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Thema: Einsteiger-Teleskop

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Standard Einsteiger-Teleskop

    Guten abend zusammen,

    ich habe vor, mir ein Teleskop zuzulegen, da ich ein äußerst hohes Interesse daran habe, Sterne und Planeten zu beobachten. (Nebenbei studiere ich Geowissenschaften )
    Auf Basis diverser Teste und Meinungen in Foren und Beratungen durch Verkäufer, stehe ich nun vor zwei Teleskopen.
    Vorab sei gesagt, dass ich anfangs Planeten beobachten möchte, allerdings will ich nicht ausschließen, auch andere Objekte zu betrachten - ich denke, dass ist verständlich
    Nun zu den beiden Teleskopen:
    Skywatcher Evostar-90 EQ3-2 / Refraktor 90/900mm Teleskop
    und
    Skywatcher Skyliner-150P / Parabol Dobson 150/1200mm

    Mit dem Refraktor lässt sich ja anscheinend besser das Beobachten von Planeten durchsetzen. Leider kann ich nicht abschätzen, in wie weit das Beobachten von Planeten mit einem Dobson anders ist.
    Ein Vorteil des Refraktor ist auch die Montierung, da sie später doch per Motor nachgerüstet werden kann, wodurch das Beobachten von Planeten besser geht.

    Ich würde mich freuen, wenn ich noch ein paar Fachmeinung von Euch erhalten könnte.

    Danke und gute Nacht

  2. #2
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    Standard

    Hi IcedEarth,

    die Amateurastronomie-Abteilung ist hier im Forum leider vergleichsweise "dünn" besetzt, weswegen gleich mal eine Empfehlung für das riesige Nachbarforum bei http://www.astrotreff.de kommt. Dort dreht sich fast alles um Fragen rund um das Hobby Astronomie.

    Ich persönlich würde Dir, abgesehen davon, eher zu dem Dobson raten. Das ist ein typisches Einsteigerinstrument, das zu mehr taugt als zu 2-3 Mal Beobachten, um das mal auszutesten. Der Dobson sammelt mehr Licht, als der Refraktor weil er einen größeren Spiegeldurchmesser hat, als der Durchmesser der Linse des Refraktors. Die theoretische Auflösung des Dobson ist deswegen auch besser als bei dem Refraktor. Dafür ist der Dobson etwas sperriger und für Astrofotografie (ohne zusätzliche Montierung mit Motoren) komplett ungeeignet. Zusätzlich wird man bei dem Dobson häufiger mit der Justierung der Optik konfrontiert, als bei dem Refraktor.
    Gruß

  3. #3
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    Standard

    Moin, IcedEarth,

    grundsätzlich kann ich Bernhards Statement zustimmen: Du solltest dich anfangs für den Dobson entscheiden.

    Allerdings noch zwei Anmerkungen:

    1.) Der Refraktor (dieser Fraunhofer-Bauart = Achromat) liefert dir keine Farbreinheit wie ein Spiegelteleskop. Beim Beobachten von Planeten oder anderen hellen Objekten wirst du immer einen bläulichen Saum um das Objekt erkennen. Das kann schon mal störend sein.

    2.) Ich würde gleich zum 8"-Dobson greifen. Für 90,-- EUR mehr erhälst du mehr Öffnung und dadurch auch mehr Licht und bessere Auflösung.

    Außerdem gibt es neben dem von Bernhard genannten Forum Astrotreff auch noch das Forum Astronomie.de
    cs, Frank
    frank-specht.de

  4. #4
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    Standard

    Hallo Ihr beiden,

    danke für Eure Hinweise. Ich werde mich in den Foren ebenfalls nochmal durch die Thread wühlen, bis ich mir sicher bin, welches Teleskop das richtige ist.

    Gruß

  5. #5
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    Standard

    Hallo IcedEarth,

    ehe ich Dir zu irgend einem Teleskop raten kann, brauche ich noch ein bissy "Input" von Dir.

    - beobachtest Du aus einer Stadt heraus? (wegen aufgehelltem Nachthimmel)
    - beobachtest Du vom Balkon, einer Terasse oder vom Garten bzw. einer Wiese? (wegen Platz fürs Teleskop und "Schleppgewicht" über Treppen...)
    - kennst Dich schon ein bissy am Himmel aus, weißt also, welcher der hellen Pünktles "da oben" ein Planet ist?
    - welche Himmelsrichtungen kannst vom geplanten Teleskopstandort sehen?
    - hast schon ein Planetariumsprogramm auf dem Rechner zwecks Orientierung?

