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Thema: Widersprüche im relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssatz

  1. #1
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    Standard Widersprüche im relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssatz

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    Mir ist aufgefallen, daß die Spezielle Relativitätstheorie ein paar schwer wiegende Fehler enthält. Sowohl der Impulserhaltungssatz als auch der Schwerpunkterhaltungssatz führen zu Widersprüchen. Deshalb möchte ich dieses Thema zur Diskussion stellen.
    Um zu zeigen, wie diese Widersprüche entstehen, habe ich mir ein Experiment ausgedacht:
    4 physikalisch gleiche Massen (m1, m2, m3, m4) bewegen sich mit gleicher Geschwindigkeit (v1=v2=v3=v4) aus verschiedenen Richtungen innerhalb einer beliebigen Ebene aufeinander zu und stoßen in einem Punkt zusammen. Nach der Kollision bleiben alle 4 Massen aneinander haften und bilden eine neue Masse (m1234), die sich dann mit einer zu berechnenden Geschwindigkeit (v1234) bewegt. Der Winkel zwischen den Bewegungsrichtungen benachbarter Massen beträgt 60°. (Phi(1,2)=Phi(2,3)=Phi(3,4)=60°)
    2 Massen sind dann physikalisch gleich, wenn ich diese Massen vor dem Experiment austauschen könnte, ohne daß sich dadurch der Ausgang des Experiments verändert. Mit dieser physikalischen Gleichheit wird sichergestellt, daß ein Beobachter aus einem beliebigen Inertialsystem die Gleichheit der Massen erkennen kann.
    Sowohl wegen der Impulserhaltung als auch wegen der Schwerpunkterhaltung kann die Berechnung der Geschwindigkeit der Masse nach dem Stoß aus 3 Teilstößen berechnet werden, bei denen jeweils 2 physikalisch gleiche Massen zusammenstoßen. Dieser Zusammenstoß kann dann in dem Inertialsystem ausgewertet werden, in dem die beidem Massen aus entgegengesetzten Richtungen mit gleich großer Geschwindigkeit zusammenstoßen. Es gibt 3 mögliche Kombinationen:
    1 (m1+m2->m12)+(m3+m4->m34)->m1234
    2 (m1+m3->m13)+(m2+m4->m24)->m1234
    3 (m1+m4->m14)+(m2+m3->m23)->m1234
    Es gilt: Phi(x,y)+Phi(y,z)=Phi(x,z).
    Aus diesem Grund können auch die Winkel zwischen 2 beliebigen Massen berechnet werden:
    Phi(1,3)=Phi(1,2)+Phi(2,3)=120°, Phi(2,4)=Phi(2,3)+Phi(3,4)=120°, Phi(1,4)=Phi(1,2)+Phi(2,4)=180°.
    Weil Phi(1,2)=Phi(3,4)=60° ist, müssen die Massen m12 und m34 die gleiche Geschwindigkeit haben und da Phi(1,3)=Phi(2,4)=120° ist, ist auch Phi(12,34)=120°. Weil Phi(1,3)=Phi(2,4)=120° ist, müssen die Massen m13 und m24 die gleiche Geschwindigkeit haben und da Phi(1,2)=Phi(3,4)=60° ist, ist auch Phi(13,24)=60°.
