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Thema: Sichtbarkeit des Mondes

  1. #1
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    Standard Sichtbarkeit des Mondes

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    Hallo Leute,

    ich beschäftige mich (auf Laienlevel) mit Astronomie.
    Vor ein paar Tagen haben meine Freundin und ich auf Wikipedia einen Artikel über unseren Mond gelesen. Beim Lesen kam uns folgendes Problem.

    Im Artikel steht, der Mond benötigt ca. 27 Tage um die Erde zu umrunden.
    Die Erde benötigt für eine Umdrehung bekanntlich nahezu 24 Stunden. Daher sind wir relativ zum Mond schneller.
    Jetzt zum eigentlichen Problem:
    Wir sehen jede Nacht den Mond am Himmel. Wenn nun aber der Mond die oben erwähnten 27 Tage für eine Umrundung der Erde benötigt, ist es doch nicht möglich den Mond jede Nacht zu sehen. Denn, es gibt ja schließlich auch die Konstellation, dass der Mond sich zwischen Sonne und Erde befindet. Wenn wir dann auf der sonnenabgewandten Seite der Erde stehen dürften wir den Mond nicht sehen. Warum sehen wir ihn aber trotzdem?

    Für die Antwort(en) jetzt schon besten Dank!

    Gruß Marco

  2. #2
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    Standard

    Hallo catachanfighter
    Willkommen im Forum
    dürften wir den Mond nicht sehen. Warum sehen wir ihn aber trotzdem?
    Sehen wir ihn wirklich jeden Tag? Theoretisch schon; aber er steht dann, wenn er sich zwischen Erde und Sonne befindet, während des Erdentages am Himmel. Und da kann es geschehen, dass er sich vor die Sonne schiebt. Dann sehen wir ihn bestimmt - als Ursache einer Sonnenfinsternis.

    Beim nächsten Vollmond gibt es übrigens eine Mondfinsternis. Hoffentlich wird der Himmel klar sein. Ich wünsche Dir und Deiner Freundin schon mal viel Spass.

    MfG Orbit

  3. #3
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    Standard

    Hallo catachanfighter,

    auch von mir ein Willkommen im Forum.

    Wir sehen ihn auch am Tage, weil er (außer der Sonne natürlich) das hellste Objekt am Himmel ist. Wenn man weiß wo man suchen muß, kann man zumindest auch die Venus bei günstiger Position noch am Himmel sehen, wenn die Sonne schon aufgegangen, oder noch nicht untergegangen ist.

    Wir sehen ihn auch ‚nachts‘ fast während seines ganzen Umlaufes am Himmel weil er bis kurz vor Neumond am frühen Morgen eher aufgeht als die Sonne und kurz nach Neumond, abends später untergeht als die Sonne.

    Zur Zeit ist gerade zunehmender Mond, aber wenn in gut zwei Wochen der Mond kurz vor Sonnenaufgang als ganz schmale Sichel aufgeht, dann wird es auch am Tage schwierig, ihn nahe bei der Sonne zu sehen. Er läuft dann ‚unterhalb‘ oder ‚oberhalb‘ an der Sonne vorbei und manchmal eben auch, wie Orbit schon schrieb, direkt vor der Sonne.

    Wenn das Wetter es zuläßt, dann versucht es doch einfach mal zu beobachten. Vor Neumond ist der Mond tagsüber westlich der Sonne, als ganz schmale Sichel und nach Neumond ist er östlich der Sonne, ebenso als schmale Sichel zu sehen. Die äußere Rundung der Sichel zeigt dabei immer zur Sonne. Mittags ist diese Beobachtung am schwierigsten, aber morgens oder abends geht es ganz leicht (und ist vorallem gesünder für die Augen. Versucht es bitte nicht mit einem Fernglas oder Teleskop, das ist sehr gefährlich, wenn man sich nicht fachmännisch vor dem Sonnenlicht schützt, nur dann sieht man den Mond wieder viel schlechter.)

