Anzeige
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 43

Thema: Außerirdisches Leben: Weg vom astronomischen Geozentrismus

  1. #1

    Standard Außerirdisches Leben: Weg vom astronomischen Geozentrismus

    Anzeige
    Warum sollte Leben sich eigentlich nur dort entwickeln können, wo es Wasser gibt? Und wieso muss es auf Kohlenstoff basieren, nur weil wir von der Erde nichts anderes kennen? Dieser und weiterer Fragen will sich nun eine Wissenschaftlergruppe in Wien annehmen und in den kommenden drei Jahren versuchen, den Geozentrismus in Astronomie und Biologie ein wenig aufzubrechen. (5. November 2009)

    Weiterlesen...

  2. #2
    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    10

    Standard Was ist Leben?

    Die Fragen, die hier gestellt werden, sind schon mal ok, aber sie unterstellen, dass Leben auf Chemie basiert. Das müßte man dann vielleicht auch erstmal in Frage stellen.
    Im Prinzip bräuchte man eine nicht-geozentralistische Definition von Leben. Vermutlich muß die irgendwie mit Entropie oder Komplexität "hantieren".
    Es würde mich nicht wundern, wenn man dann plötzlich Lebenskandidaten finden würde, die Galaxien-Superduperhaufen als Zellen haben und eine Lebendauer von zig-Milliarden Jahren (also die entstehen dann erst noch, und uns merken die garnicht). Oder Lebewesen, die aus Information bestehen, wie zum Beispiel Legenden oder das Internet.
    Geändert von hahoyer (05.11.2009 um 15:15 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    17.03.2009
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    559

    Standard erweitertes geozentrisches Lebensmodell

    Hallo zusammen,

    die Überlegung, sich aus dem Geozentrismus zu verabschieden finde ich zunächst einmal gut, besonders weil es hauptsächlich und eingeschränkt um "primitives" Leben gehen soll.
    Primitives Leben kann sicherlich auch auf weniger komplexen, chemischen Stoffen beruhen wie "unsere" Kohlenstoff-Chemie, oder in kälterer und heißerer Umwelt.

    Andererseits könnte auch eine Kohlenstoff-Chemie in einem anderen Milleau als Wasser mit Salzen und Kohlenstoff stattfinden, also in Ammoniak, flüssigem Methan ect. und als Lebensgrundlage auch für höhere Lebensformen dienen. Und auch darauf zielt doch der Forschungsansatz hin, nicht nur exotisches Leben auf Basis von Silizium in Alkohol.

    Es wäre doch toll, wenn die Wissenschaftlergruppe in Wien eine Grundlage schafft, mit der man eventuell exotisches Leben auf Titan finden könnte.

    Ich würde die Arbeit dann nicht als Abkehr vom geozentrischen Lebensmodell sehen sondern nur als eine Erweiterung. Also ein erweitertes geozentrisches Lebensmodell.

    Leben ganz von Chemie bzw. Materie zu entkoppeln wie hahoyer andeutet, ist für mich dagegen sehr mystisch (esotherisch) angehaucht.
    Natürlich könnte es auch Ersatz geben für Elementarteilchen wie zB: Magnetfelder die miteinander Interagieren und so eine Art Leben (Energieumwandlung, Fortpflanzung, Kommunikation) ermöglichen, das ist aber sicher nicht der Forschungsansatz der Wissenschaftlergruppe in Wien.


    SpiderPig

  4. #4
    Registriert seit
    28.05.2009
    Beiträge
    27

    Standard

    Zitat Zitat von SpiderPig Beitrag anzeigen
    Leben ganz von Chemie bzw. Materie zu entkoppeln wie hahoyer andeutet, ist für mich dagegen sehr mystisch (esotherisch) angehaucht.
    Natürlich könnte es auch Ersatz geben für Elementarteilchen wie zB: Magnetfelder die miteinander Interagieren und so eine Art Leben (Energieumwandlung, Fortpflanzung, Kommunikation) ermöglichen, das ist aber sicher nicht der Forschungsansatz der Wissenschaftlergruppe in Wien.
    Generell finde ich die Vorstellung gar nicht so daneben, ist ein interessantes
    Gedankenspiel. Mir gefällt die Definition von Leben als sich selbst regulierendes
    System, das dadurch seinen Fortbestand sichert, am Besten. Darunter müssen
    nicht nur die Formen von Leben fallen, die uns geläufig sind.

