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Thema: Prinzipielle Grenzen der Machbarkeit

  1. #111
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    Hi Tom,

    Irgendwo hier im Forum wurde der Verschluss von solchen Lavahöhlen schon mal diskutiert, kann mich nicht mehr erinnern wo....
    Dort was die Rede von Ballons die den Eingang versperren und dann übergossen werden um ein Schott einzubauen... oder so.
    der Vorschlag kam von mir. Es ging um den Bau von Mondbasen...

    Sissy

  2. #112
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    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    der Vorschlag kam von mir.
    http://astronews.com/forum/showthread.php?t=4412

    #3

    Grüße
    SK
    "There must be some way out of here," said the joker to the thief.

  3. #113
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    2.059

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    -Geothermie erhält keine Fördermittel.
    Da stimme ich zu. Soll der Mars noch weiter abkühlen?
    Ja, wenn das, dass Magnetfeld wiederbringt

    mfg

  4. #114
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    Hi Kibo,

    Ja, wenn das, dass Magnetfeld wiederbringt
    wozu brauchst Du das Magnetfeld? Das entstünde, wenn es Konvektionswalzen im unteren Marsmantel gäbe. Zumindest in der Theorie.

    Ein noch kühlerer Mars würde aber solche Konvektionszellen woraus bilden


    CS
    Sissy

  5. #115
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    Hi nochmal,

    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    Es steht ausser Frage, dass wir graben blos wie tief? Ich halte 50 Meter für ganz gut, aber das würde ich nur als langfristiges Ziel betrachten. Je länger wir da sind um so wichtiger wird der Schutz.
    Ich würde Sagen wir graben einfach erstmal gemächlich drauf los und zwar immer senkrecht in den Boden.
    In Äquatornähe gibt es ein paar nette Krater. Ich schlag vor, wir buddeln uns in halber Höhe von den Wänden seitlich rein. Den Abraum nutzen wir für ne Rampe zum Kraterboden und für Rohstoffgewinnung. Aus der Schlacke machen wir "Blähbetonsteine", mit denen wir als erstes den Eingang so sichern, daß Hangrutsche uns nix ausmachen. Anschließend Fundamente für Gewächshäuser legen und Gebäude unten und auf der Ebene damit bauen...

    Lasst uns bevor wir losfliegen erst noch ein paar Satelliten hinschicken, die die Gegend nach Kriterien wie Ressourcen, Sonnenscheindauer, und Sicherheit vor Naturkatastrophen erkunden.
    Die NASA/ESA haben mittlerweile recht gute Geländekarten, da müssen wir nix machen

    Sonnenscheindauer mußt net messen, die kannst ausrechnen. Ist blos von der marsianischen Breite abhängig

    Naturkatastrophen?
    - Meteoriteneinschlag, da kannst nix gegen machen außer in die Tiefe gehen...
    - Staubstürme, die sind für uns harmlos, könnten aber die Energieerzeugung beeinträchtigen

    - Wirbelstürme? fallen weg, die Atmosphäre hat nicht genügend Dichte und gespeicherte Wärme
    - Überschwemmungen? die wird es nicht geben
    - Marsbeben? ohne Plattentektonik/aktiven Vulkanismus gibt es nur wenig Spannung, die sich in Erdbeben entladen kann, kannst knicken

    Hangrutsche könnten gefährlich werden, oder Lavaröhren, bei denen die Decke einstürzt...

    @Sissy
    Noch mal zum Thema überleben im Vakuum, dieser Artikel hier fast das aktuelle Wissen ziemlich seriös zusammen und das steht in einigen Punkten so ein bisschen im Widerspruch zu dem was du geschrieben hast. Schau doch mal drüber und sag uns was du davon hälst.
    sodele, durchgelesen. Prinzipiell seh ich keinen Wiederspruch zu meinen Aussagen.

