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Thema: Lavaröhre im Mond

  1. #1
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    Standard Lavaröhre im Mond

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    Moin,

    Da erkaltete Lavaröhren, die man am Mond gefunden hat als bemannte Station am Mond im Gespräch sind:

    Man will diese ja mit Gasen füllen, damit man eine 'gute Atmosphäre' darin hat...

    Wie könnte man diese verschließen, dass nichts rauskommt? Ich glaube, die hattn doch ca. nen Durchmesser von 65 Metern... Also ein überdimensionierter Kanaldeckel mit Luftschleuse in der Mitte??

    Und, sind diese überhaupt dicht?

  2. #2
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    Standard Mr Laforge geben sie Gas!

    Dies sagte einst Captn. J. L. Paccard zu Geordi Laforge.

    Die Lavaröhren verschließen die dann mit Kraftfeldern.

    Denn bis wieder Menschen da oben hoch gehen haben wir diese.
    Hihihihihi.

    Also, bitte, es nicht so ernst nehmen.
    Tom

  3. #3
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    Standard

    Hi Tom,

    Dies sagte einst Captn. J. L. Paccard zu Geordi Laforge.
    Die Lavaröhren verschließen die dann mit Kraftfeldern.
    Denn bis wieder Menschen da oben hoch gehen haben wir diese.
    Hihihihihi.
    dem Lacher schließ ich mich an. ...

    Aber falls wir bis in ein paar Jahrzehnten doch noch keine Kraftfelder generieren konnen, würde ich einfach nen "Großen Ballon" im Inneren de Lava-Röhre aufblasen, der schmiegt sich ans Gestein, dann nen 2. Ballon aufblasen und in den Zwischenraum Schaumstoff (Fensterabdichtmasse) reinkippen und hart werden lassen.

    Sollte funktionieren, oder???

    Sissy

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Sollte funktionieren, oder?
    Ja.

    Respekt, wäre ich nicht drauf gekommen.

    SK
    "There must be some way out of here," said the joker to the thief.

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von Schmidts Katze Beitrag anzeigen
    Ja.
    Vorher bitte noch Versicherungsvertretern, Immobilienmaklern, Politikern, Werbeagenten und ähnlichem Gedöhns Einlass gewähren.
    Und dann die Schleuse vergessen
    cs, Frank
    frank-specht.de

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Hi Tom,



    dem Lacher schließ ich mich an. ...

    Aber falls wir bis in ein paar Jahrzehnten doch noch keine Kraftfelder generieren konnen, würde ich einfach nen "Großen Ballon" im Inneren de Lava-Röhre aufblasen, der schmiegt sich ans Gestein, dann nen 2. Ballon aufblasen und in den Zwischenraum Schaumstoff (Fensterabdichtmasse) reinkippen und hart werden lassen.

    Sollte funktionieren, oder???

    Sissy
    Das ist mal ne echt gute Idee, finde ich. Wenn man allerdings bei zwei hintereinander liegenden Ballons den Zwischenraum füllt, erhält man im Schnitt eine konvexe Form, das ist drucktechnisch nicht so schön. Besser wäre es, zwei ineinander liegende Ballons zu nehmen, den inneren aufzupumpen und danach den Zwischenraum zu füllen. Der nach innen zur Röhre liegende Teil hätte dann die statisch beste Form um den Druck auszuhalten.

  7. #7
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    Standard

    Hi Frankie,

    Besser wäre es, zwei ineinander liegende Ballons zu nehmen, den inneren aufzupumpen und danach den Zwischenraum zu füllen. Der nach innen zur Röhre liegende Teil hätte dann die statisch beste Form um den Druck auszuhalten.
    So hab ich das gemeint, hab mich schlecht ausgedrückt. Und vor dem Aufblasen vom 1. Ballon, könnte man den "Boden" noch ein bissy begradigen und runtergebrochenen Schutt entfernen. Auf der Erde sind die Lavagänge am Boden recht glatt, sollte auf dem Mond eigentlich auch so sein.

    Alle 50 Meter ne Druckschleuse einbauen (zwecks der Sicherheit), seitlich Kammern aus dem Gestein hauen, ebenfalls mit Ballons abdichten/isolieren und schon hat man eine Struktur, in der es einen Verbindungsgang gibt, seitlich Wohneinheiten, Labors, Gewächshäuser, was immer man möchte...

