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Thema: ISS: Raumstation erhält hochgenaue Uhren

  1. #1

    Standard ISS: Raumstation erhält hochgenaue Uhren

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    Die Internationale Raumstation ISS wird zwei extrem genaue Uhren bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute von der europäischen Weltraumagentur ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES in Paris unterzeichnet. Mit dem Atomic Clock Ensemble in Space (ACES) soll unter anderem Einsteins allgemeine Relativitätstheorie überprüft werden. (15. Dezember 2009)

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  2. #2
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    Interessante Idee, erstaunlich dass man das nicht schon früher gemacht hat (oder hat man? Indirekt, über die GPS-Satellitenkorrektur ja durchaus) Schliesslich wird im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie recht häufig das Experiment mit dem Flugzeug, das die Welt mit einer Atomuhr an Bord umrundet, erwähnt.
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  3. #3
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    Ich denke, die Betonung liegt auf hochgenau, meiner (dürftigen) Erinnerung nach liegen die GPS-Satelliten-Uhren doch noch weit darunter(?).

  4. #4
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    Wenn man eine Information über die genaue Atomzeit auf der Erdoberfläche weiterleitet, müßte man da nicht die auf c begrenzte Geschwindigkeit für diese Weiterleitung berücksichtigen? Wie kriegt man das hin? Einfach rechnerisch zu korregieren wäre ja leichtfertig, wenn die tatsächliche praktische Geschwindigkeit der Information auch kleiner sein kann als c?

  5. #5
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    Einfach rechnerisch zu korregieren wäre ja leichtfertig, wenn die tatsächliche praktische Geschwindigkeit der Information auch kleiner sein kann als c?
    Warum sollte sie kleiner sein?
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Warum sollte sie kleiner sein?
    Na ja, nehmen wir doch mal an, die Leitungen, Schaltungen und Anzeigeelemente haben Kapazitäten und Induktivitäten, die eine Verzögerung erzeugen. Oder die digitalen Signale müssen beim Verarbeiten kurz zwischengespeichert werden. Die Vorgänge in so einem Chip sind mir allerdings fremd. Sicher scheint mir aber, daß die Freigabe eines Gatters durch so eine Ladungswolke nicht instantan erfolgen kann.
    Geändert von Luzifix (17.12.2009 um 18:10 Uhr)

  7. #7
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    Luzifix
    Was schwafelst Du da?!
    Wenn ich eine Viertelstunde brauche, um Dir auf Deinen Beitrag zu antworten, hätte also bei einer Distanz von 1000 km die Übertragungsgeschwindigkeit nur noch 0,0000037 c betragen!?
    Orbit

  8. #8
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    Standard Harrison neu

    230 Jahre nach Harrison hat man immer noch das gleiche Problem, nur sehr viel verfeinert. Jetzt gehen im Weltraum die Uhren falsch. Harrison wußte, dass Uhren keine Angabe über die Zeit machen konnten. Was ist Zeit? Zeit ist Veränderung. Ohne Veränderung läuft keine Zeit ab. Zeit ist der Mensch, der Veränderungen beobachtet. Ohne Beobachter gibt es keine Zeit. Mit Uhren versucht man lediglich etwas zu finden oder zu bauen was synchron zur beobachteten Veränderung mitläuft. Früher maß man die Zeit ähnlich. Zitat Kochbuch: „Brate es so lange wie man braucht um 40 Schritte zu gehen.“ Harrison hatte nicht das Ziel die Zeit genau zu messen, denn das kann man nicht. Die Zeit entflieht, Tempus Fugit. Mit einer Uhr kann man lediglich die beobachtete Veränderungen synchron zerteilen oder einteilen. Harrison wollte lediglich die „Sonnenzeit“ von Greenwitch zuverlässig mitnehmen um sie mit der Ortssonnenzeit auf dem Meer vergleichen zu können, für die Längengradbestimmung, zu Navigation. Seine Probleme waren die Bewegung auf den Schiffen und die Wärmeunterschiede, die Ausdehnung der sich bewegenden Materialien. Er versuchte eine Uhr zu bauen die davon nicht beeinflußt wurde. Was haben wir heute für Probleme bei Uhren im All? Uhren gehen im All falsch. Fehlende Gravitation? Sich ändernde Gravitation, Beschleunigungen, Zentrifugal- und pedalkräfte? Elektromagnetische Beeinflussungen durch Bewegung in Magnetfeldern oder ganz was anderes? Ich denke aber nicht, dass es eine Zeitdilatation gibt. Die Lichtausbreitungsgeschwindigtkeit ist das einzig Unveränderliche, das man als Reverenz zur Zeitsynchronisation verwenden kann. Zeit kann man nicht dehnen. Das Harrison-Problem ist im All noch nicht gelöst. Ich bin gespannt. Sinda Wessobrunn

  9. #9
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    Standard

    Früh dilletiert, was ein rechter Dilatant werden will.

    Wenn Uhren mit einander verglichen werden sollen, müssen sie zuvor synchronisiert werden. Das gilt natürlich auch für Atomuhren. Bei Genauigkeiten von 10^-12 Sek und höher kann das schon ein ziemliches Problem sein.

  10. #10
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    Standard Mein Dilettarius hat viele Gesichter

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    [Also ich hatte mir weiter oben gedacht: Wenn man in Zürich zwei Atomuhren nebeneinander stellt und die Zähler elektronisch auf eine identische Anzeige kalibriert, danach bringt man die eine Uhr nach Berlin, dann zeigt doch diese Berliner Uhr nun strenggenommen die Züricher Atomzeit an und nicht die Berliner. Will man herauskriegen, ob die Berliner Eigenzeit eine andere ist, müßte man die Uhr wieder nach Zürich schaffen und sie neben die andere stellen, weil sich alle Informationen zwischen Zürich und Berlin verglichen mit einem Zeitintervall von 10^-12 zu sehr verzögern und mit Fehlern beladen, sogar dann, wenn man sie senden würde. Nun frage ich mich natürlich, sollte das in der ISS nicht viel krasser der Fall sein? ]

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