    Da Phi(1,4)=180° ist, kommen die Massen m1 und m4 aus entgegengesetzten Richtungen. Da die Massen physikalisch gleich sind, hat die Masse die Geschwindigkeit v14=0. Dies gilt sowohl wegen des relativistischen Impulserhaltungssatzes als auch wegen des relativistischen Schwerpunkterhaltungssatzes. Im 3. Fall befindet sich also die eine Masse m14 vor der Kollision in Ruhe und die andere Masse m23 bewegt sich mit einer berechenbaren Geschwindigkeit auf diese Masse zu. Dies ist der einzige Fall, in dem 2 physikalisch gleiche Massen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten kollidieren.
    Jetzt muß ich nur noch die Geschwindigkeit der Inertialsysteme berechnen, in dem sich die Massen aus entgegengesetzten Richtungen mit gleich großer Geschwindigkeit aufeinander zu bewegen. Sind die Massen austauschbar gleich und Phi(i,j)<180°, dann bewegt sich dieses Inertialsystem in der Richtung der Winkelhalbierenden und die Geschwindigkeit kann berechnet werden als vij=vi*cos(Phi(i,j)/2)=vj*cos(Phi(i,j)/2). In jedem dieser Inertialsysteme kann man sowohl mit Hilfe des relativistischen Impulserhaltungssatzes als auch mit Hilfe des relativistischen Schwerpunkterhaltungssatz nachweisen, daß sich das Objekt nach der Kollision in Ruhe befinden muß. Also bewegt sich die Masse mij mit der Geschwindigkeit vij. Damit kann ich v1234 mit der Variante 1 und 2 berechnen und es gilt:
    v1234=v1*cos(30°)*cos(60°)=v1*cos(60°)*cos(30°)=v1*cos(30°)/2
    Ich muß jetzt nur noch die Variante 3 berechnen. Es gilt dort:
    v23=v2*cos(30°)=v1*cos(30°)=2*v1234
    Dieses Ergebnis bedeutet aber, daß die Massen m14 und m23 gleich sein müssen, obwohl beide unterschiedliche Geschwindigkeiten haben. Nur wenn m14=m23*(1-v23^2/c^2)^(1/2) ist, dann gäbe es ein Inertialsystem, in dem beide Massen aus entgegengesetzten Richtungen mit der gleichen Geschwindigkeit zusammenstoßen und die Masse bleibt dann in diesem Inertialsystem in Ruhe. Nach dem relativistischen Impulserhaltungssatz und nach dem relativistischen Schwerpunkterhaltungssatz müssen 2 gleich große Massen, die aus entgegengesetzten Richtungen mit der gleichen Geschwindigkeit zusammenstoßen und anschließend aneinander haften bleiben nach dieser Kollision in Ruhe sein. Das bedeutet, daß entweder v1234 2 verschiedene Lösungen haben muß, was zu einem Widerspruch im relativistischen Impulserhaltungssatz und zu einem Widerspruch zum relativistischen Schwerpunkterhaltungssatz führt, oder der Relativistische Impulserhaltungssatz und der relativistische Schwerpunkterhaltungssatz können die physikalische Gleichheit 2er Massen nicht erkennen. Dann sind sie unbrauchbar.
    Wenn überhaupt, dann gibt es nur ein einziges Inertialsystem, in dem Relativistische Impulserhaltung oder relativistische Schwerpunkterhaltung möglich sind!
    Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch
    Geändert von BernhardDeutsch (25.04.2009 um 22:31 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur: "(" entfernen

