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Thema: Galaktischer Zoo

  1. #21
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    Hallo

    @albert
    es mag sein, dass Du sauer auf Orbit bist, es mag sein, dass Du ihn wie einen Elefanten im Porzellanladen empfindest; beleidigend musst Du deswegen noch lange nicht werden. Das ist einfach nur schlechter Stil.

    @Feuer und Flamme
    egal ob das Universum unendlich groß ist oder nicht, innerhalb unseres Ereignishorizontes sind wir mit extrem großer Sicherheit einzigartig, egal ob es weitere intelligente Spezies gibt oder nicht. Ob wir die erste intelligente Spezies sind, ist nicht zu beantworten, weder positiv noch negativ. Das wir bisher allein sind, ist lediglich ein starkes Indiz dafür, dass es innerhalb eines sehr weiten Umkreises bisher keine Spezies gibt, die interstellare Raumfahrt betreibt, nicht mehr und nicht weniger. Diese Auffassung hat nichts mit Arroganz, Selbstzentrierung oder Mittelalter zu tun. Mehr geben die Fakten nicht her. Die Drake-Gleichung überwindet nicht, dass wesentliche Faktoren nach wie vor so weit wie denkbar, unbekannt sind.

    Herzliche Grüße

    MAC

  2. #22
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    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Deine pseudo-sprachwissenschaftliche Betrachtung, jonas, ist ziemlich schwach.
    Vielleicht glaubst Du Wiki mehr:
    neo-
    Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
    Wechseln zu: Navigation, Suche

    neo- (Deutsch) [bearbeiten]

    Präfix [bearbeiten]
    Silbentrennung: neo-

    Aussprache:

    IPA: [...]
    Hörbeispiele: -
    Bedeutungen:

    [1] Vorsilbe für etwas, das neu ist oder das wieder neu ist (nachdem es ursprünglich verbannt wurde oder in Vergessenheit geriet)
    Herkunft:

    griechisch: νεος - neu

  3. #23
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    Hallo jonas
    Vielleicht glaubst Du Wiki mehr:
    Hab dort natürlich auch geschaut und wurde natürlich eingeladen, einen Beitrag über 'Neokapitalismus' zu schreiben. :-)))
    Nein, Wiki glaube ich generell weniger als Dir, in diesem Fall - noch weniger als Dir. ;-)
    Eigentlich sind Deine Meinungen normalerweise für mich verlässliche Massstäbe.

    Herzliche Grüsse
    Orbit

  4. #24
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    Hi mac

    eigentlich ist der Ausdruck "alter Spinner" nicht sooo beleidigend, eher belächelnd. Denn ehrlich, wenn jemand solch dummes Zeug schreibt wie Orbit:

    Der Neo-Kapitalist ist der globalisierungswütige Kapitalist, für den Ethik nur mehr ein Feigenblatt ist und der den KMU, jenen Ethikromantikern der Wirtschaft, ein Reservat zugewiesen hat wie seinerzeit die Weissen den Indianern. Dort duldet er sie vorläufig noch. Sobald sich einer aber ein bisschen aus dem ihm zugewiesenen Reservat hinaus wagt, wird er kurzerhand aufgekauft.
    (KMU= Klein bis Mittelunternehmen)

    Ich weiss sehr wohl um die politischen Bedeutungen dieser Wörter.
    Dann will ich dem "Ultralinken-O." nur entgegenhalten:

    Nirgendwo ist der reale Sozialismus so real geworden wie in den westlichen, kapitalistischen Ländern. Das zeigt ja auch die Tatsache, dass ein pensionierter Lehrer bestens von seinen "gespaarten" Geldern leben kann.
    Und noch ein wichtiger Aspekt: Die Reichen bezahlen in den westlichen Ländern einen riesigen Brocken Steuern, ohne diese würden alle Länder des ach so kapitalistischen Westen sofort zusammenbrechen.
    Und zum Dritten:
    Ohne die unglaublichen, milliardenschwerden Spenden alle Jahre von Reichen, gäbe es ein paar dutzend Hilfsorganisatsionen nicht.

    Also ist die Bezeichnung dieses lächerlichen Geschwafels von Orbit als "spinnert" durchaus zulässig.

    Nochmals fröhliche Weihnacht

    Auch dem Oberlinken O.