    Unser Problem wird sein, daß wir nicht in den uns zur Verfügung stehenden 30-60 Sekunden normalen Luftdruck mit Sauerstoffatmosphäre für den Verunglückten herstellen können. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Passiert ein Unfall innerhalb der Luftschleuße oder im Umkreis von wenigen Metern, dann gibts ne Überlebenschance. Aber mit massiven Beeinträchtigungen für den Verunglückten! Denn wir werden auch nicht die Intensivmedizin haben, die wir von der Erde kennen. Das kannst Dir abschminken.

    Organtransplantationen, Operationen am Auge, am Gehirn oder an Herzkranzgefäßen kannst ebenfalls knicken. Wir werden Knochenbrüche richten können, den Blinddarm rausnehmen und nen Zahnarzt brauchen wir auch. Aber alles weitere ist Illusion. Oder jeder Auswanderer muß ne Million Euro zahlen. Dann können wir nen Kernspinthomographen samt Wartungs- und Bedienungspersonal mitnehmen...

    Wenn ein Marsanzug ein "Löchle" durch nen Mikrometeoriten kriegt, das kann man flicken. Ist es vorne, sogar selber. Ein Riß (weil man irgendwo hängengeblieben ist) ist schon problematischer. Da sollte man zu zweit unterwegs sein. Wenn Du hinfällst und Dein Glas vorm Gesicht zerspringt, bist Geschichte. Da nutzt auch ein 2. Mann nix...

    Überhaupt sollten wir es wie die Taucher halten. Draußen immer mindestens zu 2 unterwegs sein, Flickzeugs in Außentaschen dabei und Ersatzsauerstoff in Druckflaschen. Und an allen Anzügen kompatieble Anschlüsse...

    Kommt es zu ner undichten Stelle in unseren Quartieren, müssen wir die Stelle finden. Ventilation abstellen, mit Rauch oder Seifenblasen nach dem Leck suchen. Da haben wir gute Chancen. Und dann eben gut abdichten. Dürfte aber kein Problem sein. Eher erstmal merken, daß langsam Luft wegzischt. Also Luftdruckmesser überall hin und mit ohrenbetäubendem Lärm warnen. Der Lärm muß auch Bewohner im Tiefschlaf wecken!

    Sissy

  6. #116
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    Ja, wenn das, dass Magnetfeld wiederbringt
    Du hast recht. Sofort mit dem Anbohren beginnen!!

    @Sissy:
    http://www.astronews.com/news/artike...0706-002.shtml

    Unser Problem wird sein, daß wir nicht in den uns zur Verfügung stehenden 30-60 Sekunden normalen Luftdruck mit Sauerstoffatmosphäre für den Verunglückten herstellen können.
    Laut Zubrin dauert es Wochen, bis ein großes Habitat völlig leer ist. Ich glaube es war angenommen eine Kugle mit 10 MeterDurchmesser...

    Also sollte man selbst bei einem Loch in einem kleinen Habitat Stunden haben, um das zu verscließen...


    EDIT: Ach so, du meinst im Raumanzug...
    Ok, wie wärs mit sowas wie ner Plastikmurmel... Klingt primitiv, aber: wenn die Luft aus dem Loch strömt, wird auch die Murmel zum Loch hingezogen. Murmel verstopft Loch, Problem gelöst...

    den Blinddarm rausnehmen und nen Zahnarzt brauchen wir auch.
    Nen Zahnarzt wie bei den Römern ne Hufeisenzange und einen Hammer als 'Instrumente'
    Geändert von _Mars_ (22.11.2010 um 14:49 Uhr)

