Anzeige
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14

Thema: Drake-Formel: wissenschaftliche Schätzung

  1. #1
    Registriert seit
    12.12.2007
    Beiträge
    100

    Standard Drake-Formel: wissenschaftliche Schätzung

    Anzeige
    hallo!
    ich möchte in diesem thread nicht darüber diskutieren ob die drake-formel ein zuverlässiges instrument ist, um die anzahl der technisch hochentwickelten zivilisationen zu bestimmen. dies wurde in anderen threads schon getan.

    ich möchte mit konkreten ergebnissen und seriösen schätzungen von wissenschaftlern die drake-formel "füttern", um eine nach dem heutigen stand der wissenschaft realistische schätzung der ausserirdischen zivilisationen zu bekommen.
    sprich:
    1. wie hoch ist die jährliche sternenentstehungsrate in unserer galaxie?
    2. wie hoch ist der anteil der sonnenähnlichen sterne in unserer galaxie?
    3. wischenschaftliche schätzung: wieviele dieser sterne könnten planeten haben?
    4. wieviele davon könnten in der habitalen zone liegen?
    5. wieviele davon könnten leben tragen?
    6. wieviele davon wiederum intelligentes leben?
    7. wieviele davon hätten vielleicht moderne kommunikationsmitel (radioteleskope)? ich weiß das ist nun höchstspekulativ
    8. und wieder spekulation: die lebensdauer einer technischen zivilisation?
    Geist triumphiert über Materie

  2. #2
    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    215

    Standard Drake Formel

    Zitat Zitat von captain kirk Beitrag anzeigen
    ich möchte mit konkreten ergebnissen und seriösen schätzungen von wissenschaftlern die drake-formel "füttern", um eine nach dem heutigen stand der wissenschaft realistische schätzung der ausserirdischen zivilisationen zu bekommen.
    Hi captain

    Die Anpassungsfähigkeit der Drake Formel an jede nur denkbare Hypothese, ist der einzige Grund ihrer weiteren Anwendung.
    Ohne wissenschaftliche Beweisbarkeit der eingesetzten Werte, existieren genau so viele Zivilisationen in der Galaxie, wie es die Drake Formel mathematisch zulässt.

    Gruss s

  3. #3
    Registriert seit
    27.06.2008
    Ort
    Smiltene (Lettland)
    Beiträge
    1.169

    Standard

    Nemen wir doch nur mal den Punkt 2 deiner Reihe.

    Warum Sonnenähnlich?

    ca. 70% aller Sterne sind "ROTE" Zwerge.
    Sie leben viel länger als unser Stern
    Warum schauen wir da nicht nach?
    Die Wahrscheinlichkeit ist um den Faktor X höher!

    Zu Punkt 3 können wir erst in 3 - 4 Jahren etwas sagen, wenn die Kepler -Daten ausgewertet wurden.

    wollen wir weiter machen?

  4. #4
    Registriert seit
    16.04.2007
    Ort
    sonnensystem erde europäische union
    Beiträge
    179

    Standard

    Zitat Zitat von captain kirk Beitrag anzeigen
    hallo!
    ich möchte in diesem thread nicht darüber diskutieren ob die drake-formel ein zuverlässiges instrument ist, um die anzahl der technisch hochentwickelten zivilisationen zu bestimmen. dies wurde in anderen threads schon getan.

    ich möchte mit konkreten ergebnissen und seriösen schätzungen von wissenschaftlern die drake-formel "füttern", um eine nach dem heutigen stand der wissenschaft realistische schätzung der ausserirdischen zivilisationen zu bekommen.
    sprich:
    1. wie hoch ist die jährliche sternenentstehungsrate in unserer galaxie?kp
    2. wie hoch ist der anteil der sonnenähnlichen sterne in unserer galaxie?glaub für g2v sterne so 1/1000
    3. wischenschaftliche schätzung: wieviele dieser sterne könnten planeten haben? jeder
    4. wieviele davon könnten in der habitalen zone liegen? 2/3
    5. wieviele davon könnten leben tragen? 2/3
    6. wieviele davon wiederum intelligentes leben? kp
    7. wieviele davon hätten vielleicht moderne kommunikationsmitel (radioteleskope)? ich weiß das ist nun höchstspekulativ kp
    8. und wieder spekulation: die lebensdauer einer technischen zivilisation?
    in g systemen ohne flügge zu werden max 7mrd jahre nach heutiger theorie

  5. #5
    Registriert seit
    29.04.2006
    Beiträge
    127

    Standard

    es geht ja nicht um die maximale lebensdauer einer kommunikativen zivilisation sondern um die durchschnittliche lebensdauer

  6. #6
    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    215

    Standard

    Zitat Zitat von captain kirk Beitrag anzeigen
    ob die drake-formel ein zuverlässiges instrument ist, um die anzahl der technisch hochentwickelten zivilisationen zu bestimmen.
    Wer benutzt schon unzuverlässige Instrumente?