    (Da kommt mir gerade der wunderbare Film mit Bruno Ganz in den Sinn: "Die Markise von O.., von Kleist")

    Geändert von albert (24.12.2007 um 15:28 Uhr)
    albert

  5. #25
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    eigentlich ist der Ausdruck "alter Spinner" nicht sooo beleidigend
    Find ich eigentlich auch. Aus dem Munde alberts ist das schon fast eine Liebeserklärung.
    Nirgendwo ist der reale Sozialismus so real geworden wie in den westlichen, kapitalistischen Ländern.
    Das ist halt die Perspektive des Froschs in seinem Biotop. :-))
    Dazu ein paar Stichworte: Neue Armut, working poor, rasant steigende Zahl von Konkursen...
    Und noch ein wichtiger Aspekt: Die Reichen bezahlen in den westlichen Ländern einen riesigen Brocken Steuern,...
    Es gibt immer noch keine Kapitalgewinnsteuer. Da werden Milliarden steuerfrei verdient.
    Also ist die Bezeichnung dieses lächerlichen Geschwafels von Orbit als "spinnert" durchaus zulässig.
    Klar doch! Für Dich auf jeden Fall. Nicht weil's ein Geschwafel wäre, aber einem Frosch, der das alles nicht verstehen kann, will doch niemand das Quaken verbieten.

    Orbit

  6. #26
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    Es gibt immer noch keine Kapitalgewinnsteuer
    Warte noch eine Woche

    Würde gerne noch mehr schreiben, muss jetzt aber weg, bin eigentlich schon nimmer da

    Frohes Fest

  7. #27
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    Links-O. schrieb:

    Neue Armut, working poor, rasant steigende Zahl von Konkursen...
    Ha, ha. ja genau, die gleichen Worte wie 1967, 74, 79, 84 etc. Schau Dir einfach die BSP der entsprechenden Ländern an.

    Noch was zu Millionären, die da wären:

    Fussballer; teilweise strohdumm aber steinreich. Unser geliebter Federer (schafft er es wohl zum Milliardär?) Diverse Lottogewinner und so weiter.

    Dieses elende, linke Neidgetue geht mir und vielen anderen, erfolgreichen Zeitgenossen schwer auf den Sack.

    So, heute abend gehe ich mit meinem Freund in ein 19-Punkte Restaurant. Darauf freuen wir uns schon lange.

    Ich melde mich dann hier mal für zwei Tage ab.
    Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht euch

    Eurer lieber Atheist

    albert

  8. #28
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    Na dann wünsch Dir und Deinem Freund trotz allem einen schönen Weihnachtsabend im Biotop von Petermanns Kunststuben in Küsnacht.
    Sag doch den andern Fröschen, Molchen und Karpfen dort auch einen lieben Gruss von mir.
    Geändert von Orbit (24.12.2007 um 18:21 Uhr)

  9. #29
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    Zitat Zitat von albert
    Nirgendwo ist der reale Sozialismus so real geworden wie in den westlichen, kapitalistischen Ländern.
    Das war vielleicht in der ferneren Vergangenheit noch so. Inzwischen hat sich die Situation doch recht verändert. Artikel 14(2) Grundgesetz: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Dieser Satz gerät mehr und mehr in Vergessenheit.

    Welches Unternehmen stellt z.B. noch Kinderbetreuung für seine Mitarbeiter zur Verfügung? Amerikanische Unternehmen haben da noch am ehesten eine Ader dafür (z.B. Ronald McDonald Häuser). Jedoch steht bei den meisten Unternehmen die Maximierung des Aktienwertes im Mittelpunkt als das Wohlergehen des Unternehmens als Ganzes. Man lässt Potenziale tendenziell eher ungenutzt, weil sie den Aktienkurs eine Weile drücken könnten (z.B. bei Unternehmenskäufen) oder man macht einen Kahlschlag in den Mitarbeiterzahlen ohne Rücksicht darauf wie sinnvoll diese im Einzelnen sind und ob es dem Unternehmen dann anschliessend tatsächlich besser gehen wird. Man stösst an sich profitable Unternehmensteile ab, nur weil sie unter einer willkürlich gesetzten Rendite arbeiten.

    Dies sind Beispiele, in denen sich die Unternehmenslenker nicht mehr die Zeit nehmen sich en Detail mit ihrem Unternehmen beschäftigen, sondern sich zunehmend nur noch an Allgemeinplätzen orientieren, Abkürzungen nehmen.

    Allmählich kommen wir jedoch schon in die nächste Stufe: Das Ende der Unternehmenslenker. Spätestens seit dem Börsengang der Telekom ist die Aktie als Geldanlage populär geworden. Das hat sich auch nicht wesentlich mit der sich daran anschliessenden Baisse geändert. Nur investieren die Menschen nun nicht mehr in einzelne Firmen, sondern sie streuen das Risiko und delegieren auch die Arbeit der Depotverwaltung an Fonds.

