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Thema: Exoplaneten-Jahr 2005

  1. #1
    Michael Johne ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    Standard Exoplaneten-Jahr 2005

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    Hallo!

    Das Jahr 2005 war das derzeit erfolgreichste Forschungsjahr der Exoplaneten. Viele Erkenntnisse und neue Maßstäbe wurden in diesem Jahr gesetzt:

    2005 war das Jahr mit den meistentdeckten Exoplaneten:
    Das Jahr 2005 war eine sehr fruchtbarer Jahr für die Entdeckung von Exoplaneten gewesen. Man entdeckte sage und schreibe 37 Exoplaneten (je nach Quelle um ± 4 Stück abweichend). Das bisher letzte Rekordjahr war 2002 gewesen.

    Jährliche Entdeckungen der Exoplaneten (mit jährlicher Zusammenfassung)


    Bisher kleinste entdeckte Jupitermasse:
    Im Jahr 2005 ist es dank verbesserter Messgenauigkeit und Restwert-Analysen gelungen, vermehrt Exoplaneten zu entdecken, deren Massen unter 0.1 Jupitermassen liegt. 2004 wurde insgesamt 3 Exoplaneten entdeckt, die unter dieser Massengrenze lagen. Dieses Jahr waren es aber 5 Stück gewesen. Zudem fand man eine Exoplaneten mit der derzeit kleinsten bekannten Jupitermasse: Gliese 876 d mit 0.023 Jupitermassen. was rund 6-8 Erdmassen entspricht.


    Direkt fotografierte Aufnahmen von Exoplaneten:
    Im Jahr 2004 ist es gelungen, bei zwei Sternen jeweils einen extrasolaren Begleiter direkt abzubilden. Zwar sind die abgebildeten Begleiter nur kleine Lichtpünktchen, doch das dies überhaupt schon möglich, ist eine Meisterleistung und es hätte kaum einer für möglich gehalten.
    Doch erst im Jahr 2005 konnte man erst überhaupt bestätigen, dass diese fotografierten Begleiter auch mit hoher Sicherheit um extrasolare Begleiter handelt. Bei den beiden Begleiter handelt es sich um 2M 1207 b und GQ Lup b.
    Zudem konnte im Jahr 2005 auch ein 3. Begleiter aufgenommen werden: AB Pic b. Allerdings liegt die Masse bei 13.5 Jupitermassen, was im Grenzfall zwischen Planeten und Braune Zwerge liegt.



    John Whatmough ist verstorben:

    Nicht für alle war das Jahr 2005 ein gutes Jahr: Am xyz. verstarb John Whatmough bei einen tragischen Verkehrsunfall. John Whatmough war Gründer der Exoplaneten-Fanseite Extrasolar Visions.
    Weitere Informationen können und diesem Forumsbeitrag entnommen werden.


    Planetenentstehung um Braune Zwerge:

    Seit einigen Jahren wird gemunkelt, ob Planetenentstehung um Braune Zwerge überhaupt möglich ist. In letzter Zeit wurde einige kosmische Exemplare entdeckt, die dies bestätigen: Eine Staubscheibe um den Braunen zwerg OTS 44 und einen Exoplaneten um den Braunen Zwerg 2M 1207 b.
    Die neuste Entdeckung für das Jahr 2005 lag nicht lange zurück: Ende November entdeckt man das Objekt Cha 110913, dessen Masse irgendwo zwischen 5 und 16 Jupitermassen liegt (im Mittel 8 Jupitermassen). Momentan weiß man noch nicht, welchen Status das Objekt besitzen soll: Entweder ist es ein Brauner Zwerg oder ein freifliegender Exoplanet.



    Im übrigen danke ich Bynaus und galileo2609 für die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit und wünsche alle anderen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2006.