  2. #2
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    Hurra, endlich ist das ultimate Experiment erdacht, die SRT zu kippen!!

    Gähn!
    Raum IST, Zeit IST.

  3. #3
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    Standardfehler: Wechselnde Inertialsysteme und Beschleunigungen ...

  4. #4
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    Zitat Zitat von BernhardDeutsch
    Ich muß jetzt nur noch die Variante 3 berechnen. Es gilt dort:
    v23=v2*cos(30°)=v1*(cos(30°)=2*v1234
    Wie kommst du auf die 2*v1234? Das stimmt selbst klassisch nicht (da wärs 4*v1234).

    Zitat Zitat von BernhardDeutsch
    Dieses Ergebnis bedeutet aber, daß die Massen m14 und m23 gleich sein müssen, obwohl beide unterschiedliche Geschwindigkeiten haben.
    Mir ist nicht klar geworden was du unter physikalisch gleichen Massen verstehst. Wenn du oben definierst:

    Zitat Zitat von BernhardDeutsch
    2 Massen sind dann physikalisch gleich, wenn ich diese Massen vor dem Experiment austauschen könnte, ohne daß sich dadurch der Ausgang des Experiments verändert.
    kann es sich eigentlich nur um die Ruhemasse handeln.

    Zitat Zitat von BernhardDeutsch
    Nur wenn m14=m23*(1-v23^2/c^2)^(1/2) ist, dann gäbe es ein Inertialsystem, in dem beide Massen aus entgegengesetzten Richtungen mit der gleichen Geschwindigkeit zusammenstoßen und die Masse bleibt dann in diesem Inertialsystem in Ruhe.
    Inwiefern ergibt sich das aus dem vorherigen? Nach deiner obigen Definition

    Zitat Zitat von BernhardDeutsch
    Der Winkel zwischen den Bewegungsrichtungen benachbarter Massen beträgt 60°. (Phi(1,2)=Phi(2,3)=Phi(3,4)=60°)
    stoßen nur die Massen m1 und m4 unter einem Winkel von 180° zusammen?
    Die Massenkombination m14 ist nach dem Stoß somit in Ruhe. Nach deiner Beschreibung steht der Vektor v23 in einem Winkel von 90° zu den Vektoren v1 und v4. Ergo stoßen die Massen m14 und m23 nicht aus entgegengesetzten Richtungen zusammen?

    Gruß Helmut

  5. #5
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    Sehr geehrter jonas
    Wenn ich einen Standardfehler gemacht habe, dann erklären Sie mir bitte, wie dieser Fehler zustande gekommen ist, denn sonst kann ich mit dieser Erklärung nichts anfangen.
    Ich möchte Sie deshalb bitten, mir vorzurechnen welches Ergebnis bei diesem Versuchsaufbau herauskommt. Dann kann ich auch feststellen, ob die Berechnung korrekt ist oder nicht.
    Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

  6. #6
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    Sehr geehrter Aragorn
    Ich war sehr überrascht, daß ich von Ihnen so viel Kritik bekommen habe. Wahrscheinlich war das meine Schuld. Ich hatte für die Beschreibung des Problems zu wenig Platz. Nach den Forumsregeln sollte ich annehmen, daß die Formeln für die Relativitätstheorie allgemein bekannt sind. Deshalb habe ich die Berechnung so einfach wie möglich gestaltet. Vermutlich habe ich dabei einige notwendige Erklärungen vernachlässigt.
    Zu den Kritikpunkten:
    1. v23=v2*cos(30°)=v1*(cos(30°)=2*v1234
    In den Varianten 1 und 2 kam als Rechenergebnis folgende Formel vor:
    v1234=v1*cos(30°)*cos(60°)=v1*cos(60°)*cos(30°)=v1*cos(30°)/2
    Dieses Formelergebnis v1234=v1*cos(30°)/2 habe ich in die Gleichung v23=v1*cos(30°) eingesetzt. Ich dachte eigentlich, daß man das nicht übersehen könnte. Der einzige Fehler, den ich gemacht habe ist der, daß ich versehentlich (cos(30°) geschrieben habe. Die erste „(“ ist ein Schreibfehler und muß entfernt werden.
    Darüber hinaus beschweren Sie sich über das Rechenergebnis. Sie halten das Ergebnis v23=4*v1234 für die korrekte Lösung der klassischen Physik.
    Geht man nach der klassischen Physik, dann gilt m14*v14+m23*v23=m14*v14+m14*v23=m14*(v14+v23)=m14*(0+v23)=m14*(2*v1234)=(2*m14)*v1234=m1234*v1234
    Beachten Sie: die Masse m23 ist aus 2 Einzelmassen entstanden und die Masse m14 ist ebenfalls aus 2 Einzelmassen entstanden.
    Wie kommen Sie darauf, daß ich das falsche Rechenergebnis nach der klassischen Physik herausgefunden habe?
    Zu den restlichen Kritikpunkten:
    Es ist richtig, daß sich die Massen m14 und m23 mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen, schließlich befindet sich die Masse m14 nach der Kollision in Ruhe. Aber es gibt trotzdem ein Inertialsystem, in dem sich die beiden Massen vor der Kollision aus entgegengesetzten Richtungen mit gleicher Geschwindigkeit aufeinander zu bewegen. Wenn ich 2 andere Massen (mx und my) hernehmen würde, die sich mit den Geschwindigkeiten (v23 und v14) bewegen würden, bei der das Massenverhältnis my=mx*(1-v23^2/c^2)^(1/2) gilt, dann kann man die Geschwindigkeit vxy berechnen:
    vxy=(mx*v23+my*v14)/(mx+my). Das Inertialsystem, welches sich in der Bewegungsrichtung von v23 mit der Geschwindigkeit vxy bewegt, hat dann die Eigenschaft, daß die Geschwindigkeiten v23 und v14 in diesem Inertialsystem entgegengesetzt, aber gleich groß sind. Dies folgt aus der Herleitung der Massenformel! Hätte ich die Massen mx und my gewählt, dann befände sich die Masse mxy in diesem Inertialsystem in Ruhe. Beide Massen sind in dem Inertialsystem, in dem sie unterschiedliche Geschwindigkeiten haben unterschiedlich groß, aber die Massen m23 und m14 sind durch das Vertauschen der Einzelmassen m1 mit m2 und m3 mit m4 austauschbar gleich und mit Hilfe der Impulserhaltungsgesetze gleich, weil bei jeder Auswertung von v1234 die gleiche Lösung herauskommen muß. Das bedeutet, wenn ich die Massen mx und my austauschen würde, dann würde sich die Masse mxy im Inertialsystem mit der Geschwindigkeit vxy nicht mehr in Ruhe befinden.
    Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

