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Thema: Neuer Denkansatz?

  1. #1
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    Standard Neuer Denkansatz?

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    Hallo,
    könnte es denn nicht möglich sein, dass die bisherigen Antriebskonzenpte eine Sackgasse sind?
    Ich denke da gerade an die Radioröhren in der 50er und 60ern.
    Mit dieser Technik wären PCs, Navigationsysteme im Auto und das elende Roboterspielzeug von heutzutage nicht denkbar.
    Trotz Mondlandung hätte man damals einen schallend ausgelacht, wenn man Anfang der 70er behauptet hätte, dass wir Anfang des 21ten Jahrhunderts DVD-Player, Internetanschluss, Sat-Navigation uswusw... in Mittelklasseautos haben werden.

    Also: Wenn man die heutige Rückstoss/Impulsantriebe mit den Radioröhren gleichsetzt, was wäre das Äquivalent zur Microprozessortechnik?

    Gruß, Solitaire

  2. #2
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    Hallo,

    Erst einmal: Ich habe mich mit diesem Bereich nicht so sehr beschäftigt. Ich will trotzdem mal versuchen, meine Meinung hierzu zu schreiben.

    Grundsätzlich ist deine Idee gar nicht so schlecht. Bis heute sieht es so aus als könnte man mit einem Rückstoßantrieb keine Geschwindigkeit erreichen, die eine bemannte Reise zu einem weiter entfernten Planeten, Mond etc. möglich macht. Das Problem ist eben nur, dass man bislang kaum realistische Ansätze für eine andere Technologie hat.

    Eine mittlerweile recht weit entwickelte Theorie ist die des Sonnensegels (schau mal im Forum rum, da müsste einiges drüber zu finden sein, ich kann da nicht viel zu sagen). Weiterhin gibt es ja Ideen, die Gravitation zu nutzen um ein Raumschiff anzuziehen und so weiter, die allerdings in der Realität (noch) nicht umsetzbar sind.

    Um den Rückstoßantrieb zu ersetzen gibt es eben noch nicht DIE eine Technologie...

    mfg ryan

  3. #3
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    Natürlich wird in der Antriebstechnologie jederzeit etwas weiterentwickelt und verbessert, und es gibt andauernd neue Ideen. Aber eine wirkliche Alternative zum Rückstoß ist mir derzeit auch nicht bekannt.

    Vor einigen Jahren wurde ein Ionenantrieb entwickelt, und dieser wurde sogar auf einer unbemannten Raumfahrtmission eingesetzt (weiß jetzt nicht mehr so genau, welche das war - es steht bestimmt hier irgendwo bei astronews). Der Nachteil ist, daß er erst über sehr große Distanzen effektiv arbeitet. D.h.: Die Beschleunigung ist sehr klein, daher muß das Raumschiff bereits im Weltall sein, um damit angetrieben zu werden; ein Start von der Erde aus funktioniert somit nicht.

  4. #4
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    Standard Neuer Denkansatz ?

    Hallo,
    stimmt, es gibt immer wieder Verbesserungen und Ideen zu einem neuen Antrieb.
    So gesehen müsste das Thema eigentlich "anderer Denkansatz" lauten.
    Ich denke nur, dass es eine Sackgasse sein könnte, eine Büchse mit immer mehr Bumm durchs All zu prügeln.
    Letztendlich läuft es immer auf Rückstoss oder Impulserhaltung hinaus.

    Gut, von ernstzunehmenden Ideen habe ich auch noch nicht gehört. Aber vielleicht müsste man das "Undenkbare denken", und eben völlig andere Ansätze verfolgen.
    Stellt Euch doch mal einen Fallensteller im Mittelalter vor, der seinen gefangenen Hasen über einem Lagerfeuer brät. Und dann erzählt dem, dass man das Fleisch auch erhitzen kann, indem man ihn mit Mikrowellen bestrahlt, um die Moleküle im Innern des Fleisches zum Schwingen bringen.

    Das wäre auch völlig ausserhab seines Verständnisses.

    Naja, lacht mich nicht aus. Aber es scheint ja wirklich so zu sein, dass man einen Gegenstand nicht schneler als das Licht bewegen kann.
    Vielleicht sollte man den Körper schlicht nicht bewegen, sondern eine Art Transport durch die Dimensionen hindurch zu versuchen. Der Gegenstand hat sich also nicht bewegt, sondern er ist einfach plötzlich dort.
    Nein, nicht wie beamen!
    Lässt sich da nichts mit der Heissenberg'schen Unschärfe machen?

    Gruß, Solitaire

  5. #5
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    Zitat Zitat von Solitaire
    Naja, lacht mich nicht aus. Aber es scheint ja wirklich so zu sein, dass man einen Gegenstand nicht schneler als das Licht bewegen kann.
    Vielleicht sollte man den Körper schlicht nicht bewegen, sondern eine Art Transport durch die Dimensionen hindurch zu versuchen. Der Gegenstand hat sich also nicht bewegt, sondern er ist einfach plötzlich dort.
    Nein, nicht wie beamen!
    Lässt sich da nichts mit der Heissenberg'schen Unschärfe machen?

