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Thema: Komplementäre Masseverteilung in Doppelpaaren

  1. #1
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    Standard Komplementäre Masseverteilung in Doppelpaaren

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    Hallo,

    seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Struktur des Sonnensystems und bin dabei auf einige Regelmäßigkeiten gestoßen, die ich hier gern vorstellen möchte. Diese Regelmäßigkeiten tauchen bei den massereichen Doppelpaaren der Mehrfach-Satellitensysteme von Sonne, Jupiter, Saturn und Uranus auf und legen daher den Schluss nahe, dass es sich hierbei um eine Gesetzmäßigkeit handelt. Bevor wir aneinander vorbeireden, möchte ich kurz erklären, worum es dabei geht.


    Was ist ein Doppelpaar?

    Betrachtet man sich die Mehrfach-Satellitensysteme des Sonnensystems (kurz: MSS), dann fällt bei drei von fünf Systemen schon rein optisch auf, dass sie von vier Großkörpern dominiert werden, von denen sich je zwei hinsichtlich ihrer Größe ähneln. Es sind dies (geordnet nach zunehmendem Abstand vom Zentralkörper des Systems):

    a) Sonnensystem:

    Jupiter mit r = 71.492 km;
    Saturn mit r = 60.260 km;
    Uranus mit r = 25.559 km;
    Neptun mit r = 24.764 km

    b) Jupitersystem:

    Io mit r = 1.822 km;
    Europa mit r = 1.561 km;
    Ganymed mit r = 2.634 km;
    Callisto mit r = 2.403 km

    c) Uranussystem:

    Ariel mit r = 579 km;
    Umbriel mit r = 585 km;
    Titania mit r = 789 km;
    Oberon mit r = 761 km

    Man erkennt deutlich die Zweigliederung in ein inneres und ein äußeres Paar, wobei bei den Planeten das innere Paar (Jupiter und Saturn) größer ist als das äußere Paar. Bei den Monden von Jupiter und Uranus ist es umgekehrt. Diese zweipaarige Struktur kann man als Doppelpaar bezeichnen. Im Saturnsystem finden wir eine etwas andere Konstellation:

    Tethys mit r = 536 km;
    Dione mit r = 563 km;
    Rhea mit r = 764 km;
    Titan mit r = 2.575 km;
    Iapetus mit r = 734 km

    Hier hat sich der vergleichsweise übergroße Titan zwischen Rhea und Iapetus „eingenistet“ und „stört“ somit die regelmäßige Doppelpaarstruktur. Lässt man Titan unberücksichtigt, dann werden zwei Dinge deutlich: Zum einen liegt auch im Saturnsystem ein Doppelpaar vor, bei dem – wie in den anderen beiden Mondsystemen – die Satelliten des inneren Paares kleiner sind als die des äußeren Paares. Zum anderen ist die fast identische Größe der Saturnmonde mit den entsprechenden Uranusmonden auffällig. Zu erwarten wäre nun eine entsprechende Doppelpaarstruktur im Neptunsystem. Dort befindet sich jedoch nur ein einzelner großer Mond (Triton mit r = 1.353 km) an der Stelle, wo sich eigentlich vier Monde aufhalten müssten. Da Triton seinen Zentralkörper in umgekehrtem Drehsinn umläuft (entgegengesetzt zur Eigendrehung des Zentralkörpers), handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Einfangkörper, der erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Neptunorbit geriet. Offenbar sind durch den Einfangvorgang die Monde des ursprünglich vorhandenen Doppelpaares aus ihrer Bahn geworfen worden.

    Die komplementäre Masseverteilung in den Doppelpaaren

    Für eine genauere Untersuchung des Doppelpaarphänomens genügt es nicht, bei dem rein optischen Anschein stehenzubleiben. Entscheidend sind die Masseverhältnisse. Hierbei zeigt sich bei den Mondsystemen nun in der Tat etwas Überraschendes:

    CMD = Complementary Mass Distribution (Komplementäre Masse-Verteilung)

    In den Doppelpaaren mit nichtstellaren Zentralkörpern entspricht die Massesumme des massereichsten und des masseärmsten Körpers der Massesumme der beiden übrigen Körper.

