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Thema: Wahrscheinlichkeit und Einzigartigkeit von Leben

  1. #11
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    Wenn ich es nochmal laienhaft zusammenfassen darf:
    ... prägnanter hätte ich es auch nicht besser hinbekommen! Ja, so ist es!

    Viele Grüße!

  2. #12
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    Hallo Conz,
    Hast Du schon mal Frank Schätzing gelesen: Nachrichten aus einem unbekannten Universum? In diesem Buch bringt der Schätzing u.a. auch dieses Thema mit einem guten Schuß Humor unter die Leute. Liest sich sehr interessant und amüsant.

    Gruß – Jora52

  3. #13
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    Hallo jora52,

    das Buch habe ich noch nicht gelesen, danke für den Buchtipp. Ich werde es mir mal für die kommenden Winterabende bestellen.

    Grüße
    Conz

  4. #14
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    Zitat Zitat von Conz Beitrag anzeigen
    Auf der Erde wird es verschiedene Plätze mit unterschiedlich zusammengesetzten Ursuppen gegeben haben. Abhängig von der Zusammensetzung hat sich Leben wahrscheinlich mehrfach gebildet und dies mit leicht unterschiedlichen Ansätzen.
    Dieser Meinung bin ich nicht.
    Meines Wissens nach gibt es eine Besonderheit bei Aminosäuren-Monomeren. Es gibt zwei Arten, die sich nicht in ihrer chemsichen Zusammensetzung, sondern nur in der Orientierung der Atome im Molekülverband unterscheiden. In Meteoritenüberresten findet man Aminosäuren beiden Typs, rechts- und linkshändige.
    Das Leben auf der Erde verwendet ausschließlich linkshändig aufgebaute Aminosäuren. Warum das so ist, kann zurzeit niemand sagen, es scheint zufällig bestimmt zu sein.
    Je mehr Plätze mit unterschiedlichen Leben es also gegeben haben soll, desto Wahrscheinlicher ist es, dass es auch heutzutage noch Leben mit rechtshändigen Aminosäuren-Monomeren gibt. Das gibt es aber nicht.

    Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die "Linkshänder" die "Rechtshänder" aufgefressen haben könnten, wenn es sie jemals gab. Jedenfalls stammen wir von linkshändig-aufgebauten Lebensformen ab.

  5. #15
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    Moin, Roland90,
    Zitat Zitat von Roland90 Beitrag anzeigen
    Jedenfalls stammen wir von linkshändig-aufgebauten Lebensformen ab.
    Ich bin bei weitem kein Bio-Experte, aber m.E. guter Einwand!
    Da ich die Grundlagen der Archaeobiologie nicht kenne und schon gar nicht verstehe, resümiere ich:
    a.) Evolutionisten suchen immer noch Zuflucht beim Zufall, weil sie die Existenz einer bewussten Intervention nicht akzeptieren wollen. (Zitat: http://www.darwinismus.com/molekularbiologie_04.php)
    b.) Linksdrehende Aminosäuren etablierten sich in nur einer Sphäre (nördlich oder südlich) des Äquators.
    Geändert von FrankSpecht (24.10.2008 um 01:38 Uhr)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  6. #16
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    Hallo Roland,

    Je mehr Plätze mit unterschiedlichen Leben es also gegeben haben soll, desto Wahrscheinlicher ist es, dass es auch heutzutage noch Leben mit rechtshändigen Aminosäuren-Monomeren gibt. Das gibt es aber nicht.
    Diese rechnung geht nicht auf, weil der Entstehung der Protobionten eine längere Phase der Anreicherung der nötigen Agenzien vorausgegangen ist, inklusive der Synthesewege, die zur Bevorzugung der L-Variante von Aminosäuren geführt hat. Du hast zwar recht, dass in Meteoriten beide Varianten gefunden werden, aber auch hier besteht bereits ein leichtes Ungleichgewicht zugunsten der L-Variante. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Syntheseweg aufbaut, der zu einer einseitigen Anreicherung von L-Varianten führt, ist damit bereits auf abiotischem Weg gegeben. Die Entstehung von ersten Lebewesen ergibt demnach unter Berücksichtigung der vorausgehenden Chemosynthese-Phase eine Bevorzugung von L-Varianten - egal an wie vielen Plätzen unabhängig voneinander Lebewesen entstehen.