  7. #7
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    Mach mal eine Skizze (vor dem Stoß und danach) und bezeichne darin alle verwendeten Größen. Dann sehen wir weiter.

    Gruß Helmut

  8. #8
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    Hallo Bernhard,

    nachdem wir uns ja bereits über PN kurz unterhalten haben hier noch eine kleine Ergänzung.

    Dein Dokument: http://www.irrtum-bad.de/DerunelastischeStoss.pdf widerlegt nicht die SRT.

    Du hast darin völlig korrekt festgestellt, daß man in der veralteten Terminologie mit einer richtungsabhängigen Masse (transversaler und longitudinaler) rechnen muß. Ich finde dies ist eine bemerkenswerte Leistung von dir auf die du stolz sein kannst.

    Während meiner Untersuchungen der Relativitätstheorie Einsteins hatte ich an einigen Stellen den Verdacht, daß die Masse nicht nur von der Geschwindigkeit, sondern auch von der Bewegungsrichtung abhängen müßte. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, ob man ein Gedankenexperiment konstruieren könnte, mit dessen Hilfe man diese Eigenschaft überprüfen könnte.
    Wie ich ja bereits in der PN sagte ist dies korrekt.

    Die Geschwindigkeit ist eine 3-dimensionale Größe, die Masse aber nur eine 1-dimensionale Größe. Selbst wenn sie von der Geschwindigkeit abhängt, so darf sie nicht von der Richtung abhängen.
    In der veralteten Terminologie ist die "relativistische Masse" richtungsabhängig. Die transversale Impuls ist unabhängig vom IS (muß nicht transformiert werden wenn v_transversal << c), während der longitudinale Impuls lorentz-ähnlich transformiert. Siehe was "Ich" dazu schreibt:

    http://www.astronews.com/forum/showp...&postcount=133

    Gruß Helmut

  9. #9
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    Standard Antwort zum Posting #7

