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Thema: Brauchen wir die Kernenergie?

  1. #1481
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    Nein.
    Wir diskutieren hier lediglich die Kernenergienutzung.
    Das in Deutschland zu diskutieren ist eigendlich Unsinn.
    Aber die vielen Beiträge zum Thema sagen etwas anderes aus.

    Ansonsten Danke für deine Meinung.

    Gruß,
    Jens
    Geändert von JensU (21.07.2018 um 10:33 Uhr) Grund: Korrektur

  2. #1482
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    Kurzgesagt hatte das Thema mal behandelt, falls noch jemand einen kleinen Freshup brauch.
    101010

  3. #1483
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    Wenn wir in Deutschland aus der Kernenergie und Kohle aussteigen wollen, muss der Wirkungsgrad von einem zukünftigen thermischen Speicherkraftwerkt für überschüssigen Wind- und Sonnenstrom erhöht
    werden. Das thermische Durchflussprinzip wird durch das thermische Rücklaufprinzip oder Rückkopplung ersetzt.

    Gruß,
    Jens

  4. #1484
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    Daumen hoch Pro und Kontra

    Hallo zusammen,

    ich habe diese Diskussion nicht ganz durch gelesen, finde die Frage und die differenzierten Antworten aber immer wieder spannend.
    Deshalb will ich auch meine Meinung kund tun.
    (Aus irgendeinem Grund sind die Umlaute vermurkst. Ich korrigiere das mit und mit)

    Grundsätzlich bin ich zunächst gegen Atomenergie, weil ich zu viel weiß und erlebt habe, was in diesem Bereich alles so getrieben wird.
    Der Uran-Abbau in Afrika z.B. ist völlig Menschenverachtend - auch heute noch. Die Besserungen sind nur in wenigen Abbaubereichen für die Öffentlichkeit gemacht.
    Die heutigen AKW werden Betriebswirtschaftlich geführt (außer in sehr wenigen Ländern, und auch dort wird auf die Rentabilität gesetzt). Einer Firma die Geld verdienen will - besonders Aktiengesellschaften - sollte nach meiner Meinung solcheine Verantwortung nicht übertragen werden, denn jede AG braucht Wachstum oder sie spart (immer) an der falschen Stelle (Siehe Tepco).
    Es ist aus meiner Sicht als ehemaliger Sicherheitsbeauftragter (in einem anderen Bereich) haarstreubend daran zu denken einer Firma die Atomenergie auch nur teilweise zu überlassen.
    Aber selbst unter staatlichem Betrieb ist keine entgültige Sicherheit gewährleistet.

    Einen Grund für Atomenergie - und das ist der ursprünglich alleinige Grund ihrer Einführung - ist die Produktion von waffenfähigem Plutonium. Alles andere war die ersten Jahrzehnte nur Nebenprodukt und ließ sich so schön politisch vermarkten.

    Klar - wenn man alle subventieonierten Kosten heraus rechnet, kostet der Atomstrom heute 2ct und erzeugt vergleichbar wenig CO2.
    Rechnet man moderat die tatsächlichen Kosten dazu, kostet Atomstrom 10ct - und damit mehr als 5x so viel wie Windkraft. (Desertec produziert Windstrom zur Zeit mit 1,6ct pro kWh - In Deutschland ist es wegen Auflagen etwas Teurer).

    Rechnet man die (bis)jetzigen Kosten hoch (ja - das ist nicht gerechtfertigt), würde der Preis für Atomstrom sogar 3.-€ pro kWh kosten. Diese Kosten bürden wir unseren Kindern und Enkeln auf, denn es ist vor allen Dingen die Endlagerung.

    Das halte ich aus ethischer Sicht für unvertretbar und ungeheuerlich.
    Daher mein striktes Nein zu AKWs heutiger Bauart und Funktion.

    Dazu kommt die Gefahr der radioaktiven Verseuchung, deren Langzeitwirkung heute noch nicht abzuschätzen ist.

    Fusion (Fision) als zukünfitge Energiequelle wird bereits seit über 50 Jahren gepriesen. Und seit über 50 Jahren wird gesagt, das wir bald soweit sind in eine "Produktion" zu gehen (also wirtschaftlich).
    Mal sehen ob es noch weitere 20 Jahre oder mehr dauern wird oder überhaupt. Die vollmundigen Versprechen von den Entwicklern sehen seit 50 Jahren gleich aus, aber es dauert trotzdem länger und länger und länger....

    Aber selbst wenn, sind denn solche Großanlagen nötig? Eventuell für die eine oder andere Industie (Alluminium), die allerdings heute weltweit nur mit stark subventioniertem Strom betrieben werden. Rein marktwirtschaftlich betrachtet wäre Alluminium erheblich teurer, aber auch das ist ja eine Rüstungsfrage - selbst heute noch. Zudem ist dezentrale Stromerzeugung sowohl für die Stromnetze einfacher, sicherer, stabiler und preiswerter als Großanlagen die ihren Strom weit transportieren. (Auch mit Supraleitungen).

    Noch ein Argument gegen AKW und gegen Fusion:
    Wären die Gelder frühzeitig (70er - 80er) in Wind bzw. Solar investiert worden, hätten wir heute (in Deutschland) 120% regenerative Energie und bräuchten keine Diskussion mehr.

    Ein Argumente für AKW ist sicher der geringe CO2-Ausstoß, jedoch wird die Beschaffung von Uran immer problematischer.
    Irgendwann wird es keine wirtschaftlichen Uranvorkommen mehr geben - das gleich wie bei Kohle, Öl und Gas.
    Leider hat ja weltweit die Brütertechnik bis heute nicht wirklich (wirtschaftlich) funktioniert - zumindest nicht so wie vollmundig versprochen oder sich rechnerisch dargestellt hat, betrachtet man nur die kerntechnische Machbarkeit.

    Auf der anderen Seite sind Wind und Sonne recht sicher auf der Erde an zu treffen, solange die Erde Leben tragen kann. Nach ca. 20 Jahren Wind- und Sonnenenergie (seit echter Merkteinführung) sind beide rentabel (nicht überall auf der Welt zu gleichen teilen).
    Sollte der Mensch sich in den Weltraum ausbreiten sind auch dort Solarkraft im Ãœberfluss vorhanden. Einfach ernten solange es die Sonne gibt.

    Und im Weltraum könnte man außerhalb der Ökosphären - in außreichender Entfernung AKW und Fusion betreiben, denn es gibt keine Probleme der Entsorgung oder Sicherheit, um Energie-intensive Produktion zu ermöglichen. Aber selbst dann wären große Solarflächen (im Orbit) und Übertragung mittels Microwellen vermutlich günstiger als Spaltkraftwerke.
    Und warum ein Fusionskraftwerk bauen wenn man ein sehr großes bereits im Weltraum hat. Die Sonne.


    In dem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Woche
    Gruß
    Arken Thompson
    Geändert von ArkenThomP (31.03.2019 um 22:51 Uhr) Grund: Umlaute korrigieren

  5. #1485
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    Wie wir die Energiewende ohne Kohle und Kernenergie schaffen können, möchte ich im neuen Thema <Umwandlung von Anergie in Exergie> darstellen.

    Gruß,
    Jens

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