    Tschau!
    Geändert von Michael Johne (02.01.2006 um 12:37 Uhr)
    Nebenbei gesagt: Ich selbst bastle an einer Exoplaneten-Datenbank (EXO-DB2 genannt) für DOS und Windows. Mit EXO-DB2 ist man in der Lage neuentdeckte Exoplaneten in die Datenbank hinzuzufügen, zu ändern, zu löschen ect. Zudem stehen diverse grafische Module wie Sternkarte, Orbit, Masse-Vergleich, Diagramme etc zur visuellen Anzeigen bereit.
    Weitere Infos wie Download, Screenshots, Hilfe etc. gibt unter www.exodb.de.vu .

  2. #2
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    Hallo Michael,

    dein Jahresrückblick zeigt wirklich noch einmal, wie spannend sich das Thema 'extrasolare Planetenforschung' entwickelt.

    Ein paar Highlights könnte man noch hinzufügen, bis wahrscheinlich jedes neu entdeckte System oder jedes um weitere Planeten ergänzte bekannte System beschrieben wäre.

    Wie du richtig sagst: das Jahr 2005 war nicht nur hinsichtlich der Quantität neuer Planeten herausstechend, es waren die mit jeder Ankündigung spürbaren qualitativen Neuerungen, die dieses Jahr in meiner Wahrnehmung so hervorheben!

    Das neue Jahr 2006 wird uns nicht enttäuschen, da bin ich mir sicher! Einige Planeten harren noch ihrer Veröffentlichung, diese Hinweise haben wir! Neue werden dazukommen.

    Und langsam bricht die Zeit der 'Langläufer' an, der nachweisbaren Planeten von ~ Jupitermasse auf weiten Orbits. Ich bin neugierig, was wir in dieser Liga in den kommenden Monaten präsentiert bekommen.

    Vielversprechend sind auch die technologischen Entwicklungen, die z. Zt. vor allem für die bodengebundene Beobachtung Fortschritte bedeuten! Ich bin mir sicher, dass hier zukünftig noch Ergebnisse erwartet werden können, die man früher lediglich durch die Fähigkeiten raumgestützter Missionen erwartete!

    Diese Entwicklungen sind umso bedeutender, da die Zukunft der weltraumgestützten Missionen unsicher bleibt. Mit CoRoT wird im Herbst die erste Mission starten, die unser Bild über die 'Planetenwelten' da draußen erweitern wird. Aber dann? Die finanzielle Situation der weiteren Projekte bzw. der Projektträger hat uns in 2005 die eine und andere Verschiebung gebracht. Mal sehen, wie das weiter geht.

    Eines ist also jetzt schon sicher: 2006 wird mindestens so spannend wie das vergangene Jahr!

    Michael, auch dir danke für den regen Austausch, die Diskussionen und die gemeinsame Projektarbeit!

    Uns allen einen guten Start in 2006 und viele neue Planeten(systeme)!

    Grüsse galileo2609

  3. #3
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    Ja, wirklich super!
    Erst seit ein paar Wochen beschäftige ich mich intensiver mit dieser Materie, aber habe schon sehr viel auf planeten.ch erfahren und war fasziniert, dass es bereits so viele extrasolare Planetensysteme bzw. Planeten gibt/festgestellt worden sind!

    Ein Wahnsinn, denn endlich geht meine Rechnung, dass Planetensysteme im All etwas ganz normales sind, voll auf.

    Mit jedem entdeckten Exo-Planeten steigt die Wahrscheinlichkeit der Existenz außerirdischen Lebens, wovon ich persönlich bereits überzeugt bin, seitdem ich denken kann.

    Nun mögen einige denken, dass das noch nicht so lange her sein kann... ;-)

    Nun gut, im Zeitverständnis des Universums ist es das wohl auch nicht. *gg*

    Ich werde allerdings erst ausflippen, wenn man Objekte der Größe der Erde feststellen wird, denn dann werden selbst irgendwann die größten Skeptiker der Existenz außerirdischen Lebens ihre Vermutungen, dass die Erde der einzige Ort mit Lebensformen ist, nicht mehr lange aufrechthalten können.

