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Thema: Astrobiologie: Kam die Linkshändigkeit aus dem All?

  1. #1

    Standard Astrobiologie: Kam die Linkshändigkeit aus dem All?

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    Wissenschaftler haben in Meteoriten neue Hinweise darauf gefunden, die erklären helfen könnten, warum das Leben auf der Erde ausschließlich aus linkshändigen Aminosäuren besteht. Die Linkshändigkeit könnte sich danach schon im All ausgebildet haben. Die Erkenntnis dürfte die Suche und den Nachweis von Leben auf anderen Planeten und Monden im Sonnensystemen nicht leichter machen. (18. März 2009)

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  2. #2
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    Varusschlacht
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    Standard

    Aus dem Artikel:
    "Das hilft zu erklären, warum das Leben auf der Erde 'linkshändig' ist. Damit meine ich, dass alles bekannte Leben nur die linkshändige Version von Aminosäuren verwendet, um Proteine aufzubauen."
    Aus Wikipedia:
    Das D-Alanin [Synonym: (R)-Alanin] findet man als Baustein des Mureins, der Grundsubstanz von Bakterienzellwänden.
    ...
    Bakterien erhalten benötigtes D-Alanin aus L-Alanin mittels des Enzyms Alaninracemase.
    Sind Bakterien kein bekanntes Leben??

    Leicht verwirrt, da kein Fachmann
    Nathan

  3. #3
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    Standard

    Mich würde überhaupt sehr interessieren was Mahananda dazu zu sagen hätte. Immerhin liegt das Thema an der Grenze...na ja...eines gewissen, als Esoterisch aufzufassenden, Bereiches.

    Gruss
    o

  4. #4
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    Dass erwähnt wird, dass im Murchison-Meteoriten ein Überschuss von 18 Prozent gefunden wurde, klingt für mich so, als wäre diese Zahl außergewöhnlich hoch.
    Entgegen von nahezu oder genau 100 Prozent auf der Erde, scheint sie mir etwas zu niedrig, um als wahrscheinlichste Ursache dafür zu gelten.
    ratlose Grüße
    Herbert

  5. #5
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    Standard

    Eine Frage vermutlich beantwortet, die nächste offen.
    Was macht das All mit seiner dünneren Materieverteilung, Kosmischen Strahlung, UV-Licht, durch Kälte bedingte weitaus langsamer ablaufenden chemischen Prozesse zu einem geeigneteren Ort für die Bildung der Vorstufen von Leben als eine planetare Atmosphäre? Sie bietet schließlich Stoffumwälzung, Schutz vor UV und Kosmischer Strahlung in tieferen Schichten. Zumindest im Fall Erde mit dem Mond kommt noch der Schutz vor Sonnenwinden dazu.
    In der Hochatmosphäre gebildete organische Verbindungen werden, wenn sie absinken, geschützt. Die Bildungs- und evtl. Selektionsrate (welche Moleküle werden schneller repliziert? Welche nicht?) ist hier doch weitaus höher.
    Geändert von Gernot (19.03.2009 um 09:02 Uhr)

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Gernot Beitrag anzeigen
    Eine Frage ...
    http://www.scinexx.de/dossier-detail-130-11.html

    Zitat Zitat von Gernot Beitrag anzeigen
    ... vermutlich beantwortet
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/985356

    "Selektiv katalytische Wirkung" auf Erden, lautet hier die Vermutung.

    Nachtrag: Bildlich gesprochen, das Werkzeug kam aus dem All, die Stellschrauben wurden auf der wasserreichen Erde gedreht.
    Geändert von katzenjammer (19.03.2009 um 12:13 Uhr) Grund: Nachtrag
    "Und sie bewegt sich doch."
    "Nein." "Doch!"
    "Nein!" "Doch!!"
    "Nein!!!" "Doooch!!!!"

  7. #7
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    Hallo,

    zum Thema hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben. Die unabhängig erfolgte Bestätigung des bereits benannten Befunds auf der Basis von Isovalin unterstützt die These, dass Proteine mit L-Aminosäuren einen Selektionsvorteil gegenüber Proteinen mit D-Aminosäuren hatten - es war schlicht mehr Material da, mit dem "gespielt" werden konnte - somit zugleich eine größere Variationsbreite binnen kürzerer Zeit. Im Verlauf der chemischen Evolution liefen die L-Varianten den D-Varianten schließlich den Rang ab.

    Dass erwähnt wird, dass im Murchison-Meteoriten ein Überschuss von 18 Prozent gefunden wurde, klingt für mich so, als wäre diese Zahl außergewöhnlich hoch.
    Entgegen von nahezu oder genau 100 Prozent auf der Erde, scheint sie mir etwas zu niedrig, um als wahrscheinlichste Ursache dafür zu gelten.
    Hier muss man die Ausgangsbedingungen berücksichtigen. "Normal" wäre eine gleichmächtige Verteilung, also 50% D-Aminosäure und 50% L-Aminosäure. 18% Überhang bedeutet also 41% D-Aminosäure und 59% L-Aminosäure. Und das kann sich sehr wohl deutlich auf die Einstellung der Startbedingungen für eine chemische Evolution auswirken. Wie gesagt: Die D-Aminosäuren wurden nach und nach verdrängt und spielen nur noch marginal eine Rolle im Stoffwechsel von einigen Bakterienarten (u.a. das Polypeptid Gramicidin S).

