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Thema: Den Treibhausefekt auf der Venus beseitigen

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  1. #1
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    1.188

    Standard Den Treibhausefekt auf der Venus beseitigen

    Hallo,

    habe in einem Buch (Die GROSSE Vision) gelesen, dass man(n) duch eine ganz bestimmte Art von Algen den Treibhauseffekt in der Venusatmosphäre beseitigen könnte. Da wir sehr genau bescheid Wissen über die Zusammensetzung und die Temperaturen auf der Venus wäre es laut Autor möglich in ca 200 km über der Oberfläche durch freisetzen dieser Algen.
    Man hat herausgefunden das in dieser Schicht Verhältnisse herschen die diese Algen lieben und neben Sauerstoff auch Ozon entstehen könnte.
    Hat schon jemand davon gehört?
    Wenn der Treibhaseffekt verschwindet würde doch automatisch die hohe (470 Grad) Temperatur auf der Oberfläche stark sinken.
    Nachteil allerdings sind die Tages und Nachtzeiten auf der "2. Erde"
    Wie steht ihr zu diesem Thema?

  2. #2
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    Standard

    Selbst wenn der Treibhauseffekt von einem Moment auf den anderen weg wäre, die Oberfläche bliebe extrem heiss: schliesslich ist die ganze Kruste des Planeten überall heisser als 480°C. Es dürfte eine lange Zeit dauern, bis diese ausgekühlt ist, so dass man darauf landen kann.

    Weiter spalten Algen etc zwar das CO2, aber sie entfernen den Kohlenstoff nicht aus dem System, und das ist das Problem. Denn die Algen sterben irgendwann wieder ab und sinken zur Oberfläche, wo sie wieder zu CO2 werden. Das heisst, es stellt sich einfach ein neues Gleichgewicht ein, mit ein bisschen mehr O2 und ein bisschen weniger CO2...

    Wollte man die Venus wirklich terraformen, müsste man eine Möglichkeit finden, das CO2 zu binden, etwa in Karbonaten. Zudem bräuchte die Venus gewaltige Mengen von Wasser (alles Wasser der Erdoberfläche passt in einen Eismond von ~1000 km Durchmesser), um wirklich erdähnlilch zu werden.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
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  3. #3
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    Smiltene (Lettland)
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    1.188

    Standard

    Hei ja aber das ist schon mal was!
    Die Algen spalten das CO2
    Sauerstoff wird freigesetzt und der Kohlenstoff fällt aus.
    Kohle ist doch gar nich soooooo schlecht.
    Und ja, natürlich sterben die Algen ab..... aber vorher haben sie sich 1 : 10.000 Vermehrt!
    Laut den Berechnungen welch ich gesehen habe bräuchte mann 9 Sonden Planeten (Venus) weit.
    Nur??????? Wie bleiben die Algen in 200 km höhe? (Venusanziehung)
    Auch klar die Kruste ist Heisser und müsste sich ein paar hundert Jahre Abkühlen.
    Aber die werden wir doch noch haben.... oder ?
    Das mit dem Wasser ist so ein Problem, da geb ich dir Recht, aber brauchen wir 70% der Oberflacher der Venus mit Wasser Bedeckt??????
    Stell dir doch nur mal den Pazifik vor!
    Und Jetzt leg ihn TROCKEN! Mit Einem Schlag.... KEIN Wasser mehr!
    Schade für die Fische... aber ist der nötig?????
    Na also... klar brauchen wir etwas Wasser...aberso wie ich die Berechnungen richtig verstanden habe ist in derAtmosphäre genug, das von.... als Schwefel-Gebundener "Sauerer REGEN" auch Wasser übrig bleibt
    Nun ist die Frage.. lassen uns die Wissenschaftler es auf einen Versuch ankommen?
    Oder gilt es die Venus zu erhalten so wie sie ist?
    Gibt es dafür ein Gesetz?
    Regeln?

  4. #4
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    1.330

    Standard

    Zitat Zitat von TomTom333 Beitrag anzeigen
    Nur??????? Wie bleiben die Algen in 200 km höhe? (Venusanziehung)
    Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass Algen möglicherweise darin "schwimmen" könnten

    Oder gilt es die Venus zu erhalten so wie sie ist?
    Gibt es dafür ein Gesetz?
    Regeln?
    Derzeit gibt es wohl noch keine Venuserhaltungsverordnung (VeVo)
    meine Signatur

