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Thema: Doppelsternsystem: Umlauf der beiden Komponenten

  1. #1
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    Standard Doppelsternsystem: Umlauf der beiden Komponenten

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    Hallo, mich würde gerne interessieren, ob Doppelsterne wie Alpha Centauri oder Sirius B sich elliptisch oder kreisförmig umlaufen. Ich tippe auf elliptisch.
    Veranschaulicht wird dies in den zwei oberen Bildern von:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelstern

    Wann tritt Fall A (kreisförmig) und wann Fall B (elliptisch und überschneidend) auf?

  2. #2
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    Wann tritt Fall A (kreisförmig) und wann Fall B (elliptisch und überschneidend) auf?
    A nie, B immer.

  3. #3
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    Danke, kurz und prägnant. So gesehen ist der Eintrag im Wiki bzgl. Doppelstern nicht ganz richtig oder zuwenig erklärt. Noch eine kleine Zusatzfrage: Ist es immer so, dass beide Sterne zum gleichen Zeitpunkt den größten Abstand zum Massenschwerpunkt haben? Wie pendeln sich die Bahnen ein? Kann es überhaupt vorkommen, dass sie zusammenprallen (Vorausgesetzt, sie haben natürlich die gleiche Bahnneigung)?
    Geändert von Francesco (06.02.2008 um 17:54 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #4
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    Kreisbahnen sind rein theoretisch möglich, aber praktisch gibt's immer eine Exzentrizität. Natürlich kommen auch Bahnen vor, die von einem Kreis kaum zu unterscheiden sind.
    Ich muss mich auch korrigieren: ich hab das "überschneidend" überlesen. Das gibt's nur bei ähnlichen Massen der Partner, und auch dann nicht immer - vom Zufall abhängig. Auf gaaaanz lange Sicht tendieren alle Systeme dazu, weniger exzentrisch zu werden.

  5. #5
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    Das mit dem Überschneiden ist dann auch eine Sache des Betrachtungswinkel. Im Prinzip geht es darum, ob die Bahnen beider Komponenten bei ihrer größten Entfernung weiter weg sind als die minimale Entfernung der anderen Komponente. Vereinfacht gesagt, das zweite Bild im Wiki wäre der "Normalfall" bei einem Doppelsternsystem(?)

  6. #6
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    Je enger das Doppelsternsystem, desto schneller verlieren die Umlaufbahnen an Exzentrizität ( Zirkularisierung durch Gezeitenkräfte). Deshalb geht man bei sehr engen Doppelsternen in der Regel von fast kreisförmigen Orbits aus. Die Frage ist immer, wie schnell die Zirkularisierung im Vergleich zur Lebenszeit der Sterne von statten geht.

  7. #7
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    Aha, also ist der kreisförmige Orbit die Norm. Kann man das auch bei Alpha Centauri so sehen?

  8. #8
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    Hallo Francesco,

    Zitat Zitat von Francesco Beitrag anzeigen
    Aha, also ist der kreisförmige Orbit die Norm. Kann man das auch bei Alpha Centauri so sehen?
    aus welchem Post ziehst Du diesen Schluß?

    Herzliche Grüße

    MAC

  9. #9
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    Hallo Mac, ja du hast recht, war nur eine unfundierte Ferndiagnose. Ich habe es so verstanden, wie Maenander schrieb:

    "Je enger das Doppelsternsystem, desto schneller verlieren die Umlaufbahnen an Exzentrizität ( Zirkularisierung durch Gezeitenkräfte). Deshalb geht man bei sehr engen Doppelsternen in der Regel von fast kreisförmigen Orbits aus."

    Es ist dann eine Frage der Definition, was hier nahe bedeuten soll (in Zusammenhang mit der Masse).

  10. #10
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    Hallo Francesco,

    wie lange das dauert?

    Wir haben ein paar Beispiele vor ‚unserer Haustür’, bei denen ich allerdings nicht weis, ob man die Änderungen die dabei eine Rolle spielen, schon messen kann. Die mit großem Abstand genauesten Daten werden wir wohl vom Erde-Mond-System bekommen. Hier weis ich aber nur, dass der Mond sich um rund 3,8 cm pro Jahr von der Erde entfernt und es gut 20 Jahre gedauert hat, bis man das einigermaßen sicher wusste. Die Änderungen in der Exzentrizität werden wohl noch wesentlich kleiner sein.

    Immerhin kann man sagen, dass auch weit mehr als 100 Milliarden Umrundungen noch lange nicht ausreichten, um aus der Mondumlaufbahn eine Kreisbahn zu machen und wenn man (völlig unbegründet) annimmt, dass der Unterschied zwischen größtem und kleinstem Abstand um 1 mm/Jahr abnimmt, dann dauert es auch noch mehr als 10 mal so lange, wie das Sonnensystem schon existiert. Was ich bei dem Mond/Erde-System auch nicht (nur mit Phantasie gerüstet ) sagen kann, ob der Gezeiteneffekt, der die Mondbahn erweitert, stärker wirkt, wenn der Mond nahe bei der Erde ist. Dann würde diese Drehimpulsübertragung sogar für eine Vergrößerung der Exzentrizität sorgen.

    Nur bei sehr engen Doppelsternen, die eine synchronisierte Rotation haben, kann ich mir vorstellen, dass es deutlich schneller geht.

    Vielleicht kennt Bynaus Simulationsdaten dazu?

    Herzliche Grüße

    MAC

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