    Diese neuen Kapitalsammelstellen sind nicht mehr im geringsten an den Firmen selbst interessiert, sondern nur noch an Performance. Ihr Einfluss geht so weit, dass Firmen per Gesellschafterbeschluss gezwungen werden Dividenden per Kredit zu finanzieren anstatt ihnen zu erlauben die Mittel für Investitionen zu verwenden. Nach der Dividendenausschüttung wird dann umgeschichtet, bevor die negativen Folgen offenbar werden und den Kurs drücken.

    Der Vormarsch der Fonds, und unter ihnen insbesondere der Hedgefonds, kann sich zu einer ernsten Bedrohung unserer Wirschaftsordnung entwickeln. Zum Glück hat die Politik dies bereits erkannt und diskutiert auf europäischer Ebene wie man in diese Entwicklung regulierend eingreifen kann.

    Nun noch einige kleine Korrekturen:
    Zitat Zitat von Orbit
    Neue Armut, working poor, rasant steigende Zahl von Konkursen...
    Ja, ja, und: vorsicht Falle Wenn die Zahl der Konkurse steigen, dann geht es der Wirtschaft wahrscheinlich zunehmend besser, und umgekehrt: wenn die Konkurse abnehmen, dann kann das ein Alarmzeichen sein. Warum? Mein damaliger Prof. für Privatrecht, aktiver Vorsitzender Richter am Münchner Landgericht, hat das über einen sehr einfachen Effekt erklärt: Gehen die Unternehmen pleite, weil die Wirtschaft schwächelt werden zunehmend öfter Konkurse mangels Masse erst garnicht eröffnet. Die Zahl der Konkursverfahren geht drastisch nach untern (obwohl die Pleiten natürlich zunehmen). Also: Aus dem Verlauf der Zahl der Konkursverfahren lässt sich nur schwer etwas ablesen, und im Zweifel zeigt die Zahl sogar das Gegenteil dessen an, was man zunächst in ihr vermutete.

    Zitat Zitat von albert
    Die Reichen bezahlen in den westlichen Ländern einen riesigen Brocken Steuern, ohne diese würden alle Länder des ach so kapitalistischen Westen sofort zusammenbrechen.
    Zumindest in Deutschland wird das Überwiegende Gros der Steuern durch den Mittelstand erbracht. Während der Schröder Regierung waren Grossunternehmen sogar für einige Zeit de facto steuerfrei gestellt.

    Zitat Zitat von albert
    Ha, ha. ja genau, die gleichen Worte wie 1967, 74, 79, 84 etc. Schau Dir einfach die BSP der entsprechenden Ländern an.
    Gerade wenn Du bis 67 zurückgehst musst Du etwas aufpassen. Ich weiss nicht genau wann umgestellt wurde, aber man verwendet inzwischen nicht mehr das BSP sonder sieht sich heute das BIP an. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung gibt es das Inländerkonzept und das Inlandskonzept. Das früher verwendete Bruttosozialprodukt (BSP) stellt auf alle von Inländern erstellten Produkte und Leistungen ab. Es zählte die Siemensfabrik in China mit dazu, aber liess die Produktion von Texas Instruments in Freising bei München weg.

    Damit in einer zunehmen globalisierten und vernetzten Welt ein aussagefähigeres Mass für die Wirtschaftsleistung eines Gebietes wie das z.B. der Bundesrepublik Deutschland verwendet wird, hat man nun das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Blick. Das BSP aus früheren Zeiten ist daher nur eingeschränkt mit dem heutigen BIP vergleichbar, ausser, wenn Du dir auch die alten VGR Berichte des statistischen Bundesamtes besorgst, denn darin sind immer beide Zahlen ermittelt worden.

    BIP und BSP sind übrigens keine rein deutschen Konzepte. Im angelsächsischen Raum spricht man von gross national product (GNP) (entspricht dem BSP) und den gross domestic product (GDP) (entspricht dem BIP).

    So, Ende der VWL Vorlesung für heute

  10. #30
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    Hallo Jonas
    Aha, da hast Du also Dein Standbein!
    Danke für die weihnächtliche Vorlesung in Wirtschaftswissenschaft. Dass Du eine Fortsetzung in Aussicht stellst, ist erfreulich. Was sagst Du zu diesem Scherengesetz des mittleren Wachstums, wie ich es weiter oben erwähnt habe? Um diesen Wachstumsgedanken geht es ja im weitesten Sinne in diesem Thread.

    @ albert
    Da Du gestern Abend mit Essen beschäftigt warst und sicher keine Zeit für Weihnachtsmessen hattest hier noch in Kürze, was der zur Zeit wohl prominenteste Linke ;-) zur neuen Armut meint:
    http://www.swissinfo.ch/ger/internat...ti&positionT=3

    Herzliche Grüsse
    Orbit

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