    Ist aber wie gesagt eher ein Gedankenspiel als eine konkrete Vorstellung, da wir
    "anderes" Leben erstmal eher nicht erfassen können und Leben an sich nur eine
    Definition ist, über die man sich selbst nicht so ganz klar ist...

  5. #5
    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    10

    Standard

    Na, das ist eigentlich nicht mystisch gemeint. Um eine Lebensdefinition zu finden, muß man richtig dicke Bretter bohren (relativ zur Suche nach Leben "lediglich" mit einer anderen Chemie). Die Definition muß flexibel genug sein, aber nicht zu beliebig (wie zum Beispiel das mit dem selbstregulierenden System, dass dadurch seinen Fortbestand sichert). Unser Universum oder ein elektrisches Gerät mit einer Sicherung sollte zum Beispiel nicht die Lebensdefinition erfüllen. Und wenn man dann so eine Definition hat, kann man sich auf die Suche machen. Klar es geht auch andersherum, aber die Frage, was ist eigentlich Leben, kommt - früher oder später.
    Mich würde interessieren, ob da schon jemand forscht?
    Geändert von hahoyer (06.11.2009 um 13:51 Uhr)

  6. #6
    Registriert seit
    17.03.2009
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    559

    Standard

    Zitat Zitat von hahoyer Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, ob da schon jemand forscht?
    Die Philosophen.


    SpiderPig

  7. #7
    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    10

    Standard

    Schon klar, aber wer?

  8. #8
    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    10

    Standard

    Die Philosophen brauchen aber da Hilfe, denk ich. Zum Beispiel muß jemand in physikalischen oder gar mathematischen Systemen Muster finden, die im gewissen Sinne analog zu biologischen Prinzipien sind. So analog, das es eigentlich nicht sinnvoll ist, in dem Fall nicht von Biologie zu sprechen.
    (Wirds jetzt langsam konkret genug, SpiderPig?)

  9. #9
    Registriert seit
    17.03.2009
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    559

    Standard

    Hallo hahoyer,


    Was Leben ist ist bis heute nicht definiert, weil es da grundsätzlich verschiedene Anschauungen gibt, die sich wiederum auf die Lebensphilosophie oder den gewählten Rahmen (Biologie / Physik / Astronomie / Philosophie / ...) fußen.

    Eine allgemein anerkannte Beschreibung, was Leben ist, wird also (wenn überhaupt) nur eine sehr schwammige, allgemeine Umschreibung bleiben.


    SpiderPig

  10. #10
    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    10

    Standard

    Anzeige
    Die Schwammigkeit gilt natürlich für alle Definitionen und sonstige Modelle der Wirklichkeit. Aber das ist ein Grund, weiterzusuchen, und nicht ein Grund, aufzuhören.
    Die gängige biologische Lebensdefinition ist nur sehr eingeschränkt geeignet, nach ausserirdischem Leben zu suchen (ist auch nicht ihr Zweck). Aber damit man weiß, wonach man sucht, braucht man eine Definition. Die wird nie perfekt sein, das ist klar, aber ohne findet man vermutlich garnichts, außer, es gibt eine zweite Erde.

Ähnliche Themen

  1. was ist und wie entsteht Leben?
    Von ispom im Forum Astrobiologie
    Antworten: 320
    Letzter Beitrag: 19.12.2012, 13:55
  2. Außerirdisches Leben schon gefunden?
    Von fspapst im Forum Astrobiologie
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 06.08.2008, 08:38
  3. Leben auf Mars und Titan
    Von Robitobi im Forum Astrobiologie
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 22.04.2006, 13:54
  4. Sammlung von Gründen für Leben auf einem Planeten
    Von Hagelnacht im Forum Astrobiologie
    Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 21.01.2006, 02:05
  5. Das Ameisenproblem
    Von Amalthea im Forum Astrobiologie
    Antworten: 73
    Letzter Beitrag: 29.09.2005, 09:59

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C