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Thema: Gravitationswellen: Nichts verrät einiges über frühen Kosmos

  1. #1

    Standard Gravitationswellen: Nichts verrät einiges über frühen Kosmos

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    Gravitationswellen bieten Astronomen wohl die einzige Möglichkeit, um etwas über den Zustand des Universums unmittelbar nach dem Urknall zu erfahren. Trotz intensiver Suche hat man bis heute jedoch noch keine Gravitationswelle direkt messen können. Allerdings können Forscher aus diesen Nicht-Messungen einiges über die frühe Entwicklung des Universums und über kosmische Strings folgern. (20. August 2009)

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  2. #2
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    Standard

    Ist es nicht überwältigend, mit welch ungeheurem Arbeitsaufwand da Hunderte von Astronomen, Astrophysikern und Technikern weltweit seit Jahren auf das erste Ereignis warten?

  3. #3
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    Standard ???

    Leider wird auch diesmal nicht darauf hingewiesen, dass ausbleibende Gravitationswellen letztlich auch eine Widerlegung der ART bedeuten können. Aber solch einseitigen Schlussfolgerungen sind wir ja mittlerweilen gewohnt.

    Gruss Marc

  4. #4
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    Standard

    Leider wird auch diesmal nicht darauf hingewiesen, dass ausbleibende Gravitationswellen letztlich auch eine Widerlegung der ART bedeuten können.
    Es gibt zumindest den Hulse-Taylor-Doppelpulsar: Die Periode, mit der sich die beiden Pulsare umkreisen, nimmt genau in dem Mass ab, die von der ART vorausgesagt wird - und die auf die Abstrahlung von Gravitationswellen zurückzuführen ist.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
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  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Ist es nicht überwältigend, mit welch ungeheurem Arbeitsaufwand da Hunderte von Astronomen, Astrophysikern und Technikern weltweit seit Jahren auf das erste Ereignis warten?
    Seit Jahrzehnten, wie der Wikipedia-Artikel weiß:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationswelle

    Der Aufwand ist enorm und es wird im Vergleich dazu relativ wenig für das Verständnis dieser Versuche getan. Was hat eigentlich Albert Einstein bewogen, Gravitationswellen anzunehmen? Welche zwingende Logik steckt dahinter, dass sich Gravitation (auch) in Form einer Transversaalwelle ausbreiten kann?

    Wenn ich Wikipedia und andere richtig verstehe, ist dieses Postulat auf die Annahme eines Teilchens gegründet, das als Überträger der Schwerkraft fungiert. Da Gravitation nicht polar ist, muss dieses Teilchen (mindestens) ein Quadrupol sein und der nun müsste Transversalwellen erzeugen. So weit verstehe ich das bis jetzt.

    Da sich nun beim besten Willen keine Transversalwelle gezeigt hat, muss man da nicht an den Grundlagen zweifeln? Es ist eben kein Teilchen, das die Gravitation überträgt. Was dann? Die Quanten-Loop-Theorie favorisiert in diesem Zusammenhang "Raumzeit-Atome", was meiner Ansicht nach die Neuauflage einer Äther-Theorie bedeuten würde. Sie so zu nennen, traut man sich allerdings nicht.

    Soweit meine Zusammenfassung einer m.E. weit verbreiteten Ratlosigkeit.

    Gruß Artur

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Artur57 Beitrag anzeigen
    Soweit meine Zusammenfassung einer m.E. weit verbreiteten Ratlosigkeit.
    Hallo Artur,

    Ratlosigkeit ist der Grundzustand eines Forschers.
    Wenn er alles wüßte, müsste er nicht forschen.

    Grüße
    SK

  7. #7
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    Standard

    Aus dem Artikel:
    [quote]Nach der allgemeinen Relativitätstheorie wird ein Arm des Interferometers von einer durchquerenden Gravitationswelle ein wenig gestreckt, während gleichzeitig der andere ein wenig gestaucht wird. Das Interferometer ist so konstruiert, dass Längenänderungen zwischen den beiden Armen von weniger als einem tausendstel des Durchmessers eines Atomkerns gemessen werden können.[quote]

    Kann mir jemand eine Idee vermitteln, warum der Raum gestreckt oder gestaucht wird, nicht jedoch die Wellenlänge des Lichtes, das sich just im selben Moment durch diesen Raum bewegt? (Stichwort: Entkoppelung)

    Oder dümmer gefragt:
    Wie erklärt sich in diesem Zusammenhang die kosmologische Rotverschiebung?

    Das ist nach wie vor eine meiner großen Baustellen
    Nathan

  8. #8
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    1.922

    Standard

    Kann mir jemand eine Idee vermitteln, warum der Raum gestreckt oder gestaucht wird, nicht jedoch die Wellenlänge des Lichtes, das sich just im selben Moment durch diesen Raum bewegt?
    Doch, das Licht wird auch mit gestreckt bzw. gestaucht.

    Stell Dir eine spiegelglatte Wasseroberfläche vor. Nach links hast Du ein 100 Meter langes Maßband und direkt nach vorne auch ein 100 Meter langes Maßband. Beide Maßbänder schwimmen auf der Wasseroberfläche. Am Ende der beiden Maßbänder ist jeweils eine Boje, die laufend beobachtet wird, insbesondere hinsichtlich ihres Abstandes zum Maßbandende.

    Kommt nun eine Welle direkt von hinten, so wird sie das nach links laufende Maßband samt der an ihrem Ende befindlichen Boje gleichzeitig anheben. Das nach vorne laufende Maßband wird aber nur auf einem kurzen Stück angehoben. Sein Ende wird so von der Boje ein wenig zurückgezogen, und zwar so lange, bis die Welle komplett durchgelaufen ist.

    So in etwa kann man sich die Funktion eines Gravitationswelleninterferometers vorstellen.

  9. #9
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    126

    Standard

    Eins ist mir noch unklar. Wenn die Gravi-Wellen aus der Zeit des Urknalls sich als stochastisches Rauschen im Messsignal bemerkbar machen sollen, woran erkennt man sie dann? Wenn ihr Auftreten zufällig ist, dann können die Peaks doch auch ein Glitch in der Vorrichtung sein, oder Erschütterungen von Lkw's in der Umgebung?

  10. #10
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    Standard

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    woran erkennt man sie dann?
    An ihrer Homogenität und ihrer Isotropie würde man sie erkennen.
    Aber eben, ob man je so feine Messgeräte wird bauen können?
    Zur Zeit kann man nicht mal die grössten Gravitationsbeben messen.
    Orbit

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