    Sind Bakterien kein bekanntes Leben??
    Doch, doch, das schon. Aber wie dein Zitat aus Wikipedia ebenfalls sehr schön zeigt, besitzen Bakterien eigens ein Enzym, welches die L-Variante in eine D-Variante umwandelt. Der umgekehrte Vorgang - also die Umwandlung von D- in L-Aminosäuren - dürfte in der Frühzeit der Lebensentwicklung abgelaufen sein, nachdem die L-Aminosäuren weitgehend verbraucht waren und nur noch D-Aminosäuren frei verfügbar waren. Vielleicht resultiert aus dieser Zeit der Bedarf einiger Bakterien an D-Aminosäuren. Als diese verbraucht waren, überlebten nur die Stämme, die sie aus den von nun an nur noch vorhandenen L-Aminosäuren synthetisieren konnten.

    Was macht das All mit seiner dünneren Materieverteilung, Kosmischen Strahlung, UV-Licht, durch Kälte bedingte weitaus langsamer ablaufenden chemischen Prozesse zu einem geeigneteren Ort für die Bildung der Vorstufen von Leben als eine planetare Atmosphäre?
    Genau diese Bedingungen sind denkbar günstig, dass sich 1. Radikale bilden, 2. Radikale lange genug stabil bleiben, damit sie 3. in einer größeren Variantenvielfalt miteinander zu neuen hochkomplexen Verbindungen reagieren können. Diese Prozesse laufen bevorzugt in kosmischen Staubpartikeln ab, die auf Mikrometergröße eingegrenzte Reaktionsräume in der Eisschicht auf den Silikatkörnern (die noch weitere Elemente enthalten, die katalytisch wichtig sind, wie z.B. Eisen oder Kupfer) zur Verfügung stellen. Nach der Zusammenballung zu Kometen bzw. Meteoroiden eröffnen sich unter dem nun gegebenen Schutz vor kosmischer Strahlung weitere Reaktionswege hin zu Aminosäuren, Nukleinsäurebasen, Lipiden, Sacchariden usw. - kurz: alles was man so zum Leben braucht. Gelangt dann ein solcher Körper auf eine Planetenoberfläche, wo Wasser, Vulkanismus, Gezeiten usw. vorhanden sind, kann unter günstigen Bedingungen (keine oxydierende Atmosphäre) eine chemische Evolution starten, die in eine biologische übergeht.

    So weit erst einmal von mir einige Anmerkungen dazu.

    Viele Grüße!

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    auf der Basis von Isovalin unterstützt die These, dass Proteine mit L-Aminosäuren einen Selektionsvorteil gegenüber Proteinen mit D-Aminosäuren hatten - es war schlicht mehr Material da, mit dem "gespielt" werden konnte - !
    Guten Morgen M.,

    finden Sie den, wenn auch in Vorzeichen gesetzten, Bezug ...gespielt....
    nicht etwas zu ääh...unbestimmt?

    Sie wissen ja das man zwar ...Chaos... sagt, dieses aber nur im Sprachgebrauch als ungeordnet gedeutet wird.

    Will darauf hinaus, das es nach mM einen tieferen Grund geben müsste warum
    L.-A. dominieren.

    Ich denke das dies mit bestimmten Frequenzen des Lichtspektrums zusammenhängt. Was halten Sie von dem Ansatz?

    Viele Grüße

  9. #9
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    Standard

    Guten Morgen M.,

    finden Sie den, wenn auch in Vorzeichen gesetzten, Bezug ...gespielt....
    nicht etwas zu ääh...unbestimmt?

    Sie wissen ja das man zwar ...Chaos... sagt, dieses aber nur im Sprachgebrauch als ungeordnet gedeutet wird.

    Will darauf hinaus, das es nach mM einen tieferen Grund geben müsste warum
    L.-A. dominieren.
    Genau. Bedenk doch mal, Mahananda, wo denn in Deinen Vorstellungen der bewusst und zielgerichtet arbeitende Schöpfergott bliebe!
    Orbit

  10. #10
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    Lieber Mahananda,

    user Orbit. Deutet meinen, Ansatz absichtlich falsch, bitte lassen Sie die Disskusion deswegen nicht abdrifften.

    vielen dank
    O

    ps.: wahrscheinlich hat er sich noch nie mit Molekül-Strukturbildung durch
    ´´Photonen´´ , bzw. Molekularphysik beschäftigt?

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