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Thema: Terraforming vs. Orbitale

  1. #1
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    Standard Terraforming vs. Orbitale

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    Also, das wird ja dauernd in verschiedenen Threads schon angesprochen, hier kann man mal richtig zielgerichtet diskutieren was denn besser ist. Ich hab hier mal ein paar Argumente für terraforming:

    1.Ein kleiner Meteorit und dir fliegt so eine Raumstation in die Luft (besser Vakuum) wenn du Pech hast, Auf nen Planeten kommt sowas nich mal durch die Atmosphäre und wen doch hast halt nen Loch was du ganz einfach wieder flicken kannst und genug Zeit dafür haste du dann auch noch^^.
    2. Passiert sowas, kannst du dir einfach neue atembare Atmosphäre nachher vom Planeten holen (aus Gesteinen oder direkt aus der planetaren Atm.). In einem Orbital hat man nur Reservetanks maximal, jedes bisschen weitere Atm muss sonst wo her nachbeschaft werden.
    3.Orbitale haben keine Rohstoffe zum abbauen zur Verfügung, der Weltraum ist, bis auf ein paar Asteroiden Kometen und Schrott, halt leer. Auf einem Planeten kann man sofort mit dem Abbau von Erzen anfangen und man hat natürlich auch den Platz für Landwirtschaft, selbst unter Kuppeln.

  2. #2
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    Standard

    Hallo Kibo,



    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    1.Ein kleiner Meteorit und dir fliegt so eine Raumstation in die Luft (besser Vakuum) wenn du Pech hast, Auf nen Planeten kommt sowas nich mal durch die Atmosphäre und wen doch hast halt nen Loch was du ganz einfach wieder flicken kannst und genug Zeit dafür haste du dann auch noch^^.
    Was hindert Dich daran ein Orbital so zu bauen, daß es von solch kleinen ‚Geschossen‘ nicht ausreichend beschädigt wird um die an Bord befindlichen Lebewesen zu beeinträchtigen?

    Was hindert Dich, im Gegensatz zu einer Siedlung auf einem Planeten, daran einem großen Geschoß auszuweichen?



    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    2. Passiert sowas, kannst du dir einfach neue atembare Atmosphäre nachher vom Planeten holen (aus Gesteinen oder direkt aus der planetaren Atm.). In einem Orbital hat man nur Reservetanks maximal, jedes bisschen weitere Atm muss sonst wo her nachbeschaft werden.
    Wenn man nichts von der Atmosphäre verliert, braucht man auch nichts nachzubeschaffen, insorfern sehe ich hier keinen Vorteil für Orbital oder Planet.



    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    3.Orbitale haben keine Rohstoffe zum abbauen zur Verfügung, der Weltraum ist, bis auf ein paar Asteroiden Kometen und Schrott, halt leer. Auf einem Planeten kann man sofort mit dem Abbau von Erzen anfangen und man hat natürlich auch den Platz für Landwirtschaft, selbst unter Kuppeln.
    Hier unterliegst Du einem eigentlich auch für Laien bereits deutlich erkennbarem Irrtum.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefbohrung
    Zitat Zitat von Wiki
    die bislang tiefste Bohrung ins Innere der Erde - 1970 bis 1994 auf der russischen Halbinsel Kola - fand zu Forschungszwecken statt. Diese sogenannte Kola-Bohrung erreichte eine Tiefe von 12 262 Metern.
    Laß uns großzügig rechnen und von 15 km für die gesamte Erdoberfläche ausgehen. Abgesehen davon, daß aus der Erdkruste nahezu sämtliche schwereren Bestandteile ins Erdinnere abgesunken sind, die nicht im Gestein gebunden werden, ist das ‚nur 0,7% des Erdvolumens, von dem man auch sehr optimistisch betrachtet, kaum die Hälfte erreichen wird. Aber mit was für einem Aufwand?

    Und dann vergleiche mal diese Aufstellungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Elementh%C3%A4ufigkeit

    Und vergleiche das mit:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel
    Zitat Zitat von Wiki
    Die Gesamtmasse aller Asteroiden des Hauptgürtels beträgt etwa 5 Prozent derer des Erdmondes
    .

    Herzliche Grüße

    MAC

  3. #3
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    Was hindert Dich daran ein Orbital so zu bauen, daß es von solch kleinen ‚Geschossen‘ nicht ausreichend beschädigt wird um die an Bord befindlichen Lebewesen zu beeinträchtigen?
    Die Wirtschaftlichkeit und das Problem der Energieversorgung:
    Will ich, dass ein Meteoriteneinschlag mich nicht beeinflusst, muss das Orbital entsprechend Panzern-> Zusätzliches Gewicht-> Aufbau des Orbitals verteuert sich.
    Bei einer Kuppel auf dem Mars zum Beispiel kann ich direkt Baumaterial vom Mars mitnutzen und spar so Gewicht ein, Panzerung entfällt sowieso zum größten Teil, da das die Marsatmosphäre übernimmt. Bei größeren Objekten ist das Orbital natürlich in Vorteil ABER wie oft kommt ein für Kolonisten gefährlicher Einschlag schon auf einem Planeten wie dem Mars vor?

    näheres morgen, hab jetz Feierabend

  4. #4
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    @Kibo: Zuerst einmal, damit wir wissen, wovon wir reden: Wenn ich von einem Orbital spreche, meine ich so eines:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Orbital_%28The_Culture%29

    Oder auch:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Halo_%28megastructure%29

    Ein "kleiner Meteorit" wird hier genau gar nichts ausmachen. Die Unterseite des Orbitals ist sehr hart, auf der Oberseite hast du eine Atmosphäre ganz wie bei einem Planeten auch. Aber selbst wenn man mit Orbitalen sehr grosse Raumstationen meint: Ein Loch ist nicht so tragisch: die Station "platzt" deswegen nicht gleich. Klar strömt die Luft aus, aber nicht sofort - eine Station wird darauf ausgelegt sein, mit diesem Problem zurecht zu kommen.