    Die Masse für die Doppelpaarmonde wurden wie folgt bestimmt (alle Werte in 10^21 kg):

    a) Jupitersystem:

    Io mit m = 89,316;
    Europa mit m = 47,998;
    Ganymed mit m = 148,186;
    Callisto mit m = 107,593

    b) Saturnsystem:

    Tethys mit m = 0,6176;
    Dione mit m = 1,0957;
    Rhea mit m = 2,309;
    Iapetus mit m = 1,8059

    c) Uranussystem:

    Ariel mit m = 1,3533;
    Umbriel mit m = 1,172;
    Titania mit m = 3,526;
    Oberon mit m = 3,0138

    Die Werte für das Uranussystem haben noch eine größere Fehlertoleranz, so dass die CMD möglicherweise auch verfehlt werden könnte. Ordnet man die vier Körper des Doppelpaares nach der Masse und beginnt mit dem masseärmsten Körper, so kann man ihnen mit steigender Masse die Zahlen 1; 2; 3 und 4 zuweisen. Die Summe aus dem masseärmsten Körper (1) und dem massereichsten Körper (4) entspricht der Summe der beiden anderen Körper (2) und (3). Das geht für die drei Mondsysteme sehr genau auf:

    a) Jupitersystem:

    Körper (1) + Körper (4) = Körper (2) + Körper (3), also: Europa + Ganymed = Io + Callisto
    (47,998 + 148,186) = (89,316 + 107,593) oder 196,184 = 196,909; Abweichung = 0,369%

    b) Saturnsystem:

    (1) + (4) = (2) + (3), also Tethys + Rhea = Dione + Iapetus
    (0,6176 + 2,309) = (1,0957 + 1,8059) oder 2,9266 = 2,9016; Abweichung = 0,858%

    c) Uranussystem:

    Hier liegt eine größere Fehlertoleranz vor. Die einzelnen Massewerte variieren wie folgt:

    Körper (1) = Umbriel = 1,04 bis 1,31;
    Körper (2) = Ariel = 1,23 bis 1,47;
    Körper (3) = Oberon = 2,94 bis 3,09;
    Körper (4) = Titania = 3,44 bis 3,62

    Als Extremwerte für die Massesummen kommen vor:

    (1) + (4) = 4,48 bis 4,93; (2) + (3) = 4,17 bis 4,56; Überlappung zwischen 4,48 und 4,56!

    Daraus ergibt sich eine Gesamtmasse des Doppelpaares zwischen 8,65 und 9,49. Das arithmetische Mittel ist 9,07. Folglich muss der CMD-Wert in der Nähe von 4,535 liegen. Dieser Wert liegt innerhalb des Überlappungsbereichs der Massesummen aus (1) + (4) und (2) + (3).

    (Datenquelle: NASA, genauer: ssd.jpl.nasa.gov/)

    Fortsetzung folgt …
    Geändert von Mahananda (22.12.2007 um 09:04 Uhr) Grund: Kleinere Korrekturen

  2. #2
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    Standard

    Zweiter Teil

    Wenn es sich bei den Regelmäßigkeiten, wie von mir vermutet, um eine Gesetzmäßigkeit handelt, dann muss es einen Prozess geben, der zwangsläufig in MSS zu Doppelpaaren mit einer CMD führt. Ich habe mir diesbezüglich ein spekulatives Szenario zurechtgelegt, das ich gern zur Diskussion stellen möchte. Mich interessiert, ob dieses Szenario im Groben so abgelaufen sein könnte oder ob es aus physikalischer Sicht grundsätzliche Einwände gibt, die das Ganze oder wesentliche Teile davon von vornherein unmöglich erscheinen lassen. Kurz: Ist das folgende Szenario ausbaufähig oder Zeitverschwendung?


