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Thema: Terraforming vs. Orbitale

  1. #61
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    Man braucht also Habitate um überhaupt erst mal dort hin zu kommen.
    Ja, gegen das Argument kann man witrklich nichts sagen. Mit Orbitalen kann man um fast jeden Stern Kolonien errichten, solange sie ein paar Asteroiden und Kometen mit entsprechenden Elementen haben. Interstellar gesehen ist ein Orbital natürlich der erste Schritt und Terraformen nur das Sahnehäubchen nebenbei wenn es sich denn überhaupt lohnt solang man keine Technologie findet die das "wie komm ich denn da hin?" wesentlich einfacher/schneller beantwortet. So ein Planet wie Mars ist da natürlich nicht die beste Wahl aber vllt die erste irgendwann.
    Hätte ich natürlich die Möglichkeit riesige Unmengen von Atmosphäre und Material von einem Punkt (z.B Uranus) kostengünstig zu einem anderen (z.B Mars) zu schaffen sehe das alles anders aus, aber da wir keine Wurmlöcher o.ä. haben und wohl niemals haben werden bauen wir halt ein Habitat nach den anderen bis wir was hübsches bewohnbares finden

  2. #62
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    Die künstliche Schwerkraft, in einem bewohnten Orbital, ist für den Menschen unverzichtbar. Der menschliche Körper kann sich an eine Schwerkraft von 0,8g anpassen.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    ... wird sich vielleicht genetisch Anpassen um mit der permanenten Schwerelosigkeit zurecht zu kommen.
    Eine Veränderung der Gene zur Anpassung an eine permanente Schwerelosigkeit ist unwahrscheinlich.

  3. #63
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    Hallo spacewalk1,

    Zitat Zitat von spacewalk1 Beitrag anzeigen
    Der menschliche Körper kann sich an eine Schwerkraft von 0,8g anpassen.
    kannst Du dafür eine Quelle nennen?

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #64
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    Hallo MAC,

    mit "anpassen" meine ich alle bekannten Möglichkeiten welche bereits bei Schwerelosigkeit 0,0g eingesetzt werden.
    - Begrenzung der Aufenthaltszeit (kann auch individuell verschieden sein)
    - Training der Muskulatur und Orientierung
    - Diagnostikmethoden und Therapien im Bereich Medizin

    Eine Veränderung der Gene zur Anpassung an eine permanente Schwerelosigkeit ist unwahrscheinlich.

    Die künstliche Schwerkraft 1,0g, welche in einem Orbital vorhanden sein soll, ist für die Gesundheit der Bewohner von grosser Bedeutung.
    Ein Habitat auf dem Mars mit 0.38g (Mond 0,16g) ist in diesem Punkt im Nachteil.


    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen

    kannst Du dafür eine Quelle nennen?
    Links zum Thema

    Lebenswissenschaften
    http://www.dlr.de/rd/desktopdefault....556_read-5251/

    Forschung unter Weltraumbedingungen
    http://www.dlr.de/rd/desktopdefault....368_read-5043/

    Weltraumphysiologie
    http://www.dlr.de/me/desktopdefault....759_read-4235/

    Experimente zur Gravitationsbiologie
    http://www.dlr.de/iss/desktopdefault.aspx/tabid-4262/

    Herzliche Grüsse S

  5. #65
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    Mir ist ein guter Vergleich eingefallen.

    Planeten=Kontinente
    Weltraum=Meer

    Es werden immer bessere Schiffe gebaut, um zwischen Europa und Amerika zu reisen. Bessere Klimatisierung, schnellere Reise ...

    Aber dauerhaft auf dem Meer leben bringt - wie orbitale Basen - eben nicht viel...
    Am Meer hat man praktisch keine Rohstoffe (im Weltraum noch viel weniger).