    Sehr geehrter Aragorn
    Hier folgt eine mathematische Ergänzung zu meinem Experiment.
    Die Bahndaten können für das Experiment so beschrieben werden:
    V1=v*(sin(0°), cos(0°), 0), V2=v*(sin(60°), cos(60°), 0), V3=v*(sin(120°), cos(120°), 0), V4=v*(sin(180°), cos(180°), 0), O1=(V1*t, t), O2=(V2*t, t), O3=(V3*t, t), O4=(V4*t, t)
    Alle 4 Massen bewegen sich aufeinander zu und kollidieren dann. Impulserhaltung bedeutet immer, daß P1234=P1+P2+P3+P4=(P1+P2)+(P3+P4)=(P1+P3)+(P2+P4)=(P1+P4)+(P2+P3) berechnet werden kann. Diese Aufteilung bedeutet, daß ich die Impulse auch paarweise berechnen könnte, so als ob ich zuerst das eine Massenpaar zusammenstoßen lasse, dann das andere Massenpaar zusammenstoßen lasse und dann diese beiden Massenpaare kollidieren lasse. Das Ergebnis muß daher das gleiche sein, wenn ich beispielsweise für die Objekte O1 und O4 folgende Bahnen benutzen würde:
    O1=(V1*t, t)+(a, 0, 0, 0), O4=(V4*t, t)+(a, 0, 0, 0)
    Ist a=0, dann stoßen alle Massen zur gleichen Zeit zusammen.
    Ist a negativ, dann stoßen zuerst die Objekte O1 und O2 zusammen und werden zum Objekt O12. Gleichzeitig stoßen die Objekte O3 und O4 zusammen und werden zum Objekt O34.
    Ist a positiv, dann stoßen zuerst die Objekte O1 und O4 zusammen und werden zum Objekt O14. Gleichzeitig stoßen die Objekte O2 und O3 zusammen und werden zum Objekt O23.
    Für das Experiment gilt, daß ich nur austauschbar gleiche Massen benutze. Austauschbar gleich heißt, daß sich das Ergebnis des Experiments nicht verändern würde, wenn ich die Massen vor der Ausführung des Experiment ausgetauscht hätte. Diese Bedingung ist übrigens eine rein theoretische Voraussetzung, denn wenn die Massen nach dem Zusammenstoß einen gemeinsamen Klumpen bilden, kann es vielleicht unmöglich sein, diesen nach dem Zusammenstoß wieder so voneinander zu trennen, daß ich wieder die gleichen Massen habe.
    Mathematische Berechnungen für das Experiment.
    1. Form des Zusammenstoßes
    Zwei austauschbar gleiche Objekte bewegen sich mit gleich großer Geschwindigkeit aufeinander zu. Der Winkel zwischen den Bewegungsrichtungen beträgt Φ<180°. Die Koordinaten des Inertialsystems können immer so geeicht werden, daß sich beide Objekte in der x-y-Ebene bewegen und die x-Koordinatenachse auf der Winkelhalbierenden liegt.
    Die Bahndaten sehen dann so aus:
    Vi=(v*cos(Φ/2), v*sin(Φ/2), 0), Oi=(Oix, Oiy, Oiz, Oit)=(Vi*t, t)
    Vj=(v*cos(Φ/2), -v*sin(Φ/2), 0), Oj=(Ojx, Ojy, Ojz, Ojt)=(Vj*t, t)
    Jetzt übersetze ich die Bahndaten in das Inertialsystem, welches sich mit der Geschwindigkeit v*cos(Φ/2) in x-Richtung bewegt. Ich benutze dabei folgende Abkürzung:
    W=(1-(v*cos(Φ/2))^2/c^2)^(1/2)
    Es gilt dann
    Oi’=((Oix-v*cos(Φ/2)*Oit)/W, Oiy, Oiz, (Oit-v*cos(Φ/2)/c^2*Oix)/W)=((v*cos(Φ/2)*t-v*cos(Φ/2)*t)/W, v*sin(Φ/2)*t, 0, (t-(v*cos(Φ/2))^2/c^2*t)/W)
    =(0, v*sin(Φ/2)*t, 0, W*t)=(0, v*sin(Φ/2)/W*t’, 0, t’) => Vi’=(0, v*sin(Φ/2)/W, 0)
    Oj’=((Ojx-v*cos(Φ/2)*Ojt)/W, Ojy, Ojz, (Ojt-v*cos(Φ/2)/c^2*Ojx)/W)=((v*cos(Φ/2)*t-v*cos(Φ/2)*t)/W, -v*sin(Φ/2)*t, 0, (t-(v*cos(Φ/2))^2/c^2*t)/W)
    =(0, -v*sin(Φ/2)*t, 0, W*t)=(0, -v*sin(Φ/2)/W*t’, 0, t’) => Vj’=(0, -v*sin(Φ/2)/W, 0)
    Beide Objekte bewegen sich in diesem Inertialsystem aus entgegengesetzten Richtungen mit gleicher Geschwindigkeit aufeinander zu. Wenn ich die Massen in einem Inertialsystem austauschen könnte, ohne daß sich am Ausgang des Experiments etwas ändert, dann muß dies auch in diesem Inertialsystem gelten. Die Massen müssen gleich groß sein. Es gilt dann:
    mij’*Vij’=(mi’*Vi’+mj’*Vj’)/(mi’+mj’)=(mi’*Vi’+mi’*Vj’)/(2*mi’)=(Vi’+Vj’)/2=(0, v*sin(Φ/2)/W-v*sin(Φ/2)/W, 0)/2=(0, 0, 0)
    Aus diesem Grund muß sich die Masse mij mit der Geschwindigkeit v*cos(Φ/2) entlang der Winkelhalbierenden bewegen.
    2. Form des Zusammenstoßes
