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Thema: Nochmal Wow Signal

  1. #11
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    Zitat Zitat von Joerschi Beitrag anzeigen
    Deren Teleskope sollten jedoch problemlos ausreichen, um die Erde und/oder wenigstens ihre Atmosphäre als aussichtsreichen Planeten für die Grundlage von Leben *in welcher Art auch immer* zu kategorisieren.
    ETI funkt lediglich auf Verdacht herausragende Planetenkandidaten an - und das wohl auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit
    Genau so seh ich das auch.

    Das Wow Signal war doch garnicht so schwach und die Radioteleskoptechnik war damals nicht gerade weit entwickelt. Vielleicht findet sich wirklich in Zukunft irgendeine private Organisation die ein Teleskop baut welches hauptsächlich das Wow überprüft. So groß müsste das ja nicht sein. Interessant wäre auch ein Array aus kleinen Teleskopen im Amateurbereich.

    Bezüglich des Sinns der Wow Botschaft, sofern es eine war, könnte man auch weiter spekulieren. Es muss ja kein SETI Programm sein. Könnte auch sein dass eine Zivilisation mit ihrer Sonde kommuniziert. Allerdings wäre dann die Wasserstofflinie als Frequenz sinnlos.
    Wegen der Herkunft: wäre auch einer dieser unsichtbaren Zwergsterne denkbar, bei denen die habitable Zone extrem eng an der Sonne liegt? Soll doch davon wesentlich mehr geben als sichtbare Sterne? Oder irgendeine Sonde/ Raumschiff was lediglich als Relaisstation dient...
    Geändert von SRMeister (21.12.2010 um 14:15 Uhr)

  2. #12
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    Interessant wäre auch ein Array aus kleinen Teleskopen im Amateurbereich.
    Wäre sicher interessant, ich glaube, es gibt Amateure, die diesen Himmelsbereich untersucht haben. Das Problem ist halt, dass das Signal so nahe an der Ekliptik ist, das heisst, man kann von der Erde aus nicht das ganze Jahr durch suchen, weil irgendwann die Sonne im Weg ist. Aber wenn man ein globales Netzwerk von Amateur-Radioteleskopen aufstellen würde, die alle in Richtung Wow! zeigen, und nur die Signale durchgehen lassen würde, die alle Teleskope gleichzeitig sehen, könnte man schon ziemlich viel erreichen (für vielleicht 11 Monate im Jahr...).

    Wegen der Herkunft: wäre auch einer dieser unsichtbaren Zwergsterne denkbar, bei denen die habitable Zone extrem eng an der Sonne liegt? Soll doch davon wesentlich mehr geben als sichtbare Sterne?
    Ja, sicher ist das denkbar. Die Frage ist halt, ob solche Systeme gute Kandidaten für Heimatsterne von Zivilisationen sind. Da die erdrückende Mehrheit aller Sterne Rote Zwerge sind, unser Planet aber ausgerechnet um einen dieser massereicheren "Exoten" kreist, könnte man vermuten, dass die Roten Zwerge nicht besonders lebensfreundlich sind.
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  3. #13
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    Was die Wasserstofflinie angeht: ich denke, es ist doch absolut vernünftig, nach Wasserstoff zu suchen, denn dort war das Signal. Wenn es tatsächlich entdeckt werden sollte, dh, wenn die Absicht hinter dem Signal (wenn es nun eine Zivilisation war...) SETI war, dann werden sie auch weiterhin auf dieser Frequenz senden.
    Wenn sie so ähnlich gestrickt sind wie die Menschen war es vielleicht das einzige Signal über 100 Jahre hinweg, denn wann haben wir das letzte mal Planeten angefunkt? Schon ein bisschen her oder?

    mfg Kibo

  4. #14
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    Nun, das Evpatoria-Teleskop in der Ukraine hat in den letzten Jahren recht viel losgeschickt. Aber ja, üblicherweise funken wir Sterne nicht regelmässig an. Aber das mag sich änderen, wenn wir erst einmal eine erdähnliche Welt entdeckt haben.
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  5. #15
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    Ganz genau.
    Es macht wirklich keinen Sinn, Botschaften ohne Ziel in das (fast) unendliche All zu senden. Der Aufwand ist über alle Maßen hoch (bzw. geradezu schwachsinnig).
    Das geht nur zielgerichtet.

    Analogie:
    Wenn ich telefoniere, dann tippe ich ja auch nicht auf gut Glück ein paar Zahlen in die Tastatur (=Botschaft an willkürliches Sternensystem) und hoffe, dass ich jemanden aus dem Verwandtenkreis dran habe (= Ziel Planet mit intelligenten Leben, das antwortet) oder ob die Nummer überhaupt vergeben ist á la "Kein Anschluss unter dieser Nummer" (= Botschaft "trifft keinen Planet" und verschwindet in Weiten des Alls).
    Vorher informiere ich mich und rufe zielgerichtet an - notfalls mit Telefonbuch (= beliebiges Sternenverzeichnis). Wenn niemand ran geht, dann später noch einmal (=regelmäßiges Wiederanfunken). Oder die Wohnung steht noch leer (= Planet lebensfreundlich, aber -noch- kein intelligentes Leben)
    Zur Sicherheit hinterlasse ich auf dem AB eine Nachricht oder schicke ne SMS die der Betreffende später lesen kann (dafür fällt mir jetzt adhoc keine Analogie ein )

  6. #16
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    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    Vielleicht findet sich wirklich in Zukunft irgendeine private Organisation die ein Teleskop baut welches hauptsächlich das Wow überprüft. So groß müsste das ja nicht sein. Interessant wäre auch ein Array aus kleinen Teleskopen im Amateurbereich.
    Es ist ein Jammer, daß man auf private Finanzierung hoffen muß, wenn es um die Lösung der interessantesten Frage seit Menschengedenken geht:
    wo und wer sind unsere Nachbarn im All?