    Ist ja schon rein statistisch gesehen jetzt schon sehr unwahrscheinlich, dass dies hier der einzige Ort ist. :-))
    Geändert von MopAn (03.01.2006 um 22:49 Uhr)

  4. #4
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    Hallo MopAn,

    Zitat Zitat von MopAn
    Ja, wirklich super!
    Erst seit ein paar Wochen beschäftige ich mich intensiver mit dieser Materie
    Das reicht schon noch, um die Pionierleistungen live mitzuerleben! Willkommen im 'Club'!

    Zitat Zitat von MopAn
    Mit jedem entdeckten Exo-Planeten steigt die Wahrscheinlichkeit der Existenz außerirdischen Lebens, wovon ich persönlich bereits überzeugt bin, seitdem ich denken kann.
    Das ist das zugrunde liegende Motiv der extrasolaren Planetenforschung. Ansonsten wären wahrscheinlich andere astronomische Objekte wesentlich interessanter!

    Zitat Zitat von MopAn
    Ich werde allerdings erst ausflippen, wenn man Objekte der Größe der Erde feststellen wird, denn dann werden selbst irgendwann die größten Skeptiker der Existenz außerirdischen Lebens ihre Vermutungen, dass die Erde der einzige Ort mit Lebensformen ist, nicht mehr lange aufrechthalten können.
    Ein wenig ausflippen kannst du schon heute. Wie Michael in seinem Jahresrückblick erwähnt hat, wurde ihm Juni der derzeit masseärmste extrasolare Planet bekannt gegeben: Gliese 876 d. Seine Masse wird mit 6-8 Erdmassen angegeben. Das klingt zunächst viel. Diese Masse bedingt einen Radius des gravitativ geformten Spheroids von ca. 2 Erdradien. Daraus resultiert eine Oberflächenbeschleunigung von etwa 1.9 g.
    Generell bedeutet das, das es einen gewissen Spielraum bezüglich der Massen > 1 Masse_earth gibt, um noch zu einem erdähnlichen Planeten zu kommen.

    Gliese 876 d bewegt sich leider nicht innerhalb der 'habitablen Zone' seines Systems, sondern sehr viel näher an seinem Zentralstern. Dieser Planet zeigt jedoch sehr deutlich, dass potentiell lebenstragende Planeten (definiert nach unserer Vorstellung) in die Reichweite der vorhandenen technischen Mittel (bodengebunden) kommen.

    Und das ist auf jeden Fall ein Grund, mal tief Luft zu holen!

  5. #5
    Michael Johne ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    Hallo!

    Ich prophezeihe mal folgendes: In ca. 2-3 Jahren wird man den ersten Exoplaneten entdecken, dessen Masse kleiner als 4 Erdmassen ist (wenn man von den heutigen Pulsarplaneten absieht).

    Tschau!
    Nebenbei gesagt: Ich selbst bastle an einer Exoplaneten-Datenbank (EXO-DB2 genannt) für DOS und Windows. Mit EXO-DB2 ist man in der Lage neuentdeckte Exoplaneten in die Datenbank hinzuzufügen, zu ändern, zu löschen ect. Zudem stehen diverse grafische Module wie Sternkarte, Orbit, Masse-Vergleich, Diagramme etc zur visuellen Anzeigen bereit.
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Michael Johne
    In ca. 2-3 Jahren wird man den ersten Exoplaneten entdecken, dessen Masse kleiner als 4 Erdmassen ist (...)[/B]
    Ich hoffe, dass er spätestens in ca. 2-3 Jahren bekannt gegeben sein wird!

    Interessant wird auch hier sein, ob er mit einem bodengebundenen Instrument oder mit einer Space-Mission (in diesem Zeitraum nur CoRoT) gefunden wird.