    Ich habe 2 austauschbar gleiche Massen. Die Masse mi ruht im Inertialsystem und die Masse mj bewegt sich im Inertialsystem mit der Geschwindigkeit v in x-Richtung.
    Die Bahndaten sehen dann so aus:
    Vi=(0, 0, 0), Oi=(Oix, Oiy, Oiz, Oit)=(Vi*t, t)
    Vj=(v, 0, 0), Oj=(Ojx, Ojy, Ojz, Ojt)=(Vj*t, t)
    Jetzt übersetze ich die Bahndaten in das Inertialsystem, welches sich mit der Geschwindigkeit v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1) in x-Richtung bewegt. Ich benutze dabei folgende Abkürzung:
    W=(1-(v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1))^2/c^2)^(1/2)
    Es gilt dann
    Oi’=((Oix-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)*Oit)/W, Oiy, Oiz, (Oit-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)/c^2*Oix)/W)
    =((v*t-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)*t)/W, 0, 0, (t-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)/c^2*v)/W)
    =(v*(1-v^2/c^2)^(1/2)*t/(W*((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)), 0, 0, ((1-v^2/c^2)^(1/2)+1-v^2/c^2)*t/(W*((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)))
    =(v*(1-v^2/c^2)^(1/2)*t’/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1-v^2/c^2), 0, 0, t’)=(v*t’/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2)), 0, 0, t’) => Vi’=(v/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2)), 0, 0)
    Oj’=((Ojx-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)*Ojt)/W, Ojy, Ojz, (Ojt-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)/c^2*Ojx)/W)=((0-v/((1-v^2/c^2)^(1/2)+1)*t)/W, 0, 0, (t-0)/W)
    =(-v*t/(W*(1+(1-v^2/c^2)^(1/2))), 0, 0, t/W)=(-v*t’/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2)), 0, 0, t’) => Vj’=(-v/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2)), 0, 0)
    Beide Objekte bewegen sich in diesem Inertialsystem aus entgegengesetzten Richtungen mit gleicher Geschwindigkeit aufeinander zu. Wenn ich die Massen in einem Inertialsystem austauschen könnte, ohne daß sich am Ausgang des Experiments etwas ändert, dann muß dies auch in diesem Inertialsystem gelten. Die Massen müssen gleich groß sein. Es gilt dann:
    mij’*Vij’=(mi’*Vi’+mj’*Vj’)/(mi’+mj’)=(mi’*Vi’+mi’*Vj’)/(2*mi’)=(Vi’+Vj’)/2=(v/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2))-v/(1+(1-v^2/c^2)^(1/2)), 0, 0)/2=(0, 0, 0)
    Bei meinem Versuchsaufbau ist aber herausgekommen, daß v1234=v23/2 ist. (siehe Posting #1) Diese Geschwindigkeit unterscheidet sich von der Geschwindigkeit v23/((1-v23^2/c^2)^(1/2)+1). Deshalb ist die Geschwindigkeit v1234’ ungleich 0. Weil ich die Massen m1 und m2 vor dem Versuch austauschen könnte und die Massen m3 und m4 ebenfalls vor dem Versuch austauschen könnte, ohne daß sich am Ausgang des Experiments irgendetwas ändern würde, sind auch die Massen m14 und m23 austauschbar. Aber v14’=-v23’. Dann werden die Massen m14’ und m23’ nicht als gleich erkannt. Wenn überhaupt, dann geht das nur in einem einzigen Inertialsystem, denn ich habe die Ebene für dieses Experiment beliebig gewählt. Auch die Geschwindigkeit v kann beliebig sein, so lange sie kleiner als die Lichtgeschwindigkeit ist. Das Inertialsystem I’ bewegt sich zwar auf Grund der Zusammenstöße viel langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit, aber die Überlegungen zum Zusammenstoß 2er Massen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Inertialsystems können für beliebige Winkel zwischen den Bewegungsrichtungen der einzelnen Massen durchgeführt werden. Hätte ich beispielsweise den Winkel 1° gewählt, dann befindet sich m14 nicht mehr in Ruhe, aber die Geschwindigkeit v14 unterscheidet sich von der Geschwindigkeit v23. Dadurch kann man ähnliche Überlegungen für alle Inertialsysteme anstellen. Wenn es also ein Inertialsystem gibt, in dem die Massen bei gleicher Geschwindigkeit unabhängig von der Richtung vor dem Experiment ausgetauscht werden könnten, dann muß es das einzigste sein, bei dem das geht.
    Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

