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Thema: Sammlung von Gründen für Leben auf einem Planeten

  1. #1
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    Standard Sammlung von Gründen für Leben auf einem Planeten

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    So, wir probieren hier mal zu sammeln, wo sich überhaupt Leben entwickeln könnte.

    für Leben:
    - der Planet müsste sich in einer (von mehreren) Lebenszone(n) befinden
    - der Planet sollte einen Gasriesen wie Jupiter haben, der viele der größeren Brocken vom Planeten abhält, oder aber es müsste sich um einen Mond eines solchen jovanischen Gebildes oder braunen Zwerges handeln.
    - der Planet sollte eine stabile Umlaufbahn um den Stern haben.
    - aufbau eines nicht zu hohen, aber auch nicht zu geringen Treibhauseffektes
    - nicht zu starke Gravitation
    - Wasser oder ähnliche Moleküle, die Leben spenden könnten (Methan?)
    - Atmosphäre
    - Magnetfeld, das auch hochenergetische Strahlung filtert
    - nicht zu geringe, nicht zu schnelle Eigenrotation
    - Rotation mit den Spiralarmen bei SCheibengalaxien, damit nicht durch Sternentstehungsgebiete geflogen wird.
    - Stern sollte sich nicht in einem Sternentstehungsgebiet befinden, damit Supernovae in näherer Umgebung nicht zu Katastrophen führen könnten.
    - der Stern müsste bestenfalls ein G - Stern sein. (zu klein: Eigenrotationshemmung in d. Lebenszone; zu groß: Stern explodiert viel zu schnell, um Leben auszubilden)
    - der Stern müsste in einem Bereich liegen, wo nicht zu viel und nicht zu wenig schwere Elemente vorhanden sind (bei Scheibengalaxien: nicht zu sehr im Zentrum, da dort zu viele MEtalle sind, nicht zu sehr außen, da dort zu wenige sind)
    - kein Hot Jupiter, da er durch seine Wanderung sämtliche Planeten angezogen, oder aus der Umlaufbahn katapultiert hätte.
    - ideal sollte sich ein solcher Planet nicht in einem Mehrfach- Oder Doppelsternsystem aufhalten, da dort stabile Planetenbahnen äußerst kompliziert sind

    Für Intelligentes Leben:
    - Planetare Einigung, damit diese Intelligenzen überhaupt Vorraussetzung haben, große Projekte zu realisieren, wie sie die Menshcheit (noch) nicht realisieren kann - außerdem schützt eine Einigung vor einem atomaren Holocaust.
    - mehrere naturkatastrophen wie detonationen großer asteoriden, die dafür sorgen, dass primitives oder zerstörerisches leben ausgelöscht wird und die die evolution vorantreiben. denn, aus der geschichte der erde wissen wir, dass sich nach solchen katastrophen, bzw. nach neuen anpassungsbedingungen, immer ein höheres Leben entsteht als davor.


    Bitte nennt weitere Gründe oder korrigiert Gründe, die Möglicherweise falsch sein könnten.
    Geändert von Hagelnacht (20.10.2005 um 14:53 Uhr)

  2. #2
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    Standard Vielleicht sind Katastrophen evolutionsfördernd ?

    Wer weiss, ob sich die Säugetiere je unter der Herrschaft der Dinosaurier hätten weiterentwickeln können ? Vielleicht brauchte es so ein gewaltiges Artensterben, damit eine "weniger starke", aber insgesamt "bessere" DNA nicht sofort wieder zerstört wurde, sondern Fuss fassen konnte ?

    Und wenn der homo sapiens atombombiensis zusammen mit dem homo sapiens treibhauseffecitis die Erde in 200 Jahren irreversibel zerstört hat - vielleicht wäre es dann besser gewesen, wenn eine grosse Katastophe diese gefährlichen Lebewesen rechtzeitig ausgerottet hätte ?

  3. #3
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    daran hab ich auch schon gedacht, du hast vollkommen recht.
    dieser jupiter, den ich eingebaut habe, der brocken von dem planeten vernhält, spricht, natürlich nur angedacht, von großen brocken. diese großen brocken, die nach gewissen zeiten auf die planeten schlagen, sorgen für solche wellen. wo bei es einer homo "sapiens sapiens" -> *hüstel* atombombiensis durchaus gelingen würde, durch eben solche atombomben, diesen brockendetonation zu verhindern. dieser effekt der atombombiensis-vertilgung wird in dem welteinigungsaspekt angesprochen, ich werde aber den auslöschungseffekt, der für eine evolutionär bedingte entwicklung sorgt, in die liste hinzufügen.

  4. #4
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    Die Auflistung ist IMHO nicht schlecht, allerdings etwas anthropozentrisch / solzentrisch (=auf die Bedingungen unseres Systems genormt).

    Leben könnte sich durchaus auch auf grossen Monden entwickeln, dann entfällt z.B. die Bedingung, dass wir einen grossen Gasriesen brauchen, der Kometen etc. ablenkt.

