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Thema: Mein erstes Teleskop

  1. #1
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    Standard Mein erstes Teleskop

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    Ich habe ein Teleskop von Sky-Watcher, ganz neu ich kenn mich nich so gut damit aus, Ich habe 2 Fragen die für mich sehr wichtig sind:
    1. In meiner anleitug steht etwas von Kollimation oder auch justieren!
    Ich verstehe das mit den Spiegeln und so nich so gut und wollte fragen ob ihr mir nich helfen könntet!!
    2. Wie geht das mit den Planeten suchen und den Koordinaten??
    Wo muss ich die einstellen??

    Naja ich würde mich über antwort freuen danke im vorraus
    Lotte

  2. #2
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    Standard

    zu 1) mit der Spiegeljustage kenne ich micht nicht aus, aber schau' doch mal auf http://www.deepsky-brothers.de/ (den Link habe ich aus dem zweiten thread in dieser Rubrik). Die Suchfunktion im Forum oder eine Suchmaschine kann dir bestimmt auch weiter helfen.

    zu 2) ich würde vorschlagen dass du dich mit deinem Equipment und Vorkenntnissen (sofern überhaupt welche vorhanden sind) erstmal an die Planeten machst, die du auch mit bloßem Auge findest. Dafür bieten sich zur Zeit der Mars (ganze Nacht durch sichtbar, gegen Mitternacht sehr hoch im Süden), im Laufe der Nacht der Saturn (gegen Mitternacht ca. 20° hoch im Osten, um ca 4 Uhr halbhoch im Süden), und in den Morgenstunden (nahe Dämmerung), die helle Venus an (deren Phasen, ähnlich dem Mond, gut ab etwa 50 facher Vergrößerung zu sehen sind). Bevor du dich als Anfänger mit Koordinaten und Winkeln herum ärgerst, für die das Teleskop richtig ausgerichtet sein muss, empfehle ich Dir, erstmal mit der gratis Software 'Stellarium' (http://www.stellarium.org/) einen Überblick über den Himmel (virtuell und auf deinen Ort/Zeit bezogen, samt Sonne, Mond und Sterne - Planeten auch) zu gewinnen. Das Programm funktioniert nahezu selbsterklärend, sieht sehr schön aus und die Erfahrungen (Konstellationen etc.) können direkt auf den (echten) Himmel übertragen werden.
    'Celestia' (http://www.shatters.net/celestia/) ist in diesem Zusammenhang auch zu nennen, ist aber weniger anfängerfreundlich.

    Zitat Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
    Naja ich würde mich über antwort freuen danke im vorraus
    Lotte
    Gern geschehen
    Geändert von ins#1 (26.12.2007 um 00:31 Uhr)
    "In the beginning the universe was created. This made a lot of people angry and has widely been considered as a bad move."
    ©The Hitchiker's Guide to the Galaxy

  3. #3
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    Standard

    Danke schon mal für die antwort ich habe so einen Kalender wo alle sterne die man sehen kann drinnen eingezeichnet sind!Also muss ich erstmal garnichts so richtig mit breitengrad und so einstellen?
    Geändert von Lotte (26.12.2007 um 10:31 Uhr)

  4. #4
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    Standard

    Hallo Lotte,

    die hellsten Sterne, die Du mit bloßem Auge sehen kannst und die Du durch ihre Anordnung am Himmel sicher identifizieren kannst, brauchst Du natürlich nicht über ihre Koordinaten aufzusuchen ebenso auch die Planeten, deren derzeitige Standorte Dir ins#1 beschrieben hat; spätestens, wenn Du sie durch Dein Teleskop siehst, erkennst Du dass es ein Planet ist, weil er eben nicht wie ein Punkt, sondern wie ein (sehr)kleines Scheibchen aussieht. Die Planeten sind auch immer irgendwo auf der Bahn am Himmel, auf der auch die Sonne entlang zieht. Allerdings verläuft diese Bahn (in der Nacht) im Winter so hoch am Himmel, wie die Sonnenbahn im Sommer und umgekehrt. Also im Norden ist nichts was Du am Himmel siehst, ein Planet. (Ich gehe dabei davon aus, dass Du in Europa oder mindestens auf der Nordhalbkugel bist.)

