Zitat Zitat von kleiner_wagen Beitrag anzeigen
Ein Artikel über Teleskope, wie diese funktionieren, allgemeine Erklärung und paar Modelle bewertet und verglichen. Finde ich ganz gut rübergebracht für Anfänger. Also wer Interesse hat einfach mal hier vorbeischauen. Hoffe das hilft euch weiter.
Hallo zusammen,

Preise um die 60 Euro sind natürlich verlockend, aber ich vermisse in diesem Artikel einige Anmerkungen zur Bedienbarkeit, d.h. wie einfach es sich aufstellen lässt, wie einfach es sich scharfstellen lässt, wie gut es sich justieren lässt, wie gut es sich nachführen lässt u.s.w.

Hier am Preis zu sparen erscheint mir wenig sinnvoll, denn wenn man länger braucht, um das Fernrohr scharf zu stellen, als das Objekt aufgrund der Erdbewegung im Blickfeld verbleibt - das sind bei 30-facher Vergösserung rund 20 Sekunden und bei 60-facher Vergrösserung rund 8 Sekunden, dann wird man als Nutzer wenig Freude mit dem Gerät haben. Ich habe einmal noch als Schüler ein solches Gerät - und es lag damals schon in der 2000 DM-Klasse !! - ausgeliehen und mein Fazit war: nie wieder !

Das Schul-Teleskop lag in der 10000 DM-Klasse, war auch viel schwerer (und damit stabiler) und das war wirklich sehr schön zu bedienen. Wobei man auch bei dem stabiler stehenden Schul-Teleskop nicht 10 Meter weg davon herumhopsen durfte, dann musste man alles wieder neu justieren.

Ich wäre also sehr vorsichtig, ein Teleksop der nur 60 Euro-Klasse wie im Artikel beschrieben zu kaufen, zudem sei angemerkt, dass schon ein guter Feldstecher, mit dem es Spass macht, zu beobchten, mehrere hundert Euro kostet. Gewiss, meine Mutter hat mal so einen Billig-Feldstecher für 10 Euro erworben; den scharfzustellen ist eine Kunst für sich und Jupitermonde damit zu beobachten eine nervenaufreibende Angelegenheit. Was der Billig-Feldstecher hingegen gut hingekriegt hat war die diesjährige Venuspassage an den Plejaden.

Im Übrigen: auch im 10000 DM-teuren Schul-Teleskop war der Jupiter nur eine gestreifte Erbse mit 4 Monden drumherum, und der Saturn eine etwas kleinere gestreifte Erbse mit Ringen drumherum; welche von den drumherumstehenden Sternen Monde waren wusste ich aufgrund fehlender Nachschlagemöglichkeiten nicht - das würde ich heute, wenn ich die Gelegenheit hätte, mit diesem Gerät zu beobachten, als erstes herauszufinden suchen.


Freundliche Grüsse, Ralf