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #4
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    1.922

    Standard

    Die erwähnte Mondfinsternis ist übrigens in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag, also in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar. Sie beginnt um 2:10 Uhr, wird um 4:26 Uhr ihren Höhepunkt haben und um 6:45 beendet sein.

  5. #5
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    Standard

    Hallo und vielen Dank für eure Antworten sowie die nette Begrüßung!
    Leider war meine gesuchte Antwort noch nicht dabei.
    Ich versuche meine Frage anders zu schreiben:
    Nehmen wir einen Zeitpunkt x an.
    Angenommen zu dieser Zeit befinden sich die Sonne der Mond und die Erde in nahezu einer Linie und in der besagten Reihenfolge. ("Nahezu" deswegen um eine Sonnenfinsternis zu vermeiden ).
    Weitere Annahme ist, dass ich als Beobachter (in Europa) gerade den Sonnenuntergang beobachte.Somit beginnt bei mir in ein paar Minuten die Nacht und ich habe die nächsten 180° Umdrehung der Erde Dunkelheit. Da aber der Mond sich nahezu unbewegt immer noch auf seiner Position befindet wird für mich die Nacht ohne den Mond statt finden. In ein paar Stunden (6h) wird auch für die Amerikaner die Nacht anbrechen. Der Mond hat sich mittlerweile um ca. 3,3° ((6h*360°)/(27Tage * 24h)) weiter bewegt. Das heisst der Amerikaner wird wie ich in Europa eine Nacht ohne Mond haben.
    Das Spielchen kann weiter getrieben werden bis der Mond (endlich) soweit auf seiner Umlaufbahn fortgeschritten ist bis er die Nachtseite der Erde erreicht hat.

    Ich hoffe mein Problem ist jetzt ein wenig deutlicher erklärt und freue mich schon jetzt auf eure Antworten.

    Gruß Marco

  6. #6
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    Standard

    Ich hoffe mein Problem ist jetzt ein wenig deutlicher erklärt
    Eigentlich nicht. Deine erste Fragestellung war klar; was Du hier jetzt aber wissen möchtest...? Vielleicht um wieviele Minuten sich beispielsweise der Mondaufgang von Tag zu Tag verschiebt?
    Um 24h/27 = 0,833 h = 53,33 min. Oder wenn Du es in Grad willst:
    360°/27 = 13,33°

    Könnte es das sein, was Du wissen wolltest?

    Orbit

  7. #7
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    Guten Abend,
    ich denke eher, dass er wissen möchte wieso wir den Mond überhaupt sehen können, obwohl wir uns auf der von ihm abgewandten Seite befinden.
    MfG KdZ
    Geändert von Kunde der Zeit (18.02.2008 um 00:27 Uhr)

  8. #8
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    genau,

    Kunde auf Zeit weiss was ich meine
    Ich meine, der Mond befindet sich auf der Tagseite der Erde und was machen die Leute auf der Nachtseite?
    Die dürften ja jetzt keinen Mond sehen.

    Gruß Marco

  9. #9
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    Hallo Marco,

    schau mal morgen früh, 6:30 Uhr an den Himmel. Von da an mußt Du bis ca. 14:20 warten, bis der Mond wieder aufgeht. In der Zwischenzeit wirst Du ihn nicht finden.

    Mach dasselbe in 2 Wochen und Du wirst ihn zwischen 12:30 und 5:30, also die ganze Nacht lang nicht finden. Hier http://mond.apper.de/index.php findest Du ein Programm, daß Dir die Auf- und Untergangszeiten errechnet.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (17.02.2008 um 23:01 Uhr)

  10. #10
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    Ich meine, der Mond befindet sich auf der Tagseite der Erde und was machen die Leute auf der Nachtseite?
    Die schlafen und machen sich dabei bestimmt keine so bescheuerten Gedanken wie Ihr zwei. Und wenn sie 12 Stunden später, nach einer Drehung um 180°, in ihren Taghimmel schauen, 'sehen' sie vom Mond etwa gleich viel wie jene, die 12 Stunden vorher in ihren Taghimmel geglotzt haben.
    Geändert von Orbit (17.02.2008 um 23:13 Uhr)

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