    Ein G-Stern muss auch nicht sein, späte F-Sterne und die meisten K-Sterne kommen ebenso sehr in Frage.

    Der HotJupiter ist nicht wegen den Temperaturschwankungen gefährlich (die wären minimal, da der Planet das Sternlicht bloss um wenige % für einige Stunden dimmen würde), sondern weil er eben nicht dort entstanden ist - er ist von aussen nach innen gewandert, und alle Planeten, die er dabei "überholt" hat, wurden wohl entweder in die Sonne oder in den interstellaren Raum geschleudert.

    Dass es keine intelligenten, zivilisatorischen Unterwasserlebewesen geben kann, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Sie werden andere Mittel und Wege finden, und nicht unbedingt mit Strom experimentieren... (vielleicht als Waffe, wer weiss...)

    Und ohne äussere Bedrohung wirds auch keine planetare Einigung geben. Staaten reflektieren die Bedürfnisse der Bürger, und wo kein gemeinsames Bedürfnis ist, da ist auch keine Einigung. Ausserdem sind riesige Organisationen träge und ineffizient. Ich würde eher erwarten, dass ein privates Unternehmen den ersten interstellaren Raumflug unternimmt, als eine staatliche Organisation.

    Natürlich braucht es einen Selektionsdruck auf die Lebewesen (sonst gibt es keine Evolution, kein Leben), doch der kann auch noch von vielen anderen Faktoren kommen als "nur" von Kometen und Asteroiden. So gibt es Supervulkanausbrüche, Erdbeben, Klimakatastrophen... etc.
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Bynaus
    Ein G-Stern muss auch nicht sein, späte F-Sterne und die meisten K-Sterne kommen ebenso sehr in Frage.
    Ich sagte BESTENFALLS, ich hatte auch mit ähnlichen Spektraltypen gerechnet.
    Zitat Zitat von Bynaus
    Der HotJupiter ist nicht wegen den Temperaturschwankungen gefährlich (die wären minimal, da der Planet das Sternlicht bloss um wenige % für einige Stunden dimmen würde), sondern weil er eben nicht dort entstanden ist
    Stimmt, da war mal was.
    Zitat Zitat von Bynaus
    Und ohne äussere Bedrohung wirds auch keine planetare Einigung geben. Staaten reflektieren die Bedürfnisse der Bürger, und wo kein gemeinsames Bedürfnis ist, da ist auch keine Einigung. Ausserdem sind riesige Organisationen träge und ineffizient. Ich würde eher erwarten, dass ein privates Unternehmen den ersten interstellaren Raumflug unternimmt, als eine staatliche Organisation.
    Ja, das ist klar. Aber hinterher müsste es eine Einheit geben, da sich sonst die großen Weltblöcke zerstören würden. Diese Bedrohung, die du da ansprichst, wird z.B. auch in vielen Sciencefiction-Büchern erwähnt und schildert als eine der wenigen Sachen, wo ich Scifi Recht gebe, eine realistische Tatsache. Es muss eine Bedrohung geben, die solche "Menschheiten" zusammenschweißt, um intelligente (ich bezeichne hierbei unsere Menschheit nicht als intelligent)
    [/QUOTE]
    Zitat Zitat von Bynaus
    Natürlich braucht es einen Selektionsdruck auf die Lebewesen (sonst gibt es keine Evolution, kein Leben), doch der kann auch noch von vielen anderen Faktoren kommen als "nur" von Kometen und Asteroiden. So gibt es Supervulkanausbrüche, Erdbeben, Klimakatastrophen... etc.
    Ich hatte ja auch ein z.B. dort hingesetzt, soweit ich weiß. Auch in meinem letzten Kommentar hatte ich das geschrieben. Dass ich hierbei sehr egozentrische Gründe verwendet habe, ist äußerst klar, weil ich mich als Mensch nicht direkt herausdenken kann.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Hagelnacht
    durch eben solche atombomben, diesen brockendetonation zu verhindern
    Das wird er kaum tun: Lieber lässt man EINEN grossen Brocken kontrolliert abstürzen und evakuiert das betroffene Gebiet weiträumig als dass ZEHNTAUSENDE mittelgrosse Brocken weltweit verstreut abstürzen, von denen man nicht weiss, wo genau sie runterkommen und die obendrein noch radioaktiv verseucht wären !


