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Thema: ISS: Pflanzenwachstum im All

  1. #11
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    Hallo MGZ,

    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    c) sollte für eine typische Nutzpflanze kein Problem darstellen. Der Nährstofftransport durch die Kapillaren wird bei nur 1-2 Meter Höhenunterschied kaum von der Schwerkraft beeinflusst. Das Prinzip, dass verdunstendes Wasser in den Blättern für einen Unterdruck sorgt, der Wasser aus dem Boden nach oben saugt, funktioniert ja noch bei Bäumen, die im Extremfall mehr als 100 Meter hoch sein können.
    Nein. Dieser Transport ist eine aktive Leistung solcher Pflanzen und funktioniert nicht rein passiv nur über den Luftdruck. (Auch solche Pflanzen sind an die physikalischen Gesetze gebunden) Hatte ich im Gedächtnis und hier ursprünglich geschrieben und dann nochmal nachgelesen und dann das:
    Zitat Zitat von Wiki
    Pflanzen: In Bäumen und anderen Pflanzen wird das Wasser von den Wurzeln aufgenommen und dann bis in die Krone transportiert, wo es aus den Spaltöffnungen der Blätter (oder Nadeln) verdunstet oder für die Photosynthese benötigt wird. Beim Transport gegen die Schwerkraft wirkt die Verdunstung im oberen Bereich der Pflanze als Sog (Transpirationssog), Kohäsionskräfte des Wassers in der Pflanze verhindern ein Abreißen des Flüssigkeitsstroms, und der Kapillareffekt begünstigt mit dem osmotischen Effekt (Wurzeldruck) den Aufstieg [1]. Nach neuen Erkenntnissen können Bäume maximal 130 Meter hoch werden, da dann der osmotische Druck zusammen mit den Kapillarkräften nicht mehr ausreicht, die Schwerkraft zu überwinden
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kapilla...he_Anwendungen dazu gefunden. Hat sich also einiges Verändert, seit ich das Letzte mal davon 'gehört' habe.



    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Im Prinzip ist die Schwerelosigkeit in Wasser übrigens die Gleiche wie die, die man auch im Weltraum empfindet, solange man nur die gleiche Dichte wie das umgebende Wasser hat.
    Das ist falsch! Ich hatte den für jeden empfindbaren Unterschied bereits beschrieben. Es gibt noch weitere, für jeden sichtbare Unterschiede, z.B. eine Kerzenflamme. http://www.astronews.com/frag/antwor...frage1013.html Sie funktioniert in der Schwerelosigkeit nicht so gut, (obwohl es Dichteunterschiede zwischen Luft und Verbrennungsgasen gibt)

    Unser Gleichgewichtssinn bekommt in der Schwerelosigkeit (im freien Fall) keine Information darüber, wo Oben und Unten ist. Diese Orientierung funktioniert im Gegensatz zum freien Fall, unter Wasser noch genau so gut, wie auf der Erdoberfläche.

    Diese reine Sinnesinformation (die uns z.B. in die Lage versetzt auch völlig blind zu wissen, in welcher Richtung die Wasseroberfläche ist) könnte man ja noch als verzichtbaren Luxus betrachten, aber Pflanzen wachsen, entgegen der hier schon geäußerten Meinung, keineswegs nur durch die Information ‚Licht‘ in die für sie richtige Richtung. (Wie sollte Spargel das z.B. hin kriegen?) Sie orientieren sich nach der Schwerkraft. Diese Art der Orientierung scheint etwas sehr elementares zu sein. Ich bin nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet, aber die Vermutung liegt nahe, daß zumindest Mehrzeller ihre Wachstumsentscheidungen (Was werden die Arme, was werden die Beine, z.B.) durch den Einfluß der Schwerkraft, zumindest auslösen.

    Diese Forschung ist äußerst interessant, da sie uns die Möglichkeit eröffnet solche grundsätzlichen und entwicklungsgeschichtlich recht alten Problemlösungen genauer experimentell zu untersuchen. Es ist meiner Meinung nach nicht abwegig, wenn man bis zum besseren Wissen davon ausgeht, daß hier von der Natur Lösungsstrategien entwickelt wurden, die für alle Mehrzeller im Prinzip den gleichen 'Mechanismus' nutzen – die Schwerkraft.


    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Ein Embryo sollte theoretisch genauso wachsen wie auf der Erde.
    das würde ich, zumindest in der Schwerelosigkeit, nicht riskieren.


    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Es sei denn, er hat gewisse zelluläre Sensoren, die die Richtung der Schwerkraft bestimmen und daraus Parameter für das Wachstum ableiten. Das könnte zum Beispiel ein Mechanismus sein, der die Lage des Ungeborenen vor der Geburt steuert.
    davon sollte man zunächst mal aus gehen.


    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht ist der Mechanismus auch völlig anders.
    bis man das weiß, wird man noch viel forschen müssen, denke ich.


    Vielleicht hat ja Mahananda dazu bessere Informationen?

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (11.07.2010 um 02:17 Uhr)

  2. #12
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    Guten Morgen,
    Es ist erstaunlich! Auch nach langer Suche im Internet bin ich nicht an Informationen rangekommen, welche die Entwicklung von Tieren in der Schwerelosigkeit betreffen. Das muss doch schon wenigstens im Ansatz erforscht worden sein! Man hat doch bestimmt schon mal 2 Ratten oder so mit auf die ISS genommen und sich vermehren lassen...
    Wenn wer was findet bitte bescheid sagen, ich bin brennend interessiert!

    mit besten Grüßen

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