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Thema: Cassini: Spiegelglatter See auf Saturnmond Titan

  1. #1

    Standard Cassini: Spiegelglatter See auf Saturnmond Titan

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    Mit Hilfe von Radarbildern der Saturnsonde Cassini fanden Wissenschaftler jetzt weitere Indizien dafür, dass es auf der Oberfläche des Saturnmondes Titan tatsächlich Seen gibt. Nach den jetzt veröffentlichten Daten war der See Ontario Lacus beim Vorüberflug der Sonde so glatt wie ein Spiegel. Nun rätseln die Forscher wie es sein kann, dass es auf einem so großen See zu keinerlei Wellenbildung kommt. (24. August 2009)

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  2. #2
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    Werfen wir eine Münze?

    Zähflüssig oder Windstill?

    Ich tippe auf Zähflüssig, und damit wäre es wohl aus für Mikroben auf Methanbasis, denn Zähflüssig ist nicht gut als Transport und Schmiermittel.


    SpiderPig

  3. #3
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    Es ist die von Artur57 postulierte stabile Modifikation des metallischen Wasserstoffs oder eine stabile Legierung damit. Seine Oberflächenspannung ist so groß, daß sich keine mechanischen Wellen bilden können.

  4. #4
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    Wahrscheinlich sowohl zähflüssig als auch windstill. Wenn die Viskosität der von Wasser ähneln würde, könnten wahrscheinlich schon Gezeiten und kleine Bodenerschütterungen relativ hohe Wellen werfen.
    Ich schätze, dass in dem See mehr ist als Methan und Ethan. Ich bin ziemlich sicher, dass verschiedene Methan-Ethan-Gemische unter Titanbedingungen ausreichend erforscht sind und dass sie eher dünnflüssig wären.

  5. #5
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    Hallo SpiderPig,

    ... und damit wäre es wohl aus für Mikroben auf Methanbasis ...
    Ich denke, auch so wäre Methan als Biosolvens eher nicht geeignet, da es - anders als Wasser - ein unpolares Lösungsmittel ist. Die Membranen müssten komplett anders strukturiert sein (hydrophile Enden innen statt außen; hydrophobe Enden, die sich bei irdischen Membranen verhaken zur Doppelmembran, außen statt innen). Zudem sind die Löslichkeitseigenschaften sehr ungünstig, so dass eine erheblich geringere Variationsbreite an Stoffen für eine methanbasierte Biochemie zur Verfügung steht. Die niedrigen Temperaturen tun ein übriges, um eine hinreichend schnelle Reaktivität, die für einen stabilen Stoffwechsel benötigt wird, wirksam zu verhindern. Außerdem tritt bei organisch-chemischen Reaktionen oft Wasser als Nebenprodukt auf. Bei - 180°C würde dies sofort gefrieren und sich als Eiskörnchen im Zellinnern anreichern, so dass die Organellen schnell verstopft wären.

    Viele Grüße!

  6. #6
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    Hallo MGZ,

    Ich schätze, dass in dem See mehr ist als Methan und Ethan.
    Ich auch. Schließlich regnen aus der Atmosphäre ständig Tholin-Partikel herab, so dass die Konsistenz der Flüssigkeit eher teerartig sein dürfte. Das erklärt dann auch die glatte Oberfläche.

    Viele Grüße!

  7. #7
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    Sollte man nicht erwarten dürfen, daß die Gezeitenkräfte vom Saturn auf so einen Mondsee erheblich sind?

  8. #8
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    Hallo Luzifix,

    Titan befindet sich in gebundener Rotation um Saturn, so dass keine Gezeitenberge mehr entstehen, die um den ganzen Mond laufen. Aber selbst wenn es so wäre: Der See ist im Vergleich zur Gesamtoberfläche so klein, dass Ebbe und Flut keine nennenswerten Auswirkungen haben würden.

    Viele Grüße!

  9. #9
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    Es gibt ja noch die anderen Saturnmonde, die die Bahn stören sollten. Und die Saturnringe, aus denen hin und wieder Material auf Titan fällt.
    Mir ist noch eine weitere Möglichkeit eingefallen, die den See so glatt machen könnte: Vielleicht besteht er aus einer teerartigen, dichten Masse, die regelmäßig mit frischem Niederschlag aus flüssigem Methan und Ethan bedeckt wird. Wenn die flüssige Schicht nur wenige Millimeter oder Zentimeter dick ist, können keine hohen Wellen entstehen.

  10. #10
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    Hallo MGZ,

    Laut Artikel müssen die Unebenheiten aber kleiner als 3 mm sein. Eine dünne dünnflüssige Schicht, die der Teerschicht aufliegt, müsste sich bei Winden mehr als 3 mm hoch kräuseln. Sicher wird es dort auch Methan und Ethan regnen, aber ich denke, dass die Tropfen sich mit der tholin-angereicherten Masse sofort vermischen, so dass keine Grenzschicht entsteht.

    Es gibt ja noch die anderen Saturnmonde, die die Bahn stören sollten.
    Die sind aber nicht massereich genug. Der nächstinnere größere Mond ist Rhea mit nicht mal 2 Prozent Titanmasse. Der nächstäußere größere Mond ist Hyperion, der nicht mal 1 Promille der Titanmasse zusammenbringt. Hier sind also ganz andere Verhältnisse als im Jupitersystem, wo ganz andere Massen zum Wirken kommen.

    Und die Saturnringe, aus denen hin und wieder Material auf Titan fällt.
    Das ist mir neu. Hast du dazu eine Quelle?

    Viele Grüße!

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