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Thema: Glycolaldehyd

  1. #1
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    Standard Glycolaldehyd

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    Zum ersten Mal haben Forscher das Molekül Glycolaldehyd, den elementarsten aller Einfachzucker, außerhalb des galaktischen Zentrums gefunden.
    Die Bedeutung von Glycolaldehyd liegt in seiner chemischen Reaktionsfähigkeit: Zusammen mit Propenal formt es Ribose, einen essenziellen Bestandteil der Ribonukleinsäure - und steht damit in direkter Verbindung mit dem Ursprung des Lebens. Die Entdeckung von Glycolaldehyd gelang mit dem IRAM-Interferometer. (The Astrophysical Journal, 27. November 2008)
    Das interstellare Molekül war schon einmal nahe dem galaktischen Zentrum beobachtet worden. Allerdings herrschen dort extreme Bedingungen. Daher wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie häufig dieses Schlüsselelement des Lebens auch in anderen Teilen unseres Milchstraßensystems ist.
    Tatsächlich spürten die Forscher das Molekül jetzt in einem aktiven Sternentstehungsgebiet auf, weitab vom Herz der Galaxis. "Diese Entdeckung ist insofern von Bedeutung, als das Glycolaldehyd in einer Region gefunden wurde, von der man annimmt, dass sie junge Sterne mit um sie kreisenden Planeten enthält - und Planeten können die Wiege des Lebens darstellen", sagt Claudio Codella, Astronom am l’INAF-Istituto di Radioastronomia in Florenz. Die rund 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernte Region namens G31.41+0.31 besteht aus einem massiven Kern, den rotierendes Gas umgibt.
    Der Kern strahlt mehr als 300.000-fach heller als unsere Sonne und beherbergt eine große Anzahl junger und heißer Sterne.
    Darüber hinaus kennen die Forscher G31.41+0.31 schon relativ gut: Das Gebiet zeichnet sich durch besonders hohe Temperatur, Dichte und eine reiche Chemie aus und leuchtet sowohl im optischen Teil des Spektrums als auch im Bereich von für das menschliche Auge unsichtbaren Radio- und Mikrowellen.
    Das internationale Forscherteam untersuchte die Region mit hoher Auflösung und bei unterschiedlichen Wellenlängen mit dem Ziel, verschiedene Anregungszustände des Moleküls ausfindig zu machen.
    Die Beobachtungen bestätigten das Vorhandensein von drei Linien des Moleküls Glycolaldehyd in Richtung des Kernzentrums bei Wellenlängen von ein, zwei und drei Millimetern. Die Strahlung ließ sich dabei zweifelsfrei auf die erst kürzlich entstandenen Sterne zurückführen.
    Die Entdeckung des Glycolaldehyds ist für die Astrochemie und das Wissen über Sternentstehungsgebiete von entscheidender Bedeutung. Sie erlaubt es nicht nur, das genaue Entwicklungsstadium dieses Kerngebiets näher zu bestimmen, sondern auch das der jungen Sterne selbst. Darüber hinaus ebnet dieses Resultat den Weg für die Entdeckung anderer komplexer Moleküle, die untrennbar mit dem Ursprung des Lebens verbunden sind und die sich bis jetzt nur im galaktischen Zentrum nachweisen ließen.
    "Die Suche nach pre-organischen Molekülen in Sternentstehungsgebieten steckt noch in den Kinderschuhen, aber das Tor ist nun weit aufgestoßen.
    Ich bin überzeugt davon, dass wir schon in naher Zukunft noch mehr dieser Moleküle finden werden", meint Roberto Neri, IRAM-Astronom und wissenschaftlicher Projektleiter für das Interferometer auf dem Plateau de Bure.
    IRAM ist ein internationales Institut für Radioastronomie zur Erforschung des Universums, seines Ursprungs und seiner Evolution. Die Einrichtung mit Sitz in Grenoble wurde 1979 von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und dem französischen Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) gegründet. Heute beschäftigt das Institut mehr als 120 Wissenschaftler, Ingenieure,
    Techniker und Verwaltungsangestellte und betreibt zwei Observatorien: das 30-Meter-Teleskop auf dem Pico Veleta nahe Granada in Spanien und das Interferometer auf dem Plateau de Bure in den französischen Hochalpen. Beide Instrumente zählen zu den besten Radioteleskopen der Welt und sind heute die leistungsfähigsten Observatorien im Millimeterbereich.
    An den Beobachtungen des Moleküls Glycolaldehyd beteiligten sich Wissenschaftler der Universitat de Barcelona-CSIC in Barcelona, des INAF-Istituto di Radioastronomia, des INAF-Osservatorio Astrofisico di Arcetri in Florenz, des University College London und des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM) in Grenoble.