    Da die Suche nach einem weiteren Wow-signal vielleicht für die Beteiligten frustrierend sein kann, weil sich über Jahrzente kein Kontakt oder zumindest keine weitere Botschaft ergibt...verstehe ich schon, daß kaum jemand seine akademische Karriere auf ein solches "Abstellgleis" lenken will.....

    Aber die staatlichen Entscheidungsträger müßten doch dieser Frage mehr Aufmerksamkeit widmen... statt dessen werden die Gelder bewilligt für die Lösung (in meinem Verständnis) zweitrangiger Probleme.

    Ideal wäre es, wenn man SETI-Projekte mit anderen astrophysikalischen Fragestellungen koppeln könnte...
    ein junger Forscher würde mit Sicherheit eine Veröffentlichung oder seine Promotion erreichen und hätte nebenbei noch die Chance, daß ihm die größte Entdeckung zufällt (und nicht nur so zufällig wie der Doktorandin Joquelin Bell die Entdeckung des ersten Pulsars)
    Gruß von Ispom

  7. #17
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    Eine Doktorarbeit über ein SETI-Projekt?
    Wie soll das aussehen?

    "Nix gefunden."

    Es ist imho eigentlich konsequent daß man da keine großen Gelder reinsteckt, da die Wahrscheinlichkeit für einen Fund einfach unglaublich niedrig ist.
    Das kann man der öffentlichen Hand auch nicht vorwerfen, die steckt schon so einen Berg Geld in Projekte, die absehbar keinen praktischen Nutzen haben (Großteleskope, Neutrinoteleskope, LHC, etc.).

    Gruß Alex

  8. #18
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    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Es ist imho eigentlich konsequent daß man da keine großen Gelder reinsteckt, da die Wahrscheinlichkeit für einen Fund einfach unglaublich niedrig ist.
    die Wahrscheinlichkeit für eine zufällige Entdeckung, die zufällige Lösung des Problems der Probleme, ist dann aber auch unglaublich niedrig...

    nun sehe ich das ganze eher aus der Sicht eines weltraumbegeisterten Normalbürgers als aus der Sicht eines Wissenschaftlers, dem das Higgs-Teilchen wie ein Heiliger Gral ist, den zu finden es allerhöchsten Einsatz lohnt...

    aber so wie man auch nicht zufällig ein Higgsboson findet
    so werden sich SETI -Erfolge nicht so nebenbei einstellen...
    da sollten wir es doch besser so machen, wie im Roman "Contact" von Carl Sagan

    "wenn wir nicht suchen, werden wir sie niemals finden"
    Gruß von Ispom

  9. #19
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    die Wahrscheinlichkeit für eine zufällige Entdeckung, die zufällige Lösung des Problems der Probleme, ist dann aber auch unglaublich niedrig...
    Wir wissen ja nichtmal, ob überhaupt ein Signal zu uns unterwegs ist. Daher ist das mit anderen schwierigen Suchen (z.B. der nach Ozon auf einem erdgroßen Exoplaneten) nicht vergleichbar. Bei der Exoplanetensuche wird bessere Technik Erfolge bringen. Bei SETI muß das nicht der Fall sein.

    "wenn wir nicht suchen, werden wir sie niemals finden"
    Was nicht heißt, daß wir bei aller Anstrengung die nur denkbar ist überhaupt etwas finden können.

    Es geht hier ja nichtmal um Außerirdische, sondern um ein Signal, das Außerirdische ausgerechnet zu uns geschickt haben und zwar ausgerechnet zu unseren Lebzeiten. Und um das "ob". Und selbst *wenn* man was empfangen würde, könnte man das evtl. gar nicht entziffern. Es gibt ganze Texte alter Kulturen die man bis heute nicht lesen kann.

    Da halte ich die gezielte Förderung von Teleskopen die Exoplaneten untersuchen für weitaus erfolgversprechender, um der "Frage aller Fragen" etwas näher zu kommen.

    Gruß Alex

  10. #20
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    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Da halte ich die gezielte Förderung von Teleskopen die Exoplaneten untersuchen für weitaus erfolgversprechender, um der "Frage aller Fragen" etwas näher zu kommen.
    nunja, solche Teleskope sind Giganten...und erforden gigantische Summen...
    das Overwhelming Large telescope
    war mit über eine Milliarde Euro veranschlagt, hätte real dann aber wohl zwei gekostet
    dafür kannst du einige hundert SETI-Projekte betreiben....

    und...die gezielte Suche nach erdähnlichen Exoplaneten bringt uns nur eine Antwort hinsichtlich der möglichen Existenz von grünem Schleim
    Leben, das ganz andere Umweltbedingungen als die uns vertrauten bevorzugt, wird bei einer solchen Suche gar nicht in Erwägung gezogen....
    Gruß von Ispom

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