    Theoretisch könnte man gewaltige Treibhäuser auf einer 'künstlichen Insel' bauen, aber an Festland geht das Wachstum doch viel einfacher.
    Am Meer gäbe es aber Luft und Wasser, ausserdem kann man fischen - im Gegensatz zum Weltraum.

  6. #66
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    Mir ist ein guter Vergleich eingefallen.

    Planeten=Kontinente
    Weltraum=Meer
    Der Vergleich ist klassisch und typisch für fast jegliche Science Fiction, aber in Wirklichkeit eben falsch - genau das versuchen "wir" dir ja hier zu erklären. Im Weltraum sind die Rohstoffe (und Energie) sehr viel zugänglicher als auf Planetenoberflächen. Wären die Planeten alle genau wie die Erde (dh, man kann dort genauso ohne technische Hilfsmittel atmen und sich von dem, was das Land hergibt, ernähren: analog zu fremden, unbesidelten Kontinenten), sähe die Sache vielleicht anders aus. Der Ozean hat zudem nicht die positiven Eigenschaften (wie Reibungsfreiheit), die der freie Raum bietet. Der Vergleich ist eben falsch und die Ursache dafür, dass viele Leute etwas unbedarft immer noch glauben, es werde eher Terraforming als Orbitale geben.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
    Final-Frontier.ch - Auf zu neuen Welten

  7. #67
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    Hallo spacewalk1,

    danke erst mal für die Links. Sie beantworten aber meine Frage zu:
    Zitat Zitat von spacewalk1 Beitrag anzeigen
    Der menschliche Körper kann sich an eine Schwerkraft von 0,8g anpassen.
    nicht.

    Es geht mir ganz konkret um Deine hier aufgeschriebene quantitative Aussage und den Bezug auf Menschen. In den von Dir genannten Quellen finde ich diese Aussage nicht.

    Herzliche Grüße

    MAC

  8. #68
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    Hallo Mars,

    Dein Vergleich Planeten=Kontinente, Meere=Weltall ist, wie Bynaus schon geschrieben hat, klassisch und ungeeignet.

    Es ist wesentlich einfacher die Schauplätze einer z.B. ‚Piratengeschichte‘ einfach umzubenennen, sich einige technische Gimmicks auszudenken und ansonsten unseren vertrauten Alltag zu beschreiben. Das ist noch nicht mal ein Vorwurf an die Autoren. In der Regel haben sie ja eine ganz bestimmte Botschaft/Geschichte im Kopf, die in einer für sie noch erfaßbaren exotischen Umgebung spielen soll/muß. Wie schwierig das ist, welchen immensen Aufwand es erfordert dabei auch nur etwas realistische Exotik unter zu bringen, konnte man z.B. im Thread ‚2 Sonnen und ein Doppelschatten‘ verfolgen.

    Das hat aber nun mal zur Folge, daß sich in unseren Köpfen ein völlig unrealistisches Bild unserer erweiterten Umwelt festsetzt. Der Abschied von der ‚Segelschiff-Romantik‘ ist auch mir nicht ganz leicht gefallen und ich lese solche Geschichten durchaus auch heute noch gern, wenn auch inzwischen nur noch sehr selten.

    In einem wissenschaftlich orientierten Forum dagegen vertrete ich das, was mir realistischer erscheint. Und das ist nicht zuerst das Terraforming. Potentiell geeignete Planeten werden, wenn unsere Vorstellungen von der Entstehung von Leben zutreffen, zumindest teilweise belebt sein. Damit scheiden sie, auch ganz ohne ‚oberste Direktive‘ sehr wahrscheinlich aus. Unbelebte Planeten wie Mars und Venus sind offensichtlich für uns, nicht ohne Grund unbelebt. Hier müssen wir gegen ihren natürlichen Trend einen immensen Aufwand betreiben (allein bei Mars, nur für den Transport von Stickstoff, wesentlich mehr Energieaufwand als 50000 Jahre heutiger Jahresenergiebedarf der gesamten Erde). Das stellt den Bedarf auch großer Habitate weit in den Schatten.

