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Thema: Seti und Quanten

  1. #11
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    Sie können nicht unterscheiden ob gemessen wurde oder nicht. Sie können nur 'hinschauen' und zur Kenntnis nehmen oder es lassen. Kein Verhalten ändert etwas daran, daß das Ergebnis zufällig ist. Nur weiß jeder vom Anderen was er 'gesehen' hat oder hätte, wenn er hingeschaut hat oder hätte.

    Herzliche Grüße

    MAC

  2. #12
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    mac: also in dem Sinne, dass Bob selbst beide messen muss, um zu sehen ob Alice bereits gemessen hat? Und hat sie es nicht, hat er das zweite Teilchen von ihr für seine Messung missbraucht? Hab' ich's jetzt? (abgesehen davon dass es nicht geht, weil kein kompletter Quantenzustand teleportiert wird).

    edit: ack, ich schlaf' mal drüber...
    Geändert von ins#1 (15.02.2008 um 01:15 Uhr)
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  3. #13
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    Als Ergebnis ihrer Messungen erhalten beide nur statistisches Rauschen.
    Allerdings können die beiden, das Rausch-Meßergebnis des anderen über eine einfache Vorschrift (bsw. Negation) ermitteln.

    Wie "Ich" schon gesagt hat:
    Alice könnte nur dann Informationen nach Bob senden, wenn sie das Ergebnis ihrer Messung erzwingen könnte.

    Helmut

  4. #14
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    ich bekomme das nicht auf die Reihe:
    aufbauend auf Bynaus' Alice/Bob Beispiel mit 2 Photonen bei denen je 4 Zustände (insgesamt 8) überlagert sind, möchte ich das Spielchen auf 2 verschränkte Ionen mit einer Überlagerung von 2 Quantenzuständen ausweiten. Misst Alice ein Ion mit Spin +1/2, hat Bobs Ion Spin -1/2 (oder umgekehrt). Beide beschliessen eine Codetabelle z.B. nach ASCII (7-Bit) zu benutzen und lassen genug Overhead im Datenstrom um eine gescheite Fehlerkorrektur mit zu übertragen. nun verabschieden sich beide mit knapp c voneinander von einem gemeinsamen Punkt, der, sagen wir in einem äußeren Lagrange-Punkt liegt, an dem ein gewaltiger Teilchenbeschleuniger installiert wurde, der 2 verschränkte Ionenstrahlen in 2 Richtungen ins All schiessen kann. Dieser Strahl hat einen bestimmten Takt, sagen wir, einen 1MHz Teilchenstrom. Nachdem beide in ein paar Lichtjahren Entfernung angekommen sind, bleiben beide stehen und lauschen Richtung Teilchenbeschleuniger [...]. Den Rest könnt ihr euch selbst ausmalen. Technische Aspekte mal aussen vor gelass...

    So, und jetzt hab ich es während der Beschreibung meines Experiments auch endlich kapiert. Das Bedarf keiner weiteren Worte mehr.

    edit:
    hah, jetzt hatte ich mich schon einem anderen Thema gewidmet, da ist mir zu der Sache noch etwas eingefallen.
    Man nehme an, Alice würde beschliessen beim Teilchenbeschleuniger zurück zu bleiben und die Messung aller verschränkten Teilchen vorzunehmen. Bob fliegt einige LJ weit weg (zur Nachbarzivilisation) und baut einen Empfänger auf. Sobald der Strahl dann bei Bob angekommen ist, fängt Alice an, die im Zyklotron gespeicherten Teilchen zu messen. Bob hätte dann im selben Moment die gleichen "Zahlen" wie Alice und beide könnten mit identischen Zahlen Lotto spielen, trotz LJ'en Entfernung. Davon hat zwar keiner was, außer dass sich beide den innergalaktischen Jackpot teilen müssten, wenn sie treffen - aber besser als nix, gell?
    Da beide jahrelang darauf warten müssten, ihren Gewinn auf's Konto übertragen zu bekommen, weil die Ermittlung der Gewinner, genau wie der Überweisungsvorgang, eine Jahre dauernde Korrespondenz (mit c) vorraussetzt, hätten dennoch beide die Gewissheit, später zwar einsam, aber nicht arm sterben zu müssen. Zwar trostlos, aber wenn sie nicht gestorben sind, dann [...]

    erleichterte Grüße
    ins#1
    Geändert von ins#1 (16.02.2008 um 04:24 Uhr) Grund: edit hinzugefügt
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  5. #15
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    Die entscheidende Frage ist doch, ob Bob unterscheiden kann, ob beide Photonen schon gemessen wurden oder nur eines. Gibt es keine Möglichkeit, eine Vorrichtung zu bauen, welche die Unterscheidung des gemessenen zum ungemessenen Zustand erlaubt (es würde reichen, wenn sie jedes Mal "tick" macht, wenn der Zustand des einen Photons von Alice im fernen Sternsystem gemessen wird), dann gibt es auch keine Möglichkeit zur überlichtschnellen Signalübertragung. Die Frage ist: können wir uns eine solche Vorrichtung ausdenken?
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  6. #16
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    Lächeln

