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Thema: Seti und Quanten

  1. #1
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    Standard Seti und Quanten

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    Darf ich mich hier auf ein hochspekulatives Eis begeben oder werde ich dann verbannt?

    Also jeder der Hoimar von Dittfurt "Am Anfang war der Wasserstoff" gelesen hat, hat vieleicht noch eine Erinnerung an das Zivilisationsfenster. So könnte man sich das Entstehen und Vergehen einer Zivilisation das Universum, aus der Sicht eines Gottes betrachtet, wie ein kurzes Aufflackern einer kleinen Lampe vorstellen. Überall flackert es mal kurz auf. Manche Lämpchen leuchten für kurze Zeit gemeinsam auf...

    Nach meinem Verständnis kann von Unterhaltung, nach unserem Verständnis, mit anderen intelligenten Lebewesen überhaupt keine Rede sein. Aufgrund der Entfernungen auch höchst unbefriedigend. Nicht mit unserer herkömmlichen Technik über Elektromagnetische Wellen.

    Was wäre wenn eine Zivilisation im Laufe Ihrer Erkenntnistheorie auf ein Phänomen der Gleichzeitigkeit von Quanteneffekten stossen würde die in irgend einer Art und Weise instantan auf anderen Planeten mit einer selben Vorrichtung empfangen werden könnten. Auf diese Weise wäre Kommunikation möglich. Also ich rege ein bestimmtes Quant in meiner Apparatur an und warte auf die Antwort.

    Das Quantentelefon

    Ich mach mich jetzt vom Acker und bin leider erst in einer Woche wieder da.

    Beste Grüße
    elnolde

  2. #2
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    Zitat Zitat von elnolde Beitrag anzeigen
    Ich mach mich jetzt vom Acker und bin leider erst in einer Woche wieder da.
    Bis dann, und keine Sorge, bis dahin hat vermutlich noch keiner ein Quantengespräch geführt
    meine Signatur

  3. #3
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    Das Problem an der Quantenkommunikation ist, dass dafür zuerst die beiden verschränkten Photonen (oder was auch immer man verwendet) getrennt werden müssen - mit Lichtgeschwindigkeit! Das heisst, jeder überlichtschnelle Quantentelefonanruf würde zuerst eine Übermittlung der Photonen mit Lichtgeschwindigkeit erfordern.
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  4. #4
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    Das Problem an der Quantenkommunikation ist, dass dafür zuerst die beiden verschränkten Photonen (oder was auch immer man verwendet) getrennt werden müssen - mit Lichtgeschwindigkeit! Das heisst, jeder überlichtschnelle Quantentelefonanruf würde zuerst eine Übermittlung der Photonen mit Lichtgeschwindigkeit erfordern.
    Das wäre nur vergleichbar mit dem Einrichten eines Anschlusses, so was dauert bekanntermaßen lang, je nach Firma.
    Das echte Problem ist, dass man damit keine Informationen übertragen kann. Das ist in etwa vergleichbar mit meinem Telefonanschluss bei einem privaten Anbieter in den letzten beiden Wochen.

  5. #5
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    Das echte Problem ist, dass man damit keine Informationen übertragen kann.
    Warum nicht? Sicher kannst du damit Information übertragen. Stellen wir uns zwei Liebende vor, die durch die Abgründe zwischen den Sternen voneinander getrennt sind (es ist ja gerade Valentinstag...). Er möchte sie gerne heiraten, sie kann aber noch keine Antwort geben, bevor sie getrennt wurden. Also machen sie kurz vor der Trennung ab: Zwei Signale = Ja, Ein Signal = Nein. Im fernen Sternsystem angekommen, stellt die Frau (nennen wir sie Alice ) zwei verschränkte Quantensysteme her, also insgesamt 4 Photonen. Zwei davon werden zurück zum Mann - nennen wir ihn Bob - geschickt (wobei der jeweilige verschränkte Partner zurück bleibt). Nach X Jahren Flug durch den Raum kommen die verschränkten Teilchen am Ziel an. Alice kann sich nun entscheiden, ob sie beide Teilchen messen (und damit bei beiden Zielteilchen den Zustand festlegen) will oder nur eines. Wie auch immer sie sich entscheidet, die eigentliche Information wird so übermittelt, weil mindestens ein Teilchen am Ziel (bei Bob) dann gezwungenermassen in den einen oder anderen Zustand gebracht wird, was Bob mit einem Filter entdecken kann.
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  6. #6
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    Quantenverschränkung und -tunnelung sind zwei paar Stiefel