    Für CoRot rechnet man mit einer Fähigkeit, Transits von Planeten mit ~ 1.6 Erdmassen messen zu können, allerdings nur bei nicht-aktiven Sternen. Für diese Untergrenze werden jedoch 10 - 30 Transits benötigt. Die ausgewählten Sternfelder sollen mit CoRot jeweils 150 Tage kontinuierlich gescannt werden. D.h., theoretisch kann ein solcher Planet mit einer Umlaufperiode von ~ 15 Tagen in der Beobachtungszeit entdeckt werden. Generell geht man daher wohl eher von der Entdeckung einiger 'heißer Felsenplaneten' aus. Momentane Prognose für CoRoT: 0-3 Planeten im Massebereich 1-3 Erdmassen, 10-30 Planeten im Massebereich 3-32 Erdmassen.

    Für eine bodengebundene Entdeckung mittels der Radialgeschwindigkeitsmethode müssen die Instrumente wohl noch etwas verbessert werden. Für HARPS ist z. Zt. hier eine Amplitudenempfindlichkeit bis zu 0.5 m/s erreicht worden (auch in Abhängigkeit der stellaren Aktivität). Weitere Verbesserungen sind erreichbar.

    Zur Erinnerung: die Erde verursacht eine RV-Amplitude bez. des Baryzentrums Sonne-Erde von etwa 0.1 m/s.
    Etwas variieren kann man hier bei der Sternmasse und der Umlaufperiode. Gliese 876 d verursacht eine RV-Amplitude von ~ 6 m/s. Sein Heimatstern ist ein Roter Zwerg mit einem Drittel der Sonnenmasse und seine Umlaufperiode beträgt ~ 2 Tage.

    Wenn ich richtig rechne, müsste also ein extrasolarer Planet mit 2-4 Erdmassen um einen Roten Zwerg bereits heute im Bereich der Instrumentenempfindlichkeit sein! Sofern man bei den richtigen Sternen sucht. Die roten Zwerge (Spektralklasse K, M) haben dazu noch den 'Vorteil', dass ihre habitablen Zonen viel näher am Stern liegen. Ein extrasolarer Planet in dieser Zone verursacht also nochmal eine höhere RV-Amplitude. Hier wird aber bereits in einem Bereich gesucht, in dem man gegen erhebliches Hintergrundrauschen kämpfen muss.

    Das SETI-Projekt hat mittlerweile auch erkannt, dass sich eine Suche um solche Sterne, die viel häufiger als die exakt sonnenähnlichen G-Typen sind, lohnen sollte.

    Wenn wir also schon prognostizieren: ein solcher Planet wird wahrscheinlich zuerst von den bekannten Suchprogrammen (bodengebunden) entdeckt werden!

  7. #7
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    Hallo!

    Ich denke, dass die Entdeckung von Exoplaneten langfristig & unabhängig der Entdeckungsmethode (RV, Transit, etc.) gesehen in den Händen der weltraum-gebundenen Satelliten und Raumsonden liegt (z. B. CoRoT).

    Zwar kann man mit erdgebunenen Teleskopen und den Techniken der Adaptiven Optik & Interferometrie durchaus bessere und hochauflösendere Aufnahmen erzielen als beispielsweise Hubble, bei weltraum-gebundenen Satelliten und Raumsonden ergeben sich aber ein paar Vorteile, die es bei erdgebundenen Beobachtungsinstrumenten nicht:
    • durch Tag- & Nacht und Wettereinflüsse können Beobachtungszeiten wegfallen
    • das Seeing von Beobachtungsaufnahmen ist nach dem neusten Stand der Technik besser als bei erdgebundenen Beobachtungsinstrumenten, d.h. es kann auf Adaptive Optik und Interferometrie verzichtet werden
    • ein gebundener Satellit ist fast immer im Dauereinsatz