  10. #10
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    Standard Antwort zum Posting #8

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    Sehr geehrter Aragorn
    Ich glaube, Sie mißverstehen mich. Ich hatte nie vor, die Spezielle Relativitätstheorie zu widerlegen, sondern zu korrigieren.
    Ich liebe Widersprüche. Ich versuche dann immer herauszufinden, wie diese Widersprüche entstehen und wie man sie auflösen kann. Widersprüche sind immer Hinweise auf Fehler. Fehler müssen korrigiert werden. Meistens sind die Fehler klein und können auf eine leichte Art und Weise korrigiert werden. Aber als ich mir die Untersuchung der Massenformel angesehen habe, habe ich an verschiedenen Stellen Fehler entdeckt. Die Fehler lagen aber nicht bei der Massenformel, sondern bei den relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätzen, die für die Berechnung der Massenformel benutzt wurden. Deshalb widerlege ich nicht die Massenformel sondern argumentiere gegen die relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze. Weil die Massenformel sowohl aus dem relativistischen Impulserhaltungssatz als auch aus dem relativistischen Schwerpunkterhaltungssatz abgeleitet werden kann, bedeutet eine Widerlegung der relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze, daß man auch der Massenformel nicht mehr trauen kann. Vor allem kann ich die Formel für die bewegte Masse und die Ruhemasse erst dann verwenden, wenn ich nachweisen kann, daß entweder der Impulserhaltungssatz oder der Schwerpunkterhaltungssatz korrekt sind.
    Es gibt 3 verschiedene Methoden, den Fehler zu entlarven:
    1. Bei einem Gedankenexperiment einen unauflösbaren Widerspruch erzeugen, wodurch man ableiten kann, daß es keinen in allen Inertialsystemen gültigen relativistischen Impuls- oder Schwerpunkterhaltungssatz geben kann.
    2. Ich kann mir die Beweistechniken ansehen, die belegen, daß entweder der relativistische Schwerpunkterhaltungssatz oder der relativistische Impulserhaltungssatz korrekt ist.
    3. Einen zu den Lorentz-Transformationen passenden relativistischen Impulserhaltungssatz und einen zu den Lorentz-Transformationen passenden relativistischen Schwerpunkterhaltungssatz konstruieren.
    Die Methoden 1 und 3 habe ich schon untersucht. Bei der Methode 2 habe ich nur den Impulserhaltungssatz untersucht.
    Beim Gedankenexperiment fallen sowohl der relativistische Impulserhaltungssatz als auch der relativistische Schwerpunkterhaltungssatz durch.
    Ich habe 2 verschiedene mögliche relativistische Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze konstruiert. Beide unterscheiden sich sehr stark vom relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssatz. Das interessante bei diesen von mir gefundenen relativistischen Impuls- und Scherpunkterhaltungssätzen ist aber, daß in dem Inertialsystem, in dem der Äther ruht, die klassischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze gelten. In allen anderen Inertialsystemen ändert sich die Masse nur in Bewegungsrichtung, aber senkrecht zur Bewegungsrichtung kann die Masse so schnell werden wie sie will. Sie bleibt konstant.
    Auch diese Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze bedeuten nicht, daß die Spezielle Relativitätstheorie widerlegt wird, sondern daß man sie korrigieren kann. Die Formeln werden nur kompliziert, aber damit muß man leben, wenn man sie behalten will. Aber in meiner Untersuchung bin ich irgendwann an einen Punkt geraten, bei dem ich mir ernsthaft die Frage gestellt habe, ob die Physiker die Theorie überhaupt behalten wollen, wenn sie so kompliziert wird. Schließlich kann man sehr wohl komplizierte Theorien durch einfachere Theorien ersetzen.
    Aus diesem Grund wollte ich die relativistischen Impuls- und Schwerpunkterhaltungssätze und die von mir gefundenen Fehler in einem Forum diskutieren.
    Mir ist klar, daß man mir nicht einfach blind glauben darf. Deshalb wollte ich Schritt für Schritt die von mir gefundenen Widersprüche zur Diskussion stellen. Sollte ich Fehler gemacht haben, so kann man mich gerne korrigieren.
    Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

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    Von todoroff im Forum Gegen den Mainstream
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