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Thema: Lichtverschmutzung: Konzept gegen zu helle Nächte

  1. #1

    Standard Lichtverschmutzung: Konzept gegen zu helle Nächte

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    Wer in der Stadt wohnt ist oft beeindruckt von der ungewohnt großen Zahl von Sternen, die man nachts auf dem Lande am Himmel erkennen kann. Astronomen kennen dieses Problem der Lichtverschmutzung und haben sich mit ihren Teleskopen in entlegene Winkel der Erde zurückgezogen. Doch nicht nur Sternenfreunde leiden unter den hellen Nächte, das Problem ist weitaus umfassender. (10. Februar 2009)

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  2. #2
    fspapst Gast

    Standard

    Ein immer größer werdendes Problem ist das mit der Lichtverschmutzung, und wie im Artikel zu erkennen, nicht nur für die (Hobby-) Astronomen.

    Ich erkenne zwar Möglichkeiten, die Lichtverschmutzung zu reduzieren, aber vermeiden kann man die nach meiner Meinung erst, wenn ein generelles Nachtlichtverbot, Verdunklungsgebot oder ähnliches Gesetz in Kraft tritt. Das ist wohl heute und in Zukunft kaum durch zu setzen.

    Also wird bei steigender Bevölkerung auf der Erde die Lichtverschmutzung auch dann steigen, wenn entsprechende Maßnahmen getroffen werden, die Beleuchtung effektiver nutzt und den Himmel weniger erhellt.

    Ein Möglichkeit in ferner Zukunft ist es, dass nur dort Licht gespendet wird, wo sich Menschen aufhalten.
    Eine weitere Möglichkeit ist es, die Lichtempfindlichkeit des Auges mit Brillen, Implantate oder Gentherapie so zu steigern, dass wir Tags wie auch Nachts bestens sehen können.

    Beide Möglichkeiten sind wohl auch in Zukunft eher unwahrscheinliche Szenarien.

    Gruß
    FS

  3. #3
    Registriert seit
    23.05.2006
    Beiträge
    11

    Standard

    Ich kann nur aus England berichten, aber hier sind die Straßenlaternen nur "zur Sicherheit" da (wie die Hunderttausende von Kameras). Von meinem Garten aus sehe ich 7 (!!) Straßenlaternen (schön in Natrium-Gelb) - da frage ich mich, wieso man diese Lampen nicht mit Bewegungsmeldern ausstatten kann. Die Abwesenheit von kompletter Dunkelheit ist bestimmt nicht nur für Insekten ungesund.
    Früher war alles besser - vor allem die Zukunft

  4. #4
    Registriert seit
    24.06.2008
    Beiträge
    21

    Standard

    Nette beobachtung. Gratulation erstmal für diesen Schritt.
    Mir fällt jetzt kein Beispiel ein außer das schon genannte!

    Bewegungsmelder und andere Techniken wären da der erste weg.

  5. #5
    fspapst Gast

    Standard

    Eine Möglichkeit wäre es, die Beleuchtung auf 3 Lichtquellen (Rot/Grün/Blau) sehr schmaler Frequenzbänder zu beschränken. Dann kann man einen entsprechenden Filter (Brille) verwenden, der genau diese 3 Frequenzen heraus filtert.
    Allerdings kenne ich keine Lichtquelle ausreichender Helligkeit die auch noch finanziert werden kann die nur ein bzw. drei sehr schmale Farben produziert. Laser erscheint mir zZ. als zu teuer und der Wirkungsgrad sehr mäßig. LED's für weißes Licht haben auch ein breites Spektrum.

    Wie wäre es, wenn wir die Lampen nur nach unten strahlen, und alles darunter schwarz machen, außer den Personen, Fahrzeugen und Verkehrszeichen?

    FS

  6. #6
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    14.07.2008
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    179

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    Wie wäre es mit eine passivem Lösungsansatz?
    Alle unnützen (was zu definieren wäre) Lichtquellen abmontieren und quasi Restlichtverstärker individuell zu verwenden. Also z.B. im Auto die Scheiben entsprechend "aufzurüsten", daß man alles wieder hell sieht. Oder für Fußgänger eine Art Brille, die entsprechend funktioniert.
    Was wir da an Strom sparen könnten...

    Oder die Sommer-/Winterzeit noch weiter "verschärfen" (nicht ernst gemeint).

    Gruß

    Sir Atlan

  7. #7
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    22.02.2006
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    Hamburg
    Beiträge
    1.214

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    Moin,
    auch wenn diese Anmerkung
    Zitat Zitat von fspapst Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, wenn wir die Lampen nur nach unten strahlen, und alles darunter schwarz machen, außer den Personen, Fahrzeugen und Verkehrszeichen?
    wohl eher als Scherz gedacht war, so beinhaltet sie eigentlich die wohl einzig realisierbare Lösung (zumindest kurz- bis mittelfristig) des Problems.

    Die Mehrheit aller "öffentlichen" Lampen (Straßenlaternen, etc.) strahlt in einem Winkel von 180° und mehr. Damit wird neben der Straße oder dem Gehweg unter der Lampe auch die Umgebung daneben beleuchtet (und sogar der Himmel darüber). Würde man die Lampen mit Reflektoren ausstatten, die so gestaltet sind, daß nur die Bereiche beleuchtet werden welche auch beleuchtet werden sollen, so wäre man der Lösung schon sehr viel näher.
    - Energieeinsparungen von deutlich über 50%
    - Kaum Störung der Fauna und Flora (für die Tiere die sich auf die Straße wagen ist die Beleuchtung sowieso eher von Vorteil)
    - ungestörte Sicht für (Hobby-)Astronomen
    In einigen Orten wird bereits damit experimentiert...

    Dieser Ansatz wäre auch für andere Arten von Beleuchtung (Werbetafeln, private Beleuchtung in der Wohnung/im Haus, etc.) anwendbar.

    In eher ländlichen Gebieten könnten dann noch zusätzliche Bewegungsmelder helfen. Wird auch bereits in einigen Gemeinden praktiziert...

    Gruß, Christian

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