    Vorab sei gesagt, dass ich anfangs Planeten beobachten möchte, allerdings will ich nicht ausschließen, auch andere Objekte zu betrachten - ich denke, dass ist verständlich
    Planeten gehen mit beiden Teleskopen, auch mitten aus einer Großstadt heraus. Aber ob Deepsky geht, hängt vom Standort des Teleskops ab. Wegen Lichtverschmutzung. Und natürlich auch von der Öffnung.

    Generel sind 90 mm Öffnung ein bissy wenig für Deepsky. Galaxien kannst damit nicht wirklich beobachten, Sternhaufen und Planetarische Nebel dagegen sind machbar. Und es gibt ja auch Spiegelteleskope auf einer Montierung. So ein 150/750 oder 150/900 Newton auf einer vernünftigen Montierung (später dann mit Motoren dran) macht Laune...

    Mit dem Refraktor lässt sich ja anscheinend besser das Beobachten von Planeten durchsetzen.
    das halte ich für ein Gerücht , das kommt noch aus der Zeit, in der die verfügbaren Spiegelteleskope zwar viel Öffnung boten, aber grottige Abbildung zeigten. Heutige Spiegelteleskope lassen sich durchaus für Planetenbeobachtung verwenden, ich fotografiere die Planeten sogar mit einem solchen Newton.

    Leider kann ich nicht abschätzen, in wie weit das Beobachten von Planeten mit einem Dobson anders ist.
    Bei einem Dobson mußt Du die Erddrehung durch sachtes "Schubsen" oder "Ziehen" am Tubus ausgleichen, bei einem parallaktisch montierten Teleskop drehst Du oder ein Elektromotor an der Rektaszensionsachse und damit wird die Drehung der Erdachse ausgeglichen.

    Grüße
    Sissy

  6. #6
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    Standard

    Hallo,

    1 und 2. Ich beobachte vom Rande einer 30000 Stadt. Bei den Temperaturen ist ein Blick leider nur aus meinem Fenster möglich, da ich im Moment nicht in der Verfassung bin, mir meinen Hintern abzufrieren :P Im Sommer ist es natürlich auch möglich, dass ich in den Garten gehe.
    3. Ich bin gerade dabei, mir viele Dinge dazu durchzulesen und zu recherchieren
    4. Aus meinem Fenster ist die Blickrichtung Süd-West. Im Garten kann ich Richtung Norden, Westen und Osten blicken.
    5. Ja, ich habe mir Stellarium schon vor einiger Zeit zugelegt und schaue da täglich rein und gucke mir an, wie die Sterne und Planeten sich so bewegen und wann sie wo zu sehen sind.

    Gruß

  7. #7
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    Standard

    Hallöchen IcedEarth,

    1 und 2. Ich beobachte vom Rande einer 30000 Stadt. Bei den Temperaturen ist ein Blick leider nur aus meinem Fenster möglich, da ich im Moment nicht in der Verfassung bin, mir meinen Hintern abzufrieren :P Im Sommer ist es natürlich auch möglich, dass ich in den Garten gehe.
    1. ist gut, da ist es nicht ganz so schlimm mit der Lichtverschmutzung am Himmel

    2. ist zwar fürs blose Auge oder einem Fernglas bei geöfnettem Fenster möglich, aber mit Teleskop kannst das echt knicken. Bei der hohen Vergrößerung sieht man die Verwirbelungen in der Luft, wenn warme Zimmerluft und kalte "Draußenluft" am Fenster aufeinander treffen. Da kannst net scharfstellen, weil es ausschaut, also ob Du in einen Topf mit kochendem Wasser guckst.

    Mit Teleskop durch ein geschlossenes Fenster zu gucken ist auch keine Alternative. Unser Fensterglas besteht aus mehreren Schichten, die das Licht der Sterne unterschiedlich brechen. Du hättest also Doppelbilder...

    Wenn Du mit einem Teleskop (egal welchem) beobachten möchtest, muß das Teleskop drausen sein. Und es muß sich an die Außentemperatur angleichen. Also auskühlen. Es geht nicht, ein Teleskop aus dem 20 Grad C warmen Wohnzimmer unter den Arm klemmen, raus in den Garten gehen und bei derzeit -2 Grad C sofort durchgucken. Bei so extremen Temperaturunterschieden benötigt das Teleskop eine Auskühlzeit von ca. 1 Stunde oder sogar mehr.