    Man könnte auch nen flachen Krater nehmen, da "Häuser" und Verbindungstunnels reinbauen, anschließend von der Oberfläche rund um den Krater Rheolit holen, drüberkippen, mattenförmige Kunststoffballons ausbreiten, mit Schaummasse füllen, wieder ne Schicht Rheolit, nochmal ne Matte mit Schaum. Am Schluß ist der Krater ebenmondig aufgefüllt und die Decke schützt vor Strahlung, vor Mikrometeoriten und vor Druckabfall...

    Mit starken Lasern könnte man die oberste Schicht sogar soweit aufheizen, daß ne Glasartige Schicht entsteht...

    Oder man geht in einen großen Krater, bohrt dort Löcher in die Wand und baut so in den Fels rein...

    Sissy

  8. #8
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    29

    Standard

    Hallo liebe Mondreisende

    Der Teufel steckt im Detail. Ich fürchte, so einfach wird das nicht funktionieren. Es erinnert mich an die Kurzform von Schillers Glocke:

    "Loch in Erde, Bronze rin,
    Glocke fertig, bimm, bimm."

    Ich habe lange Jahre in der Industrie mit Hochvakuum gearbeitet. Es gibt kaum natürliche Materialien, die wirklich gasdicht sind. Um gasdichte Verkleidungen der natürlichen Felswände wird man nicht herumkommen.

    Wie groß soll das Habitat denn sein? Wieviel Tonnen Baumaterial, Wasser, Luft, Lebensmittel, Ausrüstungen bräuchte man für so ein Vorhaben. Die Transportkosten zum Mond sind ja nicht nur Spielgeld. Wer soll das finanzieren und warum sollte das überhaupt jemand tun?

    Wie steht es mit der Eigenversorgung der Bewohner hinsichtlich Wasser, Sauerstoff, Lebensmitteln, was ist mit den Fäkalien? Schon auf der Erde ist ja die Ecosphere gescheitert.

    Wie groß muß eine Gruppe mindestens sein, wie ist sie zusammengesetzt, damit sich die Mitglieder nicht nach zwei Monaten an die Gurgel springen? (Mal kurz am Wochenende nach Hause fahren ist ja nicht möglich)

    Ohne hohen Energieeinsatz wird das nicht autark laufen. Was für eine Energiequelle soll benutzt werden? Wie wird man die Abwärme in dieser Isolierkanne wieder los?

    Das sind nur einige Dinge, die mir spontan einfallen. Alle diese Dinge und mit Sicherheit noch viele andere Fragen mehr sollte man erst mal an einem Modellprokekt in natürlicher Größe auf der Erde über mehrere Jahre testen.

    Was sollen diese Troglodyten in ihrer Wohnhöhle eigentlich tun? Wozu braucht man die stetige Anwesenheit von Menschen auf dem Mond? Das ins Auge gefasste Mondteleskop läßt sich auch von der Erde aus steuern. Der Abbau von Bodenschätzen, soweit überhaupt vorhanden, erscheint ja nicht grundsätzlich unmöglich. Es müßten aber schon ganz exotische und höchst wertvolle Mineralien sein, die die Transportkosten zur Erde überhaupt lohnen.

    Tja, ich weiß. Ich bin ein Miesepeter.

    Freundliche Grüße ... Diethard.

  9. #9
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    94

    Standard

    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Mondreisende
    Wie groß muß eine Gruppe mindestens sein, wie ist sie zusammengesetzt, damit sich die Mitglieder nicht nach zwei Monaten an die Gurgel springen? (Mal kurz am Wochenende nach Hause fahren ist ja nicht möglich)
    Schick Big Brother auf den Mond. Die springen sich zwar nach wenigen Tagen schon an die Gurgel, aber das System funktioniert ja scheinbar trotzdem... ;-)

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard

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    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Mondreisende
    Hallo...
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Der Teufel steckt im Detail. Ich fürchte, so einfach wird das nicht funktionieren. Es erinnert mich an die Kurzform von Schillers Glocke:

    "Loch in Erde, Bronze rin,
    Glocke fertig, bimm, bimm."
    Tja und genau so werden die ersten Gußversuche auch abgelaufen sein...
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Ich habe lange Jahre in der Industrie mit Hochvakuum gearbeitet. Es gibt kaum natürliche Materialien, die wirklich gasdicht sind. Um gasdichte Verkleidungen der natürlichen Felswände wird man nicht herumkommen.
    Davon ist auszugehen. Aber Folie ist grundsätzlich leicht zu transportieren und relativ dicht herzustellen.
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Wie groß soll das Habitat denn sein? Wieviel Tonnen Baumaterial, Wasser, Luft, Lebensmittel, Ausrüstungen bräuchte man für so ein Vorhaben. Die Transportkosten zum Mond sind ja nicht nur Spielgeld. Wer soll das finanzieren und warum sollte das überhaupt jemand tun?
    Baumaterial hats da oben in Masse, Wasser wurde gerade gefunden, Sauerstoff und Wasserstoff läßt sich daraus extrahieren (Luft und zur Lagerung damit Brennstoffzellen die kontinuierliche Energieversorgung sicherstellen), Lebensmittel kann man in "Gewächshäusern" züchten, Ausrüstung käme anfangs von der Erde. Warum das Ganze? Weil eine funktionierende Mondbasis die Raumfahrt um ein vielfaches effizienter machen würde.
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Wie steht es mit der Eigenversorgung der Bewohner hinsichtlich Wasser, Sauerstoff, Lebensmitteln, was ist mit den Fäkalien? Schon auf der Erde ist ja die Ecosphere gescheitert.
    Fäkalien sind sogar sehr sehr wichtig, nämlich im Zusammenhang mit Gewächshäusern. Ich könnte mir vorstellen daß das mal das wichtigste und rarste Gut auf dem Mond sein wird.
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Wie groß muß eine Gruppe mindestens sein, wie ist sie zusammengesetzt, damit sich die Mitglieder nicht nach zwei Monaten an die Gurgel springen? (Mal kurz am Wochenende nach Hause fahren ist ja nicht möglich)
    Na ja der Mensch hat sich schon auf mehrjährige Weltumsegelungen in winzigen "Habitaten" eingelassen, MARS500 startet gerade. Professionelle Basher werden da hoffentlich vorher aussortiert :-)
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Ohne hohen Energieeinsatz wird das nicht autark laufen. Was für eine Energiequelle soll benutzt werden? Wie wird man die Abwärme in dieser Isolierkanne wieder los?
    Sonnenenergie ist reichlich vorhanden, im Zusammenhang mit vorhandenem Wasser und Brennstoffzellen also im Grunde kein Problem. Bei Abwärme fällt mir das Prinzip der Batterien des Mondautos ein: Speicherung in einem Paraffinblock. Aber zur Abwärme würde ich gerne mal mehr hören (anybody?)
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Das sind nur einige Dinge, die mir spontan einfallen. Alle diese Dinge und mit Sicherheit noch viele andere Fragen mehr sollte man erst mal an einem Modellprokekt in natürlicher Größe auf der Erde über mehrere Jahre testen.
    MARS500 für soziales, ECOSPHERE für technisches... wir sind ja schon dabei :-)
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Was sollen diese Troglodyten in ihrer Wohnhöhle eigentlich tun? Wozu braucht man die stetige Anwesenheit von Menschen auf dem Mond? Das ins Auge gefasste Mondteleskop läßt sich auch von der Erde aus steuern. Der Abbau von Bodenschätzen, soweit überhaupt vorhanden, erscheint ja nicht grundsätzlich unmöglich. Es müßten aber schon ganz exotische und höchst wertvolle Mineralien sein, die die Transportkosten zur Erde überhaupt lohnen.
    z.B. Betrieb einer Basis für effizienten Raumflug, die Bodenschätze aber sicher nur für den Eigenbedarf. Der Mond hat wenig schwere Elemente, er besteht fast nur aus dem früheren Mantelgestein der Erde (...ist das eigentlich sicher oder nur Annahme? Weis das jemand?).
    Zitat Zitat von Diethard Beitrag anzeigen
    Tja, ich weiß. Ich bin ein Miesepeter.

    Freundliche Grüße ... Diethard.
    Nein, das fragen sich sicher viele Leute ;-)

    Grüße auch,
    Frankie

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