    Hast du mal bei Google oder so nach etwas vergleichbarem gesucht? Ich meine, ich hätte mal etwas gelesen, was deinen Vorstellungen nahe kommt...


    mfg ryan

  6. #6
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    hallo ryan,
    das "tunneln" von Signalen und Impulsen geht schon etwas in diese Richtung. Ich habe schon einiges darüber gelesen und auch einen TV-Beitrag darüber gesehen. Aber zugegebener Massen habe ich nicht viel von der Theorie dahinter verstanden....
    Hier ein Artikel:
    http://www.dlr.de/dlr/Presse/dlr-nac...0/90s30-33.pdf

    Ansonsten such einfach bei google nach "tunneln" und "Lichtgeschwindigkeit"

    Gruß, Solitaire

  7. #7
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    Blinzeln

    Zitat Zitat von Solitaire
    Hallo,
    stimmt, es gibt immer wieder Verbesserungen und Ideen zu einem neuen Antrieb.
    So gesehen müsste das Thema eigentlich "anderer Denkansatz" lauten.
    Ich denke nur, dass es eine Sackgasse sein könnte, eine Büchse mit immer mehr Bumm durchs All zu prügeln.
    Letztendlich läuft es immer auf Rückstoss oder Impulserhaltung hinaus.

    Gut, von ernstzunehmenden Ideen habe ich auch noch nicht gehört. Aber vielleicht müsste man das "Undenkbare denken", und eben völlig andere Ansätze verfolgen.
    Stellt Euch doch mal einen Fallensteller im Mittelalter vor, der seinen gefangenen Hasen über einem Lagerfeuer brät. Und dann erzählt dem, dass man das Fleisch auch erhitzen kann, indem man ihn mit Mikrowellen bestrahlt, um die Moleküle im Innern des Fleisches zum Schwingen bringen.

    Das wäre auch völlig ausserhab seines Verständnisses.

    Naja, lacht mich nicht aus. Aber es scheint ja wirklich so zu sein, dass man einen Gegenstand nicht schneler als das Licht bewegen kann.
    Vielleicht sollte man den Körper schlicht nicht bewegen, sondern eine Art Transport durch die Dimensionen hindurch zu versuchen. Der Gegenstand hat sich also nicht bewegt, sondern er ist einfach plötzlich dort.
    Nein, nicht wie beamen!
    Lässt sich da nichts mit der Heissenberg'schen Unschärfe machen?

    Gruß, Solitaire
    Richtig! Und nur so funktioniert wissenschaftliche Forschung. Denn wonach soll man denn sonst forschen?
    Ein Wissenschaftlicher muss im Grundsatz erst einmal "spinnen", um auf seine Theorien/Behauptungen seine Forschungen aufzubauen. >> Siehe Albert E. E=mc²
    Er hat von sich selbst seinerzeit öffentlich behauptet, er sei verrückt. Seine Relativitätstheorie sei absoluter Quatsch. Dennoch wurden seine Theorien später weitestgehend belegt.

    Also, warum nicht mal spinnen und sich eine völlig neue Sache erst einmal ausdenken?

    Wie wäre es mit einem Antrieb, basierend auf ein Magnetfeld?
    Ich erzeuge beispielsweise um mein Raumschiff herum ein Magnetfeld mit negativer Polarität und das Raumschiff selbst lade ich ebenfalls mit elektronen. Dabei wird dauerhaft Das Raumschiff aus dem gleichpoligen Magnetfeld 'herausgeworfen' Um das Raumschiff anzuhalten, reicht die positive Polarisierung meines Raumschiffs. (Ähnlich wie bei einer Magnetschwebebahn)
    Je höher die Energie, die ich hinzufüge, desto stärker wird der elektrostatische Effekt und somit umso schneller das Raumschiff sein.
    Gibt's ur ein Problem (derzeit) Wir können noch keine so hohen Energien herstellen.

    Ja, das ist totale spinnerrei, aber darauf können Physiker sicher aufbauen.

    Sei es drum, wir werden es eh nicht mehr erleben

  8. #8
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    Nein, dein Schiff kann sich sicher nicht "von sich selbst abstossen" - das würde also nicht funktionieren, es verletzt die Impulserhaltung.
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  9. #9
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    Standard Schwupp-di-wupp

    Ich könnte mir vorstellen, dass verschränkte Teilchen (spukhafte Fernwirkung) ein heisser Kandidat sein könnte.

    Wieder ein Beispiel aus der Technik-Historie:
    Die ersten Detektor-Radios hatten einen kleinen Silizium-Kristall in einer Glasfassung. Mit einem Hebelchen konnte man einen Draht über den Kristall kratzen lassen, bis zufällig eine Stelle mit einem passenden P/N-Übergang gefunden wurde, der mit seiner Kapazität (Oxidschicht) zur Frequenz des (einzigen) Senders passte.
    Sachen wie WLAN, Sat-TV.....wären damals auch völlig undenkbar gewesen.

    Gruß, Solitaire

  10. #10
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    wären damals auch völlig undenkbar gewesen.
    Undenkbar für die Phantasielosen, unwirtschaftlich für die Ökonomen, ja - unmöglich für die Physik? Nein. Im Fall des Antriebs, der sich von sich selbst abstösst, galt damals (Baron von Münchhausen) wie heute wie morgen das gleiche: unmöglich.
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