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Thema: Lavaröhre im Mond

  1. #11
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    Es gibt kaum natürliche Materialien, die wirklich gasdicht sind. Um gasdichte Verkleidungen der natürlichen Felswände wird man nicht herumkommen.
    Naja, aber geschmolzenes Gestein sollte doch relativ dicht sein....? Nur ein Tunnel sollte nicht einen Zweig nach draußen haben oder ein kleines Loch nach oben...


    Eins fällt mir ein:
    Schaum aus Kunstharz schmilzt bzw. zersetzt sich schon ab 100-300°C je nach Material...
    Wasserstoff und Kohlenstoff aus dem Kunststoff dissozieren und gehen in die Mondexosphäre, um dann vom Sonnenwind vertragen zu werden...

    Aber es gibt so ein aufgeschäumtes Aluminium, evt klappt das besser...

    Theoretisch würde auch Regolith, den man übers Plastik schüttet, schon helfen.... Würde einiges an UV-Strahlung abhalten


    http://de.wikipedia.org/wiki/Metallschaum


    Was eine Röhre brächte? Dauerhafte Besiedelung, Sicherheit durch In-Situ-Ressource Utiliation, ständiger Zugang zur Oberfläche mit eigener Sauerstoffproduktion, Meteoritenschutz,.... Außerdem erhielte man die Möglichkeit, Proben von fast jede beliebigen Tiefe zu finden... Und rießige Räume, die unter Druck stehen...
    Geändert von _Mars_ (17.05.2010 um 14:03 Uhr)

  2. #12
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    Zitat Zitat von _Mars_ Beitrag anzeigen
    Was eine Röhre brächte? Dauerhafte Besiedelung, Sicherheit durch In-Situ-Ressource Utiliation, ständiger Zugang zur Oberfläche mit eigener Sauerstoffproduktion, Meteoritenschutz,.... Außerdem erhielte man die Möglichkeit, Proben von fast jede beliebigen Tiefe zu finden... Und rießige Räume, die unter Druck stehen...
    Will man so etwas aufbauen, muss man eine Möglichkeit finden Kunststoffe vor Ort zu produzieren. Da stellt sich die Frage, wo hat man die nötigen Rohstoffe räumlich nahe verfügbar, und wie groß und aufwändig ist solch eine chemische Fabrik?

  3. #13
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    Will man so etwas aufbauen, muss man eine Möglichkeit finden Kunststoffe vor Ort zu produzieren.
    Nee ne


    Kunststoffharz ist einfach zu handhaben und dehnt sich beim härten etwas aus.

    Eine Fabrik bräuchte man nicht, nur 2 Fässer (Tanks) je einen mit dem Mittel und einen mit dem Härter....

    Wieso eine Fabrik? Wegen einem Verschlussdeckel? Den kann man mitnehmen, das Material wiegt nicht viel und verbraucht auch kaum Platz...

  4. #14
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    Hi all,

    Ich denke, bei der Besiedelung des Mondes werden mehrere Faktoren zu berücksichtigen sein:

    - nicht alle Eier in einem Korb (damit die Menschheit net ausstirbt)
    - Auswanderwillige, die von der Erde die Nase voll haben
    - "Luxusaufenthalt" für (schwerreiche) Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie
    - Allergiker
    - Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    - Gehbehinderungen
    - medizinisches Personal
    - technisches Personal
    - Farmer/Gärtner
    - Forscher

    Mit unseren derzeitigen technischen Möglichkeiten sicherlich noch Utopie, aber wer weiß, wie es in 50 oder 100 Jahren ausschaut?

    Das ist einfach der Drang de Menschen, sich in Neuland vorzuwagen.

    Auf dem Mond haben wir hauptsächlich Gestein, da draus kann man viel extrahieren, wenn genügend Energie bereitsteht. Und Energie in Form von Sonnenstrahlung hats auf dem Mond allemal. Dort gibts kein "Schlechtes Wetter" (Wolken, Regenstürme, Überschwemmungen...) Dafür 14 Tage Nacht am Stück, Sonneneruptionen und ab und zu nen Mikrometeoriten. Man braucht also gute Energiespeicher, um über die Nächte zu kommen.