    @Bynaus:
    Davon ging ich zu Beginn aus, dass Bob nicht messen muss, wenn Alice es für ihn macht. Und weil's mir wegen der Wiki-Artikel zum Thema etwas schwindelig wurde, bin ich auf's Ion ausgewichen, was mir einfacher schien. Mit der Folge dass es klar scheint, dass es mit dem Ion nicht geht, da Bob auf jeden Fall jedes Teilchen messen muss, und dabei nicht feststellen kann ob Alice überhaupt gemessen hat. Das ist beim Photon vermutlich genauso. Jetzt könnte ich mir noch vorstellen, dass beide Partien mit verschränkten Ionen dennoch Erfolg haben könnten, wenn folgendes technisch/physikalisch machbar wäre:
    Beide Raumschiffe sind exakt gleich weit vom Beschleuniger weg und alle 3 Objekte befinden sich im selben Inertialsystem. Der verschränkte Teilchenstrahl wird von beiden Raumschiffen in getakteten Gruppen empfangen. [...]
    In einer Gruppe von mehreren "Bursts" Teilchen nimmt jeweils nur eine Partei eine Messung vor, so dass die Kommunikation (abwechselnd) in beide Richtungen möglich ist (die empfangenen Bursts entsprechen den Bits 1/0). Nun darf das verschränkte Ion beim Empfänger, je nach (vom anderen) festgelegtem Zustand, nicht direkt gemessen werden (klar). Eine indirekte Messung könnte man sich so vorstellen, dass ein gemessenes Ion bei seiner Festlegung magnetisch abgelenkt wird, in Superposition jedoch elektrisch neutral ist. In dem Fall würden beide Empfänger etwa einen großen Magnetring benutzen, der in Richtung Beschleuniger ausgerichtet ist, und hinter dem ein großes Array Detektoren ringförmig angebracht ist (so dass der Strahl in ungemessener Superposition undetektiert durchrauscht).
    Wird ein Teilchen bei einer Partei nun gemessen, wird es beim anderen durch den Magnetring abgelenkt und detektiert - wird es nicht gemessen [...].
    Das Prinzip sollte klar sein. Das ganze (von mir beispielhaft geschilderte) Experiment scheitert real vermutlich an mehreren Stellen. Sei es die Verletzung auch nur irgendeiner Erhaltungsgröße oder die absolute Synchronisation zwischen den 3 Partien ohne klassischen Weg des Abgleichs. Oder gar schon am verschränkten Teilchen selbst, egal welches, weil der Spin allein als Unterscheidungsmerkmal solche eine Transformation nicht zulässt und andere Quantenzustände nicht "teleportierbar" sind. Die technischen Aspekte lassen wir gleich aussen vor.
    Naja, schön wär's.

    edit: elektrisch neutrales Ion, hmm. Kreative Vorstellung ;-)

    Gruß
    ins#1
    Geändert von ins#1 (16.02.2008 um 18:06 Uhr)
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  7. #17
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    Aufgrund der überaus dramatischen, vergeblichen Liebesbezeugung der Beiden hätte ich dieses Traumpaar eher Romeo und Julia genannt.

    Also keine Möglichkeit, da der Messvorgang nicht an beiden Orten durchgeführt werden kann. Aber könnte Julia nicht, wie Ins#1 schrieb, anhand von 7 Verschränkten einen Code aufprägen und Romeo könnte feststellen welche Julia gemessen hat?

    Ich glaube wir schenken den Beiden besser ein Handy

    Gruß
    elnolde

  8. #18
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    "Alice" und "Bob" sind die zwei klassischen Beispielpersonen in allen Quantendingen... Klingt einfach besser als "A" und "B"...

    anhand von 7 Verschränkten einen Code aufprägen und Romeo könnte feststellen welche Julia gemessen hat?
    Das ist genau die Frage, die ich oben gestellt habe. Wäre es möglich, zu unterscheiden, ob eine Quanteneigenschaft bereits gemessen wurde oder nicht? Wenn ja, dann ist überlichtschnelle Informationsübermittlung per Quantenverschränkung möglich (das muss nicht zwingend zu Paradoxien führen, denn man muss die beiden Quanten ja erst voneinander trennen - mit Unterlichtgeschwindigkeit). Wenn nein, dann eben nicht...
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  9. #19
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    "Alice" und "Bob" sind die zwei klassischen Beispielpersonen in allen Quantendingen... Klingt einfach besser als "A" und "B"...
    Ahh..das wusste ich nicht. Danke für die Info.

    Hatte wohl nicht genau gelesen was Du angesprochen hattest. Bin auch schon sehr sehr lange auf den Beinen und muss jetzt in's Bett. Allerdings wartet dort Alice schon auf mich.

    Gruß
    elnolde

  10. #20
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    Hallo Bynaus,

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Wäre es möglich, zu unterscheiden, ob eine Quanteneigenschaft bereits gemessen wurde oder nicht?
    Nein. Weder kann Bob erkennen ob Alice weiß was sie da abgeschickt hat, noch kann Alice erkennen ob Bob nachschaut. Umgekehrt genau so. Jeder für sich wird ein, für ihn zufälliges Ergibnis messen und damit nur wissen welches zufällige Ergebnis der Andere zu sehen bekommen würde wenn er nachschaut oder schon gesehen hat, weil er nachgeschaut hat.

    Herzliche Grüße

    MAC

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