    Wenn Du Dich noch gar nicht mit dem Thema auskennst, dann ist es hier zwar möglich Dir einiges zu erklären, aber es ist auch unverhältnismäßig mühsam und es entstehen leicht Missverständnisse. Aus diesem Grunde wäre es der beste Weg, wenn Du Dich an eine Volkssternwarte in Deiner näheren Umgebung wendest, dort findest Du ganz bestimmt fachkundige Menschen, die Dir weiter helfen können. Und spätestens wenn Du Photos machen möchtest, dann mußt Du Dein Teleskop sehr genau nach der Erdachse ausrichten. Eigentlich kannst Du nur den Mond ohne diese Ausrichtung noch ganz gut photographieren.

    Der User ChMessier hier im Forum kennt sich damit bestens aus und ist sicher gerne bereit Dir einige Sternwarten in Deiner Umgebung zu nennen, wenn Du ihm Deinen Wohnort mitteilst. Wenn Du das nicht öffentlich tun willst, dann kannst Du ihm auch eine PN (private Nachricht) hier über Das Forum schicken.

    Herzliche Grüße

    MAC

  5. #5
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    Standard

    Hallo, ich klinke mich einfach mal hier ein, denn ich habe von meiner Mutter ein Teleskop zu Weihnachten bekommen. Nun habe ich aber das Problem, wenn ich eine von diesen Verlängerungen in den Winkel zum durchschauen tue ist es so dunkel und ich sehe garnichts. Mach ich irgentwas falsch? (bestimmt, was für eine Frage *gg*) Also wenn ihr mir da weiterhelfen könntet wäre das wirklich super nett.
    Vielleicht braucht ihr noch ein paar Angaben die vieleicht helfen könnten:

    Marke: Dörr
    Typ: Jupiter 60/700 AstroScope

    Bei meinem Glück ist das ein ganz doofer Fehler. Aber naja schmunzelt drüber und helft mir bitte.

    Danke......

  6. #6
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    Adria: nimm das "größte" Okular, also mit der längsten Brennweite und stelle es zur Not auf etwas helles am Boden (Horizont) scharf. Bedenke, dass du das Teleskop erneut scharf stellen musst, wenn du etwas im Strahlengang veränderst, wie z.B. das Zenitprisma entfernst, oder eine weiter vergrößernde Barlowlinse hinzufügst (auch ein wenig beim Okularwechsel). Je höher die Vergrößerung, je kleiner und lichtschwächer wird das Gesichtsfeld im Okular und umso schwieriger ist das fokussieren. Auch muss das Teleskop stabil und ruhig stehen und bei hohen Vergrößerungen ordentlich nachgeführt werden. Die höchste nutzbare Vergrößerung ist bei den Einsteigerteleskopen i.d.R. überhaupt nicht zu gebrauchen, also am besten klein anfangen und hocharbeiten. In der Ruhe liegt die Kraft.
    "In the beginning the universe was created. This made a lot of people angry and has widely been considered as a bad move."
    ©The Hitchiker's Guide to the Galaxy

  7. #7
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    Hey, danke. Dann werde ich mal auf einen Wolkenfreien Himmel warten und dann eine Nacht durchmachen um mich mal damit umfangreich vertraut zu machen.
    Aber eine Frage habe ich noch, kann man denn mein Telekop aufrüsten? also ne andere Vergrößerung oder so?

  8. #8
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    Zitat Zitat von Adria Beitrag anzeigen
    Aber eine Frage habe ich noch, kann man denn mein Telekop aufrüsten? also ne andere Vergrößerung oder so?
    Ganz ehrlich, sofern du keine parallaktische Montierung hast, macht jegliches Aufrüsten keinen Sinn, da du das Teleskop nicht fein justieren kannst. Über Mondbeobachtung wirst du damit wohl nicht hinaus kommen, da kleine Objekte wie Planeten bei hoher Auflösung sehr schnell aus dem Focus sind.

  9. #9
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    @Lotte,
    du bekommst noch ne ausführliche Antwort per PN. Es wäre nett, wenn du mir noch mitteilen könntest, wo du wohnst.

    @Adria,

    mal ne Frage. Welchen Einsteckdurchmesser haben deine Okulare? Das sind die kleinen Dinger, in die man reinkuckt.

    Bei Geräten wie deinem werden meist 24,5 mm-Okulare (0,96 Zoll) verwendet, gelegentlich auch schon 31,6 mm (1,25 Zoll). Die mit dem größeren Steckdurchmesser sind leicht in allen Brennweiten erhältlich.

    Dein Teleskop hat einen Objektivdurchmesser von 60 mm. Mit solch einem Gerät hab ich auch angefangen. Jetzt bin ich bei 10 cm angelangt, habe aber vereinsmäßig eines mit 35,6 cm zur Verfügung.