    Mein Vorschlag: Zuerst mit unbemannten Sonden dünne Metallfolien, Werkzeug, Wasser, Energiespeicher und Lebensmittel raufschießen. Dann mit bemannten Sonden (ohne Rückkehrmöglichkeit) Techniker und Farmer raufbringen, Sonnenspiegel herstellen, Solarkraftwerke samt Speicher bauen. Vorhandene Höhlen zu primitiven Wohnquartieren ausbauen, Gewächshäuser anlegen. Und dann Auswanderer ohne Rückfahrtticket suchen. Ich bin überzeugt, da melden sich genügend Leute. Aus denen sucht man sich die entsprechenden Spezialisten und auch "Generalisten" aus. Die müssen diverse Eigenschaften haben:
    - sozial verträglich sein (hohe Toleranzfähigkeit)
    - gute Allgemeinbildung haben
    - mehrere Fähigkeiten (Talente, Berufsausbildung, Hobby)

    Wenn die ersten Siedlungen autark sind in Punkto Lebensmittel- Wasser- und Sauerstofferzeugung, kann man weitere Leute aufnehmen.

    Aber jeder, der hochgeht, muß sich drüber im Klaren sein, daß es ein "oneway-trip" ist.

    Ich würde so eine Siedlung dicht an den Polen der uns zugewandten Mondoberfläche ansetzen. Dann kann man auch auf der Mondrückseite Solarkraftwerke bauen, die während der Nacht auf der uns zugewandten Seite Sonnenlicht bekommen und so Energie liefern können. Beim weiteren Ausbau kann man dann auch weiter weg von den Polen bauen.

    Rohstoffe (Metall) kann man an den Stellen schürfen, an denen es in der Vergangenheit Vulkanismus auf dm Mond gab. Dort sollten Erze angereichert sein...

    Und ehe jetzt wer verbal auf mich einprügelt: Ja, ich bin hoffnungslos romantisch. Ich würde so ne Auswanderung sofort mitmachen.

    Sissy

  5. #15
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    Mit unseren derzeitigen technischen Möglichkeiten sicherlich noch Utopie, aber wer weiß, wie es in 50 oder 100 Jahren ausschaut?
    Ich lese gerade 'Limit' und obwohl vieles nur fiction ist, stimmt eines schon: Mit einem Space Elevator kann man hunderte Tonnen billig zum Mond schicken....

    Dann wäre das alles möglich...

  6. #16
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    Gibrt es egentlich auch im Gebiet Österreich-Deutschland-Schweiz solche Lavaröhren?

    Oder nur in Hawaii?

  7. #17
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    Hi Mars,
    Gibrt es egentlich auch im Gebiet Österreich-Deutschland-Schweiz solche Lavaröhren?

    Oder nur in Hawaii?
    soweit mir bekannt, brauchts ne spezielle Sorte Lava (Basaltlava). Die muß dünnflüssig sein und die Fördermenge recht hoch. Das sind normalerweise Laven, die wenig Gas- und Silikatanteil haben. Also "Hotspot-Laven". Die gibt es normalerweise bei Schildvulkanen, Hawaii, Island, Australien, Teneriffa...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lavar%C3%B6hre

    Im deutschsprachigen Raum ist mir keine bekannt. Bei uns gab es nur wenige Schildvulkane, die solche Laven gefördert haben (Kaiserstuhl, Vogelsberg, Eisenberg...). Solche Lavaröhren haben ne relativ dünne Decke, durch Erosion stürzen die meist innerhalb von 10-20 tausend Jahren ein. Da unsere Vulkane sehr alt sind, hat die Erosion schon alle vorhandenen Lavaröhren längst platt gemacht ...

    "Unsere" Vulkane entstanden fast alle im Zuge des Zusammenstoßens von Afrikanischer Platte mit der Europäischen, als die Alpen vor 50 Millionen Jahren angefangen haben, sich aufzutürmen und nördlich den Alpen Vulkane ausbrachen, die zähflüssige Lava (mehrmals recyceltes Mantelgestein) ausspuckten.

    Die jüngsten vulkanischen Aktivitäten gabs vor rund 13 tausend Jahren in der Eifel und in Frankreich (Auvergne).

    http://www.vulkanwelt.com/frankreich-vulkane.html

    In der Eifel kam heißes Magma mit Grundwasser in Kontakt und es entstanden sehr explosive Ausbrüche. Dabei entstanden die ganzen Maare...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkaneifel

    Wenn Du so ne Lavaröhre angucken willst, empfehle ich Dir nen Urlaub auf den Kanarischen Inseln. Ist gut und günstig zu erreichen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cueva_del_Viento

    Oder Italien. Am Ätna hats auch solche Lavagänge.

    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84tna
    http://www.rainer-olzem.de/99.html

    Sissy

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