    Ein hypothetisches Szenario zur Entstehung der Doppelpaare

    Das reguläre Vorliegen einer CMD in den Doppelpaaren lässt den Schluss zu, dass die jeweiligen Paarkörper ursprünglich gleichmassig gewesen sind und einer dieser Körper erst später einen Teil seiner Masse an den anderen Paarkörper abgegeben hat. Auffallend ist hingegen, dass die Massedifferenz in beiden Paaren etwa gleich groß ist. Es muss sich daher beim Massetransport um einen Prozess gehandelt haben, der bei beiden Paaren mit derselben Intensität gewirkt hat. Eine andere Variante ist, dass die gleichen Massedifferenzen das notwendige Resultat eines Transportprozesses ist, der zwischen den Komplementärkörpern gewirkt hat. Das würde bedeuten, dass der massereichste Körper (4) sein Material vom masseärmsten Körper (1) erhalten hat und dass der Körper (2) sein Material vom Körper (3) erhalten hat. Da der Massetransport gleichstark verlaufen ist, müssen die beteiligten Körper näher beieinander gewesen sein. Der auslösende Energiefluss muss weiterhin vom Zentralkörper ausgegangen und zu ihm zurückgeflossen sein. Die Anordnung der vier Körper darf man sich dann so vorstellen:

    ---->(3)----->(2)----->Zentralkörper----->(1)----->(4)----->
    | |
    <--------------------- Energiefluss <----------------------

    Der Energiefluss riss Material von Körper (1) mit und lagerte es auf Körper (4) ab. Dasselbe geschah bei den beiden anderen Körpern. Körper (3) gab Masse an Körper (2) ab. Somit ergibt sich, dass die Körper (1) und (3) netto einen Masseverlust erlitten, während die Körper (2) und (4) netto einen Massegewinn verbuchen konnten. Die Gesamtmasse des Doppelpaares verringerte sich zwar, weil ein erheblicher Teil der Ursprungsmasse mit dem Energiefluss auf den Zentralkörper gelangte, aber die Masseverteilung pegelte sich auf die Komplementarität ein. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Anordnung der Körper in Bezug auf den Zentralkörper. Die gleichmassigen Paarkörper befanden sich ursprünglich auf einer identischen Umlaufbahn, allerdings in einem Winkelabstand von 180° (Librationspunkte L3). Durch die gegebene Gleichmassigkeit stabilisierten sie sich wechselseitig in ihren Librationspunkten. Mit der Entstehung der Komplementarität wurden die Umlaufbahnen instabil, wobei der massereicher gewordene Paarkörper vom Zentralkörper stärker angezogen wurde als der masseärmere. Die Folge war, dass sich dessen Umlaufgeschwindigkeit vergrößerte. Somit kam es zu einer nahen Passage mit dem masseärmeren Paarkörper. Da sich der massereichere Körper auf der Innenbahn befand, überholte er den masseärmeren Paarkörper und beschleunigte ihn während der Passage. Damit verlagerte sich dessen Umlaufbahn weiter nach außen. Nach einigen weiteren Passagen stabilisierten sich die Umlaufbahnen in hinreichend weitem Abstand voneinander. Auf diese Weise entstand die reguläre Abfolge der Körper des Doppelpaares. Körper (2) drängte Körper (1) nach außen ab und Körper (4) machte dasselbe mit Körper (3). Damit liegt gegenwärtig bei den Doppelpaaren diese (reguläre) Anordnung vor:

    Zentralkörper – Körper (2) – Körper (1) – Körper (4) – Körper (3) (reguläre 2143-Abfolge)

    Die Tatsache, dass bei den drei erhaltenen Mond-Doppelpaaren eine CMD vorliegt, lässt auf einen gesetzmäßigen Prozess schließen, der möglicherweise auch bei den vier Gasriesen, die das Planeten-Doppelpaar bilden, zunächst zu einer CMD geführt hat, bevor andere Prozesse eine Verschiebung der Masseverteilung bewirkten. Diese Prozesse stehen mit großer Wahrscheinlichkeit in Beziehung zur Entwicklung der Sonne zum Hauptreihenstern. Folglich kann man vermuten, dass die CMD bei substellaren Zentralkörpern erhalten bleibt, während dies bei stellaren Zentralkörpern nicht der Fall ist.