    Zitat Zitat von Bynaus
    wurden wohl entweder in die Sonne oder in den interstellaren Raum geschleudert.
    An dieser Stelle sei auf mein Buch "Die Herkunft der tiefgefrorenen Menschen auf Sedna" verwiesen
    Geändert von ralfkannenberg (20.10.2005 um 15:35 Uhr)

  7. #7
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    Aber hinterher müsste es eine Einheit geben, da sich sonst die großen Weltblöcke zerstören würden.
    Nicht unbedingt. Der Kalte Krieg hat gezeigt, dass sich grosse Weltblöcke nicht unbedingt kriegerisch zerstören müssen. Es kann auch ein "Gleichgewicht des Schreckens" entstehen, bei dem keiner der grossen Weltblöcke den anderen angreift, da die gegenseitige Vernichtung in diesem Fall gewährleistet ist.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Das wird er kaum tun: Lieber lässt man EINEN grossen Brocken kontrolliert abstürzen und evakuiert das betroffene Gebiet weiträumig als dass ZEHNTAUSENDE mittelgrosse Brocken weltweit verstreut abstürzen, von denen man nicht weiss, wo genau sie runterkommen und die obendrein noch radioaktiv verseucht wären !
    Natürlich zündet man diese Atomwaffen schon früher. Die würdeen den Brocken ja nur ablenken können. Ein Brocken, der groß genug ist, eine Zivilisation zu vernichten, lsst sich ja auch nicht in Brocken vernichten.

    Zitat Zitat von Bynaus
    Nicht unbedingt. Der Kalte Krieg hat gezeigt, dass sich grosse Weltblöcke nicht unbedingt kriegerisch zerstören müssen. Es kann auch ein "Gleichgewicht des Schreckens" entstehen, bei dem keiner der grossen Weltblöcke den anderen angreift, da die gegenseitige Vernichtung in diesem Fall gewährleistet ist.
    Naja, unter solchen bedingungen könnte kein wirklich intelligentes Volk leben.
    Eys könnte unter solchen Umständen kein Generationenschiff gebaut werden, weil dafür die Ressourcen viel zu knapp wären. Man muss einen ganzen Planeten voller Ressourcen zur Verfügung haben, um große Projekte zu realisieren. Außerdem ist die Forschung bei mehreren Machtblöcken immer auf Krieg und deren Abwehr fixiert, nicht so bei einem weltdominierenden Volk. Es kann in Forschung "investieren", die die Zivilisation weiterbringt, in zivile nicht militante Forschung.
    Geändert von Hagelnacht (20.10.2005 um 18:19 Uhr)

  9. #9
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    Eys könnte unter solchen Umständen kein Generationenschiff gebaut werden, weil dafür die Ressourcen viel zu knapp wären. Man muss einen ganzen Planeten voller Ressourcen zur Verfügung haben, um große Projekte zu realisieren. Außerdem ist die Forschung bei mehreren Machtblöcken immer auf Krieg und deren Abwehr fixiert, nicht so bei einem weltdominierenden Volk. Es kann in Forschung "investieren", die die Zivilisation weiterbringt, in zivile nicht militante Forschung.
    Ich stimme dir schon zu, dass eine globale Regierung einige Dinge einfacher macht, z.B. kann sie auf einen Grossteil der Rüstung verzeichten und das Geld für Wissenschaft und Forschung ausgeben.

    Wegen der Ressourcen würde ich mir keine Sorgen machen: ein einziger Eisen-Asteroid von 1 km Durchmesser enthält mehr Eisen, Gold, Platin und andere Elemente, als die Menschheit in ihrer ganzen bisherigen Geschichte abgebaut und verwendet hat. Wenn wir mal eine Energiequelle zur Hand haben, die interstellare Raumreisen erlaubt, dann dürften die Ressourcen das kleinste Problem sein. Wenn.

    Aber Generationenschiffe haben IMO ohnehin keine Zukunft und sind auch ethisch fragwürdig. Interstellare Raumfahrt von Menschen, sollte es sie jemals geben, würde IMO über Kryostase erfolgen, oder noch radikaler über die Übertragung von Gehirnmustern per Funkwelle an eine Empfangsstation, die vor Ort die benötigten Körper nachzüchtet.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus
    Aber Generationenschiffe haben IMO ohnehin keine Zukunft und sind auch ethisch fragwürdig. Interstellare Raumfahrt von Menschen, sollte es sie jemals geben, würde IMO über Kryostase erfolgen, oder noch radikaler über die Übertragung von Gehirnmustern per Funkwelle an eine Empfangsstation, die vor Ort die benötigten Körper nachzüchtet.
    1. Sie könnten nötig sein, um gewisse Orte zu besuchen, wenn z.B. irgendwo ein Planet gefunden werden sollte, der als Kolonialplanet gedacht werden könnte, dass müssen die "Übersiedler" dort hingelangen, so können solche SChiffe durchaus notwendig sein.
    2. Ethisch fragwürdig sind sie auf jeden Fall. Zumindest aber für unsere Zivilisation. Kann sein, dass es sich bei den Außerirdischen um ein Volk handelt, was wie ein Ameisenvolk denkt, also durchaus nicht an das Leben eines Einzelnen und dieser selbst nicht daran denkt. Für ein solches Volk dürfte es ethisch keine Probleme geben, ja vielleicht könnte es sich sogar um eine Ehre handeln, für Königin (oder König oder wie auch immer, falls es eingeschlechtliche Wesen sind oder Erbinformationen anders übermittelt werden) in den Tod zu reisen.
    3. Kryostase?
    4. Sind das Reisen, wenn man sich nachzüchten lässt?

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