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Thema: Den Treibhausefekt auf der Venus beseitigen

  1. #61
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    Zitat Zitat von fspapst
    Die "Dinger" müssen aber auch einmal einen Sturm überleben können
    Aber nicht in der oberen Stratosphäre...

    Ist es möglich einen Apparat zu konstruieren, der die Dinger auf Mars oder Venus kontinuierlich produziert, ist ein Terraforming sicherlich recht schnell realisierbar.
    Venus ja, beim Mars müsste man statt Spiegeln schwarze Flächen auftragen um die Albedo des Planeten zu erhöhen...

    Zitat Zitat von Orbit
    Die Oberfläche einer Kugel dort draussen wäre ca. 5E14 m^2, und so wären jeweils 5 m^2 von einem Ballönchen besetzt.
    Da komme ich noch mit...

    Die Dichte in einer 1 cm dicken Ballönchen-Schale wäre mit anderthalb mal so gross wie die Dichte der unteren Atmosphäre.
    Hier nicht mehr... Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon mit 1 cm Durchmesser? Ich weiss nicht, was die allfällige Masse von solchen Ballönchen sein soll... Ich habe das Gefühl, 0.1 g ist fast etwas viel für eine derart kleine, leichtflüchtige Struktur. Diamant hat ca. 3.5 g/cm^3, das heisst, allein schon eine massive Diamantsphäre mit 3 mm Radius hat nur 0.1 g Masse. Gut, da muss dann auch noch Spiegel, Empfänger, Aktuatoren etc drauf...
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  2. #62
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    Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon mit 1 cm Durchmesser?
    Ja, aber das war lediglich eine Spielerei, ohne mir dabei Gedanken über die Konstruktion der Ballönchen zu machen.

  3. #63
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber nicht in der oberen Stratosphäre...
    Auch da können die mal zusammen detchen, aber ich dachte vornehmlich beim Aufstieg in die Stratosphäre.
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Venus ja, beim Mars müsste man statt Spiegeln schwarze Flächen auftragen um die Albedo des Planeten zu erhöhen...
    Also große Flächen Teer auf dem Mars? (*nicht ernst gemeint*)
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Da komme ich noch mit...
    ich auch.
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Hier nicht mehr... Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon .....
    Die Masse der Atmosphäre würde also deutlich zunehmen, sprich auch die Wärmekapazität und über die Schale der einzelnen Kügelchen auch die Reflexionen in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Das könnte wieder zu mehr Reflexion in den Weltraum oder auch zu mehr Treibhauseffekt führen. Beides muss also für die erde genauer überdacht werden.

    Gruß
    FS

  4. #64
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    Die Masse der Atmosphäre würde also deutlich zunehmen
    Kaum. Masse aller Ballönchen = 10 Mio Tonnen = 10^10 kg.

    Masse der Atmosphäre = 5*10^18 kg. (http://en.wikipedia.org/wiki/Earth%2...nsity_and_mass)

    @Orbit: ich wollte damit sagen, dass in der Stratosphäre schwebende Ballönchen natürlich zwingend leichter als die sie umgebende Luft sein müssen. Damit dürfte deine Annahme von 0.1 g / Ballönchen ungerechtfertigt erscheinen (wie du selbst demonstriert hast), das Konzept selber wird dadurch aber nicht in Frage gestellt. Oder was wolltest du genau sagen?
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  5. #65
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Masse der Atmosphäre = 5*10^18 kg.
    Tja, ist halt doch recht dünn verteilt.

    Selbst bei vollständiger Abschattung (Spiegelstellung auf max. Reflexion in den Weltraum), würden wir Menschen es vermutlich nicht erkennen, wohl aber, wenn die "sichtbaren" alle auf einen Punkt vor unseren Füßen reflektieren. (Bei einer spiegelgenauen Reflexion die ja, soweit ich das verstanden habe, grundsätzliches Bauprinzip ist.)

    Als Solar-Kollektoren finde ich die Idee richtig Interessant. Dann kann man die Geräte auf dem Boden entsprechend kleiner bzw. effektiver gestalten.

    Zum Abschatten von Sturmzellen zur Vermeidung von Stürmen oder zum Bestahlen von Regenwolken um den "zu viel" Regen ab zu wenden, muss zuerst eine stabile, weltweite Politik her.

    Und es bleibt die Anwendung als Waffe. Das können bei einfachen Funktionssystemen auch von Terroristen missbraucht werden. Fokus auf eine Sturmzelle oder direkter: Fokus auf das Staatsoberhaupt. (*brutzel*)

    Gruß
    FS

  6. #66
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    Es gibt doch bei allen Planeten grenzen, welche - wenn sie überschritten werden - das Klimasystem in eine Richtung zum kollabieren bringen.