    Dann müsste der weitaus größte Masseanteil von Jupiter und Saturn zeitlich erst nach deren Formierung als Planet aufgenommen worden sein. Ein Teil dieser Masse könnte durch die Einwärtsbewegung von Jupiter, der ja Körper (2) war, in die inneren und damit dichteren Bereiche der protoplanetaren Scheibe zu ihm gelangt sein. Aber dies erklärt nicht die Zunahme auf den heutigen Wert. Wenn aber die protoplanetare Scheibe als Hauptmasselieferant nicht in Frage kommt – was dann?

    Ein Anfluten des Materials durch den sich verstärkenden Strahlungsdruck der Sonne innerhalb der Scheibe bringt ebenfalls keinen nennenswerten Massezuwachs. Also bleibt nur der Umweg über einen vertikalen Massezustrom. Das bedeutet wiederum, dass in einer frühen Entwicklungsphase der Sonne der Hauptteil des interplanetaren Gases (und auch des Staubes) von ihr über Jets nach außen transportiert wurde und in dem Bereich, wo sich Jupiter und Saturn befanden, wieder auf die protoplanetare Scheibe auftraf bzw. diese querte. Saturn muss sich bereits etwas weiter außerhalb vom Zentrum des Querungsbereiches befunden haben. Der schnell massereich gewordene Jupiter beförderte den im Vergleich dazu „leicht“ gebliebenen Saturn noch weiter nach außen, während Jupiter selbst noch weiter nach innen driftete und sich im Zentrum des Querungsbereiches „festsetzte“.

    Die Folge war, dass Jupiter heute dreieinhalb mal mehr Masse aufweist wie Saturn und dass der Materialzustrom so stark mit Staubpartikeln angereichert war, dass das Doppelpaar seiner Monde erheblich an Masse zulegten und mit Eisen, Silikaten und Wassereis angereichert wurden. Das innere Paar Io und Europa wurden durch sich verstärkende Gezeitenreibungen so stark erhitzt, dass sie einen großen Teil ihres ursprünglich vorhandenen Wassers wieder verloren, während Ganymed und Callisto ihren neu erworbenen Zustand bis in die Gegenwart konservieren konnten.

    Saturn hingegen blieb während der gesamten Dauer des Massezustroms in den Bereichen, die von Staubpartikeln kaum oder gar nicht mehr erreicht wurden. Stattdessen fing Saturn fast ausschließlich Wasserstoff und Helium auf, so dass sich seine Gesamtdichte bis auf den heutigen Wert von 0,687 verringerte. Dessen Monde konnten diese Gase nicht an sich binden, so dass sie – anders als die Jupitermonde – in ihrer ursprünglichen Größe und Masse erhalten blieben. Darum sind sie heute immer noch masseärmer als die weiter außen entstandenen Uranusmonde.


    So weit meine Überlegungen zum Thema.