    Weiterhin ist zu bedenken: Die Variante von Lebewesen, die bis heute überdauert hat, konnte nur "ihresgleichen" verwerten und hat sich (u.a. infolge effizienterer Verwertung durch Einpassung der Stoffwechselwege der Beute in den eigenen Stoffwechsel) als fitter erwiesen als möglicherweise parallel dazu vorhandene D-Varianten. Die L-Varianten haben schneller und mit einer höheren Vermehrungsrate sämtliche Nischen besetzt, so dass für hypothetische D-Varianten kein Rückzugsraum mehr verblieben ist. Wenn es sie jemals gegeben hat, dann sind sie längst ausgestorben.

    Viele Grüße!

  7. #17
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    Da ich die Grundlagen der Archaeobiologie nicht kenne und schon gar nicht verstehe, resümiere ich:
    ... am besten gar nichts, denn auf welcher Grundlage willst du dir ein Urteil zu archäobiologischen Vorgängen bilden?

    Evolutionisten suchen immer noch Zuflucht beim Zufall, weil sie die Existenz einer bewussten Intervention nicht akzeptieren wollen.
    ... und was das Beste ist: Sie müssen es gar nicht!

    Linksdrehende Aminosäuren etablierten sich in nur einer Sphäre (nördlich oder südlich) des Äquators.
    Klar! Das hat der liebe Gott wohlweislich so eingerichtet. An dieser Stelle möchte ich gleich nachfragen: Nordhalbkugel oder Südhalbkugel?

  8. #18
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    Moin, Mahananda,

    hmm, ich sollte so spät nachts nichts posten. Irgendwie ist ein Satz von mir weggeblieben, der darauf hingedeutet hatte, dass ich das nicht ganz so ernst meinte

    Deine Erklärung im Post an Roland gefällt mir jedenfalls weit besser.

    'tschuldige bitte!
    cs, Frank
    frank-specht.de

  9. #19
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    'tschuldige bitte!
    Angenommen!

  10. #20
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    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Diese rechnung geht nicht auf, weil der Entstehung der Protobionten eine längere Phase der Anreicherung der nötigen Agenzien vorausgegangen ist, inklusive der Synthesewege, die zur Bevorzugung der L-Variante von Aminosäuren geführt hat. Du hast zwar recht, dass in Meteoriten beide Varianten gefunden werden, aber auch hier besteht bereits ein leichtes Ungleichgewicht zugunsten der L-Variante. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Syntheseweg aufbaut, der zu einer einseitigen Anreicherung von L-Varianten führt, ist damit bereits auf abiotischem Weg gegeben.
    Das wusste ich nicht. Hast du einen Link/Quelle?

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Weiterhin ist zu bedenken: Die Variante von Lebewesen, die bis heute überdauert hat, konnte nur "ihresgleichen" verwerten und hat sich (u.a. infolge effizienterer Verwertung durch Einpassung der Stoffwechselwege der Beute in den eigenen Stoffwechsel) als fitter erwiesen als möglicherweise parallel dazu vorhandene D-Varianten. Die L-Varianten haben schneller und mit einer höheren Vermehrungsrate sämtliche Nischen besetzt, so dass für hypothetische D-Varianten kein Rückzugsraum mehr verblieben ist. Wenn es sie jemals gegeben hat, dann sind sie längst ausgestorben.
    Ich habe jetzt nochmal in einem Buch nachgeschaut: es gibt tatsächlich rechtshändig gebaute Aminosäuren an einigen Eiweißkörpern in den Zellwänden gewisser Bakterien. Das sind allerdings die einzigen Ausnahmen.

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