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Thema: Dunkle Materie: Das dunkle Netz des Universums

  1. #1

    Standard Dunkle Materie: Das dunkle Netz des Universums

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    Ein internationalen Astronomenteam hat gewaltige Strukturen aus Dunkler Materie gefunden, die das Universum Filament-artig durchziehen. Die Filamente sind bis zu 270 Millionen Lichtjahre groß. Die Strukturen wurden durch Analyse von Aufnahmen der weltgrößten Digitalkamera entdeckt, die am Canada-France-Hawaii-Telescope auf Hawaii montiert ist. (22. Februar 2008)

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  2. #2
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    Hat man nun erstmals (oder erneut?) die Filamente am Himmel entdeckt, die man aus Computer-Simulationen wie der Milleniums-Simulation u.a. bereits herauslesen konnte?

  3. #3
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    Hallo Orbit,

    im Bericht heißt es zwar
    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    ...Jetzt ist einem Astronomenteam gelungen, erstmals Dunklematerie-Strukturen aufzuspüren...[/url]
    Aber eigentlich kann das nicht sein, wie man z.B. an diesem Artikel http://www.astronews.com/news/artike...0705-015.shtml vom Mai letzten Jahres sieht. Ist wohl ein flüchtiger Verschreiberli.




    Ich hätte da mal eine allgemeine Verständnisfrage - unter dunkler Materie kann ich mir was vorstellen , aber - was versteht man unter "dunkle Energie"? (die Wikipediaseite gibt nicht wirklich eine greifbare Erklärung her, aber der Begriff wurde ja von Irgendjemandem geprägt, dieser Jemand muss sich doch was dabei gedacht haben. Zudem unterscheidet man zwischen dunkler Materie und dunkler Energie. Demnach müsste es doch irgendwo klar definiert sein)

    Gruss
    Eddy
    Das Universum ist nicht nur merkwürdiger, als wir annehmen;
    es ist merkwürdiger, als wir überhaupt annehmen können.
    (J.B.S. Haldane)

  4. #4
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    Ich hätte da mal eine allgemeine Verständnisfrage - unter dunkler Materie kann ich mir was vorstellen , aber - was versteht man unter "dunkle Energie"?
    Das Wort ist ein Platzhalter für "der Grund, wrum das Universum beschleunigt expandiert", nichts weiter. Ein Name für Nichtwissen, deswegen findest du auch keine greifbare Erklärung.
    dieser Jemand muss sich doch was dabei gedacht haben.
    Dieser Jemand war ein Astrophysiker. Das sind die Leute, die Dunkle Materie als Wimps oder Machos bezeichnen.
    Zudem unterscheidet man zwischen dunkler Materie und dunkler Energie. Demnach müsste es doch irgendwo klar definiert sein)
    Dunkle Materie ist wirklich als Materie gedacht. Dunkle Energie hat nichts damit zu tun, außer dass sich der Name schön mystisch einpasst.

  5. #5
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    Standard

    Hallo Orbit,

    in der Milleniumssimualtion hat man nur mit dunkler Materie (Cold dark Matter) gerechnet und die Strukturen erhalten, die auch durch die sichtbare Materie abgebildet werden.

    Soweit ich das hier verstehe, ist das der erste mittelbare (weil durch Gravitationslinseneffekte abgebildete) Nachweis, daß es diese Strukturen auch bei DM gibt.

    Was mich dabei interessieren würde: Wie unterscheidet man das eigentlich genau? Das ist ja nun nicht gerade trivial. Gravitationslinseneffekte gibt es auch durch normale Materie (nur halt nicht so stark) aber um zu dem Ergebnis zu kommen: Hier war eine (oder mehrere) Gravitationslinsen am Lichtweg beteiligt, muß man doch irgend ein, vorallem ein quantitatives Erkennungsmerkmal haben, daß nicht erst bei unübersehbaren Einsteinringen einsetzt?

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #6
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    Standard

    Eddy
    Bisher schon mehrmals gelungen ist der Nachweis vom DM. In dem von Dir verlinkten astronews-Artikel ist von so einem Nachweis die Rede. Hier geht es aber um den Nachweis von Filamenten. Dies sind langgezogene Strukturen, in welchen Baryonische Materie verdichtet auftritt. Auf Grund von aufwändigen Computer-Simulationen wurde angenommen, dass diese Strukturen durch DM vorgegeben sein könnten. Und hier wäre nun eine erste bestätigende Beobachtung.

    Was DM ist, weiss man noch nicht. Man weiss, dass sie lediglich gravitativ mit baryonischer Materie wechselwirkt.
    Weniger weiss man über DE. Die ist vorläufig lediglich ein Postulat, das sich aus Modellrechnungen ergibt. Sie soll die beschleunigte Expansion des Universums seit etwa 7 Milliarden Jahren erklären.

    In einem andern Thread habe ich zu einem populärwissenschaftlichen Text verlinkt, in dem berichtet wird, dass ein britischer Astronom eine Hypothese aufgestellt habe, DE und DM seien möglicherweise zwei Seiten derselben Madaille.