    Viele Grüße!
    Geändert von Mahananda (22.12.2007 um 09:11 Uhr) Grund: Kleine Korrekturen

  3. #3
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    Standard Orbit'sche Vermutung zu Mahanandas 'Hypothese'

    Bei zwei betrachteten Systemen gibt es eine Symmetrie im Sinne der hier vorgestellten 'Hypothese', bereits das dritte, das Jupiter-System, muss aber auf abenteuerliche Weise passend gemacht werden. Aus zwei Gliedern einer mathematischen Reihe kann aber nie auf die Gesetzmässigkeit der Reihe geschlossen werden.
    Ich gehe davon aus, dass Mahananda das weiss.
    Um das wacklige Fundament der Argumentation etwas aufzubessern, gibt er dem Ding einen wissenschaftlich klingenden Namen, der erst noch aus den selben Buchstaben gebildet wird wie ein anderes, aber - im Gegensatz zu diesem - ernst zu nehmendes ungeklärtes Phänomen, das der kalten Dunkelmaterie.
    Obwohl er seinen zweiten Teil mit
    Wenn es sich bei den Regelmäßigkeiten, wie von mir vermutet, um eine Gesetzmäßigkeit handelt, dann muss es einen Prozess geben, der zwangsläufig in MSS zu Doppelpaaren mit einer CMD führt. Ich habe mir diesbezüglich ein spekulatives Szenario zurechtgelegt, das ich gern zur Diskussion stellen möchte.
    einleitet, kommt die anschliessende abenteuerliche Begründung dieser Symmetrie bereits in Form von Naturgesetzen daher und könnte einen leicht vergessen lassen, dass da eine sehr wacklige Hypothese begründet wird, obwohl die Begründung von Annahmen strotzt, welche dem Standardmodell widersprechen wie beispielsweise diese Materie-Jets.
    Die Symmetrie muss zudem durch die Annahme weiterer Symmetrien gestützt werden:
    Die gleichmassigen Paarkörper befanden sich ursprünglich auf einer identischen Umlaufbahn, allerdings in einem Winkelabstand von 180°
    wodurch das Szenario nicht nur zu einem System mit absoluter Symmetrie tendiert, sondern auch zu einem in hochgradig labilem Gleichgewicht. Das widerspricht in krasser Weise der Empirie, um es mit einem Lieblingsausdruck von uwebus zu sagen.
    Und bei uwebus lande ich auch am Schluss dieser Betrachtung oder bei Heinrich Katscher, wie Ihr wollt: Die Argumentation Mahanandas hat grosse Ähnlichkeit mit der 'Beweisführung' dieser beiden.

    Ich gehe davon aus, dass Mahananda das sehr wohl weiss und diesen Thread absichtlich in dieser Weise eröffnet hat. Er will nicht wirklich über die Entstehung des Sonnensystems mit uns diskutieren, sondern darüber, wie Meinungen gebildet werden. Im Gegensatz zu den beiden andern Usern geniesst er hier im Forum grosses Ansehen. Das legt er hier nun in die Waagschale, um die Objektivität unserer Urteilsfähigkeit zu testen.
    Kurz: Ist das folgende Szenario ausbaufähig oder Zeitverschwendung?
    ;-)
    Über Meinungsbildung lässt sich da bestimmt noch ein wenig weiter diskutieren. Vielleicht sollte der Thread nun aber in ein anderes Unterforum verschoben werden.

    Herzliche Grüsse
    Orbit

  4. #4
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    Standard

    Hallo Orbit,

    danke für deine klaren Worte. Ich denke das war ein eindeutiges Votum für "Zeitverschwendung". Bevor ich nun die im 2.Teil entworfene "Hypothese" auf Nimmerwiedersehen verschwinden lasse (bis Mitternacht habe ich dazu noch Zeit), würde es mir weiterhelfen, wenn die Knackpunkte benannt werden und kurz begründet wird, warum das auf diese Weise nicht funktionieren kann.

    Im Gegensatz zu den beiden anderen genannten "Diskutanten" habe ich nicht vor, die Physik auf ein neues Fundament zu stellen bzw. die Kosmogonie des Sonnensystems vollkommen neu aufzurollen. Ich bin halt nur auf die CMD aufmerksam geworden und mache mir so meine Gedanken darüber, wie es dazu kommen konnte. Wenn das in Gänze Müll gewesen ist, bin ich mir auch nicht zu schade, das zu akzeptieren. Das (möglicherweise missratene) Szenario ändert jedoch nichts an den Fakten, die ich im 1.Teil zusammengestellt habe.