    Tschau!
    Nebenbei gesagt: Ich selbst bastle an einer Exoplaneten-Datenbank (EXO-DB2 genannt) für DOS und Windows. Mit EXO-DB2 ist man in der Lage neuentdeckte Exoplaneten in die Datenbank hinzuzufügen, zu ändern, zu löschen ect. Zudem stehen diverse grafische Module wie Sternkarte, Orbit, Masse-Vergleich, Diagramme etc zur visuellen Anzeigen bereit.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Michael Johne
    Ich denke, dass die Entdeckung von Exoplaneten langfristig & unabhängig der Entdeckungsmethode (RV, Transit, etc.) gesehen in den Händen der weltraum-gebundenen Satelliten und Raumsonden liegt (z. B. CoRoT).
    Hallo Michael,

    langfristig, sehr langfristig! Die detaillierten Eigenschaften eines erdähnlichen extrasolaren Planeten werden nur aus dem Weltraum aufgeklärt werden können. Dafür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
    1. sie sollten vorher entdeckt worden sein, damit diese High-Tech-Missionen auch etwas beobachten können!
    2. die Missionen müssen gestartet werden!


    CoRoT wird diesen Oktober in den Orbit gehievt und wir hoffen, dass er dort ankommen und funktionieren wird! Aber dann? Kepler steht auf dem Programm und wurde schon verschoben! Ähnlich ergeht es SIM (nach den ursprünglichen Plänen bereits letztes Jahr im Orbit!) Eddington wurde von der ESA gecancelt! Alle Weltraummissionen haben momentan ein budgetäres und damit Zeitplanproblem!

    Außerdem wäre es z. Zt. wahrscheinlich eine ziemliche Verschwendung, Missionen wie TPF-I/Darwin im Orbit zu haben. Was fehlt sind weitere, zusätzliche Missionen wie CoRoT/Kepler/Eddington, die einen Planetensuchauftrag haben! Davon bräuchten wir einige mehr im Orbit, um die Anzahl der entdeckten Planetensysteme signifikant zu erhöhen! Auf die vielversprechendsten können dann die Interferometer (raumgestützt) gerichtet werden.

    Für die CoRoT-Mission wird HARPS die notwendige bodengestützte RV-Beobachtung übernehmen. Das ist der Weg! Das wäre der Weg! Die Verzahnung der bodengebundenen Suchtechnologie mit weiteren Space-Missions. Da aber hier nach CoRoT für mich noch große Fragezeichen stehen und eine offensichtliche Lücke existiert, vertraue ich z . Zt. eher auf die bodengebundenen Projekte!

    Diese sind trotz der von dir geschilderten Einschränkungen wenigstens verfügbar!

  9. #9
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    Hallo!

    Langfristig, sehr langfristig! Die detaillierten Eigenschaften eines erdähnlichen extrasolaren Planeten werden nur aus dem Weltraum aufgeklärt werden können. Dafür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

    1. sie sollten vorher entdeckt worden sein, damit diese High-Tech-Missionen auch etwas beobachten können!
    2. die Missionen müssen gestartet werden!
    Zu Punkt 1: Ich denke, dass es mit den bodengebundenen Beobachtungseinheiten auch heutiger Sicht nicht einfach sein wird, erdähnliche Exoplaneten zu entdecken. Wen man aber am Ball bleibt, die Technik verbessert usw., dann sollte es aber gelingen. In letzter Zeit gab einige News, die in gewisser Massen Rekorde geschrieben haben.

    Zu Punkt 2: Hier könnte es eine im schlechten Fall ein wahre Zitter-Partie werden: Werden sie starten - werden sie nicht starten? Und wann werden sie überhaupt? Ist auch alles fehlerfrei konstruhiert worden?

    CoRoT wird diesen Oktober in den Orbit gehievt und wir hoffen, dass er dort ankommen und funktionieren wird!
    Auch diesen Start heute ich mich auch

    Außerdem wäre es z. Zt. wahrscheinlich eine ziemliche Verschwendung, Missionen wie TPF-I/Darwin im Orbit zu haben. Was fehlt sind weitere, zusätzliche Missionen wie CoRoT/Kepler/Eddington, die einen Planetensuchauftrag haben! Davon bräuchten wir einige mehr im Orbit, um die Anzahl der entdeckten Planetensysteme signifikant zu erhöhen! Auf die vielversprechendsten können dann die Interferometer (raumgestützt) gerichtet werden.
    Ich diesen Geschichtspunkten gebe ich dir recht

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