    3.Orbitale haben keine Rohstoffe zum abbauen zur Verfügung, der Weltraum ist, bis auf ein paar Asteroiden Kometen und Schrott, halt leer.
    Gerade diese Asteroiden habens aber in sich. In einem Asteroiden von 1 km Durchmesser finden sich mehr Rohstoffe als die Menschheit in ihrer ganzen Geschichte je abgebaut hat. Zudem sind diese leicht zu erreichen: in einem solchen Asteroiden ist kein Punkt weiter von der Oberfläche entfernt als 500 m, und man kann graben nach Lust und Laune, weil es ohnehin (fast) keine Gravitation gibt. Der Aufwand, diese Rohstoffe zum Orbital zu bringen, ist wegen der fehlenden Reibung vernachlässigbar klein (beschleunigen, bremsen - das wars schon...).

    Will ich, dass ein Meteoriteneinschlag mich nicht beeinflusst, muss das Orbital entsprechend Panzern-> Zusätzliches Gewicht-> Aufbau des Orbitals verteuert sich.
    Ein Orbital wird ohnehin aus Material aus dem Weltraum zusammengebaut. Eine solche Menge schaffst du nicht von der Erdoberfläche hoch. Ergo: Die Masse des Orbitals spielt eigentlich kaum eine Rolle.

    Du kannst es dir auch so überlegen: Stell dir vor, in einem System bekommen zwei intelligente Spezies einen erdgrossen Planeten zugeteilt. Die eine Spezies terraformt ihren Planeten, die andere nimmt ihn auseinander und baut ein paar Millionen Orbitale (von der Klasse, die ich dir oben verlinkt habe) mit dem Material. Welche hat wohl innert kürzester Zeit die Überhand?
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
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  5. #5
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    Standard

    Die Sache ist die: mit unseren technisch (vor allem aber finanziell) eher begrenzteren Möglichkeiten können wir Wassereis am Mars schmelzen, die Atmosphäre zu treibstoff und für Pflanzenwachstum sowie für Plastike nutzen... Ausserdem sind die Metalle hier duch Vulkanismus differenziert in Lagerstätten.

    Die Bevölkerung wird es wohl nicht dulden, dass ein milliardenteures Orbital gebaut wird, wenn ihr Geist dafür noch nicht geöffnet ist durch Kolonien auf Mars und Mond.

    Vergleichbar kann man mit steinzeit technologie (feuer -> energie, chemisch komplexe Treibhausgase,...) terraformen, aber Orbitale sind ein Haufen mehr aufwand...

  6. #6
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    Hallo Mars,

    Du bist inzwischen schon seit einigen Jahren von den Tatsachen widerlegt.

    Die ISS ist eindeutig ein sehr früher Vorläufer von Orbitalen, noch nicht mal der erste. Aber der Aufgabe des Terraformings sind wir noch nicht mal bei dem Planeten gewachsen, wo das eigentlich ganz und gar ohne unseren Eingriff geht und wir nicht die Natur des Planeten gegen uns haben.


    Herzliche Grüße

    MAC

  7. #7
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    Jetzt nehmen wir mal an, wir finden diese Rohstoffe auf dem Mars oder auf Asteroiden.
    Wie machen wir dann im Weltall (oder auf dem Mars) Stahl aus dem Eisenerz, oder Aluminium aus Bauxit?

    1) Bringen wir die industrielle Infrastruktur von der Erde mit?
    2) Wo nehmen wir die Energie für diese Prozesse her?

    Wir werden sicher keine Lagerstätten von Kupferdraht oder 10er Muttern finden.

    Und die Basis des Orbitals, das Bynaus verlinkt hat, besteht aus Unobtainium, das kommt, soweit ich weiß, in Asteroiden gar nicht vor.

    Grüße
    SK

  8. #8
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    Hallo SK,

    Zitat Zitat von Schmidts Katze Beitrag anzeigen
    Wie machen wir dann im Weltall ...
    http://www.astronews.com/forum/showt...2913#post12913 ff

    Herzliche Grüße

    MAC

  9. #9
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    Hallo Mac,

    dieses Szenario lässt aber eine Menge Fragen offen.

    Einige 100 Shuttle-Flüge?

    Eine Magnetschwebebahn auf dem Mond?
    Wie wird die mit Energie versorgt?
    Wer belädt die Schlitten mit dem Mondmaterial?

    Wenn das Material am Lagrange-Punkt angekommen ist, was passiert dann?
    "so wird es in Metall, Glas, Keramiken und flüssigen Sauerstoff verwandelt."

    Gute Idee, aber was heißt "verwandelt"?

    Grüße
    SK

  10. #10
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    Hier noch etwas zur Herstellung von Stahl:
    http://www.uni-protokolle.de/Lexikon...ahlherstellung

    Viel Spass mit dem Mondgestein am Lagrange-Punkt.

    Kupfer/Bronze kann man leichter gewinnen, das muss man dann aber meistens noch schmieden, Glas und Alu sind schwieriger, vor allem Alu braucht viel Energie.

    Grüße
    SK

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