  7. #117
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    Das mit dem Wiederkehren des Magnetfeldes aufgrund der Abkühlung halte ich für nen schlechten Witz.
    Ich meine, die Argumentationskette ist doch: Der Kern kühlt ab, kristallisiert also aus und erwämt damit den flüssigen Teil, der dann konvektiert. Äh hallo, bin ich der einzige der sieht daß sich da die Katze in den Schwanz beißt?
    Zumal man ja davon ausgeht, daß der innere Kern des Mars flüssig ist - wie soll denn da was konvektieren? Die Kristallation wird ja am kühleren Teil einsetzen - also außen. Und wenn diese Schicht dann den inneren Teil erhitzen soll - wie soll es denn dann weiter kristallisieren? Das paßt hinten und vorne nicht zusammen.
    Außerdem ist das Auskristallisieren ein stetiger Prozeß seit 4.5 Milliarden Jahren, da das Ding halt immer kühler wird. Und durchs Kühler-werden und damit verbundene Auskristallisieren treibt es logischerweise auch keine Konvektion wieder an, die durch eben dieses Auskühlen irgendwann mal aufhörte.

    Gegen Marsothermie spricht außerdem daß der Aufwand ungleich höher ist als auf der Erde.
    Geändert von Alex74 (22.11.2010 um 15:28 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #118
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    Ich hab das so verstanden:

    Der Mars, so viel steht fest, ist vollkommen flüssig.

    Nun verfestigen sich an der Grenze zur Kruste Eisenteilchen, die aufgrund ihrer Dichte in den Kern sinken.

    Langsam aber sicher bildet sich so ein fester Kern.

    Beim Erstarren wird wärme frei. Wärme ist Teilchenbewegung, also wird das Flüssige um den festen Kern schneller Konvektion betreiben.

  9. #119
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    Zitat Zitat von _Mars_ Beitrag anzeigen
    ne Hufeisenzange und einen Hammer als 'Instrumente'
    Oha. Dann sag ich mal: Let's rock it!

  10. #120
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    Hi Mars,

    Die Theorie kenn ich.

    Ob der Kern wirklich flüssig ist und welche Temperatur er hat, muß aber erst noch durch Messungen bestimmt werden (Marsbeben künstlich erzeugen und global die Geschwindigkeiten der verschiedenen Wellen messen...).

    Momentan geht die Mehrheit der Planetenwissenschaftler davon aus, daß die Marskruste deutlich dicker ist als die der Erde, dann ein zähplastischer Mantel mit einem abkühlenden Hotspot und innen drinn ein fester Kern.

    Selbst wenn der Mars wieder ein Magnetfeld erzeugen würde, was nützt uns das? Gut, wir könnten eventuell mit nem Kompaß grob Richtungen festlegen. Karten sind aber bereits jetzt genauer als Kompaßpeilungen (wegen den lokal vorhandenen Abweichungen durch "eingefrohrene" Magnetfelder im Gestein (Lava, Eisenansammlungen...))

    Ein Marsmagnetfeld würde weder die Luft noch Meteoriten zurückhalten.

    Laut Zubrin dauert es Wochen, bis ein großes Habitat völlig leer ist...
    richtig, man hat Zeit. Aber auch eine große Oberfläche, die nach Lecks abgesucht werden muß. Und jeder verpuffte Qubiukmeter Luft muß neu produziert werden...

    EDIT: Ach so, du meinst im Raumanzug...
    Ok, wie wärs mit sowas wie ner Plastikmurmel... Klingt primitiv, aber: wenn die Luft aus dem Loch strömt, wird auch die Murmel zum Loch hingezogen. Murmel verstopft Loch, Problem gelöst...
    nette Idee, funzt aber net. Bist schon mal mit nem Steinchen im Schuh spazieren gelaufen?

    Jede Murmel würde auf unsere Haut drücken. Zuerst blos ein leichter Druck, dann Reibung, Hautirritation, Blase, SCHMERZ!

    So kann man nicht vernünftig arbeiten.

    Neeeee, Reparaturflicken in Außentaschen. Einfache, luftdichte, flexieble Gummiflicken, mit Klebstoff und ner abziehbaren Schutzschicht mit Lasche versehen. Geht mit Handschuhen!. Folie an der Lasche packen, abziehen, draufklatschen. Fertig.

    Sissy

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