    Das nächste von den ‚Romantikern‘ unbedachte Problem: Terraforming wird immer so dargestellt, als wäre es ein theoretisch bereits lösbares Problem. Das ist eine mehr als nur blauäugige Auffassung. Abgesehen davon, daß es uns noch nichtmal da gelingt, wo es sogar schon mal von ganz allein funktioniert hat, sind z.B. die biologischen Ansätze dazu wahrscheinlich völlig ungeeignet. Nicht physikalisch; das mag vielleicht sogar funktionieren, aber biologisch, für uns.

    Die kleinen Helferlein, die z.B. aus CO2 C und O2 machen sollen, bleiben nicht so wie sie sind. Sie werden sich entwickeln (müssen) weil sie sich den vorgefundenen Gegebenheiten anpassen müssen. Diese Anpassung läuft aber nicht in die Richtung die gut für uns ist, sondern in die Richtung die gut für diese Helferlein ist. Das muß nicht dieselbe Richtung sein.

    Wir haben keinerlei Erfahrung damit. Das winzige bisschen das dazu an Erfahrung existiert, die biologische Teiltrennung unserer Kontinente mit einer lockeren, kurzzeitigen Isolation voneinander, aber bei gleicher Herkunft und insbesondere gleichen Umweltbedingungen, ist für diese Überlegungen nicht sehr ermutigend.

    Es ist durchaus denkbar, daß wir zwar das Terraformen einleiten können, aber auf den Verlauf und das Ergebnis kaum noch einen Enfluß haben werden. Am Ende haben wir dann einen zwar belebten Planeten, den wir aber nicht mehr ungeschützt betreten können, weil seine Biosphäre für uns weitgehend unzuträglich ist. Auch wird der laufende Aufwand diesen Planeten bewohnbar zu halten, sehr wahrscheinlich dem Aufwand ein Habitat bewohnbar zu halten, in nichts nachstehen, wahrscheinlich aber noch viel aufwändiger sein.

    Herzliche Grüße

    MAC

  9. #69
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Es geht mir ganz konkret um Deine hier aufgeschriebene quantitative Aussage und den Bezug auf Menschen.
    Hallo MAC,

    um Deine Frage direkt zu beantworten:
    Nein. Die quantitative Aussage stellt meinen Standpunkt zur Diskussion.

    Studien welche reduzierte Schwerkraft betreffen, werden auf der Erde simuliert mit LBNP (lower body negative pressure) und SAC/LAC (short- and long-arm centrifugation). Beschleunigungstoleranz wird auch mit Parabelflüge im Bereich Flugmedizin erforscht. Langzeitstudien, bezüglich Auswirkungen auf die Entwicklung des menschlichen Körpers, im Low Gravity Bereich, sind nicht vorhanden. Eine Orbitalstation mit künstlicher Schwerkraft, wird zukünftige Studien in abgestuften Low Gravity Bereichen ermöglichen.

    Erstaunlich ist für mich die Tatsache, dass in Zusammenhang mit einer Besiedelung/Terraforming des Planeten Mars, relativ wenig über die vorhanden 0,38g diskutiert wird.

    Herzliche Grüsse S
    Geändert von spacewalk1 (08.09.2009 um 12:06 Uhr) Grund: rechtschreibung

  10. #70
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    Erstaunlich ist für mich die Tatsache, dass in Zusammenhang mit einer Besiedelung/Terraforming des Planeten Mars, relativ wenig über die vorhanden 0,38g diskutiert wird.
    Inwiefern?

    Dass man leichter Satelliten starten könnte, oder wegen der medizinischen Aspekte??

    Ein Minimum an Gravitaton sollte bei dauerhafter Kolonisation vorherrschen, man könnte eine willkürliche Grenze bei 0,3g (wobei dann aber der Mond und Titan ausgeschlossen wären) und 3g ziehen

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