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Thema: Mach-Lorentz Antrieb

  1. #1
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    Idee Mach-Lorentz Antrieb

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    Moinsens


    Ich habe auf Bynaus' (wirklich hervorragenden ) Seite einen Artikel über Woodwards Entwurf des Mach-Lorentz Antrieb gelesen. Das klingt wirklich beeindruckend.

    Was haltet Ihr davon?

    http://www.final-frontier.ch/machlorentzantrieb

    Irgendwie lässt sich noch nichts wirklich verständliches im Netz darüber finden...


    Gruß
    Raumgleiter

  2. #2
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    Danke für das Lob.

    Ich weiss selbst nicht so recht, was ich davon halten soll. Das Ziel des Artikels war sicher, das ganze Phänomen im deutschsprachigen Raum etwas bekannter zu machen.

    Die Leute, die das voran treiben, machen auf mich einen seriösen Eindruck. Die Experimente grundsätzlich ebenfalls. Die Theorie dahinter ist mir aber unzugänglich, und die (wenn auch "nur" lokale) Verletzung der Impulserhaltung (und Energieerhaltung?) scheint mir eine haarsträubende Behauptung zu sein, die mit äusserst beeindruckenden Experimenten belegt werden müsste.

    Dennoch: würde das Realität, es wäre einfach umwerfend. Wir könnten ziemlich direkt Raumschiffe wie in "Star Trek" bauen (zunächst nur "Impuls", später - vielleicht - auch eine Art Warp-Antrieb, oder stabile traversierbare Wurmlöcher).

    Hier nochmals ein Link mit interessanten Infos:
    http://www.cphonx.net/weffect/alt.php

    Besonders interessant sind die ppt-Präsentationen "Stair Steps to the Stars".
    Geändert von Bynaus (11.01.2010 um 21:26 Uhr)
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  3. #3
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    Gerne, Bynaus

    Das Diskussion über das Mach'sche Prinzip zieht sich ja schon über die Jahrzehnte. Die zu Grunde legende Frage war ja: Wäre ich das einzige Objekt im Universum, würden sich dann meine Arme ausbreiten, wenn ich mich drehe?

    Hab ich das richtig verstanden, dass ein durch den Mach-Lorentz-Antrieb beschleunigtes Objekt nicht an Masse zunimmt?

  4. #4
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    Die zu Grunde legende Frage war ja: Wäre ich das einzige Objekt im Universum, würden sich dann meine Arme ausbreiten, wenn ich mich drehe?
    Das ist die Frage, ja, und gemäss dem Machschen Prinzip müsste man antworten: nein, die Arme würden bleiben, wo sie sind.

    Hab ich das richtig verstanden, dass ein durch den Mach-Lorentz-Antrieb beschleunigtes Objekt nicht an Masse zunimmt?
    Nein, das denke ich hingegen nicht. Es werden künstlich herbeigeführte Massenschwankungen verwendet, um eine gerichtete Kraft zu entwickeln, um damit wiederum eine Masse ganz "normal" zu beschleunigen. Dh, sie würde beschleunigen, aber von aussen gesehen würde ihre relativistische Masse zunehmen.
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  5. #5
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    Ich hab mir gerade die Folien angesehen. Ab ca 1/4 von Folie 3 hörts bei mir auf.... Zu hoch (in erster Linie) und zu viele englische Fachbegriffe, die ich nicht mehr verstehe.

    Aber es scheint ein interessanter Ansatz zu sein (wie ich aus den anderen Links herauslesen konnte). Ich bin gespannt auf die Diskussionen der hier registrierten physikalisch/mathematisch bewanderten User!

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Das ist die Frage, ja, und gemäss dem Machschen Prinzip müsste man antworten: nein, die Arme würden bleiben, wo sie sind.
    Brian Greene hat dieses Problem recht anschaulich für Normalsterbliche (wie mich ) in seinem Buch "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" beackert. Der letzte Schluss sei, dass Raum, bedingt durch seine Krümmung (Einstein) in Bezug auf Trägheit doch etwas "absolutes" ist. Deswegen bewegen sich die Arme nach aussen, wenn man alleine im Weltall eine Piruette im rosa Tütü ausführt.