    Bitter, aber die Physik kümmert sich nicht um unsere Wünsche und Hoffnungen...

    Gestandene Amateurastronomen lagern ihr Teleskop daher gerne an einem kühlen Platz (Keller, Garage, abschließbare, wasserdichte Kiste im Garten), dann wird die Auskühlzeit viel kürzer. Beobachtet wird dann auf alle Fälle im Freien. Dazu trägt man im Winter lange Skieunterwäsche, Thermohosen, T-Shirt, Pullover, Anorak, Mütze und Moonboots. Da schaut man aus wie das Michellanmännle, aber so hält man es lange aus.

    Alternativ kannst natürlich auch den strengen Winter ausklammern (dann entgeht Dir aber der Orionnebel!) und nur in der wärmeren Jahreszeit beobachten.

    3. Ich bin gerade dabei, mir viele Dinge dazu durchzulesen und zu recherchieren.
    das ist immer positiv...

    4. Im Garten kann ich Richtung Norden, Westen und Osten blicken.
    Das ist doof, denn die Planeten sollte man beobachten, wenn sie im Süden ihre höchste Position haben! Guck Dir die Situation im Garten noch mal bei Tageslicht an. Kannst Du jetzt im Winter die Sonne gegen 12 Uhr im Süden sehen? Das ist in etwa die Mindesthöhe für Planetenbeobachtung, da sich die Planeten in der Nähe der Ekliptik (scheinbaren Sonnenbahn) befinden.

    Deepsky Objekte gehen auch in den von Dir sichtbaren Himmelsrichtungen, Aber auch da gilt, sie sollten so hoch wie möglich über dem Horizont sein...

    Erst wenn Du Dir sicher bist, daß Planetenbeobachtung vom Garten aus geht, können wir mit der Teleskopempfehlung (Bauart, Montierung, Öffnung, Brennweite) weitermachen...

    Grüße
    Sissy

  8. #8
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    Standard

    Moin, moin!

    Entschuldigt, daß ich mich mal hier dazwischenschalte, aber da ich auch vorhabe, mir ein Teleskop zuzulegen und Sissy hier fachkompetent ist, wollte ich mal die Meinung zu zwei Teleskopen einholen. Ich habe mir 1. das Celestron teleskop N150/750 mit Omni XLT150 Montierung und Stahlstativ und 2. das Newton 152/762 von Meade mit EQ-Mon2 Montierung ebenfalls mit Stahlstativ angesehen. Die Frage ist, ob die geräte ausreichend sind und was man eventuell noch unbedingt bräuchte, da dies meine "Erstausstattung" wäre. Für nützliche Tipps wäre ich dankbar!

    Grußi
    Geändert von Puma (10.03.2011 um 12:18 Uhr)

  9. #9
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    Standard

    Das die Physik sich nicht um unsere wünsche kümmert war mir bewusst und ich bedaure das sehr :P

    Natürlich wäre ich auch bereits für eine astreine Sicht in den kältesten Winter zu gehen, aber Mondbeobachtung ist doch sicherlich auch aus dem Zimmer (durch Fensterglas) möglich, wenn man nicht unbedingt die maximal sinnvolle Vergrößerung nutzen will.

    Überings wäre ich bereit bis 300 Euro zu zahlen (wenn möglich schon mit Okularen inkl.), da ich im Moment finanziell recht gut darstehe und ich keinen Billig-Ramsch kaufen möchte. Allerdings brauche ich auch die allerbeste Technik
    Außerdem wirken diese Dobson-Teleskope auf mich irgendwie unhandlich und kompliziert zu bedienen. Kann das irgendwer bestätigen, widerlegen?
    Da meine Freundin vor hat, sich eine Spiegelreflex zu kaufen, liegt es doch nahe, sich eine parallaktische Montierung zuzulegen, oder sehe ich das falsch?

    Da ich wie gesagt, am Rande einer Stadt wohne und nur weniger als 100 Meter bis zu einem Feld habe, wäre ein kurzer Transport auch sicherlich nicht auszuschließen.


    Die Sonne kann ich von meinem Garten aus auf jeden Fall schon mal sehen.

    Gruß

    PS: @Puma: Kein Problem Ich vermute mal, dass Sissy ebenfalls von dir wissen müsste, wo du wohnst etc., damit man schauen kan, was für dich das richtige ist.