    Wieviele orbitale Sonnenschirme (+Größe) müsste man an der Venus anbringen, damit das Klima umkippt??

    Bsp. Zuerst würde Regolith entstehen, CaCO3 dampft anscheinend bei höheren Temperaturen aus, bei niederen müsste sich wieder CO2 binden. Auch Stickstoff speichert sich in Mineralien.
    Dadurch wäre weniger Treibhauseffekt und Druck. Ein Teil des Wassers würde dann wohl flüssig werden (Bei 30-70 Bar bleibt es wohl bis 250°C flüssig - Prinzip eines Druckkochtopfs)
    Da auch Wasserdampf ein Treibhausgas ist, und dieser Effekt fehlen würde, würde es schon viel gemütlicher sein auf der Venus.

    Ich spekuliere mal, das Bakterien bei 130-200°C und flüssigen Oberflächenwasser, Sonneneinstrahlung und CO2 + N2 Atmosphäre gedeihen könnten.

  7. #67
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    Hallo,

    da es Bakterien und auch höhere Organismen gibt die hohen Druck und Temperaturen jenseits der 100°C gedeihen wäre das ja garnicht so abwägig.

    Aber gibt es noch genug Wasser in der Athmosphäre?
    Aber es gibt ja noch jede menge chemisch gebundenes Wasser oder?

    Das ganze CO2 in der Luft würde doch erst verschwinden wenn es so kalt ist das es zu Eis kristalisiert aber dann hätte man doch eine sehr dicke globale Trockeneisdecke!

    Oder gibts es schon davor genug Prozesse die das CO2 umwandeln/binden können?

  8. #68
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    Die Erde besteht zu 1/3 aus Sauerstoff! Kaum zu glauben??

    Sauerstoff und Stickstoff wie auch Kohlendioxid (zählt zu dem Sauerstoff dazu!) neigen dazu, bei höheren Temperaturen aus dem Regolith (auf der Erde nennen wir es Gestein) auszudampfen. Da gibt es ne Gruppe im Periodensystem, die 'Gesteinsbildner'.

    Umgekehrt wird Atmosphärisches Gas in Mineralien gebunden: Nitrate ehntstehen insbesondere durch Reaktion von Salpetersäure mit Gesteinen, CO2 bildet in interaktion mit flüssigem Wasser Kohlensäure, die sich an loses Calcium, ect. bildet.

    Calcium,Eisen und Magnesium binden besonders viel.

    Am Mond will man daraus den Sauerstoff zum Atmen gewinnen, hast du sicher schon gehört.


    Bakterien gibt es ganz sicher die über 400!C aushalten. Aber höhere Organismen? Denen müssten wohl Bakterien vorher den Weg bereiten (CO2 binden, dann ist weniger Treibhausgas vorhanden)



    Wasser gibt es noch einiges.

    In Form von Wasserdampff und Schwefelsäure wie Schwefelwasserstoffen.
    Allerdings entweicht es langsam, da die Atmosphärensäule zu hoch ist und somit viel Angriffsfläche bietet. Auch steigt der Wasserstoff und Sauerstoff, den die UV- Strahlen aus Wasser Gespalten haben, somit höher und besitzt durch die höhere Sonneneinstrahlung dort oben mehr Wärme (=Fluchtenergie).

    Auch dringt der Sonnenwind nur bis in eine gewisse Höhe ein, an dem das Magnetfeld zu stark wird. Da diese Atmosphäre so hoch ist, sind die H2 Teilchen (leichter als die übrige Luft, steigen an den Rand der Atmosph.)sehr einfach über dem kritischen Punkt des planetaren Magnetfeldes (das vom Sonnenwind induziert wird)
    Und dort kommt dann der Sonnenwind und bläst die Teilchen langsam aber sicher in den raum (=weg).
    Geändert von _Mars_ (08.02.2009 um 21:24 Uhr)

  9. #69
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    Ausserdem wird auch CO2 und Wasser gebunden, durch Bildung von Erdöl, Erdgas mithilfe von Tektonik und chemischen (zumeist biologischen) Prozessen. Da ist dann allerdings die Frage, ob die Venus sowas wie Tektonik beherbergt.

  10. #70
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von _Mars_ Beitrag anzeigen
    Die Erde besteht zu 1/3 aus Sauerstoff! Kaum zu glauben??
    Ich glaube das nicht!

    Gruß
    FS

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