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Thema: NASA: Keine Mondbasis und schneller zum Mars?

  1. #1

    Standard NASA: Keine Mondbasis und schneller zum Mars?

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    Das Ende der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush wirft auch in der Raumfahrt seine Schatten voraus: Immer mehr Experten bezweifeln den Sinn der von Bush propagierten Rückkehr zum Mond und sehen den Erdtrabanten eher als Stolperstein auf dem Weg zum Mars. Hinter den Kulissen wird bereits diskutiert, wie eine Raumfahrtstrategie der NASA in der Zeit nach Bush aussehen könnte. (21. Januar 2008)

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  2. #2
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    Standard

    OK, ich bin dafür und sage JA ^^

    Was sollen wir auf dem Mond? Stückchen weiter, eben zur L2 Zone ist auf lange Sicht eh Ergebnisvoller für die Forschung und statt eine Basis auf dem Mond, könnte man ehr später mal in der L2 Zone eine Raumstation plazieren, auf der auch der Bau eines Langstrecken Raumschiffs möglich wird (Zusammensetztung), um von dort aus zum Mars zu fliegen.

    Weiter Planen ja andere Nationen den Flug zum Mond, da kann man sich doch endlich auch mal Austauschen, Weltraumforschung sollte global betrieben werden und nicht als Wettbewerb gesehen werden, aber das macht eben der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik aus.

    gruß Micha
    Angst vor schwarzen Löchern am CERN (LHC)?
    Guckst Du: LHC / CERN - FAQ

  3. #3
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    Hinter den Kulissen wird bereits diskutiert, wie eine Raumfahrtstrategie der NASA in der Zeit nach Bush aussehen könnte. (21. Januar 2008)
    Es könnte genausogut dabei rauskommen, dass keiner von Beiden in den nächsten paar Jahrzehnten besucht wird
    meine Signatur

  4. #4
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    Vor der Bush-Ära hatte die NASA bereits geplant, Raumstationen an den Lagrange-Punkten des Erde-Mond-, Erde-Sonne- und Erde-Mars-Systems zu plazieren.
    Diese Raumstationen sollten dann als Startpunkte zu bemannten Missionen im Sonnensystem genutzt werden. Dadurch sollten besonders treibstoffsparende interplanetare Routen ermöglicht werden. Außerdem entfielen die Startfenster orbitaler Stationen.
    Diese langfristig angelegte Strategie mußte die Behörde dann aber mit Bush aufgeben.
    Jetzt könnte man wieder von den älteren Plänen profitieren.

    Gruß Helmut

  5. #5
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    Vor der Bush-Ära hatte die NASA bereits geplant, Raumstationen an den Lagrange-Punkten des Erde-Mond-, Erde-Sonne- und Erde-Mars-Systems zu plazieren.
    Naja, "geplant" ist anders. Angedacht, ja.

    Im Prinzip hilft dir das aber kein bisschen weiter. Auch wenn ein Raumschiff, das von einer solchen Station startet, weniger Treibstoff braucht als eines, das aus der Erdumlaufbahn startet, Raumschiff und Treibstoff müssen auch erst mal zu dieser Station. Der Mond hätte immerhin den Vorteil, dass man den Treibstoff und die Materialien vor Ort findet, wenn erst mal eine entsprechende Industrie aufgebaut ist.

    Insofern wäre eine Fokussierung auf erdnahe Asteroiden sinnvoller. Man könnte mehr über diese Himmelskörper erfahren, auch, wie man sie im Zwiefelsfall aus ihrer Bahn ablenkt, und zudem lernen, wie man sie zu nutzbaren Ressourcen (insbesondere Treibstoff, aber auch Rohmaterial für automatische Fabriken) verarbeitet. Wenn man das erst mal kann, dann hat man die Voraussetzungen geschaffen, um überall im Sonnensystem überleben zu können (eine bemannte Marslandung wäre dann quasi ein Spezialfall der Landung auf Phobos / Deimos). Erdnahe Asteroiden wären in dieser Hinsicht das sehr viel bessere "Sprungbrett" zum Sonnensystem.

    PS: Das Erde-Mars-System hat übrigens keinen Lagrange-Punkt... Zudem: alle enerigearmen Bahnen haben Startfenster, da kommst du nicht darum herum. Nur wenn du ohnehin so viel Schub erzeugen kannst, dass du ohnehin Fluchtgeschwindigkeit gegenüber der Sonne erreichst (etwa, weil du stark beschleunigen und dann am Ziel wieder stark bremsen willst, um den Flug möglichst kurz zu halten), dann kannst du es dir leisten, zu jeder beliebigen Zeit zu starten. Wäre wohl mit Fusionsantrieben machbar, darunter eher nicht.
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  6. #6
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    Ich bin auch eher der Meinung das eine Mondbasis besser wäre. Ist schnell erreichbar und man hat alles Vorort. Obwohl ich die Idee solcher weiterer Stationen auch gut finde, da sie wiederum die Reichweite und die Forschungsmöglichkeiten erhöhen. Aber man wird eh nicht mehr als sicher überraschen lassen könne, was die weiteren Pläne sind von der Nasa. Wenn sie doch vom Mond absehen würden dann gibts eh andre Nationen die so einen Plan verfolgen (Asien, Russland). Das Amerika sogar wenn andre Nationen Mondbasen bauen sollten sich herraushalten glaube ich eh nicht. Da gibts dann eh wieder kooperation und gemeinsame Forschungsarbeiten usw. Weil wenn man denkt was Amerika jetzt schon in die Entwicklung von den neuen Unterkünften, Raumanzügen, Mondfahrzeug usw hineingesteckt hat, kann ich mir nicht vorstellen das sie komplett von der Richtung abspringen!