  2. #2
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    TomTom33
    Besten Dank für diesen Beitrag.
    Orbit

  3. #3
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  4. #4
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    Aha, da hat sich Tom entweder mit fremden Federn geschmückt oder er ist einer der beiden Autoren (HOR oder ZA) des Artikels der Max-Planck-Gesellschaft. Könntest Du das noch klären, Tom?
    Orbit

  5. #5
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    Hallo Orbit,

    was hast Du denn an dem ( meiner Meinung nach sehr informativen ) Beitrag von TomTom333 auszusetzen? Ich finde dort keine Stelle, in der er behauptet, dass diese Erkenntnisse von ihm selbst gewonnen wurden. Oder meintest Du mit den fremden Federn etwas anders?

    Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko

  6. #6
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    Wer einen Text fast wortwörtlich abschreibt, den unter seinem Namen veröffentlicht und mit keinem Wort auf den Quellentext hinweist, verhält sich unredlich.
    Geändert von Orbit (30.11.2008 um 00:33 Uhr)

  7. #7
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    Ok, OK!
    Bevor hier ein Streit von Zaun bricht:
    Ich habe den Text im Netz gefunden und vor lauter Aufregung in der ersten oder in der letzten Zeile halt folgendes vergessen:
    "Schaut mal her, dass habe ich im Netz gefunden und halte es für SEHR wichtig:" Zitat ende.
    Dies tut mir leid und kommt nicht wieder vor!
    Kann ja mal passieren. Nun lasst uns drüber reden, denn wenn es "Pre - Leben" da draussen gibt, wie können wir weiter danach Suchen und mit welchen neuen oder alten Methoden. Denn wie in dem Artikel geschrieben..... das Tor ist nun GANZ weit auf....
    Beweise von Ausserirdischem Leben wäre, meiner Meinung, die Entdeckung dieses Jahrhunderts, oder?
    Lasst mal von euch hören und seit mir bitte nicht Böse.
    Tom, der "Nicht-Author"

  8. #8
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    Ich habe den Text im Netz gefunden und vor lauter Aufregung in der ersten oder in der letzten Zeile halt folgendes vergessen:
    "Schaut mal her, dass habe ich im Netz gefunden und halte es für SEHR wichtig:" Zitat ende.
    TomTom333
    Das nehme ich Dir so nicht ab. 'Vor lauter Aufregung' hättest Du einfach zu diesem Artikel verlinkt (was FrankSpecht dann nachgeholt hat). 'Vor lauter Aufregung' macht sich keiner die Mühe einen ganzen Artikel abzuschreiben oder rüber zu kopieren und zu formatieren. Hinter solchem Verhalten stehen andere Motive, sorry.
    Aber ich will jetzt nicht weiter darauf herum reiten, sondern Deine Entschuldigung
    Dies tut mir leid und kommt nicht wieder vor!
    ...
    Lasst mal von euch hören und seit mir bitte nicht Böse.
    akzeptieren und Dir nicht mehr böse sein.

    Ich finde den Artikel auch interessant, kann aber nicht beurteilen, wie viel wahrscheinlicher damit ausserirdisches Leben geworden ist. Hoffen wir, dass sich die Fachleute Mahananda, Chlorobium oder aveneer melden werden.
    Orbit

  9. #9
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    Standard GMX.de / Weltraum