  7. #7
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    Standard Ich weiß nicht so recht

    Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, daß die RT in der C-Fassung verworfen werden muß, sobald man etwas entdeckt, das sich schneller ausbreitet als Licht. Wenn es am Phänomen Gravitation oder beim Magnetismus irgend etwas Instantanes gäbe, hätte das schon längst größte Probleme in der modernen Physik verursacht.

    Im Übrigen, ich will das hier nicht vertiefen, habe ich mir unter dem Machschen Trägheitsmodell immer etwas anderes vorgestellt. Das Modell mit den regellos angeordneten Elementarkreiseln, die alle versuchen, eine zur Schwerkraftquelle kräftefrei ausgerichtete Lage einzunehmen und sich dabei in Ruhe gegenseitig vollständig kompensieren. Dazu habe ich jahrelang versucht, heraus zu bekommen, wie Mach sich das im Detail vorgestellt hat und welche Experimente bereits dazu durchgeführt wurden. Aber ich habe nichts darüber gefunden.

    Die Idee, sowas mal als technisch-physikalisches Modell zu bauen und Experimente damit zu machen, faszinierte mich. Auf dieser Basis einen Antrieb für den Weltraum zu entwickeln, schien mir nicht unmöglich. Aber es ist nichts daraus geworden. Und wenn ich versucht hätte, das mal in einer Schrift darzulegen, wäre es bestimmt ähnlich abstrus, diffus und unschlüssig geworden, wie diese Darstellung des Themas auf final frontier.

    Ich sehe solche Sachen heute mit der Überzeugung, daß sich die Heerscharen nach Renommè lechzender Ingenieure auf dieser Welt sofort auf solche neuen Prinzipien stürzen würden, wenn auch nur ein Hauch Machbares daran wäre. Da ist nichts geheim und nichts heilig genug, um es nicht zu adaptieren und zu assimilieren. Wir sind Borg!
    Geändert von Luzifix (12.01.2010 um 13:21 Uhr)

  8. #8
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    Im Mach'schen Modell ist die Interaktion zwischen Masse und ihrer, durch ferne Sterne bestimmten Trägheits-Reaktion instantan. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit erfolgt lichtschnell in Vergangenheit und Zukunft, bzw, die Natur ist derart beschaffen, dass man die tatsächlich stattfindende Interaktion durch ein solches Modell beschreiben kann (wie dies im Übrigen auch im Fall der Erdbahn geschieht: wäre es nicht so, müsste die Erde immer um den Punkt kreisen, an dem sich die Sonne noch 8.33 Minuten zuvor befand).

    Und wenn ich versucht hätte, das mal in einer Schrift darzulegen, wäre es bestimmt ähnlich abstrus, diffus und unschlüssig geworden, wie diese Darstellung des Themas auf final frontier.
    Ich finde das Thema extrem schwierig zu beurteilen - aber dennoch so faszinierend, dass ich darüber schreiben wollte. Die Darstellung mag tatsächlich so sein, wie du es darstellt, was jedoch nur meine eigenen Zweifel der ganzen Sache gegenüber spiegelt.

    Ich bin sicher, dass man sich weltweit "darauf stürzen" wird, so bald klar wird, dass da wirklich etwas dran ist. Zur Zeit kann man eben alternative Erklärungen nicht definitiv ausschliessen, weil die entwickelten Kräfte so winzig sind... (aber immerhin: 1.5 Gramm "Gewichtsreduktion")
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    (wie dies im Übrigen auch im Fall der Erdbahn geschieht: wäre es nicht so, müsste die Erde immer um den Punkt kreisen, an dem sich die Sonne noch 8.33 Minuten zuvor befand)
    Für mich war die Sonne in unserem System vor 8,33 Minuten da, wo wir sie 'jetzt' sehen!

  10. #10
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    Für mich war die Sonne in unserem System vor 8,33 Minuten da, wo wir sie 'jetzt' sehen!
    Das ist korrekt. Aber wenn die Erde immer um den Punkt kreisen würde, an dem sich die Sonne vor 8.33 Minuten befand, gäbe es keine stabilen Bahn. Die Erde kreist also nicht um die Sonne, wie wir sie am Himmel sehen, sondern stets um den Punkt, an dem sie "JETZT" gerade ist, dh, 8.33 Minuten weiter als dort, wo wir sie sehen. Ich glaube, irgendwann vor ein paar Jahren hatten wir das hier im Forum ausführlich diskutiert.
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