    Eine Sache habe ich nicht verstanden. Nämlich diese hier:

    ... bereits das dritte, das Jupiter-System, muss aber auf abenteuerliche Weise passend gemacht werden.
    Gerade dieses System hat doch prozentual die geringste Abweichung von der Symmetrie.

    gibt er dem Ding einen wissenschaftlich klingenden Namen, der erst noch aus den selben Buchstaben gebildet wird wie ein anderes, aber - im Gegensatz zu diesem - ernst zu nehmendes ungeklärtes Phänomen, das der kalten Dunkelmaterie.
    Nimmst du es mir ab, dass ich daran überhaupt nicht gedacht habe? ;-)

    Viele Grüße!

  5. #5
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    Standard

    Hallo Mahananda
    Ich war fest davon überzeugt, dass Du uns hier einem Test unterziehst :-))
    Mit dem dritten System, das Du bereits anpassen musst, meinte ich natürlich das Uranussystem. Das war ein Verschreiber.
    würde es mir weiterhelfen, wenn die Knackpunkte benannt werden und kurz begründet wird, warum das auf diese Weise nicht funktionieren kann.
    Eigentlich habe ich bereits alles gesagt, was ich zu sagen in der Lage bin. Ich bin ja auch kein Fachmann. Ich könnte mir vorstellen, dass Bynaus und andere Fachleute noch einiges dazu sagen könnten.
    Löschen solltest Du den Beitrag nicht; denn dann würde ja meiner Replik, bei der ich mir so viel Mühe gemacht habe, der Boden entzogen. ;-(
    Nach all Deinen hervorragenden Beiträgen kannst Du es Dir doch ohne weiteres leisten, auch mal einen fachlich weniger lupenreinen Text stehen zu lassen, auch wenn's nur darum wäre, einem armen Schlucker wie mir eine kleine bescheidene Plattform zu bieten, sich ein wenig zu profilieren. :-))))))

    Herzliche Grüsse
    Orbit

  6. #6
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    Hallo Orbit,

    Nach all Deinen hervorragenden Beiträgen kannst Du es Dir doch ohne weiteres leisten, auch mal einen fachlich weniger lupenreinen Text stehen zu lassen, auch wenn's nur darum wäre, einem armen Schlucker wie mir eine kleine bescheidene Plattform zu bieten, sich ein wenig zu profilieren. :-))))))
    Hihi, na gut, dann gönn ich dir dieses Vergnügen. :-)

    Ich bin erst nach Weihnachten wieder im Forum. Bis dahin wünsche ich dir und allen andern hier frohe Festtage.

    Viele Grüße!

  7. #7
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    Ich war fest davon überzeugt, dass Du uns hier einem Test unterziehst :-))
    Ich kann Orbits Misstrauen (unabhängig von Mahanandas Beitrag) grundsätzlich nachvollziehen, es ist geprägt durch massenhafte ungezügelte Veröffentlichungen und Selbstdarstellungen im web über Verschwörungstheorien, Heilsbotschaften, revolutionären Theorien, radikalen Standpunkten und schlichtem Dummfug, so dass man manchmal zu skeptisch reagiert.

  8. #8
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    @ Mahananda
    Auch ich wünsche Dir schöne Festtage!
    Dasselbe wünsche ich all jenen, die sich jetzt auch für ein paar Tage ins Festlich-Private zurückziehen.
    Ich bleibe hier; denn hier ist momentan vielleicht nicht gerade mein privatester, aber doch mein permanentester fast-privater Space.

    @ pauli
    In diesem Fall war es kein Reflex eines Internetgeschädigten, sondern einfach die Auseinandersetzung mit diesem Text von Mahananda. Ihm gegenüber würde ich ohnehin nie reflexartig misstrauisch reagieren, zu gross ist mein Vertrauen in seine Beiträge.