    Gruß
    ins#1
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  7. #7
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    die eigentliche Information wird so übermittelt, weil mindestens ein Teilchen am Ziel (bei Bob) dann gezwungenermassen in den einen oder anderen Zustand gebracht wird, was Bob mit einem Filter entdecken kann.
    Nein, da hast du was falsch verstenden. Egal wie Bob seinen Filter dreht, er wird immer mit 50% Wahrscheinlichkeit "rauf" oder "runter" messen. Egal was Alice mit ihren Photonen anstellt.
    Wenn sie hinterher auf klassischen Wege vergleichen, werden sie feststellen, dass es eine Korrelation zwischen den Messungen gab. Aber dann hilft's auch nicht mehr.
    Wichtig ist, dass Alice das Ergebnis einer Messung nicht erzwingen kann, dementsprechend kann sie auch kein Signal senden.

  8. #8
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    aber Bob muss doch garned messen, das macht doch Alice für ihn. Er sieht dann instantan was Alice für ihn gemessen hat.

    Gruß
    ins#1
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  9. #9
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    Zitat Zitat von ins#1 Beitrag anzeigen
    aber Bob muss doch garned messen, das macht doch Alice für ihn. Er sieht dann instantan was Alice für ihn gemessen hat.
    Alice schickt die Nachricht, indem sie den Zustand der Photonen durch 'hinsehen' festlegt. Sie weis dann was Bob im gleichen Moment empfängt.

    Aber Alíce kann nicht festlegen was sie sehen wird, wenn sie 'hinschaut' und erst damit den Zustand der Photonen festlegt. Sie weis dann nur, was Bob empfängt. Das ist aber nichts anderes als ein zufälliges Signal zu senden.

    Bob empfängt Alices Signal gleichzeitig mit dem Absenden. Er weis jetzt was Alice im gleichen Augenblick gesehen hat. Was nützt ihm das? Alice konnte nicht festlegen was sie senden will, sie konnte es nur zur Kenntnis nehmen.

    Die Entscheidung Hochzeit oder keine Hochzeit ist somit rein zufällig. Für Beide gleich. Das ist zwar auch eine Nachricht, aber nicht so richtig oder?

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #10
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    ja, aber Bynaus schrieb doch

    Zitat Zitat von Bynaus
    Alice kann sich nun entscheiden, ob sie beide Teilchen messen (und damit bei beiden Zielteilchen den Zustand festlegen) will oder nur eines.
    Also wenn beide so eine "Standleitung" zueinander hätten, könnten beide instantan Information übermitteln. Denkfehler oder lediglich ein technisches Problem? Bestimmt Denkfehler...

    edit: http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenteleportation [...] na gut :-(
    edit2: der Denkfehler ist der, dass beide ja vorher (lichtschnell) ausmachen müssen, was sie messen werden. Die Information ist also schon vor dem anschliessenden Experiment in x-Lichtjahren Entfernung ausgemacht. Wenn sie vorher nicht ausgemacht hätten dass 2 mal messen "ja" und 1 mal messen "nein" bedeutet, ist das Ergebnis der Messung von Alice für Sam nicht interpretierbar.
    ins#1
    Geändert von ins#1 (14.02.2008 um 23:52 Uhr) Grund: s.o.
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