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Thema: NASA: Alien-Mikrobenfossil in Meteorit gefunden

  1. #21
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    Das Problem mit dem Marsmeteoriten war ja indes auch, daß die bakterienähnlichen Strukturen um Größenordnungen kleiner waren als die kleinsten irdischen Bakterien und diese Strukturen vermutlich bei der Präparierung selbst erzeugt wurden.
    Danach führten die Verfechter von "Aliens" in dem Meteoriten noch ein Rückzugsgefecht um einige mutmaßliche sekundäre Spuren von Leben - die aber auch anders erklärt werden konnten wenn ich mich recht erinnere.

    Eine Frage bezüglich diesem neuen Ding habe ich aber noch:

    Wenn diese Brocken alle seit maximal etwa 100 Jahren auf der Erde sind, wie kann es dann darin versteinerte Bakterien geben?
    Oder war die Analyse derart grottenschlecht daß sie lebendige Bakterien für fossil gehalten haben?

    Gruß Alex

  2. #22
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    Zitat Zitat von Viper2024 Beitrag anzeigen
    Aber deine Einschätzung zum Peer-Review-Verfahren kann ich nun ganz und gar nicht unterstützen. Das ganze dient nur dazu befreundete Forscher zu pushen oder unliebsame Konkurrenten anonym eins auszuwischen. Für Qualität steht dieses Verfahren mit Sicherheit nicht!
    Was ist denn das für ein ausgemachter Schwachsinn???

    Natürlich hat auch das Peer-Review-Verfahren seine Grenzen, wie alles im Leben, aber so einen generalisierenden Müll muss man darüber wahrlich nicht verbreiten. Inhaltlich ist ein solcher Kommentar zu sehr "Stammtisch", um weiter darauf einzugehen.

  3. #23
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    Zitat Zitat von RPE Beitrag anzeigen
    Was ist denn das für ein ausgemachter Schwachsinn???

    Natürlich hat auch das Peer-Review-Verfahren seine Grenzen, wie alles im Leben, aber so einen generalisierenden Müll muss man darüber wahrlich nicht verbreiten. Inhaltlich ist ein solcher Kommentar zu sehr "Stammtisch", um weiter darauf einzugehen.
    Mein Kommentar ist sicher kein Stammtischniveau. Ich habe selber schon ein Dutzend Peer Review mitgemacht um das beurteilen zu können. Neid und Missgunst spielen dabei eine groessere Rolle als die wissenschaftliche Qualität.
    Geändert von Viper2024 (08.03.2011 um 20:51 Uhr)

  4. #24
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    (Doppelpost - gelöscht. Sorry, dieses Konferenzinternet ist so langsam, dass sich immer wieder Übertragungsfehler ergeben...)
    Geändert von Bynaus (08.03.2011 um 22:13 Uhr)
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  5. #25
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    @Alex: Die Idee ist ja, dass die Mikroben auf dem Meteoriten gelebt haben sollen, bevor er zur Erde fiel. Wie allerdings photosynthetische Bakterien im Inneren eines Steines überleben sollen, weiss ich auch nicht...

    @RPE: Volle Zustimmung: in dieser Allgemeinheit kann man das sicher nicht sagen. Sicher, es mag Fälle geben, wo das Peer Review problematisch ist, aber im Allgemeinen sieht man schon, dass Journals mit zuverlässigem und strengem Peer Review die qualitativ besseren Artikel aufweisen als andere (bei Science und Nature wird diese Regel höchstens von deren ständiger Jagd nach dem "next big thing" kompromittiert). Das sieht man gerade auch am "Journal of Cosmology", das mit einer Reihe eher abstruser und unausgewogener Artikel auffällt.

    EDIT: Was ich vorher noch erwähnen wollte: Mittlerweile hat das ganze weitere Kreise gezogen. Die NASA sagt, dass Hoover gar keinen Doktortitel habe. Der Herausgeber des Journal of Cosmology versteigt sich zur Aussage, bei Science und Nature würden editorielle Entscheidungen auf der Basis der Bibel getroffen (http://www.newscientist.com/article/...html?full=true). Hier an der Lunar and Planetary Science Conference in Houston, wo ich gerade bin, ist es das Pausengespräch, und die Meinungen sind offenbar gemacht: Alle schütteln den Kopf darüber, wie unseriös das ganze wieder mal rüber kommt...
    Geändert von Bynaus (08.03.2011 um 22:02 Uhr)
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  6. #26
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    Zitat Zitat von Viper2024 Beitrag anzeigen
    Mein Kommentar ist sicher kein Stammtischniveau. Ich habe selber schon ein Dutzend Peer Review mitgemacht um das beurteilen zu können. Neid und Missgunst spielen dabei eine groessere Rolle als die wissenschaftliche Qualität.

