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Thema: realität und phantasie

  1. #21
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    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Hallo Jonas
    Ist das wirklich vergleichbar? In diesem viel kleinräumigeren Habitat wären die Extreme bei den Umlaufgeschwindigkeiten der Luft räumlich viel näher:
    In der Bernal-Sphäre, zu der verlinkt wurde, nur 8 km. Und die Geschwindikeitsdifferenz wäre bereits in der Grössenordnung jener zwischen Erd-Aequator und Pol. Ich habe ausgerechnet, dass die Habitatwand bereits mit einer Geschwindigkeit von 280 m/s oder 1008 km/h drehen müsste, um eine Zentrifugal-Beschleunigung von 9,81 m/s^2 zu erzeugen.
    Orbit
    Deine Berechnung ist korrekt, obwohl mich das Ergebnis in seiner Größenordnung nun doch etwas überrascht hat. Ich sollte doch etwas öfter solche Berechnungen mal selber durchführen

    Beim Anfahren der Rotation wird sicherlich einige Zeit mit heftigen Winden vergehen, bis sich die Luft vollständig mitbewegt. Sobald sie es jedoch tut, gibt es zunächst keinen Grund mehr, warum noch Winde herrschen sollten.

    Befinden sich auf der Bernalsphäre nun Seen, Wälder und Städte, so wird dort ein Wetter entstehen, das zu auf- und absteigenden Luftmassen führt. Angenommen die Wetterschicht ist 1.000 Meter mächtig, so ist in der Höhe von 1000 Metern über der Spärenwand die Rotationsgeschwindigkeit etwa 245 m/s, also um 35 m/s oder 126 km/h langsamer. Das wäre schon ein recht starker Orkan.

    Nun läuft aber das Wettergeschehen in einer solchen Sphäre anders ab, als auf einem Planeten. Auf einem Planeten rotieren die Tiefdruckgebiete parallel zur Oberfläche und erzeugen so den Wind. In einer zylindrischen Späre steht das Gebiet aber senkrecht zur Oberfläche. Es entstehen also Wetterwalzen mit Drehachse parallel zur Drehachse der Sphäre und keine Spiralen mit Drechachse senrecht zur Spärenachse. Der Energieaustausch findet also im Wesentlichen oberhalb der Oberfläche statt.

    Mit anderen Worten: der Geschwindigkeitsunterschied von 126 Km/h wird während des Auf- bzw. Abstiegs der Luftmassen langsam ab- bzw aufgebaut.

    Kritisch kann es eigentlich nur dann werden, wenn die Wetterwalze als lokales Phänomen ständig am selben Ort die selbe Richtung hat. Dann könnte sie sich von der übrigen Atmosphäre abkoppeln, verwirbelt nicht mehr mit den anderen Luftteilchen und wird so nicht mehr gebremst. Dann hätte man in der Tat einen starken Orkan. Dem könnte man aber durch kluge Planung der Topographie der Zylinderoberfläche und Einführung von Tag/Nacht Zyklen entgegenwirken. Also z.B. keine Megastadt aufbauen, die permanent Luft aufheizt und in die Höhe treibt und keine zu großen Seen, die den gegenteiligen Effekt haben.

    Je aufgelockerter die Gebiete mit unterschiedlicher Wärmekapazität sind, desto stärker wird der Energieaustausch in der Höhe stattfinden.

  2. #22
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    Hallo Orbit,

    ich glaube, im Stanford-Torus hätten wir weniger Probleme mit Wind.
    Da machen wir die Atmosphäre so 50 - 200 m hoch, pflanzen ein paar Bäume, Sträucher und Hecken, und Ruhe ist.

    Grüße
    SK

  3. #23
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    ich denk auch das das mit ventilatoren oder gelöcherten wänden machbar ist
    nur die schwerkraft für trampolinfans irritiert mich noch

    das mit der geschwindigkeit von 1080 finde ich sogar recht akzeptabel immerhin drehen wir uns in diesem moment auch mit 1400kmh naja zumindest am äquator
    wenn ich dann noch bedenke das es an den polen eher langsam zugeht hab ich das problem wohl überschätzt
    wenn der durchschnitt allerdings zu klein ist könnte ich mir die optik der sterne allerdings noch als verwirrend oder reisekrankheitend vorstellen

    hat einer ne idee für das trampolinsyndrom? also die zentrifugalkraft dürfte doch wenigstens in dem fall nicht greifen da der bereich ja wieder in die schwerelosigkeit fällt

  4. #24
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    Trampoliene werden in solchen Habitaten verboten, da ihre Benutzer, in recht unappetitlicher weise, in einiger Entfernung vom Trampolien, wieder aufschlagen .
    Die Anziehungskraft nimmt zwar ab je näher man dem Rotationszentrum kommt, aber bei diesen Demensionen glaub ich nicht das sich ein "normaler" Mensch mit einem Trampolien in Gefahr bringen könnte.