    Mit deinem Teleskop kannst du sinnvoll bis 120 fach vergrößern. Vergrößerst du stärker, wird das Bild schnell dunkel und flau und du erkennst noch weniger. Lass dich also von Vergrößerungen von 300fach oder mehr nicht blenden. Das ist nicht drin.

    Mit einem 6-mm-Okular hast du praktisch die Grenze deines Teleskops erreicht.

    Ein 10-mm-Okular bringt eine Vergrößerung von 70fach und ein 20 mm-Okular von 35fach. Das sind eigentlich alle Okulare, die du benötigst.

    Die Barlowlinse ist unnötiger Schnickschnack. Sie erlaubt zwar eine stärkere Vergrößerung, aber mehr als 120fach ist eh nicht sinnvoll. Und oft sorgt die Barlowlinse für eine Bildverschlechterung.

    Das Zenitprisma oder der Zenitspiegel ist eine wertvolle Einrichtung beim Betrachten von etwas höher am Himmel stehenden Objekten.

    Was kannst du damit sehen?

    Auf dem Mond wirst du bereits zahlreiche Berge und Krater erkennen, und mit etwas Glück zur Zeit auf dem Mars eine Polkappe. Saturn, der demnächst Star am Himmel werden wird, zeigt schon bei 70facher Vergrößerung deutlich seinen Ring. Und auf Jupiter kannst du bereits die beiden größten Wolkenbänder erkennen, und du kannst dem Umlauf seiner vier größten Monde zuschauen.

    Uranus und Neptun sind auch mit deinem Fernrohr machbar, werden aber von einem Stern kaum zu unterscheiden sein.

    Bei Sternen sind Doppelsterne besonders eindrucksvoll. Schau dir mal an der Deichsel des Großen Wagens den mittleren Stern an. Du wirst erstaunt sein, was du siehst.

    Auch Albireo, der Kopfstern des Schwans, ist sehr nett anzuschauen. Der Schwan ist allerdings mehr ein Sternbild des Sommers, man kann ihn aber noch bis weit in den Herbst hinein beobachten. Ebenfalls zum Sommer gehört Epsilon Lyrae, ein Vierfachsystem in der Leier.

    Viele Amateurastronomen schauen sich gerne Deep-Sky-Objekte an. Mit deinem Teleskop ist die Andromeda-Galaxie im Sternbild Andromeda kein Problem. Auch den Orionnebel im Sternbild Orion wirst du damit sehen können.

    Viele Sternhaufen sind deinem Fernrohr zugänglich. Kugelsternhaufen wirst du allerdings kaum in Einzelsterne auflösen können. Dafür ist dein Teleskop doch zu klein.

    Noch ein wichtiger Hinweis. Viele Teleskope dieser Größe werden mit Stativen geliefert, die Gummifüße haben. Damit soll verhindert werden, dass auf dem Parkettboden im Wohnzimmer Kratzer entstehen.

    Das Wohnzimmer, auch bei geöffnetem Fenster, ist ein denkbar schlechter Beobachtungsplatz. Du musst dein Teleskop draußen aufstellen, am besten fernab von künstlicher Beleuchung, oder wenigstens so, dass du von den Straßenlampen und der Gartenbeleuchtung des Nachbarn nicht geblendet wirst. Erst dann macht es Spaß. Und du wirst mit deinem Teleskop sicherlich viel Spaß haben. Mir hat es jedenfalls Appetit auf mehr gemacht.

    Salut
    ChMessier

  10. #10
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    Hallo Adria,

    mach dich am Tage, nicht in der Nacht mit dem Teleskop vertraut, am einfachsten durch ein Fenster. Richte es auf ein Objekt (Baum, Haus..), das mindestens 50m weit weg ist und versuche durch das Okular mit der größten Linse ein scharfes Bild einzustellen. Sollte es beim Durchsehen weiterhin dunkel sein, ist eventuell noch eine Abdeckung oder Verschlußkappe irgendwo drauf. Versuche das Okular direkt ins Fernrohr zu stecken, ohne den "Winkel". Wenn du ein klares Bild bekommen hast, kannst du die anderen Okulare probieren (jedesmal neu scharf stellen), bis ein Gefühl für die Handhabung da ist.

    Dein Fernrohr zu erweitern macht keinen Sinn. Versuche mit einem Sternkartenprogramm wie Cartes du ciel oder einem der weiter oben genannten den Himmel kennen zu lernen und auffällige Objekte wie Mond, Mars, Jupiter, Saturn und Venus zu finden und zu beobachten. Wenn's dann immer noch Spaß und der Weihnachtsmann mit macht, kannst du dir ja ein dickeres Teil wünschen .

    Algol

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