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Thema: Gemini: Bild eines Planeten um sonnenähnlichen Stern?

  1. #1

    Standard Gemini: Bild eines Planeten um sonnenähnlichen Stern?

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    Astronomen haben vielleicht das erste Bild eines extrasolaren Planeten um einen sonnenähnlichen Stern gemacht. Die Beobachtung gelang am Gemini North-Teleskop auf Hawaii. Der vermutetet Planet ist 330-mal weiter von seiner Sonne entfernt als die Erde und hat etwa die achtfache Masse des Gasriesen Jupiter. Das System liegt in 500 Lichtjahren Entfernung. (16. September 2008)

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  2. #2
    fspapst Gast

    Standard

    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Astronomen haben vielleicht das erste Bild eines extrasolaren Planeten um einen sonnenähnlichen Stern gemacht.
    Mich stören etwas
    - das "vielleicht" gravitative gebunden
    - eventuell ist ein Brauner Zwerg
    - reichlich weit weg vom Zentralgestirn
    Jedenfalls möchte ich für mich das Objekt nicht als Planet bezeichnen, selbst wenn es gravitative gebunden wäre, was auch wiederum auch druch einen Einfang geschehen sein könnte.
    Bis die Entstehung nicht erforscht ist, bleibt das Objekt für mich ein Brauner Zwerg

    FS

  3. #3
    Registriert seit
    21.07.2008
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    59

    Standard

    hi,

    ich verstehe nicht wieso der Stern so eine grosse ausdehnung auf dem Foto hat. ich dachte das andere Sterne (ausser der Sonne) so weit weg sind, das sie auch mit teleskopen keine Ausdehnung am himmel haben, sondern nur Lichtpunkte sind. aber es scheint als ob sogar die unterschiedliche groesse von der fernen Sonne und von dem Begleiter auf dem Bild zu erkennen sind.

    hmm ...

    ist die Aufloesung von teleskopen doch so gross oder ist es ein anderer Effekt den ich nicht kenne ???

    thx !!

  4. #4
    fspapst Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Inkow Beitrag anzeigen
    ich verstehe nicht wieso der Stern so eine grosse ausdehnung auf dem Foto hat.
    Schau mal hier.
    Meinst Du den Nebel um den Stern? das könnte auch eine Staubscheibe sein.
    Geändert von fspapst (17.09.2008 um 15:46 Uhr)

  5. #5
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    Mintraching
    Beiträge
    2.599

    Standard

    Der Stern ist einfach hoffnungslos überbelichtet, damit man den Planeten noch sehen kann. Die Scheibe besteht fast nur aus (eigentlich sehr schwachem) Streulicht.

  6. #6
    Registriert seit
    11.09.2008
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    132

    Blinzeln

    Hallo Inkow!

    Die Auflösung der VLTs ist mittlerweile nicht schlechter als Weltraumteleskope, siehe Abschnitt "Very Large Telescope". In Hawaii benutzen sie ein ähnliches.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Very_La...arge_Telescope

    Das Foto ist natürlich immer eine Rekonstruktion, die Aufnahmen werden im Infrarotbereich gemacht und entsprechend angepasst (vermutlich nicht mit Photoshop...).

    Gruß
    "Und sie bewegt sich doch."
    "Nein." "Doch!"
    "Nein!" "Doch!!"
    "Nein!!!" "Doooch!!!!"

  7. #7
    Registriert seit
    21.07.2008
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    59

    Standard

    Vielen Dank fuer Eure Antworten!

    ist es also das viele Streulicht, das die Ausdehnung auf dem Foto erzeugt ??

    gibt es bei Weltraum Teleskopen auch den Streulichteffekt ??

    wieviele Bogen sekunden bzw. Bruchteile davon nimmt denn so ein Stern (zB Sirius) am Nachthimmel ein - gibt es da einen Wert ??

    thx & gruss
    inkow

  8. #8
    Michael Johne ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    Beiträge
    531

    Standard

    Hallo!

    Siehe hierzu auch Planeten.ch: Direkte Abbildung eines neuen planetaren Begleiters (15.09.2008)

    Im Sommer dieses Jahres untersuchte ein Forscherteam um Ray Jayawardhana den Stern mit der Bezeichnung 1RXS J160929.1-210524. Sie spektroskopierten und fotografierten ihn im Nahinfrarot -Bereich. Dabei entdeckten sie einen planetaren Begleiter, der sich in einer sehr weiten Entfernung von ca. 300 AE befindet.

    MfG, Michael!
    Nebenbei gesagt: Ich selbst bastle an einer Exoplaneten-Datenbank (EXO-DB2 genannt) für DOS und Windows. Mit EXO-DB2 ist man in der Lage neuentdeckte Exoplaneten in die Datenbank hinzuzufügen, zu ändern, zu löschen ect. Zudem stehen diverse grafische Module wie Sternkarte, Orbit, Masse-Vergleich, Diagramme etc zur visuellen Anzeigen bereit.
    Weitere Infos wie Download, Screenshots, Hilfe etc. gibt unter www.exodb.de.vu .

  9. #9
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.605

    Standard

    Hallo Inkow,

    willkommen im Forum.

    Ein Stern der 1 Parsec (eine Paralaxensekunde) von uns entfernt ist, bewegt sich im Laufe eines Jahres, also eines Erdumlaufs um die Sonne, um +- eine Bogensekunde vor seinen viel weiter entfernten Hintergrundsternen.

    Anders formuliert, hätte unsere Sonne einen Durchmesser von 2 astronomischen Einheiten, würde also bis zur Erdbahn reichen, dann wäre sie in einem Abstand von 1 Parsec (3,262 Lichtjahre) zwei Bogensekunden groß zu sehen.

    Da sie ‚nur‘ knapp 1/100 dieses Durchmessers hat, wäre sie auch nur 20 Millibogensekunden groß, und aus 300 Lichtjahren Entfernung nur noch 200 Mikrobogensekunden.

    Daran kannst Du sehen, daß man nahe rote Riesen, z.B. Beteigeuze noch als Scheibchen auflösen kann, die meisten übrigen Sterne, aber nicht mehr.

    Herzliche Grüße

    MAC

    http://de.wikipedia.org/wiki/Parsec
    Geändert von mac (17.09.2008 um 18:23 Uhr)

  10. #10
    Registriert seit
    25.05.2007
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    169

    Standard

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    Zitat Zitat von Inkow Beitrag anzeigen
    hi,

    ich verstehe nicht wieso der Stern so eine grosse ausdehnung auf dem Foto hat. ich dachte das andere Sterne (ausser der Sonne) so weit weg sind, das sie auch mit teleskopen keine Ausdehnung am himmel haben, sondern nur Lichtpunkte sind. aber es scheint als ob sogar die unterschiedliche groesse von der fernen Sonne und von dem Begleiter auf dem Bild zu erkennen sind.

    hmm ...

    ist die Aufloesung von teleskopen doch so gross oder ist es ein anderer Effekt den ich nicht kenne ???

    thx !!
    Wie von "Ich" bereits erklärt, ist der Stern in der Aufnahme einfach überbelichtet. Bei astronomischen CCD-Chips tritt dabei das sogenannte Blooming auf.

    Der Stern ist viel zu klein, um ihn in solcher Entfernung noch auflösen zu können, und auch die direkte Beobachtung des Begleiters ist nur dank des großen Abstands von 330 AE möglich. Das hat mac ja vorgerechnet.

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