  5. #5
    fspapst Gast

    Standard

    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass Algen möglicherweise darin "schwimmen" könnten
    Und nachdem die ersten Algen die Temperatur der Venus herab gesenkt haben werden weitere Algen für den Abbau der Schwefelsäure zu stabilen Sulfiden und Wasserstoff beitragen, die Atmosphäre aus zu dünnen und gleichzeitig mit den Sulfiden den Boden weiter ab zu kühlen.
    Im Dritten Verlauf können dann Algen eingesetzt werden mehr CO2 zu binden und auf den abgekühlten venusboden tropfen zu lassen, (wo wie dann unser Öl abschöpfen können um die erde weiter ahu zu heizen ).
    Erst im Vierten Teil wird dann die Atmosphären so weit abgekühlt, dass Wasser bis zum Boden dringen kann. Dann geht die Evolution einen nicht mehr kontrollierbaren Weg weiter, der eventuell aber durch Infektion bestimmter Bakterien noch ein wenig gesteuert und beschleunigt werden kann.
    In 500kJ - 5MJahren werden dann die ersten Menschen auf der Venus siedeln. Bis zum RotenRiesenStadium der Sonne ist es noch ausreichend Zeit mal eben die Venus über zu bevölkern.
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Derzeit gibt es wohl noch keine Venuserhaltungsverordnung (VeVo)
    Es gibt aber eine Richtline, nach der Kontamination anderer Himmelskörper unbedingt vermieden werden soll. Die Marslander sind z.B. sehr gut desinfiziert worden! Gleiches gilt für die Venus.

    Gruß
    FS

  6. #6
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    Standard

    Hallo TomTom333,

    mir ging es nicht um die jetzige sondern um und angestrebte Zusammensetzung der Venusatmosphäre.

    hallo Schmidts Katze,
    Ok. Bei welchem Gesamtdruck?
    Und soll es größere Mengen flüssiges Wasser auf der Oberfläche geben?
    Wie groß soll die relative Luftfeuchte sein?

    Grüße UMa

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von TomTom333 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    habe in einem Buch (Die GROSSE Vision) gelesen, dass man(n) duch eine ganz bestimmte Art von Algen den Treibhauseffekt in der Venusatmosphäre beseitigen könnte. Da wir sehr genau bescheid Wissen über die Zusammensetzung und die Temperaturen auf der Venus wäre es laut Autor möglich in ca 200 km über der Oberfläche durch freisetzen dieser Algen.
    Man hat herausgefunden das in dieser Schicht Verhältnisse herschen die diese Algen lieben und neben Sauerstoff auch Ozon entstehen könnte.
    Hat schon jemand davon gehört?
    Wenn der Treibhaseffekt verschwindet würde doch automatisch die hohe (470 Grad) Temperatur auf der Oberfläche stark sinken.
    Nachteil allerdings sind die Tages und Nachtzeiten auf der "2. Erde"
    Wie steht ihr zu diesem Thema?
    Wenn das funktioniert, könnte man es auch auf der Erde versuchen.

    Grüße
    SK

  8. #8
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    Andersrum wird ein Schuh draus!
    Wir könnten viel von dem Treibhausefekt lernen. Venus Express und noch weitere Sonden könnten die Veränderungen messen.
    @ Schmitz Katze: Hier ist die Atmosphäre definitiv zu dünn und die Algen sinken zu Boden.

    Zitat Wiki ie Atmosphäre der Venus ist von außen völlig undurchsichtig. Das liegt jedoch nicht so sehr an der Masse beziehungsweise der sehr hohen Dichte der Gashülle, sondern hauptsächlich an einer stets geschlossenen Wolkendecke. Diese befindet sich mit ihrer Unterseite in einer Höhe von etwa 50 km und ist rund 20 km dick. Ihr Hauptbestandteil sind zu etwa 75 Masseprozent Tröpfchen aus Schwefelsäure. Daneben gibt es auch chlor- und phosphorhaltige Aerosole. In der unteren von insgesamt drei Wolkenschichten gibt es möglicherweise auch Beimengungen von elementarem Schwefel. Größere Tröpfchen der Schwefelsäure regnen ab, aber nur bis unweit der Unterseite der Wolkendecke, wo sie aufgrund der hohen Temperaturen verdampfen und sich anschließend in Schwefeldioxid, Wasserdampf und Sauerstoff zersetzen. Nachdem diese Gase bis in die obersten Wolkenbereiche aufsteigen, reagieren und kondensieren sie dort wieder zu Schwefelsäure.

    Enthält Schwefelsäure nicht auch Wasser????
    Und 2 ppm Wasser(dampf) in einer 90 fach dichteren Atmosphäre istauch schon einiges nach meinen Berechnungen.

  9. #9
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    Standard

    Ja, aus Schwefelsäure lässt sich prima Wasser (und mit Schwefel, Kohlenstoff [und Perchloraten vom Mars] Schießpulver) erzeugen....

    Schwebende Städte wären vorerst notwändig, und diese würden auch nebenbei Schatten werfen (-> 2 Vorteile: Je mehr Städte, desto mehr Menschen&Schatten)
    Und fette Satelliten, die die Venus verdunkeln.

    Aber eigentlich ist der Mars besser geiegnet, da dieser nicht von der Sonne verschluckt wird bzw. wenn die Sonne sich weiter aufheizt erst viel später verdampft (bzw. sich sehr aufheizt)

    Mfg

  10. #10
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    Standard

    Hallo Mars
    Willkommen im Forum.
    Aber eigentlich ist der Mars besser geiegnet, da dieser nicht von der Sonne verschluckt wird
    Aber auch auf dem Mars wird's dann ziemlich heiss werden.
    Der Taghimmel wird nämlich ein einziger rot glühender 1000 Grad heisser Deckel in ca. 1/2 AU Entfernung sein.
    Orbit

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