    Neid und Missgunst spielen immer eine Rolle. Natürlich auch in der Wissenschaft. Wer käme auf die Idee, dass dies dort nicht so sei? Du?

    Dennoch: Erklär uns doch mal wie insbesondere Neid und Missgunst zu einem Qualitätsnachteil werden? Ich als Reviewer würge meinem ärgsten Widersacher einen rein und kreide alles an, was ich finden kann. Davon wird sein Paper doch nicht schlechter!?! Vielleicht wird es deswegen abgelehnt, aber davon erscheint ja noch viel weniger ein qualitativ schlechtes Paper in dem Journal.

    Mal von Neid und Missgunst weg, den Fall der Klüngelei: Auch hier darf bezweifelt werden wie ich als einzelner Reviewer das Paper eines bestimmten mir wohlgesonnenen Autors derart promoten kann, dass es, obgleich es noch so mies ist, durchkommt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich überhaupt erstmal als Reviewer ausgewählt werden muss. Ist es dazu ein wirklicher Kollege, mit dem ich gar schon zusammen veröffentlicht habe, siehts wohl eher schlecht aus.

    Was auch immer du da erlebt hast, stehen deine bisherigen Aussagen hier nach wie vor nicht einmal auf dünnem Eis. Da müsstest du dann wohl schon konkret werden. Inwieweit das hier hingehört, weiss ich nicht.

  7. #27
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    Sehe ich wie RPE, Viper,

    da schiesst du dir als Reviewer längerfristig doch nur selbst ins Knie, wenn du so vorgehst, wie du das unterstellst.

    Grüße
    SK
    "There must be some way out of here," said the joker to the thief.

  8. #28
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    Hallo Viper,
    Zitat Zitat von Viper2024 Beitrag anzeigen
    Ich habe selber schon ein Dutzend Peer Review mitgemacht
    von welcher Seite aus?

    Grüsse galileo2609
    RelativKritisch | Pseudowissenschaft auf dem Sezierteller

  9. #29
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    Mal wieder zurück zum eigentlichen Thema:

    Habe die ganze Zeit auf ein Artikel in New Scientist gewartet, weil die auch offen sind für umstrittene Themen und Hoovers Claim ist ja wohl umstritten. Endlich ist er da!

    Wie ich finde hat New Scientist einen sehr ausgewogenen und ausführlichen Beitrag mit all den verschiedenen Diskussionen gebracht:


    New Scientist zu Hoovers Claim

    Die m.E. beste Frage an den Disputanten ist jene auf Page 2 nach dem Gold Standard. Wann würde man Alien-Bakterienüberreste als solche anerkennen? Beliebte Phrasen werden entlarvt und auch spitz gefragt, wie denn - wenn es irdische Kontaminierungen seien, diese denn innerhalb von 150 Jahren fossilisiert sein sollen.

    Sehr interessant finde ich aber auch die morphologische Frage, in denen klargestellt wird, dass rein mineralische Ablagerungen äußerlich auch wie Bakterien aussehen können, daher sind stets tiefe Analysen notwendig - doch was bedeutet denn Versteinerung in diesem Fall nichts anderes als eine Mineralisierung von organischen Strukturen? Interessant! Was ist also der Gold-Standard?

    Schön auch, dass der Artikel viele weiterführende Links im Text enthält.

  10. #30
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    wie denn - wenn es irdische Kontaminierungen seien, diese denn innerhalb von 150 Jahren fossilisiert sein sollen.
    Vermutlich sind es eben gar keine Bakterien. Ausser der äusseren Ähnlichkeit bringt Hoover keinerlei Belege dafür.

    Den NewScientist-Artikel habe ich übrigens auch oben verlinkt... Hier noch ein weiterer Link: Phil Plait von Bad Astronomy hatte sich zunächst vorsichtig-abwartend gegeben, aber nach einer Umfrage unter Forschern, die was von Astro- und Mikrobiologie verstehen, kauft er Hoover die Sache auch nicht mehr ab.
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