  5. #25
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    Trampoliene werden in solchen Habitaten verboten, da ihre Benutzer, in recht unappetitlicher weise, in einiger Entfernung vom Trampolien, wieder aufschlagen .
    Das kennen wir ja aus fahrenden Zügen. Da fliegen auch immer wieder Kinder entgegen der Fahrtrichtung durch die Luft, weil sie sich vorher im Zwischengang ein bisschen mit Hüpfen die Zeit vertreiben wollten.
    Und wer kennt nicht die spektakulären Wettkämpfe mit den Motorrad-Jumpern, welche, wenn sie den Lenker loslassen, stets weit und unsanft neben dem Motorrad landen.
    Orbit
    Geändert von Orbit (12.07.2009 um 01:41 Uhr)

  6. #26
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    Das kennen wir ja aus fahrenden Zügen. Da fliegen auch immer wieder Kinder entgegen der Fahrtrichtung durch die Luft, weil sie sich vorher im Zwischengang ein bisschen mit Hüpfen die Zeit vertreiben wollten.
    Langsam, Orbit

    Trampolinspringen könnte in der Tat etwas mehr akrobatisches Können fordern, als es auf der Erde nötig ist. Denk mal an den Versuch zur Corioliskraft bei dem auf einer rotierenden Scheibe eine Bowlingkugel Richtung Zentrum geschoben wird. Sie fällt irgendwo in Drehrichtung der Scheibe von der Scheibe runter.

    Ein Trampolinspringer wird also in einem rotierenden Zylinder zumindest ein wenig in Drehrichtung versetzt bevor er den Zylinderrand (also das Trampolin) wieder erreicht.

  7. #27
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    meine logik wissenschaftlich formuliert
    ich bin begeistert

    ich fänds aber prima wenn der zusatz in schwerelosigkeit dabei verwendung findet

    ich seh da das selbe problem wie du mit der luft orbit

    das man am boden an den boden gepresst wird kann ich mich noch so vorstellen aber in der luft müsste mich der luftwiederstand zusammen mit der fehlenden zentrifugalkraft da kein schwerefeld in dem sinne vorhanden ist aus dem kreislauf bringen wohl nicht komplett da nicht genug kraft vorhanden aber schon unmenschlich

    ps orbit ich hab zwar die ganzes fachausdrücke und so nicht drauf aber bei mehreren iq test habe ich über den überdurchschnittlichen abgeschnitten und verfüge dazu über ein extrem visuelles gedächtnis verständnis und die fähigkeit mir komplizierte dinge selbst zu erklären

    alles nur märchen aber ein funke wahrheit steckt immer drin nä rotkäpchen
    Geändert von esperanto (12.07.2009 um 02:58 Uhr)

  8. #28
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    @ esperanto

    Ich glaube, dein Problem liegt darin das Du die falschen Kraft zugunde legst!
    Ein Mensch der auf der Innenseite eines Habitas steht, fällt nicht unter die Zentrifugalkraft, sonder unter die Zentriepetalkraft (wie ich oben schon erwähnte) und das gilt auch für das Trampolien, die Luft und den Drink in deiner Hand.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zentripetalkraft

    Natürlich erst dann, wenn sich das System "eingedreht" hat. (wer bei 1200km/h Windgeschwindigkeit Trampolien springt, ist`s selber schuld. Gilt auch für die Erde)

    Gruß Tobi

  9. #29
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    ja alles klar adestis aber in der schwerelosigkeit gibts auch wenn die zentrikraft da ist im l4 oder l5 punkt keine gravitation
    schwerelos
    und das änders sich bei der zentrikraft auch nicht wenn du deinem link mal folgst

  10. #30
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    Zitat Zitat von esperanto Beitrag anzeigen
    ja alles klar adestis aber in der schwerelosigkeit gibts auch wenn die zentrikraft da ist im l4 oder l5 punkt keine gravitation
    schwerelos
    und das änders sich bei der zentrikraft auch nicht wenn du deinem link mal folgst
    Bei L4/L5 gibt es schon Gravitation, die sich aber gegenseitig aufheben, deshalb sind diese Punkte ja optimale Punkte für ein Habitat! Was aber nichts über die Verhältnisse im innern eines Habitat aussagt und darauf bezieht sich meine Aussage!
    Schwerelosigkeit ist subjektiv für das menschliche Empfinden! Werde ich ausreichent beschleunigt entsteht das Gefühl von Gravitation, auch wenn ich mich im "freien Fall" befinde bzw. in Schwerelosigkeit. Und das gilt nicht nur für unsere klevere Wahrnehmung, sondern auch für die Physik (wer war da denn nun schlauer???) Kurz gesagt, im innern eines Habitat das ausreichend rotiert, fält ein Apfel immer (fast genau) nach unten! Egal WO es sich gerade befindet. Oder wir reden gerade aneinander vorbei, auch möglich!.
    Geändert von Adestis (12.07.2009 um 04:36 Uhr)

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