenn es gerade das ist, was es braucht, um als Zivilisation zu überleben? Anpassung könnte in der heutigen Situation heissen, unsere eigene Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen und den nackten Affen hinter sich zu lassen. Möglicherweise wird es tatsächlich nur eine Minderheit sein, die bereit ist, dies zu tun. Die beste und friedlichste Lösung für alle wäre dann wohl, wenn diejenigen, die den Menschen und seine Natur erhalten wollen, die Erde inklusive reparierter Natur bekommen, und alle anderen den Rest des Universums.
    Geändert von Bynaus (22.06.2011 um 20:00 Uhr)
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  10. #10
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    Immer diese "die Geschichte wiederholt sich" - Kommentare. Die Geschichtswissenschaft hat eine zyklische oder spiralförmige Entwicklung in der Menschheitsgeschichte längst abgelehnt. Und gerade die Jetztzeit lässt sich am Allerwenigsten mit vorangegangenen Epochen vergleichen, da unsere Zivilisation eine globale ist, nicht mehr eine regionale.

    In der Geschichte des Menschen gibt es nur zwei absolut fundamentale Umbrüche, die miteinander an Ausmaß zu vergleichen wären: Zuerst die neolithische "Revolution", dann ab Ende des 18. Jhdts. die industrielle Revolution. Letztere eine Entwicklung, die immer noch anhält, wobei man da vielleicht mittlerweile einen besseren Namen formen sollte, der auch auf das 20./21. Jhdt. passt.
    Dass wir in einem solchen fundamentalen Umbruch leben, machen wir uns oft nicht klar, weil es für uns normal ist, aber mit Blick auf die Geschichte ist es das ganz und gar nicht. Da haben wir die meiste Zeit stagnation. Es bleibt abzuwarten, wo die Entwicklung enden wird.
    Aber nach meiner Meinung werden wir sicher nicht wieder "untergehen", wie die Maya oder andere, die da immer gerne zum Vergleich rangezogen werden

    Gruß Anac

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