    Ich habe den Bericht aus Gmx.de
    Dort war er auf 3 Seiten aufgeteilt und deshalb habe ich ihn nicht verlinkt.
    Ausserdem wäre dann nach, ich glaube 4 Wochen, der Link nicht mehr gültig.... da alt.
    So steht er jetzt hier im Forum und kan diskutiert werden
    Hier der Link:

    http://portal.gmx.net/de/themen/wiss...ntfernung.html


    So, jetzt bis du hoffentlich Zufrieden

    Was ist denn deine EIGENE Meinung zu diesem Thema

  10. #10
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    Hallo,

    Nun lasst uns drüber reden, denn wenn es "Pre - Leben" da draussen gibt, wie können wir weiter danach Suchen und mit welchen neuen oder alten Methoden. Denn wie in dem Artikel geschrieben..... das Tor ist nun GANZ weit auf....
    Na ja, so ganz weit ist das Tor nun auch wieder nicht auf, und statt "Pre - Leben" stand im Artikel "pre-organische Moleküle", was ein nicht gerade kleiner Unterschied ist ... . Immerhin - der Weg zur Ribose ist etwas weniger unwahrscheinlich geworden, aber das besagt leider nicht allzuviel. Matrizen-Moleküle zur Proteinsynthese müssen nicht unbedingt aus RNA bestehen. Auch andere Brückenmoleküle für Nukleotide sind möglich, beispielsweise Alkadiene wie Propadien oder Butadien oder Alkane mit ungesättigten Sekundärketten. Das ist alles eine Frage der jeweils gegebenen Verfügbarkeit von geeigneten Stoffen in den Reaktionsräumen.

    Aufschlussreicher sind nach wie vor Befunde aus Meteoriten, die nachweislich abiogen entstandene Chemikalien beinhalten. Diese legen nahe, dass Aminosäuren und Nukleotidbasen sowie Lipide und Saccharide schon sehr früh in reichlichen Mengen vorhanden waren, so dass entstehende Lebewesen bevorzugt auf diese Stoffklassen zurückgreifen konnten, um ihren Stoffwechsel zu organisieren. Untersuchungen an Kometenmaterial bestätigen diese Befunde, so dass zu erwarten ist, dass Lebewesen anderswo nicht grundverschieden von der irdischen Variante ist. Das bedeutet, wir müssen mit einer komplexen Kohlenstoffchemie in Wasser rechnen, wobei Polypeptiden nach Art unserer Eiweiße eine Schlüsselfunktion zukommt.

    Viel mehr kann man jedoch nicht vorhersagen, da Anzahl und Art der in diesen Polypeptiden verwerteten Aminosäuren mit großer Wahrscheinlichkeit von unserem Mix erheblich abweicht. Mit Glycin und Alanin ist zu rechnen, darüber hinaus bleibt nur noch freies Spekulieren ohne Datenbasis. Möglicherweise sind die Aminosäuren wie in irdischen Lebewesen linksdrehend, da ein leichtes Übergewicht dieser Sorte auch in Meteoriten gemessen werden konnte, aber sicher ist das nicht, ebenso wie die Verwendung von Guanin als zweite Purinbase neben Adenin. Gerade deshalb wäre ein Mikrobenfund auf dem Mars oder auf dem Jupitermond Europa eine absolute Sensation, weil man dann aus den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu irdischen Mikroben ableiten könnte, welche alternativen Wege möglich sind.

    Darüber hinaus ist möglich, Spektren von Exoplaneten zu messen und auf auffällige Signaturen zu achten, wie z.B. das gemeinsame Vorhandensein von Ozon und Methan, welche auf die Existenz einer Biosphäre auf der Basis von Photosynthese schließen lässt. Bis jetzt ist da noch nicht viel passiert, aber mal sehen, was die Zukunft noch so mit sich bringt ...

    Viele Grüße!

    P.S.: @ Orbit: Das erste Dutzend Seiten meines SF-Romans ist fertig. Grundidee: Ein unbemanntes Raumschiff mit intelligentem Computer - frei nach HAL 9000 - erschließt sich via Erinnerungssequenzen die Aufgabe seiner Mission, birgt das "Enkrypt" und entschließt sich, es selbst zu entschlüsseln. Die zur Erde gesendeten Sequenzen sind gefiltert. Die eigentlich heiklen Passagen, die das Raumschiff zur eigenen Perfektionierung allein nutzen möchte (Stichwort: Umrüstung in einen Replikator!), hält es zurück - ebenfalls wie HAL 9000 - und bricht den Kontakt zur Erde ab. Danach setzt es sich in den Kuiper-Gürtel ab und bereitet dort seine eigene Vervielfältigung vor ...

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