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Thema: Ein Limit für Schwarze Löcher?

  1. #21
    fspapst Gast

    Standard

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    Zitat Zitat von katzenjammer Beitrag anzeigen
    Eine Quantentheorie der Gravitation unterhalb der Planck-Masse gibt es doch gar nicht.
    Es gibt überhaupt keine Quantentheorie zur Gravitation.
    Oder anders herum:
    Die Gravitation ist nicht Bestandteil der Quantentheorien.

    Allerdings ist die Gravitation eines MSL so gering, dass der Schwarzschildradius nunmal kleiner ist als die kleinstmögliche Größe der sehr gesicherten Quantentheorie.
    Somit bleibt nach allem Ermessen nur ein Zerfall des MSL übrig, was zu den beobachteten Verhältnissen (im kleinen wie im Großen) passt.

    Gruß
    FS

  2. #22
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    Idee

    Also für mich ergibt sich hier kein Widerspruch, die einen sagen im Kern das bei einer bestimmten Grenzmasse gestoppt wird (darauf komme ich gleich noch), die anderen das es das EIN Objekt mit der doppelten Masse gibt.

    Die Existenz von "überschweren" BH liesse sich als Ergebnis der Verschmelzung von zwei (oder mehr) schweren BH interpretieren. Wenn zwei Galaxien verschmelzen, dann hat die entstehende Galaxie auch zwei massive BH's. Die können sich mit der Zeit einander annähern und dann verschmelzen (ist eigentlich nur noch offen wie sowas abläuft und auf welchen Zeitskalen).

    Die Akkretion gewöhnlicher Materie stelle ich mir grob so vor, das proportional zur Masse des BH pro hineinfallender Menge Materie proportional mehr Strahlung entsteht. Wird das BH also immer schwerer, genügt immer weniger hineinfallende Materie um die restliche Materie am hineinfallen zu hindern. Das BH hört also nicht auf zu wachsen, aber es wächst immer langsamer. Da das Universum noch recht jung ist, beobachten wir natürlich eine Obergrenze für die Masse durch Akkretion, die ich mir durch den einfachen Zusammenhang zwischen der Wachstumsfunktion und dem Weltalter erkläre.

    Gruss
    Michael

  3. #23
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    Standard

    Die Akkretion gewöhnlicher Materie stelle ich mir grob so vor, das proportional zur Masse des BH pro hineinfallender Menge Materie proportional mehr Strahlung entsteht.
    Ist es nicht gerade umgekehrt?
    Das BH hört also nicht auf zu wachsen
    Doch, zwischendurch immer wieder, jedenfalls nach Eddington. Schau mal im Wiki unter Eddington-Limit.
    So, wie ich das verstanden habe, wächst ein BH stufenweise und nicht kontinuierlich.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Ist es nicht gerade umgekehrt?
    öhm, wie jetzt? Also desto schwerer ein BH, umso weniger Energie wird beim hineinfallen von Materie frei? Dann müsste die Wachstumsgeschwindigkeit ja proportional zur Masse zunehmen und wir würde keine Grenzmasse beobachten, oder es ist nicht das Edington Limit (sonst gäbe es ja eine positive Rückkopplung wenn ich das richtig sehe) das die Wachstumsgeschwindigkeit primär beeinflusst.
    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Doch, zwischendurch immer wieder, jedenfalls nach Eddington. Schau mal im Wiki unter Eddington-Limit.
    So, wie ich das verstanden habe, wächst ein BH stufenweise und nicht kontinuierlich
    Du kannst meinen Satz "Das BH hört also nicht auf zu wachsen, aber es wächst immer langsamer." so verstehen, ich wollte aber lediglich aussagen das seine Massezunahme pro (längerer) Zeiteinheit kleiner wird. Ob das jetzt schubweise oder kontinuierlich erfolgt ist mir dabei eigentlich egal
    Ich versuche es abstrakter zu formulieren: Kleine BH's wachsen im Verhältnis zu ihrer Masse schneller als grosse, darum beobachten wir nach einer gegebenen Zeit überproportional viele in einem engen Massenbereich.
    Ob jetzt das Edington-Limit oder ein anderer Mechanismus (vielleicht kommt der Nachschub aus den Aussenbezirken der Galaxien ja einfach nur zu langsam wenn das Zentrum leergefuttert ist und die Wachstumsrate stagniert deshalb) dafür verantwortlich ist? Keine Ahnung Ich hoffe das werden uns die beobachtenden Astronomen sagen.

    Gruss
    Michael

  5. #25
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    Nochmal: Klar gibt es keine Quantenphysik der Gravitation, sag ich doch.

    Egal.

    Aber, eine Frage: Vielleicht ist es doch signifikant, wenn es eine Obergrenze für Schwarze Löcher gäbe. Soviel ich weiss, werden sie als Singularität beschrieben. Und der Schwarzschild-Radius, der Informationen über die Grösse eines Schwarzen Lochs gibt, weil Radius und Masse direkt proportional sind, scheint wohl auch eine Obergrenze zu haben. Oder bezieht sich die Beobachtung / Messung bei der Meldung auf irgend etwas anderes?

    So, nun die Frage: Der Urknall wird - hypothetisch - erklärt mit einer Art "Super-Singularität", demzufolge einem "Super-Schwarzloch".

    Und da komme ich nicht weiter. Wenn einerseits eine Obergrenze beobachtbar ist für Schwarze Löcher, wie konnte da ein Urknall stattfinden? Und wenn ja, welche Kräfte sollten nach dem Urknall ein Schwarzes Loch daran hindern, eine "Super-Singularität" zu bilden? (vorläufige Antwort: dunkel raunende Materie...)

    Ich möchte nichts verrätseln, aber vielleicht liegt die Erklärung doch irgendwo in dem "Gravitations-gap" der Quantenmechanik.

    Achso, habe ich vergessen: Wenn die Gravitation dieser "begrenzten" Schwarzlöcher einerseits ausreicht, Galaxien in ihrer Umlaufbahn zu halten, was hält sie andererseits davon ab, der Expansion des Universums NICHT stand zu halten? (wiederum nur "dunkel raunende Energie" als Asterix für Fragezeichen...)
    Geändert von katzenjammer (12.09.2008 um 21:57 Uhr)

  6. #26
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    Wie sagte MAC vor Kurzem:

    Nimm die Gesamtmasse des (bekannten/sichtbaren) Universums und berechne daraus den Ereignishorizont.

    Ergebnis:

  7. #27
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    die antwort bzw. der radius muss falsch sein, wenn es nur die bekannte masse ist - vorausgesetzt, die bekannte masse ist nur der bruchteil der angenommenen masse

    und im übrigen: wäre das dann die "kritisch grenzmasse" für schwarzlöcher?

  8. #28
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    Hallo,

    diese Meldung gab es doch eigentlich schon vor ein paar Tagen? Und zwar bei New Scientist.
    Dort wird allerdings von eine maximalen Grenze bis 50 Milliarden Sonnenmassen gesprochen? Wie kommt man denn jetzt auf die 10 Milliarden Sonnenmassen?

  9. #29
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    Standard

    Weiß keiner warum?

  10. #30
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von lambda Beitrag anzeigen
    New Scientist.Dort wird allerdings von eine maximalen Grenze bis 50 Milliarden Sonnenmassen gesprochen?
    Ich kann den Link nicht öffnen.

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