    Gruss Orbit

  7. #7
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    Hallo mac
    Mein Beitrag, der nur 7 Minuten nach Deinem geschrieben wurde, zeigt doch, wie schnell ich von Dir lerne. ;-)
    Deine Frage, warum man denn nun wisse, ob man durch eine baryonische Linse oder durch eine DM-Linse geguckt habe, stelle ich mir auch. Könnten aber nicht gerade die Einsteinringe das Unterscheidungskriterium sein? Sind DM-Linsen nicht zu gross um Einsteinringe zu produzieren? Mit andern Worten: Ist nicht gerade der Einsteinring ein Indiz, dass man durch eine Linse guckt, die durch baryonische Materie verursacht wird? In den meisten Fällen wird es sich dabei um ein SL handeln.
    Orbit

  8. #8
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    Hallo Ich,

    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Das Wort ist ein Platzhalter für "der Grund, wrum das Universum beschleunigt expandiert", nichts weiter. Ein Name für Nichtwissen, deswegen findest du auch keine greifbare Erklärung.
    Wenn ich deine Antwort mal etwas großzügig interpretiere, hast du sinngemäß folgendes gesagt (korrigiere mich bitte, wenns nicht stimmt):

    Für die beschleunigte Expansion findet man keine Erklärung. Also postuliert/erfindet man die dunkle Energie, um so die Urknalltheorie beibehalten zu können.


    @MAC
    Der Linseneffekt sollte doch 'nur' eine Funktion der Gravitation sein - ich sage es mal anders - der Masse. Und damit dürfte es keinen Unterschied zwischen "sichtbarer" und dunkler Materie geben, was die Intensität des Effekts angeht. Denn wenn die dunkle Materie auch sonst nur gravitativ mit der sichtbren wechselwirkt (und laut Literatur sonst gar nicht), so dürfte es beim Linseneffekt doch auch nicht anderes sein. Insofern sollte der quantitative Effekt sich nur in der Masse wiederspiegeln - meiner Meinung.


    @Orbit
    Deine Idee mit dem "Sind DM-Linsen nicht zu gross um Einsteinringe zu produzieren" finde ich bestechend:
    Gleich, wie groß DM-Linsen sind, ohne Wechselwirkung mit Licht (z.B. Absorption), müssten wir massenweise Linsen durch DM finden - da Licht DM "ungehindert" passieren kann.
    Bei der baryonischen also "wechselwirkenden" Materie dagegen sollte ein großteil des Lichtes durch die Linse geschluckt werden (statt nur gebrochen).


    Gruss
    Eddy
    Das Universum ist nicht nur merkwürdiger, als wir annehmen;
    es ist merkwürdiger, als wir überhaupt annehmen können.
    (J.B.S. Haldane)

  9. #9
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    Hallo Orbit,

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Mein Beitrag, der nur 7 Minuten nach Deinem geschrieben wurde, zeigt doch, wie schnell ich von Dir lerne. ;-)



    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Deine Frage, warum man denn nun wisse, ob man durch eine baryonische Linse oder durch eine DM-Linse geguckt habe, stelle ich mir auch. Könnten aber nicht gerade die Einsteinringe das Unterscheidungskriterium sein? Sind DM-Linsen nicht zu gross um Einsteinringe zu produzieren? Mit andern Worten: Ist nicht gerade der Einsteinring ein Indiz, dass man durch eine Linse guckt, die durch baryonische Materie verursacht wird? In den meisten Fällen wird es sich dabei um ein SL handeln.
    also so wie ich das verstanden habe ist das bei den Einsteinringen natürlich kein Problem zu erkennen ah da ist einer und die Masse die dahinter steckt zu ermitteln (Durchmesser) Das funktioniert wohl in gleicher weise vom Galaxiencluster bis zum braunen Zwerg oder sogar noch kleiner.

    Das meine ich nicht. bevor man Einsteinringe sieht kommt es ja mit allen Übergängen zu mehr oder minder leichten Verzerrungen (wie schon bei der Positionsänderung von Sternen(licht) durch das Gravitationsfeld unserer Sonne. In diesem Fall wissen wir aus entsprechend ungestörten Beobachtungen wo genau der Stern eigentlich zu finden ist und können ja genau über die Abweichung seiner Position die Raumkrümmung verursacht durch die Sonne ermitteln. Nur bei irgendwelchen Galaxien in weiter Ferne geht das ja nicht ( oder erst in vielen Millionen oder Milliarden Jahren, wenn sie sich etwas zur Seite bewegt haben) Wie genau kann man solche 'leichten' Verzerrungen ermitteln? Oder kann man das gar nicht und muß nach Fragmenten von Einsteinringen suchen? Was, wie ich mir vorstelle doch nur zu einem sehr lückenhaften Bild führen würde?

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #10
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    Ich denke bei DM-Linsen wird man nur Verzerrungen festellen, keine Einsteinringe, auch nicht Fragmente davon. Am einfachsten sind Verzerrungen wohl bei Kugelsternhaufen festzustellen. Die erscheinen dann nicht mehr als Fuss- sondern als Rugby-Ball. Wie man aber Verzerrungen bei elliptischen Galaxien feststellt?
    Orbit

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