    - beobachtest Du aus einer Stadt heraus? (wegen aufgehelltem Nachthimmel)
    - beobachtest Du vom Balkon, einer Terasse oder vom Garten bzw. einer Wiese? (wegen Platz fürs Teleskop und "Schleppgewicht" über Treppen...)
    - kennst Dich schon ein bissy am Himmel aus, weißt also, welcher der hellen Pünktles "da oben" ein Planet ist?
    - welche Himmelsrichtungen kannst vom geplanten Teleskopstandort sehen?
    - hast schon ein Planetariumsprogramm auf dem Rechner zwecks Orientierung?
    Geändert von IcedEarth (10.03.2011 um 12:01 Uhr)

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard

    Hi Puma,

    Ich habe mir 1. das Celestron teleskop N150/750 mit Omni XLT150 Montierung und Stahlstativ und 2. das Newton 152/762 von Meade mit EQ-Mon2 Montierung ebenfalls mit Stahlstativ angesehen. Die Frage ist, ob die geräte ausreichend sind und was man eventuell noch unbedingt bräuchte, da dies meine "Erstausstattung" wäre.
    meine ganz ehrliche Meinung? Beide Montierungen sind für einen 6" Newton nen Tick zu schwach. Das sind die typischen "Sonderangebote" der Händler, die nix kosten dürfen.

    Die EQ-2 kannst komplett knicken.

    Die CG-4 trägt nach Spezifikation Tuben bis 5 kg. Der Newton selber hat schon 5,7 kg. Dazu kommt noch das Gewicht von den Rohrschellen und den Okularen. Und um bequehm zu arbeiten, sollte die Nachführung in der RA Achse eine lange, biegsame Welle haben und net so nen kurzen Stummel.

    Visuell (also einfach durchgucken durch ein Okular) geht so grad eben noch auf der CG-4. Aber beim Scharfstellen zittert das Bild wie Sau. Da muß man echt mit Fingerspitzengefühl arbeiten und zwischendurch mal eben 3-5 Sekunden warten, bis die ganze Sache nimmer schwingt. Die ist absolut nix für "Grobmotoriker"

    Es hilft, wenn man:

    - unter die Ablageplatte per Schnur ne mit Wasser gefüllte Plastikflasche oder nen Kanister mit 5 l Wasser hängt
    - das Stativ nicht weit auszieht

    Notwendiges Zubehör:

    - ne Plastikkappe mit Ringen zum Justieren
    - ein 32 mm Übersichtsokular
    - ein 7-21 mm Zoomokular
    - 8x50 Sucher

    Einen Newton mußt ab und an mal justieren, aber das geht recht schnell.

    Frag beim Händler (TS oder Astroshop sind die günstigsten) per email nach nem Austausch des angebotenem 25 mm Okulars gegen die beiden von mir empfohlenen und tausche auch sofort den 6x30 Sucher gegen einen 8x50 Sucher. Das kostet natürlich etwas Aufpreis, aber es lohnt sich. Der 6x30 ist schlicht ungeeignet...

    Alternativ könntest Du auch diesen Tubus

    http://www.teleskop-express.de/shop/...her-Tubus.html

    auf die CG-4 setzen, den würde sie wirklich gut tragen.

    In Müritz kannst damit sogar die helleren Galaxien als verwaschene Nebelfleckles sehen, von Berlin aus aber net. Aber Planetarische Nebel und Sternhaufen gehen gut. Planeten kommen schön mit dem Zoomokular, da kannst eventuell sogar (später mal) ein gutes Planetary mit 6 mm nehmen...

    Astrofotografie ist mit diesem Setup aber nur sehr eingeschränkt möglich. Sonne und Mond geht grad eben mit ner digitalen Spiegelreflexkamera wenn man das Objektiv wegmacht und die Kamera über einen superflachen Adapter auf T2 direkt am Okularauszug anflanscht, mehr definitiv net.

    Laptop, I-Pad und ähnliches Spielzeugs zwecks Sternkarten angucken ist für eine visuelle Beobachtungsnacht aber völlig "Gaga". Damit ruinierst Du Dir die Dunkeladaption Deiner Augen. Kauf Dir nen Deepsky Reiseführer als Buch (Laminiert) oder den Karkoschka und ne Rotlichtlampe. Oder druck zu Hause die entsprechenden Sternkarten aus!

    Dann kannst loslegen

    Und denk mal über ne Installation von nem 2. Betriebssystem nach. Für Astro empfiehlt sich XP-Professional. Damit könntest Du glücklich werden.

    Grüße
    Sissy

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