    MFG
    Menor

  7. #7
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    Zitat Zitat von MichaMedia Beitrag anzeigen
    OK, ich bin dafür und sage JA ^^

    Was sollen wir auf dem Mond? Stückchen weiter, eben zur L2 Zone ist auf lange Sicht eh Ergebnisvoller für die Forschung und statt eine Basis auf dem Mond, könnte man ehr später mal in der L2 Zone eine Raumstation plazieren, auf der auch der Bau eines Langstrecken Raumschiffs möglich wird (Zusammensetztung), um von dort aus zum Mars zu fliegen.

    Weiter Planen ja andere Nationen den Flug zum Mond, da kann man sich doch endlich auch mal Austauschen, Weltraumforschung sollte global betrieben werden und nicht als Wettbewerb gesehen werden, aber das macht eben der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik aus.

    gruß Micha
    Genau meiner Meinung.

    Dass Bush eine Rückkehr zum Mond machen will und dort eine Mondbasis errichten will, sehe ich eher als eine Machtpräsentation. Meiner Meinung nach will er nur zeigen wie toll, mächtig und fortgeschritten die USA ist.

    Meine Meinung. :0

  8. #8
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    Standard

    Ich fände die Errichtung einer Mondbasis eigentlich erstmal sehr sinnvoll. Die ersten "Siedler" wären noch nicht ganz so stark abgeschottet, da der Weg zum Mars ja doch um einiges länger ist, als der Weg zu Mond. Was Bush angeht.......naja, Bush halt. Aber ich bin mir nicht sicher ob es die Amerikaner sind, die den Schritt zum Mond machen werden. Wenn sich genügend Weltraumorganisationen zusammen tun würden, könnte man es auch ohne die Amis machen.

  9. #9
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    Frage Helium-3 auf dem Mond

    Hi Leute,

    was haltet ihr von einem Industriellen-Außenposten für den Abbau von Helium-3 ???

    Wie ihr ja vllt wisst, braucht man Helium-3 für die Kernfusion. Diese ist zwar noch nicht ausgereift, aber mit Helium-3 wäre ein dauerbrennen des Plasmas im Fusionsreaktor möglich.
    Die heutige Forschung zur Nutzung der Kernfusion beschäftigt sich größtenteils mit Deuterium und Tritium, den beiden schweren Wasserstoffisotopen.
    Bei dieser Fusion werden jedoch sehr viele Protonen freigesetzt. Viel "sauberer" ist die Verschmelzung von Deuterium und Helium-3, bei der weniger radioaktiver Abfall entsteht.

    Deuterium ist auf der Erde verfügbar, die nächstgelegene abbauwürdige Quelle von
    Helium-3 aber ist der Mond. Am naheliegendsten ist es, Helium-3 aus dem Mondstaub, dem Regolith, zu extrahieren.
    Dorthinein ist es mit dem Sonnenwind gelangt und hat sich über Jahrmilliarden
    angereichert.
    Ich hab gelesen das die Russen bis 2020 eine Tagebau-Anlage auf dem Mond errichten wollen um eben Helium-3 abzubauen. (Fraglich ob es 2020 so kommen wird)

    Immerhin wäre mit der Kernfusion, die
    Energiekrise & Umweltschädigung zum größten Teil behoben.
    -------------------------------------------------------------------------

    Damit wäre ein Mondbasis schonmal notwendig, ok man muss sich ja nicht nur auf den Abbau von Helium-3 beruhen. Die Forschung hätte natürlich eine genauso große Rolle zu spielen.
    Der Mond wäre der einzige realisierende Kolonisationsort in den nächsten 80 Jahren. Der Mars wäre technisch & finanziell nicht sofort zu erreichen und sich dann auch darauf auszubreiten. Der Mond ist das erste Ziel, danach kann man
    weiter in die Zukunft blicken.
    Geändert von ElCapitan87 (04.02.2008 um 14:17 Uhr)

  10. #10
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    Wie ihr ja vllt wisst, braucht man Helium-3 für die Kernfusion. Diese ist zwar noch nicht ausgereift, aber mit Helium-3 wäre ein dauerbrennen des Plasmas im Fusionsreaktor möglich.
    Ein "Dauerbrennen" ist auch mit dem heutigen Ansatz Deuterium-Tritium (D-T) möglich, das wurde sogar schon oft demonstriert. Die Fusion von Helium-3 hingegen braucht zehn Mal höhere Temperaturen, was noch nie ausprobiert wurde. Im Gegensatz zu D-T entstehen aber, wie du fast richtig schreibst, sehr viel weniger freie Neutronen, und damit auch weniger radioaktiver Abfall.

    He-3 ist im Moment sicher eine Wildcard in der Zukunft des Mondes, auf die aber niemand so ohne weiteres setzen wird, zumindest so lange keine funktionstüchtigen Reaktoren bereit stehen. Zudem bezweifle ich schwer, dass eine Regierungsorganisation wie die NASA im grossen Stil plötzlich Regolith abbauen soll. Wenn schon, dürften das private Firmen übernehmen, und die steigen erst dann ein, wenn es Profit zu machen gibt. Wenn die Reaktoren dafür existieren, könnte der Abbau aber durchaus (sehr) profitabel sein, besonders, weil beim Verarbeiten des Regoliths auch andere Produkte (Sauerstoff, Wasserstoff, Eisen, Titan, etc.) anfallen.

    Über die Vorstellungen und Behauptungen der Russen würde ich mir keine Gedanken machen (soviel ich weiss, wurde die Aussage kurz danach sowieso wiederrufen). Auch die Russen wissen, dass He-3 ohne dazu gehörenden Reaktoren praktisch wertlos ist.
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