    Herzliche Grüsse
    Orbit

  9. #9
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    Hi Mahananda:

    Auch ich bin kein Fachmann, daher kann ich nur auf wenige Dinge den Finger legen, die mir als besonders unplausibel erscheinen, genauer gesagt nur zwei:

    Erstens: der solare Jet
    Damit es zu jets kommt, muss der Körper ein recht starkes Magnetfeld haben. Bei allem, was ich bisher über Sternbildung gelesen habe, ist mir noch nie aufgefallen, dass bei diesem Prozess Jets ausgebildet werden. Und selbst wenn, dann würden diese Jets an den Polen des Sterns austreten und damit senkrecht zur jeweiligen Ekliptik. Deshalb dürfte die im Jet ausgestossene Masse das jeweilige System wohl für immer verlassen und für die Strukturbildung des verbliebenen Systems keine Rolle mehr spielen.

    Zweitens: Der Massetransfer
    Während ich bei Gasplaneten noch einen geringen Massetransfer bei entsprechend naher Begegnung vielleicht für möglich halte, sehe ich aber bei den Monden keine Chance auf einen solchen Transfer. Denn ist die Begegnug zwischen zwei Gesteinskörpern so nahe, dass der eine Körper dem anderen Gestein entreissen könnte, so ist vielmehr damit zu rechnen, dass der kleinere dabei völlig zerrissen wird (Stichwort Roche Grenze).

    Der einzige Prozess, den ich für eine regelmässig strukturierte Anordnung von Satelliten um einen Zentralkörper für theoretisch möglich halte ist der der Entstehung selbst. Also während der Bildung der Planeten und Monde aus der protoplanetaren bzw. "protolunaren" Scheibe. Aber hier bewege ich mich bereits weit ausserhalb meines Wissenshorizonts und kann daher nich einmal erahnen, ob es in einer solchen Staubscheibe Kräfte gibt, die die Masseverteilung in der von Dir beschriebenen Weise strukturieren könnte.

    PS: Auch ein Frohes Fest für Dich, und natürlich auch für alle anderen hier

  10. #10
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    Hallo Jonas,

    Zitat Zitat von jonas Beitrag anzeigen
    Damit es zu jets kommt, muss der Körper ein recht starkes Magnetfeld haben. Bei allem, was ich bisher über Sternbildung gelesen habe, ist mir noch nie aufgefallen, dass bei diesem Prozess Jets ausgebildet werden. Und selbst wenn, dann würden diese Jets an den Polen des Sterns austreten und damit senkrecht zur jeweiligen Ekliptik. Deshalb dürfte die im Jet ausgestossene Masse das jeweilige System wohl für immer verlassen und für die Strukturbildung des verbliebenen Systems keine Rolle mehr spielen.
    Die Ausbildung eines Jet scheint im Zusammenhang mit Akkretion durchaus häufig zu sein. http://www.astronews.com/news/artike...0705-026.shtml

    Die angegebene Geschwindigkeit (einige km/s) ist wahrscheinlich nicht ausreichend für Fluchtgeschwindigkeit, so dass durchaus Material von innen nach außen transportiert werden kann. Ob es dabei feste Verhältnisse gibt, kann ich nicht sagen, aber auch nicht ausschließen.

    Die Jet’s scheinen, gemeinsam mit dem sie erzeugenden Magnetfeld auch ein wirksamer Mechanismus zu sein, Drehimpuls von innen nach außen zu transportieren.

    Ich will damit nicht für Mahanandas These plädieren, dazu ist die Datenlage meiner Meinung nach (noch) zu dünn, aber die Regelmäßigkeiten scheinen mir durchaus auffallend, ebenso allerdings, auch die Verletzungen der Regelmäßigkeiten.

    Herzliche Grüße

    MAC

    Auch von mir Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

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