  7. #7
    Registriert seit
    12.12.2007
    Beiträge
    100

    Standard

    Zitat Zitat von spacewalk1 Beitrag anzeigen
    Hi captain

    Die Anpassungsfähigkeit der Drake Formel an jede nur denkbare Hypothese, ist der einzige Grund ihrer weiteren Anwendung.
    Ohne wissenschaftliche Beweisbarkeit der eingesetzten Werte, existieren genau so viele Zivilisationen in der Galaxie, wie es die Drake Formel mathematisch zulässt.

    Gruss s
    ich habs geahnt als ich diesen thread eröffnet habe. es ist einfach noch so vieles unklar, aber ich bin einfach neugierig.

    Zitat Zitat von TomTom333 Beitrag anzeigen
    Warum Sonnenähnlich?

    ca. 70% aller Sterne sind "ROTE" Zwerge.
    Sie leben viel länger als unser Stern
    Warum schauen wir da nicht nach?
    Die Wahrscheinlichkeit ist um den Faktor X höher!
    daran habe ich auch mal gedacht. warum sollten rote zwerge keine lebensfreundlichen planeten haben?
    wenn ich mich dunkel erinnere las ich als gegenargument , daß rote zwerge zu zwergig sind.
    sprich: durch die geringe masse der roten zwerge könnten die gravitationsverhältnisse so miserabel sein, daß geeignete planeten keine eigenrotation mehr haben. dh. nah genug um in der habitalen zone zu sein, aber zu nahe für eigenrotation (siehe merkur).
    ich bin aber kein experte! als schlagt mich nicht, falls es falsch ist
    Geist triumphiert über Materie

  8. #8
    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    215

    Standard

    Hi captain

    Dazu fällt mir ein:

    „Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“ Galileo Galilei

    Gruss s

  9. #9
    Registriert seit
    17.09.2006
    Beiträge
    1.922

    Standard

    Zitat Zitat von captain kirk
    sprich: durch die geringe masse der roten zwerge könnten die gravitationsverhältnisse so miserabel sein, daß geeignete planeten keine eigenrotation mehr haben. dh. nah genug um in der habitalen zone zu sein, aber zu nahe für eigenrotation (siehe merkur).
    Das ist eines der Hauptargumente, zumindest war es das. Das Beispiel Venus zeigt jedoch, daß auch ein Planet mit extrem langsamer Rotation auf seiner Nachtseite nicht unbedingt so kalt wird, daß seine Atmosphäre ausfriert.

    Was die Drakeformel betrifft, so hat Harald Lesch mal in einer seiner Sendungen gesagt, daß auf einem Kongress die Elemente der Formel heiss diskutiert wurden. Nach langer Debatte kam man zu dem Ergebnis, daß eigentlich nur der letzte Term von entscheidender Bedeutung ist: die Lebensdauer der kommunikativen technischen Intelligenz.

    Ist sie zu kurz, so ist es praktisch unmöglich, daß zwei solche Zivilisationen in genau dem Zeitfenster existieren, in dem sich die Eine der Anderen bemerkbar machen kann.

    Die Kürze des Zeitfensters ist nicht unbedingt dadurch gegeben, daß sich die Zivilisationen selbst vernichten (Krieg, Umweltzerstörung). Sie kann auch untergehen und sozusagen wieder ins Mittelalter zurückfallen, ohne daß ihre Mitglieder ausgerottet wurden.

    Oder die über Funk versendete Information wird so dicht gepackt, daß man sie nicht mehr vom Hintergrundrauschen unterscheiden kann. Wir beschreiten diesen Weg ja bereits, z.B. beim digitalen Fernsehen. Ich bin davon überzeugt, daß ein Außerirdischer ohne Kenntnisse unserer Wahrnehmungsphysiologie und -psychologie nicht mehr in der Lage ist ein Mpeg 4 Signal zu einem bewegten Bild zu dekodieren.

    Eine Zivilisation könnte somit bereits nach kurzer Dauer der Sichtbarkeit wieder unsichtbar werden, obwohl sie noch lange weiter existiert.

  10. #10
    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    215

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von jonas Beitrag anzeigen
    die über Funk versendete Information wird so dicht gepackt, daß man sie nicht mehr vom Hintergrundrauschen unterscheiden kann. Wir beschreiten diesen Weg ja bereits, z.B. beim digitalen Fernsehen. Ich bin davon überzeugt, daß ein Außerirdischer ohne Kenntnisse unserer Wahrnehmungsphysiologie und -psychologie nicht mehr in der Lage ist ein Mpeg 4 Signal zu einem bewegten Bild zu dekodieren.
    Kommunikation ist auch eine Frage des Mediums....sagt ein Alien über SETI.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C